Meine sehnsüchtige Schwester




sanft wogendes Grün
an den Hängen vor meinem Fenster
ich lehne mich hinaus
um dich zu küssen
doch du weichst zurück
Landschaft, Liebes
du weichst zurück
wie mein Spiegelbild
ich aber lasse mich nicht zurückweisen
damit du es weißt, fahre ich zu dir
fahre ich durch dich
durch deine Haare, über deine Haut
und in dich
ich würde Millionen Kilometer reisen
um dich zu finden
weit weg von mir
weg von dem Irrgarten meiner Seele
müsste mich
mitten durchreißen

für dich mache ich alles
Landschaft, Liebes
will dich spüren
endlich spüren
will dein sein
und nicht nur in der Tür stehen
in einem Leben ohne
Abschied und Ankunft
küsse mich!
küsse meine Worte
sie sind die Lippen meiner Seele
nehme mich!
berühre mich, streichle mich
liebe mich
doch endlich

Landschaft, Liebes
bist du die Freiheit?
bist du Gott?
bist du die Erlösung?

ich schaue klar, und doch ist da nichts als Nebel




11.07.08


von lylo vorgelesen:
http://lyriclove.podspot.de/post/bom/#comment581412

virago - 11.07.2008 17:53

Berührend!

Mehr will mir gerade nicht dazu einfallen. Mehr braucht es vermutlich auch nicht.

bonanzaMARGOT - 11.07.2008 18:01

Danke.
wortmeer - 12.07.2008 12:12

Romantisch, voller Sehnsucht, voller Hingabe...
Fragen, Suche, Ankommen?, Finden?, Weitersuchen...

bonanzaMARGOT - 12.07.2008 22:10

danke wortmeer,

das leben ist oft wie ein fluß, den es zwar zum meer drängt, aber der in vielen schleifen und biegungen fließt. ja, manchmal scheint es, er fließt vom meer weg.
da ist die sehnsucht und das drängen, und auf der anderen seite braucht man unendlich viel geduld mit sich und dem leben.

bon.
wortmeer - 14.07.2008 21:33

Ja, genau so sehe ich auch. Alles ist irgendwie im Fluss - mal mehr mal weniger, mal vor zurück, mal stürmisch mal leise, mal gerade mal auf umwegen, immer wieder Veränderung... Schön hast Du es beschrieben!
Meral (Gast) - 12.07.2008 16:07

Ein Gefühlvolles und sehr schönes Gedicht.

So, dass man tausend Mal lesen kann.


Lieben Gruss.

bonanzaMARGOT - 12.07.2008 22:14

deine worte freuen mich, meral

danke.
lylo - 20.07.2008 11:54

ah!

du hast meinen sprechlink hereingesetzt.
ich habe deshalb keinen kommentar zu diesem gedicht geschrieben, weil ich glaube, dass man diesen am besten aus meinem vortrag hört ....
ja, ich war mit dir auf diese reise :-)

danke dafür!

bonanzaMARGOT - 20.07.2008 15:53

reisen ist wie streicheln

auch dabei taucht man in gedanken in das objekt/die person ein. es ist immer die hingabe, die uns reisen läßt.

prosaGEDICHTE

... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...

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