über die innerirdischen




stell dir vor, die fliegenden untertassen, die immer wieder mal durch unsere zeitungen geistern, kommen nicht von fernen sternen oder gar galaxien – sondern tief aus dem erdinnern. kalte vulkane und ihre schlote dienen ihnen als schleußen zu ihrem unterirdischen reich.
stell dir vor: etwa in 2- 5tausend kilometer tiefe ist die erde ausgehöhlt. möglicherweise ist sie gänzlich ausgehöhlt, so dass ihre bewohner, wie unsereins auf der außenkrümmung durch die schwerkraft gehalten, auf der innenkrümmung spazieren gehen. es wäre dort völlig dunkel, wenn nicht das lavagestein leuchten und die illumination der künstlichen wohnstätten der unterweltler den riesenhaften kugeligen hohlraum inmitten unserer erde in ein unirdisches, traumhaftes licht tauchen würde.
stell dir diese wesen vor: ich nenne sie unterweltler oder innerirdische. sie haben große köpfe und zierliche, fast zwergenhafte körper. ihre augen oval und matt über kleiner nase und mundöffnung, ihre haut mit grauer pigmentierung; so und ähnlich sehe ich sie auch in den zahlreichen zeichnungen von augenzeugen der sogenannten „grünen männchen“.
wann kamen sie auf unsere erde? warum leben sie so tief unter der erde? unsere erde? stell dir vor, diese unterweltler lebten lange vor uns auf terra, sehr lange vor uns. vielleicht mussten sie sich verstecken, vielleicht mussten sie vor naturgewalten, verseuchungen, also der unbewohnbarkeit der oberfläche, fliehen. fortan lebten sie ihre evolution über jahrmillionen im erdinnern. vielleicht kamen sie aus dem fernen weltenraum und waren
damals bereits eine rasse, welche planeten für ihre wohn- und lebensbedürfnisse suchte, um sie zu unterminieren. fortan benutzen sie die erde wie ein raumschiff – oder vielmehr wie ein fliegendes haus um die sonne.
und das leben auf der oberfläche - die kontinente mit ihren bergen, tälern, seen und flüssen, die wüsten und ebenen, die steppen und dschungel, die vielfältigen kreaturen und pflanzen, die dort leben und hausen, die paradiesischen inselwelten, das meer mit seinen myriaden wundersamer geschöpfe – all diese uns bekannten wunder, die unsere heimat sind, bilden den garten vor dem haus der unterweltler oder besser: ihren „dachgarten“. ob sie ihn auch selbst anlegten, bleibt vorerst im dunkeln. in ihren ufos flitzen sie durch die vulkanischen schlote von der unterwelt in die sonnendurchflutete oberwelt, welche sie so gar nicht mehr vertragen. was haben die unterweltler vor? verfolgen sie einen plan? und wenn – welche rolle spielt darin die menschheit?
sind wir teil eines unvorstellbaren experimentes oder lediglich objekte ihrer neugierde?
stell dir vor: sie wollen an die oberfläche. sie wollen die sonne sehen und den sternenhimmel. sie wollen sich sattsehen an den wundern der natur. sie wollen aus ihren ufos klettern und genießen, wie wir menschen genießen. vielleicht sind gerade wir menschen dazu geschaffen, ihnen aus ihrer unterirdischen verpuppung zu verhelfen ...
sie sind "unter" uns. so viel ist gewiß.




(irgendwann zwischen 2000 und 2006)

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