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rinpotsche (Gast) - 23.04.2008 22:55

Wahrheit

Warten da nicht die Häute auf den Umkleideständern? Jeden Morgen?
Je nach dem wie die Nacht oder der Abend war, griffbereit oder abgelehnt?
Sooft an der Haltestelle gestanden und nichts draus gemacht, so oft an derselben Stelle jede Stimmung des Gegenübers aufgenommen und in den eigenen Tag mitgenommen wie wenn ich die wäre. Mit Hilfe der Anderen mit selbst einordnen zu wollen, mich ordentlich zu machen.
Um selber im Ausdruck betont vielleicht Fragen bei den Haltestellenleuten anzuregen, die mich nicht einen Millimeter interessieren aber deren Störung mir zeitweilig ein großes Anliegen ist, weil es mich ein klein wenig definiert.

bonanzaMARGOT - 24.04.2008 11:03

augen reib

hallo rinpötscherl. der übergang von innen- und aussenwelt an den haltestellen - oder gibt es nur innenwelten? das subjekt müht sich ab - das wäre schon mal eine wahrheit.
ab und zu, wie ich es in dem gedicht überlege, wähne ich das seelische eiskalt; als wären die menschen roboter - in wahrheit ist es meine lethargie, die mich zum fremden unter längst bekanntem macht. lethargie nach erschöpfender empathie. ich bewundere menschen, die immer einwandfrei im sozialgefüge funktionieren. sie müssen eine dicke haut haben.

was definiert mich? wenn ich mir darüber gedanken mache, muss ich mich betrinken.

bon.

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