Ich merke, dass ich gar nicht mit einem solchen kurzen Abriss Deiner Radtour gerechnet habe. Vor allem bei dem Sprung vom Bodensee nach Vorkoblenz. Da kommen doch hoffentlich noch ein paar detailliertere Eindrücke..
Häftlingssuppe/nahrung ist ein gutes Bild, das voll meinen eigenen Eindruck des Sees wiedergibt, als ich 2003 das letzte Mal dort war.
Bis dahin war ich einmal im Jahr für ein verlängertes Wochenende in Immenstadt (halbe Stunde von Friedrichshafen) und musste jedesmal zerknirscht feststellen, dass der See Eigentum von irgendwelchen Leuten ist, und ich gefälligst zu fragen habe, ob ich auch mal dran darf. So faszinierend anziehend größere Wasseransammlungen sind, so frustrierend präsentiert sich der wohlhabende Schwabe, der sich ein Stück Ufer vermint hat.
Kennst Du den Künstler Peter Lenk aus Bodman? Der die riesigen, Karikatur-Skulpturen vor Konstanz in den See installiert hat? Ich geh mit ihm konform, dass es an diesem Fleckchen Deutschland eine extreme Anhäufung von Menschen gibt, für die man sich schämen muss.
natürlich üben wassemengen in fluss und seen auch auf mich große anziehungskraft aus. wasser zu wasser. wir sind ja nichts anderes als pflanzen, die sich dem wasser zuneigen - mindestens unbewußt.
der bodensee ist auch nicht die kriterie, die ich in meinem gedicht tatsächlich beschreibe. es ist die fahrt um sein ufer, durch die städte. in dem gedicht projezierte ich etwas unfassbares auf ein paar zeilen. ich weiß, dass es nicht glücken kann, aber ich dachte: scheiße, ich mache es wie auf meiner fahrt: ich nehme mir ein bier, und dann wird`s schon.
ich bin auch nicht wirklich enttäuscht vom see. ebensowenig bin ich enttäuscht von meiner fahrt. es war so viel mehr als eine reiseimpression.
gehaltträchtige aussagen über den bodensee und die gemeinden drumrum könnte ich erst treffen, wenn ich dort desöfteren gewesen wäre, dort menschen kennen würde. das ist nicht der fall.
nein, ich kenne keinen peter lenk aus bodmann.
konstanz und kreuzlingen - ich wüßte nicht, wofür man sich schämen müßte ... wenn es um touristen geht, dann ist meersburg die hauptstadt des bodensees.
in heidelberg haben wir im sommer genausoviel touristen wie in konstanz.
natürlich stechen mir an diesen attraktiven ferienorten die unangenehmen verhaltensweisen und erscheinungsformen eines großteil meiner mitmenschen besonders ins auge ... und auch die geschäfte, die industrie, die dies alles fördern und bedingen.
ich sehe allerdings nur, was ich sowieso bereits lange weiß. ich schöpfe aus meinen beobachtungen nicht wirklich neue erkenntnisse.
überall, wo menschen geballt auftreten, ist es ziemlich künstlich, affektiert, aufdringlich und unangenehm.
in meinem gedicht wollte ich mein gefühl wiedergeben, wie klein(lich) ich eigentlich die welt der menschen finde.
ungeachtet dessen hat der bodensee seine größe.
der rhein ebenso.
Sorry, habe Deinen Text nicht als Gedicht verstanden, obwohl die äußere Form dafür sprach. Aber gestatte mir trotzdem das Resümee, dass außer moderatem Frust und Biertrinken nicht viel mehr Essenz aus dem Gedicht zu ziehen war.
zu. menschen, die bier nicht mögen, können mit den meisten meiner gedichte nichts anfangen.
dabei erwähne ich das wort "bier", glaube ich, nicht häufiger als "bodensee", oder? mal sehen vielleicht kürze ich für dein verständnis das ein oder andere "bier" noch heraus.
Da ich temporärer Biertrinker bin, Pils und Kölsch in Bonn, und zuhause nur Wein trinke (wenn's sein muss auch Wasser, aber im Wasser ficken die Fische, wie ein Freund mir ständig angewiedert kundtut), gehe ich durchaus mit dieser Ambivalenz an Deine Texte dran, also ohne Ressentiments gegenüber den alkoholischen Präferenzen.
Aber willst Du mir damit sagen, dass Biertrinker per se ihr Leben und Gelebtes nur in Gedichtform wiedergeben können? Oder muss ich Bier trinken, um es zu verstehen? Nützt da weintrinken nichts? Kann ein Weinbesoffener einen Bierbesoffenen nie verstehen? Ein Fahrer eines getunten VWs mit hundertachzig auf der Autobahn wird nie ein Kollege vom halbgasfahrenden Porscheeigentümers werden, obwohl beide mit derselben Geschwindigkeit unterwegs sind?
einen katzenbesitzer verstehen - oder anders gesagt: warum hassen mantafahrer golffahrer?
ich bin frei von solchen ressentiments. von mir aus kannst du auch als weintrinkerin an mein gedicht herangehen. wenn es dir nichts sagt, sagt es dir eben nichts.
"fische ficken im wasser" ... das ist das beste, was ich heute hörte. leider ist`s zu spät, es in mein gedicht einzubauen.
was alkohol angeht, bin ich flexibel. heute fing ich mit wein an ... rieslingschorle. schön kalt.
auf der fahrradreise ergab sich mein bierkonsum praktischerweise. in den tanken besorgte ich mir kaltes dosenbier des durstes wegen, manchmal auch einen radler ... wollte ja nicht über die schwäbische alb schwanken oder am bodensee ins wasser fallen.
für mich sind autofahrer allesamt impotent, egal ob sie porsche, bmw oder sonstwas fahren ...
noch fragen?
ich würde mich nicht als Freigeist Deiner Qualität bezeichnen, habe mich allerdings auch nicht durch alles, was so rumfährt gepoppt. Aber nach dem Auto habe ich immer erst danach gefragt.
Nee, stimmt nicht, präferierte lange Zeit VW-Bus-Fahrer.
Hat sich als fragwürdiges Kriterium herausgestellt. Mittlerweile hab ich mich aus der Nahrungskette verabschiedet und finde alle Männer, naja, sch....
sein plaisierchen. und jedem freak seinen vw-bus.
ich wollte den autofahrern gar nicht so viel unrecht tun, aber als fahrradfahrer fühle ich mich von ihnen regelrecht verfolgt. gerade heute - kamen sie mir nicht sogar auf ausgewiesenen fahrradwegen, sogar waldwegen entgegen?
nach mehreren hundert kilometer fahrradreise ist es schon ziemlich frustrierend, wenn man sich ständig unterzuordnen hat und sogar noch an den schönsten ecken mit den autofetischisten konfrontiert wird.
da brauche ich gar kein freigeist zu sein, sondern nur ein mensch, der seine fünf sinne beisammen hat.
dass du von männern frustriert bist, dürfte ein ganz anderes thema sein.
Bodensee-Idiotensee
Häftlingssuppe/nahrung ist ein gutes Bild, das voll meinen eigenen Eindruck des Sees wiedergibt, als ich 2003 das letzte Mal dort war.
Bis dahin war ich einmal im Jahr für ein verlängertes Wochenende in Immenstadt (halbe Stunde von Friedrichshafen) und musste jedesmal zerknirscht feststellen, dass der See Eigentum von irgendwelchen Leuten ist, und ich gefälligst zu fragen habe, ob ich auch mal dran darf. So faszinierend anziehend größere Wasseransammlungen sind, so frustrierend präsentiert sich der wohlhabende Schwabe, der sich ein Stück Ufer vermint hat.
Kennst Du den Künstler Peter Lenk aus Bodman? Der die riesigen, Karikatur-Skulpturen vor Konstanz in den See installiert hat? Ich geh mit ihm konform, dass es an diesem Fleckchen Deutschland eine extreme Anhäufung von Menschen gibt, für die man sich schämen muss.
rinpotsche,
der bodensee ist auch nicht die kriterie, die ich in meinem gedicht tatsächlich beschreibe. es ist die fahrt um sein ufer, durch die städte. in dem gedicht projezierte ich etwas unfassbares auf ein paar zeilen. ich weiß, dass es nicht glücken kann, aber ich dachte: scheiße, ich mache es wie auf meiner fahrt: ich nehme mir ein bier, und dann wird`s schon.
ich bin auch nicht wirklich enttäuscht vom see. ebensowenig bin ich enttäuscht von meiner fahrt. es war so viel mehr als eine reiseimpression.
gehaltträchtige aussagen über den bodensee und die gemeinden drumrum könnte ich erst treffen, wenn ich dort desöfteren gewesen wäre, dort menschen kennen würde. das ist nicht der fall.
nein, ich kenne keinen peter lenk aus bodmann.
konstanz und kreuzlingen - ich wüßte nicht, wofür man sich schämen müßte ... wenn es um touristen geht, dann ist meersburg die hauptstadt des bodensees.
in heidelberg haben wir im sommer genausoviel touristen wie in konstanz.
natürlich stechen mir an diesen attraktiven ferienorten die unangenehmen verhaltensweisen und erscheinungsformen eines großteil meiner mitmenschen besonders ins auge ... und auch die geschäfte, die industrie, die dies alles fördern und bedingen.
ich sehe allerdings nur, was ich sowieso bereits lange weiß. ich schöpfe aus meinen beobachtungen nicht wirklich neue erkenntnisse.
überall, wo menschen geballt auftreten, ist es ziemlich künstlich, affektiert, aufdringlich und unangenehm.
in meinem gedicht wollte ich mein gefühl wiedergeben, wie klein(lich) ich eigentlich die welt der menschen finde.
ungeachtet dessen hat der bodensee seine größe.
der rhein ebenso.
bon.
ich stimme dir teils
dabei erwähne ich das wort "bier", glaube ich, nicht häufiger als "bodensee", oder? mal sehen vielleicht kürze ich für dein verständnis das ein oder andere "bier" noch heraus.
bon.
Aber willst Du mir damit sagen, dass Biertrinker per se ihr Leben und Gelebtes nur in Gedichtform wiedergeben können? Oder muss ich Bier trinken, um es zu verstehen? Nützt da weintrinken nichts? Kann ein Weinbesoffener einen Bierbesoffenen nie verstehen? Ein Fahrer eines getunten VWs mit hundertachzig auf der Autobahn wird nie ein Kollege vom halbgasfahrenden Porscheeigentümers werden, obwohl beide mit derselben Geschwindigkeit unterwegs sind?
kann ein hundebesitzer
ich bin frei von solchen ressentiments. von mir aus kannst du auch als weintrinkerin an mein gedicht herangehen. wenn es dir nichts sagt, sagt es dir eben nichts.
"fische ficken im wasser" ... das ist das beste, was ich heute hörte. leider ist`s zu spät, es in mein gedicht einzubauen.
was alkohol angeht, bin ich flexibel. heute fing ich mit wein an ... rieslingschorle. schön kalt.
auf der fahrradreise ergab sich mein bierkonsum praktischerweise. in den tanken besorgte ich mir kaltes dosenbier des durstes wegen, manchmal auch einen radler ... wollte ja nicht über die schwäbische alb schwanken oder am bodensee ins wasser fallen.
für mich sind autofahrer allesamt impotent, egal ob sie porsche, bmw oder sonstwas fahren ...
noch fragen?
bon.
ich strich
Nicht doch
Nee, stimmt nicht, präferierte lange Zeit VW-Bus-Fahrer.
Hat sich als fragwürdiges Kriterium herausgestellt. Mittlerweile hab ich mich aus der Nahrungskette verabschiedet und finde alle Männer, naja, sch....
jedem tierchen
ich wollte den autofahrern gar nicht so viel unrecht tun, aber als fahrradfahrer fühle ich mich von ihnen regelrecht verfolgt. gerade heute - kamen sie mir nicht sogar auf ausgewiesenen fahrradwegen, sogar waldwegen entgegen?
nach mehreren hundert kilometer fahrradreise ist es schon ziemlich frustrierend, wenn man sich ständig unterzuordnen hat und sogar noch an den schönsten ecken mit den autofetischisten konfrontiert wird.
da brauche ich gar kein freigeist zu sein, sondern nur ein mensch, der seine fünf sinne beisammen hat.
dass du von männern frustriert bist, dürfte ein ganz anderes thema sein.
bon.