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Bruder




Wenn Du das Herz eines Menschen erreichst, hast Du
nichts zu befürchten.
Nicht von dem Massenmörder, dem kranken
Gewalttäter oder
dem stolzen Krieger.
Nicht von dem General, dem Staatsoberhaupt,
den Offizieren und Dienern
der Macht.
Sei sorgsam bei der Berührung.
Sei sorgsam mit Deinen
Worten.
Wie im Gebirge schlägt das Wetter in den Herzen
schnell um.

Die Menschen haben hässliche Fratzen.
Sie schützen sich damit vor Gott und Teufel.
Sie schützen sich vor zu vielen
Gedanken.
Sag, wann sahst Du das letzte Mal
einen Menschen Blumen pflücken?
Sag, wann berührtest Du das letzte Mal ein Herz?
Nicht einmal Deines?

Du wirst alt und glaubst viel zu wissen.
Ich weiß.
Ich kenne Dich.
Du bist mein angestammter Bruder.
Scheiße, wir kommen aus dieser Nummer nicht
mehr raus.
Jedenfalls nicht unbeschadet.
Lassen wir die Angst fallen
wie Kleider vor der Liebe.
Lassen wir die Dinge in unsere Herzen,
wie sie sind.
Besiegen wir unsere Scham,
Bruder.




22.04.2009

iwillbe - 22.04.2009 18:32

das ist ein sehr schönes gedicht.

bonanzaMARGOT - 23.04.2009 08:45

danke

iwillbe.
LadylikeKandis - 22.04.2009 19:27

ein sehr wahrer inhalt und es wäre so schön, wenn sich die menschen etwas mehr besinnen würden, statt vor neid und habgier zu stinken!

bonanzaMARGOT - 23.04.2009 08:49

das hast du schön gesagt, lady: sie stinken vor habgier und neid.
nur gut, dass es da noch was anderes im menschen gibt.
monehartman - 22.04.2009 19:53

Teufel

"Wenn Du das Herz eines Menschen erreichst, hast Du
nichts zu befürchten": Das gefällt mir. Es erinnert mich an meine Kindheit, da hatte man mir wohl von Gott und Teufel erzählt, von Gut und Böse, und ich wollte das Herz des Bösen für mich gewinnen: Damit es mir nichts mehr antut.

bonanzaMARGOT - 23.04.2009 08:44

schön,

wenn das böse ein herz hat ...

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