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    <title>prosaGEDICHTE (von bonanza/margot) : Rubrik:Allgemeine Betrachtungen</title>
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    <description>von bonanza/margot</description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:date>2008-04-29T13:32:39Z</dc:date>
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  <image rdf:about="http://static.twoday.net/bonanzaMARGOT/images/icon.jpg">
    <title>prosaGEDICHTE</title>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4874087/">
    <title>Daemon Est Deus Inversus</title>
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    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich stelle mir das Universum als eine &lt;br /&gt;
Zwiebel vor, und wir leben auf einer&lt;br /&gt;
Zwiebelschale&lt;br /&gt;
Wir sehen nur uns&lt;br /&gt;
Der Blick ist trübe in Vergangenheit&lt;br /&gt;
und Zukunft&lt;br /&gt;
Alles Augenreiben nützt nichts&lt;br /&gt;
Wir sind kurzsichtig&lt;br /&gt;
Ich legte meinen Schmuck ab&lt;br /&gt;
Ich gehe schmucklos&lt;br /&gt;
Die Bedeutungen verlieren an Boden&lt;br /&gt;
Bald sehe ich die Radieschen von unten&lt;br /&gt;
Uschi bestellt sich ein Rumpsteak&lt;br /&gt;
mit viel rohen Zwiebeln&lt;br /&gt;
Draußen regnet es&lt;br /&gt;
Es ist ganz normal, daß es regnet&lt;br /&gt;
Medium, sagt sie zu der Bedienung&lt;br /&gt;
Wir sitzen in einer Vereinsgaststätte&lt;br /&gt;
Die Gravitation bäckt die&lt;br /&gt;
Realität zusammen&lt;br /&gt;
Ich pinkele und rieche das Chlor&lt;br /&gt;
Mein Urinstrahl ist wasserklar&lt;br /&gt;
Meine Stirn an den Kacheln&lt;br /&gt;
Das Universum ist eine Zwiebel, denke ich&lt;br /&gt;
Uschi wird das verstehen&lt;br /&gt;
Es gibt keine rechten Winkel mehr in&lt;br /&gt;
Meinem Leben&lt;br /&gt;
Der Raum ist seltsam verzerrt&lt;br /&gt;
Euklid war ein Dummerjan&lt;br /&gt;
Bevor ich den Gastraum wieder betrete&lt;br /&gt;
Betaste ich meinen Hosenstall&lt;br /&gt;
Man kann sich doch selbst nicht mehr&lt;br /&gt;
Trauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.08.2004 14:03 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-19T15:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4844178/">
    <title>Gedankensätze</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4844178/</link>
    <description>&lt;br /&gt;
Freiheit heißt, dass jeder Mensch Raum genug&lt;br /&gt;
für sein Glück erhält,&lt;br /&gt;
Toleranz das Zulassen  ... und Auflassen anderer Räume,&lt;br /&gt;
Anarchie die ungezwungene Übereinkunft, unter den Prämissen&lt;br /&gt;
von Freiheit und Toleranz zu leben ...&lt;br /&gt;
im besten Falle friedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hoffnung auf eine bessere Welt ist menschlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bergsteigerweisheit:&lt;br /&gt;
Die kürzeste Zeit verbringst du auf dem Gipfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(06.04.08)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-07T12:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4764268/">
    <title>der spiegel</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4764268/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
seit der sache mit dem spiegel&lt;br /&gt;
liegt es mir ferne&lt;br /&gt;
weltuntergangsstimmung zu entfachen&lt;br /&gt;
der mensch hat doch im herzen&lt;br /&gt;
die erde gerne&lt;br /&gt;
er meint`s doch gut&lt;br /&gt;
wenn er an ihr kosmetische&lt;br /&gt;
operationen tut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor nicht langer zeit&lt;br /&gt;
sind wir in den dialog&lt;br /&gt;
mit mutter erde getreten&lt;br /&gt;
dabei hat sie uns&lt;br /&gt;
dringlichst gebeten&lt;br /&gt;
wir mögen doch einen spiegel&lt;br /&gt;
auf den mond bauen&lt;br /&gt;
denn sie wolle&lt;br /&gt;
so ließ sie uns wissen&lt;br /&gt;
furchtbar gern&lt;br /&gt;
ihr antlitz beschauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an diesem punkt&lt;br /&gt;
darf ich nicht verschweigen&lt;br /&gt;
dass manche menschen&lt;br /&gt;
unter dem schlechten gewissen leiden&lt;br /&gt;
wir wären zu derb&lt;br /&gt;
mit der erde umgesprungen&lt;br /&gt;
so errichtete man&lt;br /&gt;
den spiegel auf dem mond&lt;br /&gt;
allein zum trotze&lt;br /&gt;
solch böser zungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es war ein großer tag&lt;br /&gt;
als man das tuch lüftete&lt;br /&gt;
das auf dem spiegel lag&lt;br /&gt;
in der positiven erwartung&lt;br /&gt;
war man keinesfalls erstaunt&lt;br /&gt;
als die erde&lt;br /&gt;
nach kurzem verharren&lt;br /&gt;
gut gelaunt&lt;br /&gt;
sich weiterdrehte
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-06T13:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4699554/">
    <title>Patriotismus süß-sauer</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4699554/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der gute Patriot&lt;br /&gt;
besuchte in aller Regelmäßigkeit ein&lt;br /&gt;
traditionelles, deutsches Freudenhaus&lt;br /&gt;
Sie konnten die Uhr nach ihm stellen&lt;br /&gt;
Er kam immer Samstags&lt;br /&gt;
nach der Sportschau&lt;br /&gt;
Dann wollte er Mei Ling&lt;br /&gt;
Er kam ziemlich schnell zur Sache&lt;br /&gt;
Sie hörten ihn Tor! schreien&lt;br /&gt;
und Mei Ling sagte in gebrochenem&lt;br /&gt;
Deutsch: Mein gloßel Beckenbauel&lt;br /&gt;
hat ihn lein gemacht, mein gloßel&lt;br /&gt;
Beckenbauel hat ihn lein gemacht ...&lt;br /&gt;
Er war ein guter Patriot&lt;br /&gt;
Er liebte sein Vaterland&lt;br /&gt;
und den Fußball&lt;br /&gt;
Mit Deutschland war es weit gekommen&lt;br /&gt;
Überall Chinesen, Inder, Türken ...&lt;br /&gt;
Aber seine Mei Ling war&lt;br /&gt;
da eine Ausnahme&lt;br /&gt;
Wenn nur alle Frauen so wären&lt;br /&gt;
Seine Frau ekelte sich vor ihm&lt;br /&gt;
Sie lag unter ihm wie eine&lt;br /&gt;
Leiche, wenn er sie vögelte&lt;br /&gt;
Diese Emanzipationsscheiße hatte die&lt;br /&gt;
deutschen Frauen versaut&lt;br /&gt;
insbesondere seine&lt;br /&gt;
Sie redete von Trennung&lt;br /&gt;
Geh doch nach China! brüllte er&lt;br /&gt;
Er war ein guter Patriot&lt;br /&gt;
Er stand seinen Mann&lt;br /&gt;
im Beruf und im Kleintierzuchtverein&lt;br /&gt;
als Kassenwart&lt;br /&gt;
Mit Deutschland ging es bergab&lt;br /&gt;
Das sah jeder&lt;br /&gt;
Weltmeister würden sie 2006 nicht werden&lt;br /&gt;
So nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein gloßel Beckenbauel ist ein gutel&lt;br /&gt;
deutschel Fickel, sagte Mei Ling&lt;br /&gt;
Er steckte ihr die obligatorischen&lt;br /&gt;
10 Euro Trinkgeld in den Slip&lt;br /&gt;
bevor er ging&lt;br /&gt;
Kauf dir was schönes, sagte er&lt;br /&gt;
Er war ein guter Patriot &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
08.12.2004 23:42 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-12T17:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4340387/">
    <title>wartezimmer</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4340387/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
mich kotzt diese wartezimmeratmosphäre in unserer welt an.&lt;br /&gt;
der unterschied zu herkömmlichen wartezimmern ist, dass&lt;br /&gt;
keiner so schnell drankommen will. die wenigsten haben&lt;br /&gt;
einen festen termin. es ist kein zufall, dass die sprechstunden-&lt;br /&gt;
hilfen des todes sehr verführerisch ausschauen. sie wippen&lt;br /&gt;
in ihren weißen kitteln an uns vorbei, und charmant bedeuten&lt;br /&gt;
sie dem nächsten, wo er sich zur letzten ruhe betten soll.&lt;br /&gt;
ich schaue den wippenden pobacken hinterher und denke,&lt;br /&gt;
dass ich noch lange nicht drankomme  was sich allerdings&lt;br /&gt;
nur zu schnell als irrtum herausstellen könnte.&lt;br /&gt;
irgendwo in der endlosen reihe der wartenden steht der auf-&lt;br /&gt;
gerufene auf und folgt seiner wichsvorlage ins grab.&lt;br /&gt;
als ich klein war, war ich mir des ortes meines daseins&lt;br /&gt;
keinesfalls bewusst. ich glaubte noch an das onkel-doktor-&lt;br /&gt;
spiel, und der doktor hatte einen langen, weißen bart und&lt;br /&gt;
schaute gütig. nun, nach 35 jahren habe ich alle illustrierten&lt;br /&gt;
vom stapel mehrmals ausgelesen. ich gucke mir nur noch&lt;br /&gt;
die bilder an. der bart ist ab. das kapital ist ätzende&lt;br /&gt;
pflichtlektüre im wartezimer, und manche mögen glauben,&lt;br /&gt;
dass sie sich eine längere wartezeit erkaufen können  durch&lt;br /&gt;
bestechung. ich wünsche mir nur eine bestechung, denke&lt;br /&gt;
ich, nippe an meiner bottle bier und träume prallen, weißen&lt;br /&gt;
popos hinterher.&lt;br /&gt;
ist doch irgendwie paradox, dass das, worauf man(n) am&lt;br /&gt;
spitzesten ist, gerade wieder ein neues menschenkind zu&lt;br /&gt;
tage fördern könnte, welches sich sofort in die schlange&lt;br /&gt;
der wartenden einreiht. was macht ihr alle nur? fragt&lt;br /&gt;
das neue menschenkind, und ich antworte: wir schlafen&lt;br /&gt;
den vorschlaf vorm ganz großen schlaf, mein kind ...&lt;br /&gt;
und dabei träumen wir unsere erfüllten und unerfüllten&lt;br /&gt;
wünsche.&lt;br /&gt;
puuuh, ich blättere mit schweißiger hand weiter. &lt;br /&gt;
ich begreife es einfach nicht, was leben heißt. ich gehe&lt;br /&gt;
in den hungerstreik . verdammt! ich habe das gefühl, dass&lt;br /&gt;
ich noch lange nicht dran bin.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-11T10:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4325580/">
    <title>über die dinghaftigkeit der welt</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4325580/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
wir zählen die welt in dingen&lt;br /&gt;
dinge im kleinen, dinge im großen&lt;br /&gt;
dividiert und multipliziert ergeben sie&lt;br /&gt;
neue dinge&lt;br /&gt;
das wenigste ding ist immer wieder&lt;br /&gt;
1 ding&lt;br /&gt;
ob im kleinen oder im großen, das größere&lt;br /&gt;
ist immer 1 ding mehr&lt;br /&gt;
es gibt dinge, für die sind andere dinge&lt;br /&gt;
gar nicht da&lt;br /&gt;
und es gibt dinge, die sich in größeren &lt;br /&gt;
dingen bewegen&lt;br /&gt;
dinge sind stets für andere dinge da&lt;br /&gt;
nie für das eigene&lt;br /&gt;
dinge verlieren ihre dinglichkeit, wenn&lt;br /&gt;
sie zerlegt werden&lt;br /&gt;
das bild der dinge ist ein statisches und&lt;br /&gt;
die dinge darin zählbar&lt;br /&gt;
die welt dagegen ist ein unding&lt;br /&gt;
weil nicht zählbar&lt;br /&gt;
die zahlen kümmern sich um die dinge aber&lt;br /&gt;
nicht um die welt&lt;br /&gt;
die menschen verstehen die welt als das&lt;br /&gt;
größte vorstellbare ding&lt;br /&gt;
außerdem versteht der mensch sich als&lt;br /&gt;
ein besonderes ding&lt;br /&gt;
besondere dinge aber sind unter dingen&lt;br /&gt;
schlicht undinglich
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-06T17:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4238900/">
    <title>Menschliches, Allzumenschliches</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4238900/</link>
    <description>(Aphorismen 102, 106, 109 als Gespräch&lt;br /&gt;
verdichtet, auszugsweise und leicht abgewandelt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche:&lt;br /&gt;
Wir klagen die Natur nicht an, wenn sie uns Feuer&lt;br /&gt;
unter den Arsch macht: Warum nennen wir den &lt;br /&gt;
Schädling Mensch unmoralisch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich:&lt;br /&gt;
Weil wir hier einen willkürlich waltenden und freien&lt;br /&gt;
Willen, dort Notwendigkeit sehen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche:&lt;br /&gt;
Diese Unterscheidung beruht auf einem Irrtum.&lt;br /&gt;
Man tötet eine Mücke unbedenklich mit Absicht,&lt;br /&gt;
bloß weil ihr Gesumme nervt. Wir strafen den&lt;br /&gt;
Verbrecher absichtlich, fügen ihm Leid zu, um&lt;br /&gt;
uns und die Gesellschaft zu schützen. Alle Moral&lt;br /&gt;
lässt absichtliches Schädigen bei Notwehr&lt;br /&gt;
gelten. Diese Gesichtspunkte genügen, um alle&lt;br /&gt;
bösen Handlungen gegen Menschen, von&lt;br /&gt;
Menschen ausgeübt, zu erklären. Man will für&lt;br /&gt;
sich Lust oder will Unlust abwehren. Das Motiv&lt;br /&gt;
ist simpel: Selbsterhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sokrates und Plato:&lt;br /&gt;
Was auch immer der Mensch tue, er tut immer&lt;br /&gt;
das Gute, das heißt: was ihm gut (nützlich) scheint,&lt;br /&gt;
je nach dem Grade seines Intellekts, dem jeweiligen&lt;br /&gt;
Maße seiner Vernünftigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich:&lt;br /&gt;
Dann folgt, dass das Gute eine Erfindung des &lt;br /&gt;
Menschen sei. Wie auch die Bosheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche: &lt;br /&gt;
Es ist alles eine Frage der Lust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schopenhauer:&lt;br /&gt;
Solange du dich nicht am Schaden anderer ergötzt&lt;br /&gt;
und belustigst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche:&lt;br /&gt;
Halt die Klappe, Moralapostel!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich:&lt;br /&gt;
Hey, ihr großen Philosophen, ich dachte, ich könnte&lt;br /&gt;
was von euch lernen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sokrates:&lt;br /&gt;
Moment, ich muss mit meinem Hund Gassi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plato:&lt;br /&gt;
Hört uns jemand zu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche:&lt;br /&gt;
Fahren wir fort: Beim Anblick eines Wasserfalls&lt;br /&gt;
meinen wir in den zahllosen Biegungen, Schlängelungen,&lt;br /&gt;
Brechungen der Wellen Freiheit des Willens und&lt;br /&gt;
Beliebigkeit zu sehen; aber alles ist notwendig, jede&lt;br /&gt;
Bewegung mathematisch auszurechnen. So ist es &lt;br /&gt;
auch bei den menschlichen Handlungen; man müsste&lt;br /&gt;
jede einzelne Handlung vorher ausrechnen können,&lt;br /&gt;
wenn man allwissend wäre, ebenso jeden Fortschritt&lt;br /&gt;
der Erkenntnis, jeden Irrtum, jede Bosheit.&lt;br /&gt;
Der Handelnde selbst steckt freilich in der Illusion&lt;br /&gt;
der Willkür; wenn in einem Augenblick das Rad der&lt;br /&gt;
Welt still stände und ein allwissender, rechnender&lt;br /&gt;
Verstand da wäre, um diese Pause zu nutzen, so&lt;br /&gt;
könnte er bis in die fernsten Zeiten die Zukunft&lt;br /&gt;
jedes Wesens weitererzählen und jede Spur&lt;br /&gt;
bezeichnen, auf der jenes Rad noch rollen wird.&lt;br /&gt;
Die Täuschung des Handelnden über sich, die &lt;br /&gt;
Annahme des freien Willens, gehört mit hinein in&lt;br /&gt;
diesen auszurechnenden Mechanismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich klatsche Beifall:&lt;br /&gt;
Leider bringt uns das nicht weiter, weil wir nun mal&lt;br /&gt;
nicht allwissend sind. Schöne Aphorismen, um die&lt;br /&gt;
eigene Denkmaschine zu ölen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche:&lt;br /&gt;
Wegen mir. Ich widme meine Aphorismen den&lt;br /&gt;
freien Geistern dieser Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Byron hat ein passendes Schlusswort:&lt;br /&gt;
Sorrow is knowledge: they who know the most&lt;br /&gt;
Must mourn the deepest o`er the fatal truth,&lt;br /&gt;
The tree of knowledge is not that of life.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2006)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-07T09:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4227084/">
    <title>Zwischen Dings und Bums</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4227084/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Geräusche&lt;br /&gt;
sind Indizien des Körperhaften&lt;br /&gt;
während das Licht&lt;br /&gt;
die Umrisse und die Oberfläche beschreibt&lt;br /&gt;
der Ton&lt;br /&gt;
zeugt&lt;br /&gt;
von der  Seele des Körpers&lt;br /&gt;
des Dings&lt;br /&gt;
Dingsbums&lt;br /&gt;
Materie wächst aus den Formen&lt;br /&gt;
der massenlosen Strahlung des Lichts&lt;br /&gt;
raumlos&lt;br /&gt;
mit der fixen Idee von Zeit&lt;br /&gt;
hingehend&lt;br /&gt;
zu Schwarzen Löchern&lt;br /&gt;
allesschluckend?&lt;br /&gt;
im Netz dunkler Energie&lt;br /&gt;
irgendwo&lt;br /&gt;
dazwischen&lt;br /&gt;
zwischen Dings und&lt;br /&gt;
Bums!&lt;br /&gt;
die Kreatur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
steht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(14.05.1994)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-04T08:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4169215/">
    <title>robinson crusoe auf dem holzpfad</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4169215/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
universum in holz&lt;br /&gt;
übersät mit spiralgalaxien&lt;br /&gt;
schwarzen löchern, dunkelgebeizter&lt;br /&gt;
materie und gravitationswellen&lt;br /&gt;
die holzmaserung fesselt meine aufmerksamkeit&lt;br /&gt;
vielleicht leben wir in einem baum&lt;br /&gt;
vielleicht leben wir in einem holzbrett&lt;br /&gt;
vielleicht wohnen wir in einer&lt;br /&gt;
wurmstichigen antiquität&lt;br /&gt;
der blaue, lichtdurchflutete himmel&lt;br /&gt;
entfacht andere gedankengänge&lt;br /&gt;
die baumkrone streckt sich dem licht&lt;br /&gt;
entgegen&lt;br /&gt;
der stamm wurzelt im dunklen erdreich&lt;br /&gt;
während das universum in einer riesigen&lt;br /&gt;
lichtexplosion entstand und in finsterste&lt;br /&gt;
dunkelheit münden wird&lt;br /&gt;
ich liebe bäume&lt;br /&gt;
aber unser universum ist wohl eher mit&lt;br /&gt;
einem aus dem sägewerk frisch entlassenen&lt;br /&gt;
holzbrett zu vergleichen, das mit der zeit&lt;br /&gt;
vermodert und zerfällt&lt;br /&gt;
eine schiffsplanke im meer der zeit&lt;br /&gt;
man entschuldige diesen lyrischen ausrutscher&lt;br /&gt;
das all selbst ist bestimmt ein meer&lt;br /&gt;
ein meer mit inseln und kontinenten&lt;br /&gt;
ein meer, das irgendwann alles verschlucken wird&lt;br /&gt;
ein meer mit wellen, die an ein letztes ufer&lt;br /&gt;
branden&lt;br /&gt;
treibgut am strand&lt;br /&gt;
eine fußspur führt ins dickicht&lt;br /&gt;
von einem schiffsbrüchigen?&lt;br /&gt;
von dem letzten paar augen&lt;br /&gt;
unter der sonne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.06.2002 13:47 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-16T10:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4112330/">
    <title>teil 2 - von einem lebensverweigerer</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4112330/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
gestern las ich in einem wissenschaftsjournal&lt;br /&gt;
die zeit sei eine illusion, wir leben in&lt;br /&gt;
einem blockuniversum&lt;br /&gt;
vergangenheit und zukunft stehen gleichermaßen&lt;br /&gt;
fest  oder sind gleichermaßen unbestimmt&lt;br /&gt;
quantentheoretisch&lt;br /&gt;
die raumzeit liegt wie ein unmäßiger laib brot&lt;br /&gt;
auf der anreiche&lt;br /&gt;
je nachdem wo du`s aufschneidest, erhältst du&lt;br /&gt;
eine wirklichkeit  mein gedanke&lt;br /&gt;
weil ich noch nicht frühstückte&lt;br /&gt;
zeitempfinden ist ein problem des bewußtseins&lt;br /&gt;
und der erinnerung&lt;br /&gt;
wenn ich 20 jahre zurückdenke, bilde ich &lt;br /&gt;
mir ein, alles hätte sich genau so abspielen müssen&lt;br /&gt;
in meinem bedauernswerten lebenslauf&lt;br /&gt;
gespenstisch&lt;br /&gt;
wie die entropie in mir zunahm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wo war ich stehengeblieben?&lt;br /&gt;
ach ja, ich wurde verkehrsteilnehmer in und&lt;br /&gt;
außerhalb der betten&lt;br /&gt;
sogar motorisiert&lt;br /&gt;
wobei ich mich stärker für den verkehr in&lt;br /&gt;
den betten interessierte&lt;br /&gt;
ich entwickelte nach und nach einen&lt;br /&gt;
sportlichen ehrgeiz beim schlucken&lt;br /&gt;
bald konnte ich ganze tage- und nächte&lt;br /&gt;
runterschlucken und wusste hernach nichts&lt;br /&gt;
mehr davon&lt;br /&gt;
dafür die anderen&lt;br /&gt;
das wurde zu meiner auslegung von&lt;br /&gt;
einsteins relativität&lt;br /&gt;
ich hatte das gefühl, die zeit totschlagen&lt;br /&gt;
zu müssen&lt;br /&gt;
wie schlägt man eine illusion tot?&lt;br /&gt;
am besten mit einer weiteren illusion&lt;br /&gt;
die alkohol heißt&lt;br /&gt;
wenn ich also die letzten 20 jahre rekapituliere&lt;br /&gt;
stehe ich einer erinnerungswüste gegenüber&lt;br /&gt;
in der sich traumhaft gesichter und &lt;br /&gt;
ereignisse abzeichnen wie aus einem&lt;br /&gt;
weit entfernten leben&lt;br /&gt;
zuviel fing ich an und beendete es nicht&lt;br /&gt;
ich ließ es beenden&lt;br /&gt;
und zwischendurch fragte ich mich immer&lt;br /&gt;
wieder: was mache ich eigentlich hier?&lt;br /&gt;
das leben um mich herum brauste und tobte&lt;br /&gt;
während ich mit einem minimalaufwand&lt;br /&gt;
an energie&lt;br /&gt;
von barhocker zu barhocker rutschte&lt;br /&gt;
freunde brauchte ich nicht&lt;br /&gt;
die erinnerten mich an meine vergangenheit&lt;br /&gt;
sie sagten einem manchmal unangenehme&lt;br /&gt;
sachen&lt;br /&gt;
ganz konnte ich mich dem leben nicht verweigern&lt;br /&gt;
im beruf und in der liebe&lt;br /&gt;
da hat es mich noch heute&lt;br /&gt;
abraham lincoln sagte einmal etwas wie:&lt;br /&gt;
ein mensch mit wenig schwächen hat meist&lt;br /&gt;
auch wenig tugenden ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das leben ist ein unlösbares problem&lt;br /&gt;
das sage ich&lt;br /&gt;
morgen ist muttertag&lt;br /&gt;
ich habe eine mutter&lt;br /&gt;
die meine schmutzige wäsche wäscht&lt;br /&gt;
ich habe davon eine menge&lt;br /&gt;
zusammen 40 jahre&lt;br /&gt;
und sisiphusmäßig stehe ich jeden tag&lt;br /&gt;
wieder auf&lt;br /&gt;
für nichts&lt;br /&gt;
ich oxidiere vor mich hin&lt;br /&gt;
die zukunft ist längst wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.05.2003 11:46 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-27T14:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4111921/">
    <title>Die Tür</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4111921/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich bin aus dem Alter heraus, wo ich mich für meine&lt;br /&gt;
Dummheit rechtfertigen muss oder gar schämen.&lt;br /&gt;
Ich würde sage, ich entwickelte mit den Jahren eine&lt;br /&gt;
Art Souveränität, oder bilde es mir ein. Ich rede von&lt;br /&gt;
einem Prozess, der nicht abgeschlossen ist.&lt;br /&gt;
Das Leben bedeutet Ehrlichkeit und ein mit dieser&lt;br /&gt;
Ehrlichkeit überzeugendes Auftreten  vor sich und&lt;br /&gt;
seiner Umwelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich ins Labern komme, erzähle ich lieber von&lt;br /&gt;
der Tür heute Morgen. Eine hundsnormale Bade-&lt;br /&gt;
zimmertür, die ich anstarrte, während ich auf dem&lt;br /&gt;
Klo saß. Sie schien zurückzustarren. Kalkweiß mit&lt;br /&gt;
einer gewöhnlichen Klinke. Der Schlüssel steckte.&lt;br /&gt;
Ich würde das Bad nur durch diese Tür verlassen&lt;br /&gt;
können. Das Gehen durch Türen war im Alltag&lt;br /&gt;
selbstverständlich. Ich drücke die Klinke herunter,&lt;br /&gt;
öffne die Tür und trete über die Schwelle.&lt;br /&gt;
Erst jetzt wurde mir richtig bewusst, dass die Tür&lt;br /&gt;
einen Eingang und einen Ausgang repräsentierte.&lt;br /&gt;
Ich würde sie als Ausgang benutzen müssen, dachte&lt;br /&gt;
ich auf dem Klo hockend und hatte plötzlich die&lt;br /&gt;
fixe Idee, warten zu müssen, bis jemand anklopfte,&lt;br /&gt;
dem ich öffnen würde und somit erst dann die&lt;br /&gt;
Gelegenheit erhielte, das Bad zu verlassen.&lt;br /&gt;
Die Tür starrte mich an, als wäre sie ein Wächter,&lt;br /&gt;
ein Einwegeventil. Diese Tür wollte kein Ausgang&lt;br /&gt;
sein. Ich bin doch keine Schwingtür, schien sie mir&lt;br /&gt;
zu sagen.&lt;br /&gt;
Ich erinnerte mich, dass ich als Kind traumatische&lt;br /&gt;
Erlebnisse mit Klotüren hatte, weil sie wegsperren&lt;br /&gt;
können, weil geliebte Menschen hinter ihnen ver-&lt;br /&gt;
schwinden und lange nicht mehr auftauchen.&lt;br /&gt;
In einem Alptraum verschwand meine Mutter in&lt;br /&gt;
einem Klo, und ich hämmerte unter Tränen gegen&lt;br /&gt;
die Tür. Auch war ich selbst schon in Toiletten&lt;br /&gt;
eingeschlossen, weil der Schlüssel klemmte.&lt;br /&gt;
Nur die Ruhe bewahren, dachte ich, die Tür wird&lt;br /&gt;
sich öffnen. Die Ohnmacht des Eingeschlossenen&lt;br /&gt;
ist eine der schlimmsten Qualen, die ich jemals&lt;br /&gt;
erlebte.&lt;br /&gt;
Ich feuerte in Gedanken eine Maschinengewehr-&lt;br /&gt;
salve auf die Tür ab. Die Sitzung war beendet.&lt;br /&gt;
Souverän drückte ich die Klinke und ließ Tür&lt;br /&gt;
und anderes hinter mir.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-27T11:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4105841/">
    <title>verloren habe ich das spiel - gewonnen die freiheit</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4105841/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
wie jeder mensch schon mitbekommen&lt;br /&gt;
hat, ist der mensch mit hilfe der&lt;br /&gt;
sprache ein selbstbeweihräucherer ohne&lt;br /&gt;
ende&lt;br /&gt;
da wir alle  selbst bei negierung&lt;br /&gt;
dieses neurologisch-seelischen&lt;br /&gt;
umstands&lt;br /&gt;
uns persönlich ausleben in kultur&lt;br /&gt;
religion und politik&lt;br /&gt;
manchmal als soziales wesen&lt;br /&gt;
oft mit antisozialen verhaltensweisen&lt;br /&gt;
oder egozentrisch&lt;br /&gt;
können wir uns getrost in dem wissen&lt;br /&gt;
zurücklehnen, dass es nur darum geht&lt;br /&gt;
wie wir die segel setzen, wie wir &lt;br /&gt;
uns selbst verleugnen, wie wir unserem&lt;br /&gt;
unverstand über unser verhältnis zu der&lt;br /&gt;
badewanne unserer sinnlichen wahrnehmungen&lt;br /&gt;
benutzen, benötigen, um zu erlangen&lt;br /&gt;
was wir zufriedenheit und glück nennen&lt;br /&gt;
das spiel begann, weil ich geboren wurde&lt;br /&gt;
ich kann nicht damit aufhören&lt;br /&gt;
der ofen brennt&lt;br /&gt;
die sich blähenden segel im wind einer&lt;br /&gt;
fiktionalen, einer eingebildeten welt&lt;br /&gt;
bedeuten lediglich&lt;br /&gt;
affektiertheit&lt;br /&gt;
in wahrheit brummt unter dem wasserspiegel&lt;br /&gt;
ein motor, es wühlt sich eine verborgene&lt;br /&gt;
schiffsschraube durch das trübe wasser&lt;br /&gt;
lebenszeit&lt;br /&gt;
und bringt mich stets vorwärts&lt;br /&gt;
eine ahnung von einem kapitän, eines steuer-&lt;br /&gt;
manns&lt;br /&gt;
oder bin ich in meiner ausartung ein geisterschiff?&lt;br /&gt;
wo bin ich? wer bin ich? in der saragossasee&lt;br /&gt;
immer verleitet, von meinem ausguck aus&lt;br /&gt;
neues land zu entdecken&lt;br /&gt;
verdursten werde ich nicht&lt;br /&gt;
mit den planken des schiffdecks zimmerte ich&lt;br /&gt;
mir einen sarg&lt;br /&gt;
ich zimmerte mir meine zukunft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch aufgefüllt mit sehnsüchten und träumen&lt;br /&gt;
bis ich mich müde hineinlege&lt;br /&gt;
und mich hinabgleiten lasse&lt;br /&gt;
in die trübe tiefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.07.2002 17:58 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-25T17:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4097347/">
    <title>Schwerkraft</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4097347/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
das Wasser drängt in die Erde&lt;br /&gt;
um sie zu schwängern&lt;br /&gt;
das Leben wächst in den Himmel&lt;br /&gt;
um das Zwischenreich zu füllen&lt;br /&gt;
dann fällt es zurück&lt;br /&gt;
in die raumlose Mitte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Schwerkraft schafft den Raum&lt;br /&gt;
die Zeit ist eine Liebesbeziehung&lt;br /&gt;
mit der Form&lt;br /&gt;
die in ihrer Auflösung&lt;br /&gt;
Gestaltung erfährt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehör ist Sprache&lt;br /&gt;
Raum ist Zeit&lt;br /&gt;
der Dialog Menschsache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
06.05.2005 00:14 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-23T11:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4075416/">
    <title>wie ein mann den faden verliert</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4075416/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ich mache mir an stillen januarabenden meine gedanken&lt;br /&gt;
über den fortgang der geschlechterrollen in einer zu-&lt;br /&gt;
künftigen gesellschaft. meinem hochgezüchteten, männlichen&lt;br /&gt;
geist genügt es nicht, das silberpapier von flaschenhälsen zu&lt;br /&gt;
kratzen. nach einem halben kasten hefeweizen gebe ich mich&lt;br /&gt;
also der prophetie hin. ich hörte von der geschichte einer&lt;br /&gt;
jungfrau, die nach einem bombenangriff schwanger wurde,&lt;br /&gt;
und 9 monate später ihr kind, ihren eigenen klon, ihr genetisches&lt;br /&gt;
ebenbild zur welt brachte. die wissenschaft erklärt solcherart&lt;br /&gt;
jungfrauengeburt mit dem schockerlebnis, das die teilung&lt;br /&gt;
der eizelle angeregt hatte. allerdings passiert sowas höchst selten, rülps.&lt;br /&gt;
mein weizenbier getränktes hochleistungsgehirn nahm den faden&lt;br /&gt;
der möglichen unbefleckten empfängnis auf und versponn ihn&lt;br /&gt;
zu folgenden bildern:&lt;br /&gt;
die fortpflanzung wird in zukunft ganz ohne männliches zutun&lt;br /&gt;
geschehen. frauen werden sämtlich zu lesben mutieren. während&lt;br /&gt;
die an zahl und bedeutung ständig abnehmende männerschaft&lt;br /&gt;
sexuell und geistig degenerieren wird. wenn dieser prozeß&lt;br /&gt;
abgeschlossen ist, werden sich frauen männer gleich schoßhündchen&lt;br /&gt;
halten oder sie zu kampfmännern oder schönlingen züchten.&lt;br /&gt;
man darf auf die ergebnisse gespannt sein.&lt;br /&gt;
ich bin einer der letzten meiner art. jawohl meine herren, meine&lt;br /&gt;
damen. alles noch dran, rülps. wenn man sich diese weicheier&lt;br /&gt;
heute anschaut, wird einem klar, dass der untergang des stolzen,&lt;br /&gt;
männlichen geschlechtes längst eingeläutet wurde. die frauen&lt;br /&gt;
nehmen uns doch schon jetzt an die leine. aber nicht mit mir.&lt;br /&gt;
ne, nicht mit mir. mich kriegen sie nicht. verdammt, warum&lt;br /&gt;
jucken heute meine eier ?!&lt;br /&gt;
in dieser zukunft oder so werden wir männer, das starke ge-&lt;br /&gt;
schlecht, bald vergessen sein. die wissenschaftlerinnen werden&lt;br /&gt;
über unseren untergang rätseln und mehrere theorien entwickeln.&lt;br /&gt;
eine davon wird sein: der inflationäre alkoholmißbrauch unter&lt;br /&gt;
männern im 3. jahrtausend zerstörte nach und nach das gesunde&lt;br /&gt;
männliche genom. eine andere wird man auf einen&lt;br /&gt;
holocaust mit biochemischen waffen zurückführen, denen &lt;br /&gt;
hauptsächlich die männliche spezie zum opfer fiel.&lt;br /&gt;
allein ich weiß die wahrheit. jawohl! wir fallen nach und nach&lt;br /&gt;
der weiblichen emanzipation zum opfer. und warum? weil wir&lt;br /&gt;
zu tolerant sind und den erfahrungen unserer väter keinen&lt;br /&gt;
glauben schenken. frauen sind nämlich wie wilde tiere, die&lt;br /&gt;
du niemals zähmen kannst. verdammt gefährlich, wenn du die&lt;br /&gt;
käfigtüre auflässt  hick. das mit dem alkohol ist nur eine folge-&lt;br /&gt;
erscheinung. wie soll ein einfühlsamer mann das weib, die furie,&lt;br /&gt;
die bestie sonst ertragen  he?! bei den eiern des zeus, dieses&lt;br /&gt;
weizenbier macht blähungen. würde mich nicht wundern, wenn&lt;br /&gt;
sie uns absichtlich besoffen machen ...&lt;br /&gt;
sie unterminieren uns langsam, ohne dass wir es spitz kriegen.&lt;br /&gt;
geiles wort unterminieren, gel?&lt;br /&gt;
und das alles, weil eine jungfrau diesen jesus gebar. damit fing&lt;br /&gt;
alles an. aber ich habe sie durchschaut. ihre möpse beeindrucken&lt;br /&gt;
mich nicht mehr. und auch ihr arschschlenkern sehe ich fortan&lt;br /&gt;
ganz objektiv. das sind keine frauen! das sind außerirdische!&lt;br /&gt;
jawohl. und jetzt haben sie mich wieder so weit. sie machten&lt;br /&gt;
mich besoffen, damit ich die volle wahrheit über sie nicht&lt;br /&gt;
ausplaudere.&lt;br /&gt;
ich sage euch, morgen ist auch noch ein tag. soviel weizenbier&lt;br /&gt;
könnt ihr mir gar nicht vor die türe stellen, dass ich meine klappe&lt;br /&gt;
halte! solange mein gehirn funktioniert ... sehe ich alles voraus&lt;br /&gt;
... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.01.2003 20:45 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Allgemeine+Betrachtungen&quot;&gt;Allgemeine Betrachtungen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-16T11:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4028603/">
    <title>wüstennacht</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4028603/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
mir ist es scheißegal, ob ihr nachempfinden&lt;br /&gt;
könnt, welche unendliche kälte uns&lt;br /&gt;
umgibt&lt;br /&gt;
nichts als wüste &lt;br /&gt;
die seit 14 milliarden jahren auseinanderdriftet&lt;br /&gt;
möglicherweise gibt es uns nur deshalb&lt;br /&gt;
weil gewisse naturkonstanten&lt;br /&gt;
zur richtigen zeit miteinander poppten&lt;br /&gt;
immerhin schenkten sie uns den mond&lt;br /&gt;
und jesus&lt;br /&gt;
somit sind wir nicht ganz allein&lt;br /&gt;
wenn sich das licht der sterne in unseren&lt;br /&gt;
einsamen augen spiegelt&lt;br /&gt;
ich wünsche mir eine laue sommernacht&lt;br /&gt;
mit einem halben mond, der sich durch die&lt;br /&gt;
wolken mogelt&lt;br /&gt;
dem zirpen der zikaden&lt;br /&gt;
und einem fernen lagerfeuer&lt;br /&gt;
den stimmen meiner vorfahren, während ich&lt;br /&gt;
mich im schutze eines busches zusammenkauere&lt;br /&gt;
und den schlaf erwarte&lt;br /&gt;
meine haut brennt noch von der hölle des&lt;br /&gt;
tages&lt;br /&gt;
die erde kühlt&lt;br /&gt;
ich küsse sie, als wäre sie meine geliebte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
warum hat alles grenzen?&lt;br /&gt;
die masse der sonne, der erde, des monds&lt;br /&gt;
des elektrons&lt;br /&gt;
wir menschen sind künstler des ausmessens&lt;br /&gt;
von den quanten zu den galaxien&lt;br /&gt;
wir sind zum messen verflucht&lt;br /&gt;
gott würden wir vermessen&lt;br /&gt;
unser land haben wir längst verkauft&lt;br /&gt;
unsere seelen klammern sich&lt;br /&gt;
verzweifelt an die ahnung von liebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir sollten endlich die wüste, die leere&lt;br /&gt;
um uns herum erkennen&lt;br /&gt;
wir sind eine familie und sitzen gemeinsam&lt;br /&gt;
in diesem wunderbaren haus&lt;br /&gt;
it`s our home&lt;br /&gt;
das kaminfeuer brennt, und wir erzählen uns&lt;br /&gt;
geschichten&lt;br /&gt;
von guten und schlechten zeiten&lt;br /&gt;
bevor wir uns schlafen legen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
küssen wir uns&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die erde, unser blauer planet, verschwindet&lt;br /&gt;
im sonnensystem&lt;br /&gt;
im staub der milchstraße&lt;br /&gt;
hinter galaxienhaufen, dunkler&lt;br /&gt;
materie&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 weiteren dimensionen, die allesamt nicht&lt;br /&gt;
dazu taugen, die liebe zu erklären, das sein&lt;br /&gt;
zu erklären&lt;br /&gt;
und uns halt zu geben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich genieße die nacht&lt;br /&gt;
sie beruhigt mich hier und jetzt&lt;br /&gt;
noch spähe ich manchmal zu euch herüber&lt;br /&gt;
an dem lagerfeuer&lt;br /&gt;
sehe eure dämonischen schatten&lt;br /&gt;
tanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
03.04.2003 22:49 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-03T08:40:00Z</dc:date>
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