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    <title>prosaGEDICHTE (von bonanza/margot) : Rubrik:Brasko Stories</title>
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    <description>von bonanza/margot</description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:date>2007-08-27T16:19:33Z</dc:date>
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    <title>prosaGEDICHTE</title>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4202517/">
    <title>brasko und die unbezahlbaren turnschuhe</title>
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    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
mein name ist brasko. vorgestern wurde ich aus der nervenheilanstalt&lt;br /&gt;
entlassen. sie sagten, ich wäre im delir gewesen und hätte von zeit-&lt;br /&gt;
fallen und außerirdischen phantasiert. schon möglich. jetzt bin ich &lt;br /&gt;
wieder zuhause und hoffe auf einen auftrag. und ich warte auf einen&lt;br /&gt;
anruf von amelie, die auf dem uranus wohnt. eine echte außerirdische.&lt;br /&gt;
ich weiß, dass sie mich nicht anrufen wird. denn sie hat einen freund,&lt;br /&gt;
und ich trank mehr als 4 bier. sieht so aus, als müsste ich das wochen-&lt;br /&gt;
ende mit bier und jimi hendrix verbringen. na gut, ich will kein mitleid.&lt;br /&gt;
ich will einen auftrag!&lt;br /&gt;
das telefon klingelt.&lt;br /&gt;
ja?&lt;br /&gt;
uschi, willst du mit angeln gehen?&lt;br /&gt;
ne.&lt;br /&gt;
okay, man sieht sich.&lt;br /&gt;
klick.&lt;br /&gt;
der nächste anruf.&lt;br /&gt;
hildegard, hast du lust auf telefonsex? ich komme gerade vom sirius&lt;br /&gt;
zurück.&lt;br /&gt;
ne.&lt;br /&gt;
okay, man sieht sich.&lt;br /&gt;
und dann kam der 3. anruf.&lt;br /&gt;
markus, wie kommst du dazu meine freundin zu vögeln?&lt;br /&gt;
keine ahnung, markus, ich habe eine schwere zeit hinter mir. bist du&lt;br /&gt;
sauer auf mich?&lt;br /&gt;
wenn du mir vor den faser kommst, entmaterialisiere ich dich.&lt;br /&gt;
gut, du willst mir die arbeit abnehmen. nur zu.&lt;br /&gt;
paß auf, du wichser!&lt;br /&gt;
jep.&lt;br /&gt;
ich lege auf und widme mich wieder meinem bier. kein auftrag  nur &lt;br /&gt;
eine morddrohung. was ist das für eine welt? ich heiße brasko, bin privat-&lt;br /&gt;
detektiv, und ich lebe von den schlechtigkeiten der menschheit, vorzugs-&lt;br /&gt;
weise ehebruch und betrug. und wieder das telefon.&lt;br /&gt;
inge, was ist mit unserem gemeinsamen gedichtband?&lt;br /&gt;
wir haben doch zeit.&lt;br /&gt;
wird da jemals was draus?&lt;br /&gt;
ich weiß nicht. was macht die kofferfabrik? wo kletterst du zur zeit?&lt;br /&gt;
ich bin immer noch gerne in der kofferfabrik. zur zeit erklimme ich die&lt;br /&gt;
marsberge.&lt;br /&gt;
oho! und bist du verliebt? wie hieß noch mal dein kletterkumpan?&lt;br /&gt;
die verbindung zu inge unterbricht.&lt;br /&gt;
eine echte wolfsfrau, denke ich. bis auf die knochen. natürlich ohne&lt;br /&gt;
tussie-allüren. aber immer noch kein auftrag. ich hänge ganz schön in den&lt;br /&gt;
seilen. jimi hendrix singt voodoo child. ich nehme einen tiefen schluck&lt;br /&gt;
aus der pulle. das telefon klingelt.&lt;br /&gt;
amelie, ich habe einen auftrag für dich.&lt;br /&gt;
du bist meine rettung. um was geht es? soll ich die einspritzpumpe reparieren?&lt;br /&gt;
nein, quatschkopf, lasse bitte alle turnschuhe von markus verschwinden.&lt;br /&gt;
ganz schön heimtückisch, dein auftrag.&lt;br /&gt;
ich bezahle dich.&lt;br /&gt;
mit streicheleinheiten ...?&lt;br /&gt;
wenn du willst.&lt;br /&gt;
okay, pro ein paar turnschuhe - ein gemeinsames date.&lt;br /&gt;
einverstanden.&lt;br /&gt;
aber lasse dir kein paar durch die lappen gehen.&lt;br /&gt;
wieso, wie viele paar hat er denn?&lt;br /&gt;
keine ahnung, die stehen hier alle rum. die bevölkern die gesamte&lt;br /&gt;
wohnung. heute morgen hätte ich mir fast das genick gebrochen&lt;br /&gt;
am schwierigsten werde ich es mit dem paar an seinen füßen haben.&lt;br /&gt;
ja.&lt;br /&gt;
na gut, ich mache mich auf die socken.&lt;br /&gt;
click.&lt;br /&gt;
ich kann mich entspannen. ich habe meinen auftrag. welche ironie?!&lt;br /&gt;
ich soll dem typen, der mir vor minuten drohte, mich umzubringen, die&lt;br /&gt;
turnschuhe klauen. insgeheim hoffe ich, dass er eine unmenge an turnschuhen&lt;br /&gt;
besitzt. &lt;br /&gt;
lieber leser, wünsche mir bitte glück ...&lt;br /&gt;
bis zum nächsten mal.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.07.2002 19:37 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-27T13:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4202458/">
    <title>Braskos eigener Fall</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4202458/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Brasko taute langsam auf. Dafür brauchte er Stunden.&lt;br /&gt;
Meistens war es dann Mittag. Er hieß den hellen Brei&lt;br /&gt;
willkommen, der ein Mittwoch war.&lt;br /&gt;
Es roch nach Essen. Die ganze Natur war wie vollgefressen.&lt;br /&gt;
Dick und grün. Brasko trank Heppenheimer Stemmler.&lt;br /&gt;
Ein Riesling. Kalt aus dem Kühlschrank.&lt;br /&gt;
Er musste niesen, und die Rotze fuhr ihm aus der Nase.&lt;br /&gt;
Ich habe meinen ganz eigenen Fall, sagte er sich und&lt;br /&gt;
wischte sich mit einem Tempo ab.&lt;br /&gt;
Es gestaltete sich etwas kompliziert. Er hatte sich vor&lt;br /&gt;
einem Jahr in ein Alien verliebt, welches zur Tarnung&lt;br /&gt;
liiert war und vier Kinder geboren hatte. Eigentlich nichts&lt;br /&gt;
Ungewöhnliches bei Aliens. Und ein Unterschied zu&lt;br /&gt;
normalen Frauen ist auch fast nicht feststellbar.&lt;br /&gt;
Außer: Diese Aliens brauchen nur wenig Schlaf, sind&lt;br /&gt;
ziemlich stark. Und sie lieben die Wüste.&lt;br /&gt;
Brasko gähnte wie ein Löwe. Er hätte nicht mit ihr ficken&lt;br /&gt;
sollen. Denn jetzt war er infiziert, und nur sie besaß das&lt;br /&gt;
Antiserum. Für ihren Mann war es bereits zu spät.&lt;br /&gt;
Da half nicht mal mehr eine Jupiterkur.&lt;br /&gt;
Er war halbknülle und setzte den Becher an.&lt;br /&gt;
Denken war die einzige Stärke, die er hatte.&lt;br /&gt;
Leider diskussionsreif. Wie viele Tage blieben ihm?&lt;br /&gt;
Die Vakanz seines Verstandes hatte ihm mal wieder ein&lt;br /&gt;
unlösbares Problem geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo, sagte er am Telefon, ich weiß, dass du das nicht&lt;br /&gt;
kannst. Aber ich brauche das Antiserum&lt;br /&gt;
Das hättest du dir vorher überlegen sollen, sagte das Alien&lt;br /&gt;
am anderen Ende der Leitung.&lt;br /&gt;
Was soll das? sagte Brasko,  sende mir den Stoff, und ich&lt;br /&gt;
gebe Ruhe.&lt;br /&gt;
Scheiß Typ! Glaubst du, ich hätte dich wirklich geliebt?!&lt;br /&gt;
Ich brauchte dich als Alibi, um mich von meinem Mann zu&lt;br /&gt;
trennen.&lt;br /&gt;
Wieso? Er tat ungläubig. Sein feuchter Mund besabberte&lt;br /&gt;
den Hörer.&lt;br /&gt;
Andere Aufgaben warten auf mich. Ich muß Hammel in der&lt;br /&gt;
Wüste suchen.&lt;br /&gt;
Okay, du hast mich gebraucht. Ich hatte meinen Spaß.&lt;br /&gt;
Brichst du dir einen ab, wenn du mir ...?&lt;br /&gt;
Das Alien schrie nach Alienmanier:&lt;br /&gt;
ZRTLGJakjglejgoäpjgooäiäopf#opwgJLÖLG!!!!!!!!!!!&lt;br /&gt;
Brasko lehnte sich zurück. Er kannte diese Ausbrüche.&lt;br /&gt;
Wie sollte man hinter die Gefühle eines Aliens steigen?&lt;br /&gt;
Na gut, sagte es schließlich, du bekommst deinen Stoff.&lt;br /&gt;
Auf dem Milchwasserplaneten. Lediglich 8 Lichtjahre von&lt;br /&gt;
hier. Dort habe ich ihn in einer Karaffe bei der Rezeption&lt;br /&gt;
des Hotels Immerfortgeilheit gebunkert.&lt;br /&gt;
Ein schöner Anhaltspunkt, erwiderte Brasko und legte den&lt;br /&gt;
Hörer auf.&lt;br /&gt;
Ein Schmetterling mit silbernen Flügeln setzte sich auf seine&lt;br /&gt;
linke Schulter.&lt;br /&gt;
Die Welt war fast wieder in Ordnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.05.2004 13:05 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
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  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4163615/">
    <title>Braskoville</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4163615/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Taubenscheiße als Wegweiser&lt;br /&gt;
In den Hauseingängen poppende Pärchen&lt;br /&gt;
Schwerbewaffnete Polizeipatrouillen, die &lt;br /&gt;
Gutzel in die Menge werfen&lt;br /&gt;
Straßenmusikanten, Bettler, buntes Volk&lt;br /&gt;
allerorts&lt;br /&gt;
Wir sitzen auf den Straßen, auf den Kühlerhauben&lt;br /&gt;
der Autos, die im Verkehr stecken bleiben&lt;br /&gt;
Infernales Hupkonzert, und ein Virtuose spielt&lt;br /&gt;
frei Saxophon dazu&lt;br /&gt;
Gogo-Girls tanzen an den Stangen&lt;br /&gt;
der Verkehrsschilder und Ampeln, die keine&lt;br /&gt;
Funktion mehr haben&lt;br /&gt;
Das Zauberwort heißt Anarchie&lt;br /&gt;
Ein vages Gleichgewicht&lt;br /&gt;
Immerhin&lt;br /&gt;
Wir scheinen alle vom selben Geist beseelt&lt;br /&gt;
betten uns in Blumen und Liebe&lt;br /&gt;
Braskoville kocht im Taumel der Sinne&lt;br /&gt;
Die Herzen seiner Bewohner&lt;br /&gt;
verbinden sich zu einem Sud der Kulturen,&lt;br /&gt;
Rassen und Nationen&lt;br /&gt;
Der Himmel neigt sich zu den Dächern&lt;br /&gt;
In schwarzem Umhang kommt die Nacht&lt;br /&gt;
goldbestickt&lt;br /&gt;
Weich werden die Töne und  Umrisse&lt;br /&gt;
und bald schallt nur das Lachen der Huren&lt;br /&gt;
und Trunkenbolde durch die Gassen&lt;br /&gt;
Ich liebe dich, sage ich&lt;br /&gt;
Ich liebe dich auch, sagt sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2005)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-14T12:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3530683/">
    <title>brasko war nie auf den malediven</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3530683/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ich spielte gerade an meinem schniedel rum, als das telefon&lt;br /&gt;
klingelte.&lt;br /&gt;
brasko.&lt;br /&gt;
hören sie, brasko, meine frau ist ohne mich in urlaub gefahren!&lt;br /&gt;
und?&lt;br /&gt;
sie müssen wissen, ich bin nicht eifersüchtig. aber allein die&lt;br /&gt;
vorstellung, dass ...&lt;br /&gt;
und ich soll ihnen gewißheit verschaffen? mit photos und sperma-&lt;br /&gt;
flecken auf dem schlüpfer ihrer frau?&lt;br /&gt;
eine pause entstand. diese aftershave-wichser. immer dasselbe.&lt;br /&gt;
brasko, ich engagiere sie, dass sie mir beweise für die untreue &lt;br /&gt;
meiner frau liefern.&lt;br /&gt;
okay, das sollte kein problem sein. 100 euro pro tag. wo ist sie&lt;br /&gt;
denn hingeflogen?&lt;br /&gt;
auf die malediven.&lt;br /&gt;
sobald sie mir das ticket bezahlt haben, klebe ich mit dem photo-&lt;br /&gt;
apparat am arsch ihrer frau.&lt;br /&gt;
wir handelten die formalitäten aus, und ich spielte weiter rum.&lt;br /&gt;
ich hatte keine lust auf die malediven. ich zog die bettdecke über&lt;br /&gt;
mich und holte mir einen runter. dabei dachte ich an den arsch von&lt;br /&gt;
der frau, die ich beschatten sollte. hoffentlich war er nicht gar zu&lt;br /&gt;
hässlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwei wochen später. &lt;br /&gt;
wie gewöhnlich hatte ich meine letzte dose bier geöffnet.&lt;br /&gt;
brasko?&lt;br /&gt;
ja?&lt;br /&gt;
meine frau ist zurück. und wir haben noch nie so guten sex gehabt,&lt;br /&gt;
wunderbar, in den malediven wurde der arsch ihrer frau nicht berührt.&lt;br /&gt;
danke.&lt;br /&gt;
versteht sich von selbst. das ist mein job.&lt;br /&gt;
sind sie sich sicher? meine frau probiert plötzlich liebesstellungen aus,&lt;br /&gt;
die ich nicht mal kenne.&lt;br /&gt;
genießen sie es, ich schmuggelte ihrer frau ein kamasutra-handbuch ins&lt;br /&gt;
gepäck.&lt;br /&gt;
ach so. sie wollen sicher ein zusätzliches honorar?&lt;br /&gt;
das läuft unter spesen.&lt;br /&gt;
noch mal danke, mr. brasko.&lt;br /&gt;
tschüß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist das nicht herrlich, wie einfach die menschen zufrieden zu stellen sind? ich hatte den richtigen job. ich durfte im bett liegen, an meinem schniedel herumspielen, und verdiente noch geld dabei. mein gott, bin ich selbstverliebt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
04.08.2002 13:56 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-05T14:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3522388/">
    <title>als brasko das licht der welt erblickte</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3522388/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;

ich schlug die augen auf&lt;br /&gt;
schwerelos hing ich an einer schnur&lt;br /&gt;
zwischen erde und mond&lt;br /&gt;
dunkel erinnerte ich mich an einen&lt;br /&gt;
auftrag&lt;br /&gt;
irgendwie hatte der mit meiner derzeitigen&lt;br /&gt;
lage zu schaffen&lt;br /&gt;
ich war nicht als astronaut geboren&lt;br /&gt;
was machte ich hier?&lt;br /&gt;
ich schielte in die mich umgebende ursuppe&lt;br /&gt;
als sich die stimme wieder meldete&lt;br /&gt;
sie klang verschnupft&lt;br /&gt;
mr. brasko, ich brauche sie. ich bin gott.&lt;br /&gt;
meinen sohn habe ich auf diese weise schon&lt;br /&gt;
verloren. sie sind meine letzte hoffnung.&lt;br /&gt;
zum racheengel bin ich nicht geboren&lt;br /&gt;
wenn es darauf hinausläuft, mr. äh gott.&lt;br /&gt;
um himmels willen, nein! sie sollen&lt;br /&gt;
diesen verdammten idioten nur sagen, dass&lt;br /&gt;
sie auf dem verdammten holzweg sind!&lt;br /&gt;
verdammt!&lt;br /&gt;
gottes zornige worte rüttelten mich durch&lt;br /&gt;
und eine sternschnuppe erlosch in sichtweite&lt;br /&gt;
ich mache es kurz, mr. brasko. ich will&lt;br /&gt;
dass sie auf die welt kommen und sich&lt;br /&gt;
ans kreuz nageln lassen. dafür kriegen&lt;br /&gt;
sie eine wiederauferstehung inclusive&lt;br /&gt;
himmelfahrt gratis.&lt;br /&gt;
habe ich denn eine wahl? fragte ich in&lt;br /&gt;
den weltenraum hinein und bohrte in dem&lt;br /&gt;
was ich für meine nase hielt&lt;br /&gt;
sagen wir mal so, gott ließ vor meinen&lt;br /&gt;
augen einen ganzen schauer sternschnuppen&lt;br /&gt;
niedergehen, sie müssen sich damit begnügen&lt;br /&gt;
dass sie auf der richtigen seite stehen.&lt;br /&gt;
das beruhigt mich. ich hatte einen pobel&lt;br /&gt;
zusammengerollt und schnippte ihn in&lt;br /&gt;
richtung mond&lt;br /&gt;
so war das leben, man war angeschissen&lt;br /&gt;
bevor man auf die welt gekommen war&lt;br /&gt;
ich driftete, immer noch an dieser schnur&lt;br /&gt;
hängend, dem mond entgegen, hinter&lt;br /&gt;
dessen silhouette langsam die sonne&lt;br /&gt;
aufging&lt;br /&gt;
eine unsichtbare hand schob mich&lt;br /&gt;
vorwärts dem licht entgegen&lt;br /&gt;
ich drückte die augen zu&lt;br /&gt;
und während ich mich wie eine&lt;br /&gt;
schlange bei ihrer häutung fühlte&lt;br /&gt;
verlor ich die besinnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als ich zu mir kam, war es gleißend hell&lt;br /&gt;
das erste, was ich registrierte, war&lt;br /&gt;
dass die schnur gekappt war&lt;br /&gt;
mich überfiel panik&lt;br /&gt;
drei engelgleiche figuren gruppierten sich&lt;br /&gt;
um mich, die mittlere hielt mich&lt;br /&gt;
kopfüber in die höhe&lt;br /&gt;
gab mir einen klaps auf den po und sagte:&lt;br /&gt;
mr. brasko, sie haben das recht zu schweigen&lt;br /&gt;
aber alles, was sie sagen, kann gegen sie ver-&lt;br /&gt;
wendet werden ...&lt;br /&gt;
zusammen mit dem blut schoß mir ein furchtbarer&lt;br /&gt;
gedanke in den kopf:&lt;br /&gt;
sie mussten verdacht geschöpft haben&lt;br /&gt;
die augen traten mir aus den höhlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ich schrie wie am spieß
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-03T14:57:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3517580/">
    <title>besuch der dritten art (eine story vor braskos geburt)</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3517580/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
es war ein abend nach einem tag mit zwei leeren &lt;br /&gt;
sixpacks. bald war nikolaustag. in der weihnachts-&lt;br /&gt;
zeit verirrte ich mich wie gewöhnlich im nebel&lt;br /&gt;
alkoholischer rauschzustände. uschi schloß sich&lt;br /&gt;
in ihrem zimmer ein, weil sie angst hatte, dass ich&lt;br /&gt;
auf sie losging. gründe hatte ich genug. ich bekam&lt;br /&gt;
hunger und immer weniger lust, auf tour zu gehen.&lt;br /&gt;
das würde meine erste ins haus gelieferte pizza&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die tintenfischpizza schmeckte, als wäre sie schon&lt;br /&gt;
ein Dutzend Mal aufgewärmt, der salat hatte kein&lt;br /&gt;
dressing und war eingefallen, und ich drückte dem&lt;br /&gt;
pakistani zwei mark trinkgeld in die hand.&lt;br /&gt;
also gut, ich aß die hälfte, dann machte ich, dass &lt;br /&gt;
das zeug aus meinem gesichtsfeld verschwand.&lt;br /&gt;
mal wieder ein lapsus, pflegte mein freund bei&lt;br /&gt;
solchen gelegenheiten zu sagen. ich hörte den&lt;br /&gt;
ganzen tag radio, damit die stille in meinem zimmer&lt;br /&gt;
mich nicht in den würgegriff nahm. und ich hörte,&lt;br /&gt;
wie uschi von außen abschloß und von innen&lt;br /&gt;
abschloß und wieder von außen ... und irgendwas&lt;br /&gt;
im hausflur hin und her räumte. die radiokommenta-&lt;br /&gt;
toren hatten beruhigende stimmen. sie diskutierten&lt;br /&gt;
im radio über allerlei dinge: technikmessen, träume,&lt;br /&gt;
tierversuche, teesorten, torfrock, tagesessen, tafel-&lt;br /&gt;
runden, türsteher ..., um nur einiges zu nennen,&lt;br /&gt;
was mit t anfängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die anzeige meines hifi-turms digitalisierte&lt;br /&gt;
19 uhr 19, und ich lag bereits in der kiste  uaaaaaah!&lt;br /&gt;
als es plötzlich an meine terassentür klopfte. ein&lt;br /&gt;
zweifach dezentes toc-toc. ich erwartete niemanden,&lt;br /&gt;
nur meinen ganz persönlichen tod. draußen im dunkel&lt;br /&gt;
zeichnete sich ein kleines männchen ab mit einem&lt;br /&gt;
wasserkopf. ich entriegelte, und die merkwürdige&lt;br /&gt;
person trat ein. tag, sagte sie schlicht, und hinten-&lt;br /&gt;
drein sprang dasselbe in grün aus dem dunkel in&lt;br /&gt;
meine bude. tag, sagte auch sie. die zwei reichten&lt;br /&gt;
mir gerade bis zur brust. ich hatte geahnt, dass so was&lt;br /&gt;
mal kommen würde. ich schloß die tür.&lt;br /&gt;
du hast mit uns gerechnet, sagte das nackte, grüne&lt;br /&gt;
männchen rechts von mir. ich konnte deutlich ihre&lt;br /&gt;
geschlechter erkennen. die andere person war wie-&lt;br /&gt;
blich. sie hatten riesige köpfe und riesige geschlechts-&lt;br /&gt;
teile.&lt;br /&gt;
ja, sagte ich,  ich glaube schon. ich vermute schon&lt;br /&gt;
lange, dass wir nur versuchskaninchen sind. ich habs&lt;br /&gt;
gespürt.&lt;br /&gt;
du bist präpariert, sagte der grüne kerl.&lt;br /&gt;
aha, sagte ich, und jetzt?&lt;br /&gt;
die beiden standen unter meiner vierzigwatt&lt;br /&gt;
deckenlampe, und ich stand im alkoholnebel.&lt;br /&gt;
in der nachbarschaft bellte ein hund. so was prägt&lt;br /&gt;
sich ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du wirst ihr neuer könig, gott, messias, heilsbringer,&lt;br /&gt;
buddha ...&lt;br /&gt;
während die beiden grünen besucher abwechselnd&lt;br /&gt;
noch einige bezeichnungen heiliger und mächtiger&lt;br /&gt;
figuren unserer menschheitsgeschichte dranhängten,&lt;br /&gt;
setzte ich mich auf die couch und reflektierte kurz&lt;br /&gt;
mein verkorkstes leben.&lt;br /&gt;
ihr seid verrückt, sagte ich,  ihr startet also eine&lt;br /&gt;
neue versuchsreihe und wollt mich als köder &lt;br /&gt;
sie werden mich zerfleischen!&lt;br /&gt;
wir holen dich rechtzeitig raus. du bist präpariert.&lt;br /&gt;
so rechtzeitig wie euren jesus vor zweitausend&lt;br /&gt;
jahren?&lt;br /&gt;
wir holten ihn. er war auch präpariert.&lt;br /&gt;
toll, ich habe wohl keine wahl, so präpariert wie&lt;br /&gt;
ich bereits bin.&lt;br /&gt;
hmmm, summten die beiden eintönig.&lt;br /&gt;
ich hörte, wie uschi ihre zimmertür aufschloß, von&lt;br /&gt;
außen wieder zuschloß. die eingangstür fiel krachend&lt;br /&gt;
hinter ihr zu. uschi war ich also los, aber dieses grüne&lt;br /&gt;
pärchen stand in meinen vier wänden, und ich hatte&lt;br /&gt;
das gefühl, dass es wenig sinn machte, sie wegzu-&lt;br /&gt;
schicken.&lt;br /&gt;
hmmm, summten die beiden bekräftigend.&lt;br /&gt;
na denn, dann machts euch mal gemütlich. ich hab&lt;br /&gt;
nichts weiter vor heute abend. ich hol uns was zu&lt;br /&gt;
trinken. ich stand auf, wankte zum kühlschrank&lt;br /&gt;
und holte ein neues six-pack hervor. die beiden &lt;br /&gt;
hatten sich gesetzt. der pimmel von dem kerl&lt;br /&gt;
hatte im schlaffen zustand den umfang einer&lt;br /&gt;
coladose und reichte fast zum boden. der typ&lt;br /&gt;
besaß damit ein drittes standbein. die partnerin&lt;br /&gt;
war, wenn man von den zierlichen gliedmaßen &lt;br /&gt;
und dem riesenhaften schädel absah, ganz vagina,&lt;br /&gt;
ganz votze, muschi, möse ...&lt;br /&gt;
mir lief das wasser im munde zusammen, und&lt;br /&gt;
gleichzeitig jagte es mir warme und kalte schauer&lt;br /&gt;
das rückenmark hinunter: das ganze in grün und&lt;br /&gt;
völlig haarlos!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich stellte drei flaschen auf den tisch und köpfte&lt;br /&gt;
sie. dann nahm ich einen langen zug und betrachtete&lt;br /&gt;
sie aus dem augenwinkel. im hintergrund lief noch&lt;br /&gt;
dezent das radio.&lt;br /&gt;
gut, sagte ich, was war mit malcom x, luther king,&lt;br /&gt;
kennedy, gandhi?&lt;br /&gt;
die waren nicht präpariert, antworteten sie, jeden-&lt;br /&gt;
falls nicht rechtzeitig. oder anders ausgedrückt: die&lt;br /&gt;
liefen unter einer anderen testreihe mit sehr unter-&lt;br /&gt;
schiedlichen zielvorgaben.&lt;br /&gt;
gratuliere, sagte ich,  das hätte ein politiker kaum&lt;br /&gt;
besser formulieren können.&lt;br /&gt;
wir holen dich, wenn es an der zeit ist. auf dem mars&lt;br /&gt;
haben wir ein labor eingerichtet. wenn es dich beruhigt:&lt;br /&gt;
unsere tierversuche, äh, menschversuche sind absolut&lt;br /&gt;
schmerzfrei.&lt;br /&gt;
der typ mit dem riesenpimmel nahm einen langen zug&lt;br /&gt;
aus der flasche und ergänzte: ums kurz zu machen,&lt;br /&gt;
für dich wird es der garten eden sein, himmel auf&lt;br /&gt;
erden, mein lieber. und an angenehmer gesellschaft&lt;br /&gt;
wird es dir auch nicht fehlen. er wechselte einen&lt;br /&gt;
vielsagenden blick mit seiner partnerin, und beide&lt;br /&gt;
gaben schnarrende geräusche von sich. eins stand&lt;br /&gt;
fest, sie hatten durst. ich stellte zwei neue bier vor &lt;br /&gt;
sie und nahm selbst das letzte aus dem pack.&lt;br /&gt;
na denn, prost, sagte ich, auf den lieben gott,&lt;br /&gt;
auf die tierversuche und auf euch.&lt;br /&gt;
im radio brachten sie jetzt was von der deutschen&lt;br /&gt;
wiedervereinigung. charles bukowski war tot,&lt;br /&gt;
frank zappa war noch länger tot, willy brandt noch&lt;br /&gt;
länger und so weiter und so fort. wir bewegten uns&lt;br /&gt;
zügig auf die zweite jahrtausendwende zu, und ich&lt;br /&gt;
sollte für die grünen männchen den messias spielen.&lt;br /&gt;
meine grünen besucher kümmerten sich inzwischen&lt;br /&gt;
nicht weiter um mich. sie diskutierten miteinander,&lt;br /&gt;
gestikulierten wild mit ihren streichholzarmen und&lt;br /&gt;
und gaben schauerliche geräusche von sich  nicht&lt;br /&gt;
gar zu laut  als würde meine nachbarin uschi ihre&lt;br /&gt;
gardinen in fetzen rupfen. eigentlich hatte ich eine&lt;br /&gt;
menge fragen im kopf, aber meine neugierde ist&lt;br /&gt;
unterernährt. so glotzte ich nur trunken auf die&lt;br /&gt;
grünen riesenschädel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich wachte zusammengesunken am tisch auf.&lt;br /&gt;
im radio lief das nachtprogramm: seichte schlager-&lt;br /&gt;
musik. das zimmer war kalt. die terassentür stand&lt;br /&gt;
offen. keine spur von meinen abendlichen besuchern.&lt;br /&gt;
verteufelt, dachte ich, rieb mir die augen und lief&lt;br /&gt;
zum waschbecken. sie hatten mir tatsächlich einen&lt;br /&gt;
heiligenschein hingezaubert! sie hatten mich gekriegt!&lt;br /&gt;
es war vollbracht.&lt;br /&gt;
that`s life, im dunkeln holte ich mir einen runter,&lt;br /&gt;
dachte dabei an uschi und an einen riesigen, grünen&lt;br /&gt;
pimmel, der in einer untertasse zwischen mars und&lt;br /&gt;
nirgendwo eine haarlose, grüne möse fickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1996)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-02T15:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3512993/">
    <title>Brasko und die Friedenstaube</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3512993/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Weltraumausflug mit Hildegard war ein Horrortrip&lt;br /&gt;
gewesen. Schweißgebadet wachte ich auf. Rosenmontag.&lt;br /&gt;
Wir waren die ganze Zeit am Ficken. Schließlich wollte&lt;br /&gt;
sie ein Kind von mir. Während im Laderaum irgendein&lt;br /&gt;
Alien in einer Kiste dämlich vor sich hingrunzte.&lt;br /&gt;
Es war noch nicht zu spät. Ich besorgte mir im Super-&lt;br /&gt;
markt um die Ecke einen Kasten Bier und balancierte&lt;br /&gt;
ihn auf dem Gepäckträger meines Fahrrads nach Hause.&lt;br /&gt;
Ich liebe verrückte Menschen, aber ich mag es nicht,&lt;br /&gt;
wenn sie ausgerechnet an Fasching auf durchgeknallt&lt;br /&gt;
machen. Der Kasten Bier und mein CD-Player würden&lt;br /&gt;
mich bis Aschermittwoch vor der Welt da draußen&lt;br /&gt;
retten. Außerdem hatte ich spannende Lektüre zur&lt;br /&gt;
Hand: Vom Quant zum Kosmos.&lt;br /&gt;
Doch alles sollte ganz anders kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war beim 5. oder 6. Bier angekommen, als ich&lt;br /&gt;
heftiges Flügelschlagen vernahm. Welcher Vogel wollte&lt;br /&gt;
mich denn jetzt aus meiner Lethargie reißen, dachte ich&lt;br /&gt;
bestürzt. Eine weiße Taube saß auf dem Fenstersims&lt;br /&gt;
und schaute zu mir rein. Ich hatte noch nie so eine&lt;br /&gt;
weiße Taube gesehen. Sie war weißer als mein Wasch-&lt;br /&gt;
mittel. Was es nicht alles gibt, tz tz ..., und ich entkorkte&lt;br /&gt;
die nächste Flasche. Derweil hörte ich angestaubten Rock&lt;br /&gt;
von Lucifers Friend Where The Groupies Killed The Blues.&lt;br /&gt;
Ich kam langsam auf den Geschmack.&lt;br /&gt;
Als die CD durch war, saß die Taube immer noch an ihrem&lt;br /&gt;
Platz.&lt;br /&gt;
Gurrgurr, gurrte sie nach Taubenart, lässt du mich rein?&lt;br /&gt;
Ich bewegte mich einigermaßen schlaftrunken zur Terrassen-&lt;br /&gt;
tür. Hatte ich richtig gehört? &lt;br /&gt;
Laß mich endlich rein!&lt;br /&gt;
Aaaaah, ich griff mir an den Kopf, öffnete die Tür, und&lt;br /&gt;
die weiße Taube flatterte tatsächlich an mir vorbei in meine&lt;br /&gt;
Bude. Sie machte es sich auf meinem Desktop gemütlich.&lt;br /&gt;
Sicher hatte ich die üblichen Halluzinationen. Um dem&lt;br /&gt;
Delir entgegenzuwirken, griff ich mir noch eine Flasche &lt;br /&gt;
Bier aus dem Kasten. &lt;br /&gt;
Gurr, ich bin eine Friedenstaube, sagte die Taube.&lt;br /&gt;
Hm, erwiderte ich, ich bin Brasko.&lt;br /&gt;
Mr. Brasko, um es kurz zu machen, ich benötige ihre&lt;br /&gt;
Waschmaschine.&lt;br /&gt;
Was?!&lt;br /&gt;
Ihr Waschautomat ist eine Zeitmaschine. Gurr.&lt;br /&gt;
Ein Zeitfenster. Gurr.&lt;br /&gt;
Ach, deswegen sieht meine Wäsche jedes Mal wie neu&lt;br /&gt;
aus nach einem Waschgang ...?&lt;br /&gt;
Gurr!&lt;br /&gt;
Gibt`s auch ein Rezept gegen die Knitter?&lt;br /&gt;
Mr. Brasko, ich habe keine Zeit für Albernheiten. &lt;br /&gt;
Ich handle im Auftrag: Ich muß zurück in die Vergangen-&lt;br /&gt;
heit, um einen zukünftigen Krieg zu vermeiden. Gurr.&lt;br /&gt;
Und dazu brauchst du meine Waschmaschine?&lt;br /&gt;
Ich kniete mich vor meine Hifi-Anlage und legte eine heiße&lt;br /&gt;
CD von Deep Purple auf. Der Spuk würde mit Sicherheit bald&lt;br /&gt;
vorbei sein. Meine nächste Handbewegung suchte nach dem&lt;br /&gt;
Flaschenöffner.&lt;br /&gt;
Du bist also eine Friedenstaube? fragte ich und nahm einen&lt;br /&gt;
Schluck aus der neuen Pulle.&lt;br /&gt;
Ja, und ich werde den Irakkrieg verhindern!&lt;br /&gt;
Ehrlich?&lt;br /&gt;
Gurr.&lt;br /&gt;
Sag mal, bist du ein Weibchen ...?&lt;br /&gt;
Mr. Brasko, reißen sie sich zusammen, ich will in die Trommel&lt;br /&gt;
ihrer Waschmaschine, und sie stellen die Bedienungsschalter&lt;br /&gt;
nach meinen Anweisungen. Haben sie verstanden?! Gurr.&lt;br /&gt;
Und das soll funktionieren?&lt;br /&gt;
Gurr, sie müssen das nicht verstehen.&lt;br /&gt;
Hätte mich auch gewundert. Mal davon abgesehen, was&lt;br /&gt;
springt dabei für mich raus?&lt;br /&gt;
Die Taube flatterte vor das Sichtfenster meiner Hoover 1300&lt;br /&gt;
und wartete. Ich erinnere mich daran, dass ich noch Wäsche&lt;br /&gt;
zu waschen hatte. Und während ich die Trommel voll packte,&lt;br /&gt;
und die Rockmusik in meinen Ohren dröhnte, vergaß ich ganz&lt;br /&gt;
diese merkwürdige Begebenheit. Ich schaltete auf Buntwäsche&lt;br /&gt;
und Start. Das Brummen der Waschmaschine, die Rockmusik&lt;br /&gt;
vermischten sich zu einem Bild: Die weiße Taube - irgendwann&lt;br /&gt;
im Schleudergang. Es war nur meine Wäsche, sagte ich mir,&lt;br /&gt;
während ich an meinem Bier nippte. Normalerweise halluziniere&lt;br /&gt;
ich Schmetterlinge oder rosa Elefanten. &lt;br /&gt;
Haha, mein Gehirn hatte mich mal wieder gefoppt. Ich atmete&lt;br /&gt;
auf. Am Besten schalte ich mit der Sauferei einen Gang runter,&lt;br /&gt;
dachte ich. Die leere Flasche flutschte zurück in den Kasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kasten war voll!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Faschingsdienstag. Das Bier wurde und wurde nicht leer.&lt;br /&gt;
Wie von Geisterhand füllte der Kasten sich von selbst. Im Irak&lt;br /&gt;
wurde kräftig abgerüstet, aber alle Anzeichen standen noch auf&lt;br /&gt;
Krieg. Ich dachte an die Friedenstaube und wünschte ihr alles&lt;br /&gt;
Glück der Welt mit ihrem Auftrag. &lt;br /&gt;
Eigentlich glaube ich nicht an Wunder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aschermittwoch, und der Spaß war vorbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Februar 2003) &lt;br /&gt;
12.04.2004 13:18 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-01T16:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3109878/">
    <title>brasko in der zeitfalle</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3109878/</link>
    <description>(fortsetzung von &quot;brasko und der anruf aus der zukunft&quot;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hallo mr, brasko, ich habe ihren anruf erwartet. meine frau beichtete mir alles. sagen sie am besten nichts. &lt;br /&gt;
hören sie, unterbrach ich ihn hektisch, sie wissen gar nicht, was für eine canaille ihre frau ist. &lt;br /&gt;
hören sie auf, brasko! die stimme des physikers wechselte augenblicklich ins ordinäre. sie sind draußen! sie sind aus dem spiel, haha. &lt;br /&gt;
sie spinnen doch. die geschichte mit dem anruf aus der zukunft nahm ich ihnen zu keinem zeitpunkt ab. dafür vögelt ihre nymphomane gattin alle schnüffler, die sie auf sie ansetzen.  &lt;br /&gt;
und sie habe ich erwischt, brasko, haha! sie haben keinen auftrag mehr von mir. genaugenommen telefonieren sie überhaupt nicht mit mir, hahaha, genaugenommen gibt es sie gar nicht mehr ...! die stimme des physikers überschlug sich. &lt;br /&gt;
wenn sie mir drohen wollen ..., ich saß mit dem handy auf meiner terasse. dieser physiker strapazierte meine nerven. ich betrachtete das schattenspiel der birkenblätter auf meinem oberkörper. die sonne verbarg sich zwischen den ästen. &lt;br /&gt;
brasko! schrie der verrückte ins telefon, bei gelegenheit schauen sie mal auf datum und uhrzeit! dann wird es ihnen schon dämmern, haha! sie haben keinen auftrag, brasko! sie sind draußen! schönes wochenende wünsche ich! sie kennen doch den streifen und ewig grüßt das murmeltier?! hahaha! clic, der physiker hatte endlich aufgelegt. ich machte es mir wieder bequem. bei diesem auftrag war außer einer netten nacht nichts rumgekommen. ich setzte meine lektüre fort: sechs tage und sieben nächte war enkidu auf, dass er die hure beschlief ... aber die lottozahlen könnte ich doch überprüfen, dachte ich und nahm einen langen zug erfrischend kalten gerstensaft. im radio lief eine politsendung, die mir merkwürdig bekannt vorkam. viel lieber hätte ich heinrich heine gehört. datum und uhrzeit? unwillkürlich blickte ich auf die datumsanzeige meines computers. freitag, der 17. mai. hitzewallungen durchfluteten meinen körper, und das herz schlug mir bis zum hals. ich clickte die nachrichten an. die ahnung wurde zur grausamen gewissheit. mit zittrigen händen nahm ich die flasche johnny walker vom regal und setzte sie an. meine notration für besonders heikle fälle. blitzartig schossen die gedanken durch meinen kopf: schönes wochenende ... kein auftrag ... eine zeitfalle ... eine verdammte zeitfalle ... dolly hatte ihm ihren seitensprung gebeichtet, bevor er mir den auftrag gegeben hätte ... scheiße, warum ging das schief? ... der schlüssel aus dieser falle ist der auftrag ... ich brauche diesen verdammten auftrag! ich setzte die flasche ab und wischte mir mit dem handrücken über den mund. ich brauchte einen plan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
samstag. ich stand wieder am imbiß gegenüber der bäckerei im hauptbahnhof. diesmal mit der kavallerie im hosenbund und einem vollen flachmann in der jackeninnentasche. als grundnahrungsmittel diente mir bier. ich würde 2 brezeln kaufen und dolly fragen. mrs., erinnern sie sich an heute nacht. ich meine, vorgestern nacht? sie fahren einen roten ford fiesta. sie wundern sich bestimmt, dass ich das weiß. sie müssen mir aus dieser falle helfen! vielleicht stecken sie selbst in der falle. erinnern sie sich? stammelte ich, während sie die brezeln mit der zange in die tüte bugsierte. &lt;br /&gt;
mr., ich kenne sie nicht. sie sind ja betrunken! &lt;br /&gt;
ich bezahlte und begab mich zurück auf meinen aussichtsplatz. &lt;br /&gt;
dolly kannte mich nicht. wahrscheinlich steckte sie nicht mit drin in dieser wochenendfalle. wenn ich erreichen wollte, dass mir ihr gehörnter ehemann morgen den telefonischen auftrag erteilte, musste ich für den spermafleck auf dem laken sorgen. und ich musste verhindern, dass sie ihrem mann beichten würde, was noch nicht passiert war  oder wahrscheinlicher: nie passieren wird. ich spürte, dass diesmal keine erotischen funken überschlugen, kein wink, kein eindeutiges lächeln. ich muß zu ihr nach hause, schlussfolgerte ich. nachdem dolly ihre schürze an den nagel gehängt hatte, folgte ich ihr auf den parkplatz zu ihrem wagen. mit dem revolver klopfte ich an das seitenfenster. mrs, sie haben heute abend einen gast. verängstigt öffnete dolly die wagentüre, und ich zwängte mich  auf den rücksitz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich fesselte dolly mit isolierband an einen stuhl. &lt;br /&gt;
was wollen sie? fragte sie. &lt;br /&gt;
im prinzip müssen sie nichts machen, lady. wir werden hier warten. mehr darf ich ihnen nicht verraten. tut mir leid, wenn ich sie ängstige. aber mir ist es verdammt ernst! &lt;br /&gt;
mr., sie sind betrunken. binden sie mich los, verschwinden sie, und  ich vergesse das ganze. &lt;br /&gt;
haben sie diesen spruch aus dem fernsehen?  &lt;br /&gt;
ich werde besuch bekommen. &lt;br /&gt;
nein, werden sie nicht. &lt;br /&gt;
ich schritt zum videoregal. nach kurzem suchen hatte ich das richtige gefunden. ich legte die kasette ein, flezte mich auf das weiche satinlaken, und tat, was getan werden musste. &lt;br /&gt;
sie schwein! kreischte dolly aus ihrer ecke, sie sind ein perverser! &lt;br /&gt;
mein blick fiel auf eine in die wand eingelassene bar. &lt;br /&gt;
wollen sie auch`n drink, lady? fragte ich.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich erwache in einem kahlen raum. vier weiße wände. ich drehe meinen kopf. tageslicht durch ein dick verglastes, quadratisches fenster hinter mir. vor mir eine stabile tür mit spion. ich kann mich nicht rühren. ich registriere, dass ich angeschnallt auf einer art bahre liege. ein schlüssel dreht sich im schloß. zwei männer treten ein. sie stehen zu meinem fußende. der typ im trenchcoat ist ein cop. klarer fall. der kleine, dicke im weißen kittel ein psychiater. mein gehirn funktioniert.  &lt;br /&gt;
guten tag mr. brasko. wie geht es ihnen? fragt der kleine. &lt;br /&gt;
ich weiß nicht, ich kann mich nicht erinnern. welches datum haben wir? wie spät ist es? &lt;br /&gt;
sonntag, der 19. mai, gegen 18uhr, antwortet der schlacksige cop. &lt;br /&gt;
danke. ich hatte einen fürchterlichen alptraum. &lt;br /&gt;
sie befinden sich im delirium, klärt mich der doktor auf. &lt;br /&gt;
und sie sind ihre lizens los, sagt der cop, hausfriedensbruch, sachbeschädigung, sexuelle nötigung und freiheitsberaubung. &lt;br /&gt;
ach, sie meinen die spermaflecken? haha, die mussten sein. sagen sie mir bitte noch mal, wie spät es ist. ich kann es nicht glauben. sachbeschädigung? kann mich gar nicht erinnern, haha. &lt;br /&gt;
der doktor blinzelt mitleidig über seine brillengläser. der cop fixiert wie versteinert eine unebenheit der weißgetünchten wand hinter mir. &lt;br /&gt;
ein sehr wertvolles telefon. eine technische neuentwicklung, sagt er  monoton. &lt;br /&gt;
das klingt gut, sage ich, sie sollten die überreste dieses telefons untersuchen. der physiker telefonierte damit in die vergangenheit. mich hielt er in einer zeitfalle gefangen. ich wäre dazu verdammt gewesen, ewig im gleichen wochenende zu leben. er hatte mich mit einem auftrag gelinkt, den er mir dann gar nicht erteilte. verstehen sie, haha? &lt;br /&gt;
wir werden sie eine weile hier behalten müssen, mr. brasko. der kleine doktor bedeutet dem cop, indem er ihn am ärmel zupft, zu gehen. die tür fällt hinter ihnen ins schloß. erleichtert denke ich, dass ich es geschafft hatte, dem zeitgefängnis zu entfliehen. ich bin stolz auf mich. womöglich hatte ich mir den auftrag selbst mit diesem geheimnisvollen telefon erteilt und es hinterher zerstört. das war schnüfflerinstinkt. woher kannte der cop meine identität? ach so, die registrierung der waffe. ich bin müde. ich rede mit mir: stelle dir vor, wie viele menschen vielleicht in solchen zeitfallen stecken ... . nicht auszudenken. glatter horror. und sie können nicht entkommen. sie werden verrückt, sie werden zu amokläufern oder sich umbringen ... . &lt;br /&gt;
der glatte horror, denke ich auf meiner pritsche und schlafe ein. &lt;br /&gt;
ich träume von meiner terasse, kaltem bier aus dem kühlschrank und dem gilgamesch-epos.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heute ist die trommel mir in die erde gefallen. &lt;br /&gt;
die trommelstöcke sind mir in die erde &lt;br /&gt;
gefallen. &lt;br /&gt;
enkidu antwortete dem gilgamesch: &lt;br /&gt;
die trommel aus der erde werde ich holen. &lt;br /&gt;
die trommelstöcke aus der unterwelt werde &lt;br /&gt;
ich holen! &lt;br /&gt;
damals kehrte enkidu aus der erde nicht nach &lt;br /&gt;
oben zurück.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.05.2002 11:39 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-12-27T12:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3097557/">
    <title>brasko und der anruf aus der zukunft</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3097557/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  

ich lag auf der terasse und beobachtete das schattenspiel der birkenblätter auf meinem nackten oberleib. neben mir lag zur lektüre der gilgamesch-epos. ich dachte an gilgameschs freund enkidu, mit dem ich mich aus einem unerfindlichen grund identifizierte. aber nicht lange. dann rechnete ich die wegstrecke zu meinem kühlschrank aus, und kam bei 20 bier auf stattliche 100 zurückgelegte meter. mitten in meinen berechnungen klingelte das telefon. &lt;br /&gt;
mr. brasko? &lt;br /&gt;
hm. &lt;br /&gt;
ich habe einen auftrag für sie. eine observation. &lt;br /&gt;
aha. &lt;br /&gt;
beschatten sie meine frau samstag auf sonntag, während ich auf dem physikerkongreß bin. &lt;br /&gt;
sie haben einen verdacht? &lt;br /&gt;
ich goß mir aus der dose nach. das bernsteinfarbene bier bildete eine wunderbare krone. das weiß lief an der beschlagenen außenwand des glases herunter. was springt dabei für mich raus, mr ...? &lt;br /&gt;
ich gebe ihnen die 6 richtigen für den samstag. &lt;br /&gt;
sind sie sicher, mr. ...? &lt;br /&gt;
hören sie brasko, mein name tut hier nichts zur sache. sie werden mich für irre halten. ich rufe sie aus der zukunft an. ich bin ihnen 2 tage voraus. ich habe sonntag, und sie verpennen gerade den freitag. ich kam heute morgen vom kongreß zurück und fand spermaflecken auf dem laken unseres ehebettes. und diese flecken stammen nicht von mir! sie verstehen?! &lt;br /&gt;
ich verstehe, mr. ... physiker. &lt;br /&gt;
sie beschatten also meine frau, mr. brasko. sie wird am samstag nachmittag in der bäckerei des hauptbahnhofs an der theke arbeiten. sie werden sie gleich erkennen. sie ist die best- aussehendste. und wenn sie rausgekriegt haben, mit wem sie sich nach feierabend vergnügte, rufen sie mich am sonntag an. ich hörte, wie er überlegte. und zwar nach 14 uhr  so spät ist es nämlich jetzt. &lt;br /&gt;
der physiker gab mir seine handynummer und die lottozahlen für den samstag durch. ich sagte: ich wünsche ihnen, dass die zahlen stimmen ... . clic.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der vorteil eines gewohnheitstrinkers ist, dass er zwar angekratzt aber nicht totalbeschädigt ist. es war samstag mittag, und ich machte mich auf den weg zum hauptbahnhof. beim kauf von 2 salzbrezeln sondierte ich die lage. sie war wirklich eine kanone. ich meine, eine kanone, die nicht nur scharf war, sondern die auch schoß. ich stellte mir ihren mann, den physiker vor, wie er vor dem akt seine brille abnimmt ... . intelligenz muß wohl was erotisches haben, dachte ich, als ob ich das nicht schon längst wüsste. ich stellte mich an den imbiß gegenüber und schielte zu ihr hin: eine art dolly buster mit intelligenterem gesichtsausdruck. als ich schweißige hände bekam, trank ich dosenbier zum auffrischen und aß ein frikadellenbrötchen. &lt;br /&gt;
sie mußte wohl auf die dauer bemerkt haben, wie ich sie angierte, denn immer wieder trafen sich unsere blicke, und dolly grinste verführerisch. bei mir schlug es 13, denn ich kannte dieses dreckige grinsen nur zu gut. schließlich war ihr mann auf dem physikerkongreß. nach der 5. dose überließ ich mich meinem glücksgefühl. ich blickte wie durch einen tunnel zu dolly, meiner bäckereifachverkäuferin. außenherum nahm ich nichts mehr wahr. &lt;br /&gt;
die lottozahlen hatte ich nicht abgegeben. wen verwunderts? dieser physikprofessor war ein alberner spinner. anruf aus der zukunft  fuck it! dachte ich und umarmte schon halb den stehtisch, an dem ich lehnte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
endlich hatte sie feierabend. ich wartete, bis sie ihre schürze abgelegt hatte.&lt;br /&gt;
darf ich sie begleiten? &lt;br /&gt;
angenehm, lispelte sie, ich bin die frau des physikers. &lt;br /&gt;
brasko  privatdetektiv, sie wissen bescheid? &lt;br /&gt;
klar, sagte sie, mein mann ist höllisch eifersüchtig. er schickt mir jedes Mal einen schnüffler auf den hals, wenn er auf einem kongreß ist. &lt;br /&gt;
und jedes mal findet er spermaflecken ...? &lt;br /&gt;
ja, er sucht so lange, bis er sie findet. &lt;br /&gt;
ich verstehe, sagte ich, und danach ruft er mich aus der zukunft an. &lt;br /&gt;
dolly kicherte. du hast doch zeit  oder? &lt;br /&gt;
wir nahmen ihren roten ford fiesta. langsam entspannte ich mich auf dem beifahrersitz, und ich öffnete mit lautem zischsch das nächste bier. du hast doch nichts dagegen? &lt;br /&gt;
nein, aber denke daran, du musst heute nacht noch deinen mann stehen ...   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die zukunft nahm ihren lauf. sie war schon abgemachte sache. davon abgesehen hatte ich meinen spaß, so weit ich mich erinnern kann. nach der gemeinsamen nacht fuhr mich dolly nach hause. ich kann also nicht meckern. &lt;br /&gt;
ich liege wieder auf der terasse und versuche mich mit dem gilgamesch-epos abzulenken. ich will zu gerne wissen, ob dieser physiker aus der zukunft anrief. ganz auszuschließen ist das doch nicht. die entfernung zu meinem kühlschrank hat sich nicht verändert. ich schaue durch den blätterwald der birke in den himmel. im radio werden gedichte von heinrich heine rezitiert. die uhr schlägt 2. besetzt. er telefoniert noch mit mir am freitag. ich warte und wähle erneut. hallo, mr. brasko, ich habe ihren anruf erwartet ...   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.05.2002 12:25 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-12-22T14:48:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3096780/">
    <title>brasko und der weihnachtsmann</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3096780/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;

nachdem ich den platten am hinterrad meines fahrrads repariert hatte, setzte ich mich mit einem bier an meinen computer. keine neuen nachrichten. ich wunderte mich nicht. es war heiligabend. die meisten menschen versanken an diesem datum endgültig in der trostlosigkeit ihres daseins. und das schöne dabei war: sie merkten nichts davon. ich hatte nichts anderes vor als an anderen tagen. ich legte jimi hendrix in woodstock auf und versuchte zu entspannen. &lt;br /&gt;
das läuten des telefons ließ mich hochfahren. meine hand glitt aus der hose und griff sich den hörer. &lt;br /&gt;
brasko. &lt;br /&gt;
guten tag, mr. brasko, hier ist der weihnachtsmann. ich benötige ihre hilfe. &lt;br /&gt;
schön, um was geht es denn? vermissen sie ihre elche? &lt;br /&gt;
nein, ich erhalte morddrohungen. &lt;br /&gt;
ich dachte, sie sind immun gegenüber irdischem peanuts. &lt;br /&gt;
ich kriege immer diese anrufe auf meinem handy, und eine verstellte stimme flüstert: weihnachtsmann, das war ihr letztes weihnachten ... &lt;br /&gt;
mr. brasko, sie machen sich ein falsches bild von mir. wenn ich auf die erde komme, bin ich sterblich wie jeder mensch. und heute ist heilig abend. &lt;br /&gt;
ich verstehe, mr. weihnachtsmann. haben sie noch einen anderen namen? verdächtigen sie jemanden? halten sie mich für blöd? &lt;br /&gt;
sie können auch claus zu mir sagen. nein, ich habe keinen verdacht. bitte, helfen sie mir aus der klemme. &lt;br /&gt;
das ist ziemlich knapp, claus. die einzige möglichkeit , die ich sehe, - dass ich sie heute abend als leibwächter auf ihrer tour begleite. &lt;br /&gt;
wir machten also treffpunkt und uhrzeit fest. der weihnachtsmann legte auf, und ich besann mich auf die beschäftigung, bei der ich gestört worden war. ich hatte noch ein paar stunden zeit, mir gedanken über diesen fall zu machen. ich glaube nicht an den weihnachtsmann. offensichtlich wollte mich jemand gewaltig verarschen. aber meine neugierde war geweckt, und ich hatte zum schein den auftrag angenommen. wer steckte dahinter? &lt;br /&gt;
es dämmerte. die kälte hielt sich wenige grad über dem gefrierpunkt, und der schnee kroch zurück wie das meer bei ebbe. dieser claus klang reichlich schwul, und ich überlegte, ob ich die stimme kannte. ich hatte keine idee. mir schoß urplötzlich ein bild in den kopf: ein hund, der wie wahnsinnig im kreise wirbelnd seinen schwanz verfolgt ... dann fiel mir die flasche johnny walker im kühlschrank ein, und ich wusste, was zu tun war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir trafen uns beim griechen. claus wartete schon. er trug einen roten anzug und war glattrasiert. &lt;br /&gt;
guten abend, mr brasko. &lt;br /&gt;
sie sind also der weihnachtsmann? ich habe sie mir ganz anders vorgestellt. &lt;br /&gt;
wissen sie, ich möchte nicht erkannt werden. außerdem gehen auch wir mit der zeit, hoho. &lt;br /&gt;
ich betrachtete den weihnachtsmann eingehender und versuchte ihn mir mit einem weißen rauschebart vorzustellen. es klappte nicht. er sah aus wie ein in die jahre gekommener homo. &lt;br /&gt;
gehen wir, sagte er, ruprecht wartet schon. &lt;br /&gt;
vor der tür parkte eine überlange, dunkle limousine. &lt;br /&gt;
der schlitten fiel mir vorhin gar nicht auf, sagte ich. &lt;br /&gt;
und claus antwortete, während er mir die hintertür aufhielt: ruprecht flog ein paar runden. &lt;br /&gt;
ich verstehe, säuselte ich und versank in den lederpolstern der rückbank. claus stieg zu ruprecht auf den beifahrersitz. dann starteten wir durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir landeten vor einem night club. &lt;br /&gt;
was ist mit den geschenken, fragte ich blöde. &lt;br /&gt;
seitdem sich die menschen gegenseitig beschenken, machen wir uns `nen geilen abend. claus lachte sein weihnachtsmannlachen: hohoho. &lt;br /&gt;
ich verstehe. &lt;br /&gt;
wir stiegen aus und betraten die bar. eine schwulenbar. naja, besser, als zuhause abzustürzen, dachte ich. es ging in dem schuppen hoch her, und ich hatte mühe, claus vor den allseitigen annäherungsversuchen zu schützen. claus und ruprecht tanzten ausgeflippt, umarmten sich leidenschaftlich und schoben sich gegenseitig ihre rosaroten lappen in den rachen. mein gott, dachte ich, warum läßt du das zu? plötzlich zerriß ein schuß den tosenden lärm. claus plumpste wie eine puppe rücklings auf die glitzernde tanzfläche. ich stürzte zu ihm und stützte seinen kopf, während augenblicklich totenstille im raum herrschte. blut rann aus seinem mir zugeneigten mundwinkel. &lt;br /&gt;
claus, raunte ich dem sterbenden zu,  sie erzählten mir nicht alles. &lt;br /&gt;
ja, blubberte claus in meinen armen. &lt;br /&gt;
 wie sollte ich sie in dieser bar beschützen? hier hat, glaube ich, jeder ein motiv. &lt;br /&gt;
ich blickte in die meute der betreten dreinblickenden umstehenden. ruprecht stand aschfahl zwischen ihnen. &lt;br /&gt;
danke, mr. brasko, hauchte claus, bevor er den löffel abgab. bis in alle ewigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ruprecht und ich bestiegen eilig den vorm eingang geparkten schlitten. während ruprecht startete, warf ich einen blick zurück auf die leuchtschrift, und ich las: santa claus. &lt;br /&gt;
was wird nun aus weihnachten? fragte ich ruprecht. &lt;br /&gt;
das war das letzte weihnachten, sagte er bleich, aber eigentlich ist weihnachten schon lange tot ... &lt;br /&gt;
ja, das ist mein gedanke. es musste so kommen. jetzt gibt es nicht mal mehr den weihnachtsmann. warum vögelte er auch so willenlos durch die gegend? &lt;br /&gt;
mr. brasko, wo soll ich sie absetzen? &lt;br /&gt;
zuhause, seufzte ich, da wartet noch eine halbe flasche johnny walker auf mich.    

&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-22T12:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3096751/">
    <title>brasko und der 6. finger</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3096751/</link>
    <description>&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;

ich bin der pianist leonhardt mc nimroy. als ich heute morgen aufwachte, hatte ich an jeder hand 6 finger. die stimme am anderen ende der leitung verstummte, um dann aufgeregter fortzufahren: mr. brasko, 6 finger, verstehen sie, 6 finger! &lt;br /&gt;
ja, ich verstehe. &lt;br /&gt;
ich kann unmöglich mit 12 fingern spielen! das kommt einer katastrophe gleich! nächste woche beginnt meine konzerttournee. &lt;br /&gt;
haben sie sich vielleicht verwählt, mr. nimroy? ich bin privatschnüffler und kein psychiater. &lt;br /&gt;
in der gesprächspause, die entstand, öffnete ich mir eine dose bier und genehmigte mir einen langen zug. &lt;br /&gt;
mr. brasko, ich rufe sie an, weil ich einen bestimmten verdacht hege. meine gattin. katherine. sie ist krankhaft eifersüchtig auf meinen erfolg und ... &lt;br /&gt;
intuitiv hakte ich ein: und auf ihre weiblichen fans, die sie nicht von der bettkante stoßen.  &lt;br /&gt;
mr. brasko, mc nimroy hüstelte geziert, meine tourneen dauern mitunter ein halbes jahr. sie verstehen? &lt;br /&gt;
ich verstehe. &lt;br /&gt;
also, meine frau beschäftigt sich seit kurzem mit diesem voodoozauber. unsere neue haushälterin scheint sie damit irgendwie infiziert zu haben. und jetzt ... &lt;br /&gt;
und jetzt denken sie, dass ihre frau ihnen diesen 6. finger an ihre hände zauberte, beendete ich gelangweilt den gedankengank des konzertpianisten. &lt;br /&gt;
wissen sie was? sagte ich, lassen sie sich ihre überflüssigen finger amputieren und legen sie eine konzertpause ein. oder lernen sie mit 12 fingern klavier spielen. dann wären sie was ganz besonderes. &lt;br /&gt;
mr brasko, ich will, dass sie am wochenende in meinem haus  übernachten und die dunklen machenschaften meiner frau näher untersuchen. ich trage mich immer noch mit der hoffnung, dass dieser alptraum ebenso schnell vergehen könnte, wie er heute quasi über nacht kam. &lt;br /&gt;
und warum soll ich das wollen? &lt;br /&gt;
weil morgen früh ein scheck in ihrem briefkasten liegt, mr. brasko.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dagegen war freilich nichts einzuwenden. außerdem hatte ich wie immer am wochenende nichts vor. im kino lief nur dreck. und mein zimmer verwandelte sich langsam in eine edgar allen poesche folterzelle. die wände rückten immer näher zusammen und irgendein pendel pendelte von der der decke und versuchte mein mickriges dasein nochmal zu halbieren. ich willigte also ein.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich wurde bei mc nimroy als alter musikerkollege eingeführt, der auf durchreise eine übernachtungsmöglichkeit suchte. &lt;br /&gt;
mc nimroy stellte mich seiner frau vor: schatz, das ist mr brasko, mit dem ich damals studierte. und zu mir gewandt: meine frau, katherine hepburn. ich runzelte die stirn. &lt;br /&gt;
mr. brasko, ich behielt meinen mädchennamen, katherine reichte mir ihre zarte, fast durchsichtige hand und fuhr im selben atemzug fort: sie sind musiker  was spielen sie denn? &lt;br /&gt;
flöte, antwortete ich hastig und lief rot an. &lt;br /&gt;
dann flöten sie uns sicher mal was vor, sie lächelte sanft und geheimnisvoll. &lt;br /&gt;
möglicherweise, antwortete ich mit roten ohren und folgte dem hausherren in die gemächer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
katherine hepburn sah aus wie katherine hepburn und mc nimroy erinnerte mich an spock aus dieser raumschiffserie. seine ohren waren nur nicht ganz so spitz, und seine gesichtszüge wirkten insgesamt weicher. lisa, so hieß die haushälterin, war kaffeebraun, und ich dachte bei ihren ausmaßen sogleich an diese archaischen venusfiguren. alles in dem haus ließ auf eine laszive geldader schließen und auf einen geschmack, der sich gewissenlos dieses reichtums bediente. auf sehr angenehme weise, wie ich laienhaft konstatierte. die füllige lisa ließ mich nicht aus den augen, wahrscheinlich aus pflichtgefühl oder sie war von der hausherrin angewiesen worden, mir auf die finger zu schauen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am abend traf ich mich mit mc nimroy im salon. nach dem austausch der üblichen höflichkeiten und den wetternachrichten, ergriff mc nimroy die initiative, indem er mir seine künstlerhände entgegenstreckte. &lt;br /&gt;
sehen sie! &lt;br /&gt;
ja, sehen ganz normal aus. &lt;br /&gt;
dann zählen sie mal. &lt;br /&gt;
tatsächlich, sagte ich verblüfft, sind sie sicher, dass sie nicht schon immer 12 finger hatten? &lt;br /&gt;
mr. brasko, ich beliebe nicht zu scherzen. es geht um meine existenz! &lt;br /&gt;
okay, okay, dann schenken sie mir mal nach, und ich hob ihm mein  leeres martiniglas entgegen. sie sind sicher, dass ihre frau und diese lisa dahinterstecken? mit diesem voodoo? oder sonst einem zauber? der martini gluckerte in meinen kelch. &lt;br /&gt;
seit diese lisa bei uns den haushalt besorgt, verändert sich katherine mehr und mehr. ich wollte das erst nicht so ernst nehmen. aber jetzt. sie sehen ja selbst! mc nimroy legte seinen kopf in seine 6-fingrigen hände und markierte den verzweifelten, der nicht ein noch aus wusste. ich zuckte mit den schultern, begab mich auf mein zimmer und machte weiter mit johnny walker. &lt;br /&gt;
hier war scheinbar nichts mehr zu machen, als die nacht im fremden bett gut rumzukriegen. der scheck würde mich dafür ausreichend entlohnen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
irgendwann in der nacht wachte ich auf. die nachttischlampe brannte noch. den johnny hatte ich nur halb geschafft. ich wälzte mich auf die andere seite, als ich ein stöhnen vernahm. das stöhnen musste von nebenan kommen. wer machte es da mit wem, war mein gedanke und  ich war mitsamt meiner neugierde geweckt. ich schlüpfte in meine jeans und schlich baren oberkörpers auf den flur. die halbvolle flasche johnny hielt ich in der linken. vorsichtig senkte ich die türklinke des nachbarzimmers. das stöhnen schwoll an. &lt;br /&gt;
herein, herein, flüsterte die stimme katherines magisch. &lt;br /&gt;
kommen sie näher, mr. brasko, wir haben sie erwartet. &lt;br /&gt;
was ich sah, verschlug mir den atem, und ich setzte wie aus einem reflex die flasche an.  &lt;br /&gt;
prost, sagte die stimme in dem zimmer und bekam einen unwirklichen hall. vor meinen augen verschwamm die szenerie: ein schwarzes, massiges etwas lag auf einem himmelbett, und wie ein rinnsal milch floß katherine hepburn durch diese landschaft, durch schluchten und ritzen, weitete sich an tälern und vergoß sich in ebenen ... katherine winkte mir, während ich wie in trance das schauspiel weiterverfolgte: eine weiße schlange leckte die dunklen hänge und bergrücken, umschlang den schokoriesen mit süßer hingabe ... &lt;br /&gt;
bevor ich ganz wegdämmerte roch ich ihr geschlecht. ich roch den johnny und irgendwas, das ich nicht definieren konnte. bis heute.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als ich am sonntag aufwachte, fühlte ich mich wie gerädert. die nachttischlampe brannte noch im tageslicht. es war bereits mittag. ich rieb mir den schlaf aus den augen, und unwillkürlich hielt ich mir die hände vor augen und zählte meine finger. alles noch in ordnung. ein blick unter die bettdecke beruhigte mich vollends. das waren wohl die nachwirkungen des whiskey. uff! dieser pianist soll sich seinen 6. finger in den hintern stecken, dachte ich, als ich mich frisch machte und anzog. durch die schleiergardinen fiel sonnenlicht in übergroßen portionen. das war neben meinen gliederschmerzen nicht das einzig unangenehme. selbst mehrfaches zähneputzen vertrieb nicht den merkwürdigen geschmack in meinen mund. pfui teufel! ich spuckte immer wieder ins waschbecken.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mr. brasko, lisa wird sie zum bahnhof fahren, sagte katherine, die immer noch wie katherine hepburn aussah. und im hinausgehen hauchte sie mir ins ohr: ihr flötenspiel berührte mich wirklich tief ... &lt;br /&gt;
mc nimroy schien wegen seiner 12 finger beim abschied gar nicht mehr unangenehm berührt. was mir in meinem zustand ganz recht kam, und ich beschloß, nicht noch mal nachzuzählen. stattdessen sagte ich benebelt: &lt;br /&gt;
mr. nimroy, sie können sich glücklich schätzen, eine solch wunderbare frau zu haben. &lt;br /&gt;
ich weiß, erwiderte er mit einem smarten lächeln. &lt;br /&gt;
und bevor ich die wagentür des roten porsche zuschlug, in dem lisa schon  auf dem fahrersitz wartete, rief ich wie besoffen: scheiß auf den 6. finger!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lisa startete durch. sie beherrschte den sportwagen perfekt. mitten in der fahrt, ich glaube in einer rechtskurve, reichte sie mir ein schmales päckchen und raunte fast unverständlich: von den herrschaften. in dem auto roch es nach schokolade, nach einem ganzen berg von schokolade, und ich war froh, als lisa mich an die frische luft setzte. &lt;br /&gt;
diese künstler haben doch alle einen knall, ich grinste an der theke vor mich hin angesichts des leicht verdienten zubrots. ich würde noch ein paar bierchen trinken, um wieder nüchtern zu werden. ich schaute zu dem taxistand auf dem bahnhofsvorplatz. dann war da noch das päckchen in meiner tasche. nach einem erneuten scheck sah das nicht aus. &lt;br /&gt;
ein finger! täuschend echt, eine attrappe, sogar gefühlsecht. und darunter lag ein zettel mit den worten: danke mr. brasko. &lt;br /&gt;
ich ließ das teil schnell wieder in meiner tasche verschwinden und knüllte  die verpackung zusammen. die erinnerung an die letzte nacht ließ übelkeit in mir hochsteigen: katherine hepburn im nymphischen liebesspiel mit einer schwarzen, schokoladeduftenden venus, dahinter spock mit seinem vulkanischen grinsen im anschlag, künstliche finger flutschen unzählig als dildos durch körperöffnungen  spock setzt sich an den flügel und spielt virtuos händel oder bach oder chopin  kackegal - ich liege jetzt zwischen ihnen auf dem himmelbett, versinke in schwarzen fleischmassen, während eine weiße schlange meine flöte auspackt ...  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... oder so ähnlich, musste es wohl letzte nacht abgegangen sein. ich überprüfte auf dem barhocker nochmals meine physische präsenz, indem ich mich dehnte und streckte. dann heftete sich mein blick auf den arsch der bedienung.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Brasko+Stories&quot;&gt;Brasko Stories&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
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