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    <title>prosaGEDICHTE (von bonanza/margot) : Rubrik:Leben, Einsamkeit und Alltag</title>
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    <description>von bonanza/margot</description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:date>2008-06-10T17:44:02Z</dc:date>
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    <title>prosaGEDICHTE</title>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4966540/">
    <title>Doublehead</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4966540/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
just&lt;br /&gt;
als die Bedienung meine&lt;br /&gt;
Ananasbowle serviert&lt;br /&gt;
ertrinkt eine Mücke darin&lt;br /&gt;
und sie trägt das Glas wieder fort&lt;br /&gt;
keine türkischen&lt;br /&gt;
Böller&lt;br /&gt;
und kein Autokorso&lt;br /&gt;
der&lt;br /&gt;
Nachmittag verläuft&lt;br /&gt;
so glatt wie der blaue Himmel&lt;br /&gt;
ein kurzer Flirt&lt;br /&gt;
mit der Fleischereifachverkäuferin&lt;br /&gt;
genüsslich&lt;br /&gt;
fische ich&lt;br /&gt;
die Ananasstückchen aus&lt;br /&gt;
dem Glas&lt;br /&gt;
die Welt passiert ohne mich&lt;br /&gt;
ich gebe mich&lt;br /&gt;
der Lethargie hin&lt;br /&gt;
allein mit meinem Getränk&lt;br /&gt;
verziehe das Gesicht&lt;br /&gt;
als ich einen&lt;br /&gt;
Eiswürfel&lt;br /&gt;
zerbeiße&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
ich spüre:&lt;br /&gt;
die Luft ist raus&lt;br /&gt;
und die Doublehead-Pumpe&lt;br /&gt;
an meinem Fahrrad&lt;br /&gt;
passt&lt;br /&gt;
sicher &lt;br /&gt;
nicht&lt;br /&gt;
aufs Ventil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(06.2002)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-02T16:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4942584/">
    <title>Fluss</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4942584/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich gehe am Ufer&lt;br /&gt;
mal auf festem Grund&lt;br /&gt;
auf schicken Promenaden&lt;br /&gt;
mal suche ich den Fluss&lt;br /&gt;
und wage mich auf unsicheren Pfaden&lt;br /&gt;
in den Sumpf&lt;br /&gt;
ich will den Fluss fließen sehen&lt;br /&gt;
er fließt zum Meer&lt;br /&gt;
ich will an seinen Gestaden&lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
bei einer Dose Bier&lt;br /&gt;
am Fluss zur Wahrheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich ihn nicht sehe&lt;br /&gt;
will ich ihn riechen&lt;br /&gt;
ihn spüren durch seine&lt;br /&gt;
Uferlandschaften&lt;br /&gt;
viele Wege weisen fort vom Fluss&lt;br /&gt;
und sind allzu verführerisch&lt;br /&gt;
fort von seinen Ufern&lt;br /&gt;
der Fluss zur Wahrheit&lt;br /&gt;
fließt&lt;br /&gt;
fließt zum Meer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ufer sind oft&lt;br /&gt;
schwer begehbar&lt;br /&gt;
aber ich hoffe ...&lt;br /&gt;
ja, ich nutze jeden Abzweig&lt;br /&gt;
hin zum Fluss&lt;br /&gt;
um eine kurze Wegstrecke&lt;br /&gt;
gleichsam &lt;br /&gt;
mit ihm zu fließen ...&lt;br /&gt;
auf einem großen Kieselstein&lt;br /&gt;
sitzend&lt;br /&gt;
proste ich ihm zu:&lt;br /&gt;
&quot;Verdammter Fluss, ich mag&lt;br /&gt;
Dich so!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(18.03.2000)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-22T12:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4585454/">
    <title>8 Uhr</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4585454/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Musik bis die Ohren abfallen&lt;br /&gt;
ein gutes Gefühl von Kopf bis Fuß&lt;br /&gt;
Mundharmonika&lt;br /&gt;
deine Lippen spüren&lt;br /&gt;
keinen Zentimeter Schlaf&lt;br /&gt;
ich tanze nackt&lt;br /&gt;
durch meine kleine Wohnung&lt;br /&gt;
ich bin der Junge&lt;br /&gt;
der ich immer war&lt;br /&gt;
der anschmiegsame Liebhaber&lt;br /&gt;
und der Trotzkopf&lt;br /&gt;
ich küsse meine Füße&lt;br /&gt;
ich rieche meine Haut&lt;br /&gt;
ich berühre meinen Po&lt;br /&gt;
warum bin ich glücklich?&lt;br /&gt;
drehe mich im Kreis&lt;br /&gt;
zur Musik&lt;br /&gt;
alleine&lt;br /&gt;
einsam&lt;br /&gt;
und doch aufgehoben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.12.2005 19:52 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-05T14:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4544779/">
    <title>tapezierkunst</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4544779/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
tapeten holste dir viele im leben&lt;br /&gt;
erst zuhause, dann in der penne&lt;br /&gt;
auf maloche und in manch fut&lt;br /&gt;
tapeten mußte mit ordentlich&lt;br /&gt;
kleister ankleben&lt;br /&gt;
den kriegste für umme mitgegeben&lt;br /&gt;
religion und vaterland&lt;br /&gt;
ideologie und scharfer verstand&lt;br /&gt;
babbt alles gut&lt;br /&gt;
(an deiner wand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tapeten holste dir noch viele im leben&lt;br /&gt;
in rente und im altenheim&lt;br /&gt;
auf dem op-tisch und vor deinem grab&lt;br /&gt;
doch bei der letzten&lt;br /&gt;
nützt aller kleister nichts&lt;br /&gt;
die fällt ab&lt;br /&gt;
tapeten hatteste viele im leben&lt;br /&gt;
doch jetzt hilft nicht&lt;br /&gt;
mal mehr beten&lt;br /&gt;
(dem herrn seis gegeben)
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-18T14:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4519979/">
    <title>die nacht als mich uschi mit einem geklauten fahrrad besuchte</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4519979/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
wie beseitige ich am besten eine leiche?&lt;br /&gt;
ich hatte sie in der badewanne abgelegt&lt;br /&gt;
aber dort kann ich sie nicht ewig&lt;br /&gt;
liegen lassen&lt;br /&gt;
durch den abfluß passt sie leider nicht&lt;br /&gt;
mitten in der nacht klopft&lt;br /&gt;
uschi an meine terrassentür&lt;br /&gt;
sie arbeitete für den fischerverein&lt;br /&gt;
auf der kerwe&lt;br /&gt;
und danach riecht sie&lt;br /&gt;
ob sie bei mir pennen könne&lt;br /&gt;
klar&lt;br /&gt;
kaum gesagt, hat sie sich ausgezogen&lt;br /&gt;
und bei mir ins bett gelegt&lt;br /&gt;
leckeres teil, denke ich&lt;br /&gt;
ich werfe ihr ein piece zu&lt;br /&gt;
ich hatte es ihr vor ein paar wochen&lt;br /&gt;
abgekauft&lt;br /&gt;
nun rauchen wir es zusammen&lt;br /&gt;
im bad ziehe ich den duschvorhang zu&lt;br /&gt;
schließlich will ich nicht, dass uschi&lt;br /&gt;
sich zu tode erschreckt&lt;br /&gt;
wenn sie pinkeln geht&lt;br /&gt;
wir liegen also rauchenderweise&lt;br /&gt;
im bett, und ich taste mich langsam vor&lt;br /&gt;
der abgesang der letzten dose bier&lt;br /&gt;
und uschi ist zu müde, um zu poppen&lt;br /&gt;
da hilft mir auch david bowie&lt;br /&gt;
auf dem plattenteller nicht weiter&lt;br /&gt;
die leiche in der badenwanne&lt;br /&gt;
werde ich bei tageslicht nicht fortschaffen&lt;br /&gt;
können&lt;br /&gt;
warum habe ich nur so ein gutes herz&lt;br /&gt;
und gewähre uschi asyl?&lt;br /&gt;
denke ich kurz vorm einschlafen&lt;br /&gt;
hast du gummis, fragt sie mich&lt;br /&gt;
immerhin&lt;br /&gt;
ich kriege meine morgenlatte noch unter&lt;br /&gt;
die nacht war kurz&lt;br /&gt;
uschi muß zu ihrem fischstand zurück&lt;br /&gt;
es ist 10 uhr&lt;br /&gt;
und schweinekalt&lt;br /&gt;
ich leihe ihr einen pullover&lt;br /&gt;
wo soll ich heute duschen?&lt;br /&gt;
die wanne ist besetzt&lt;br /&gt;
ich muß die leiche loswerden&lt;br /&gt;
wenigstens vergammelt sie bei der kälte&lt;br /&gt;
nicht&lt;br /&gt;
kein bier im kühlschrank&lt;br /&gt;
ich werde uschi auf der kerwe besuchen&lt;br /&gt;
was soll ich sonst mit&lt;br /&gt;
diesem tag anfangen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.10.2002 11:29 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-09T14:34:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4459223/">
    <title>am tag der deutschen einheit 2000</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4459223/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
rudi kletterte auf den strommast &lt;br /&gt;
bernd sprang von der autobahnbrücke &lt;br /&gt;
zinser starb an bauchspeicheldrüsenkrebs &lt;br /&gt;
tom erhängte sich in seiner kneipe &quot;kakadu&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich wichste zu nacktszenen im fernsehen &lt;br /&gt;
ich wichste zu den pornos meines älteren bruders &lt;br /&gt;
ich wichste aus dem gedächtnis &lt;br /&gt;
ich wichste zur lektüre von de sade &lt;br /&gt;
ich wichste zu den weekends meiner ex &lt;br /&gt;
ich wichste aber auch ganz allein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem gedächtnis &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn ichs recht betrachte, sind wir monster &lt;br /&gt;
eine frankensteinsche evolution brachte uns auf den weg &lt;br /&gt;
in den schoß der erde, in diese verfluchte burg &lt;br /&gt;
wir leben auf einem monsterplaneten und sind sterbens- &lt;br /&gt;
einsam, verurteilt zur unaufschiebbaren selbstzerstörung &lt;br /&gt;
denn die geschieht, wenn das monster seine rechte vor &lt;br /&gt;
dem frankensteinschem schöpfer einklagt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich wohne zur miete in einem zimmer mit terrasse &lt;br /&gt;
links von mir sitzen meine ex und ihr georg und husten &lt;br /&gt;
mir was, rechts von mir beäugt mich das narbengesicht &lt;br /&gt;
und vor der garage gegenüber repariert der einäugige &lt;br /&gt;
aus dem kellerloch stundenlang fahrräder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um so mehr ich trinke, desto ferner rücken die unter- &lt;br /&gt;
nehmungen des tages - heute dosenbier &lt;br /&gt;
hopfen macht müde und countrymusik dösig &lt;br /&gt;
ich mache noch eine dose auf, ich hab` schon lange &lt;br /&gt;
den tunnelblick, dabei fing alles gut an: geduscht und &lt;br /&gt;
rasiert und sogar gestaubsaugt und abgespült &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn ich pinkel, kriege ich nie alles raus &lt;br /&gt;
ein paar tropfen sickern in die hose, wenn ich ihn &lt;br /&gt;
schon lange eingepackt habe - ob ich heute noch mal die &lt;br /&gt;
kurve kratze? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der mund ist sicher die erstaunlichste öffnung des &lt;br /&gt;
menschen: er atmet ein, er atmet aus, er ißt, er küßt &lt;br /&gt;
er spuckt und kotzt, er leckt, er schmeckt, er hustet &lt;br /&gt;
krächzt, stöhnt, schreit, und er redet, redet, er trinkt &lt;br /&gt;
whiskey, er trinkt milch, er saugt an mutters brust, er &lt;br /&gt;
tönt den ersten schrei, er haucht den letzten atemzug &lt;br /&gt;
er lacht und schmunzelt, und er ist schmerzverzerrt &lt;br /&gt;
ich glaube, der mund ist was ganz besonderes &lt;br /&gt;
ich liebe seine roten lippen und seine zunge, die &lt;br /&gt;
als hätte sie ein eigenes leben, in seiner höhle &lt;br /&gt;
herumfummelt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich fühle mich leer, das wetter macht mal so - mal so &lt;br /&gt;
und ich sitze wie auf kohlen, der kleinste pickel &lt;br /&gt;
stört mich, lähmt mich, ich sitze geduckt an der &lt;br /&gt;
schreibmaschine, ich atme schwer, ich höre musik &lt;br /&gt;
ich verspüre appetit, ich fühle mich leer &lt;br /&gt;
- wie sonstwas &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(00)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-18T14:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4399685/">
    <title>der schmutz der jahre</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4399685/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
der herbst ist das fäkale. &lt;br /&gt;
der winter weisses klo. &lt;br /&gt;
der frühling bringt das &lt;br /&gt;
sakrale. &lt;br /&gt;
im sommer ist das leben &lt;br /&gt;
froh. &lt;br /&gt;
nun winken wir den lieben &lt;br /&gt;
in sechs jahren waren`s &lt;br /&gt;
sieben &lt;br /&gt;
hinterher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2006)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-31T10:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4348883/">
    <title>wie man ein herbstgedicht nicht schreibt</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4348883/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
herbst.&lt;br /&gt;
wieder mal scheisse.&lt;br /&gt;
das jahr wird bald enden.&lt;br /&gt;
wieder ein jahr. ich sehe es an den bäumen.&lt;br /&gt;
baumeln.&lt;br /&gt;
das sollte ein gag sein.&lt;br /&gt;
alles fällt mal ab.&lt;br /&gt;
rostige papiertüten im oktober&lt;br /&gt;
durch strassenschluchten segeln&lt;br /&gt;
an deren ende die aufpolierten&lt;br /&gt;
zähne der herbstmesse blinken.&lt;br /&gt;
schausteller&lt;br /&gt;
ficken&lt;br /&gt;
entfliehen finsteren blicken&lt;br /&gt;
aus dachmansarden&lt;br /&gt;
die stadt würgt heisse würstchen&lt;br /&gt;
in maronendampf&lt;br /&gt;
fette künstler sehen plötzlich erotisch aus.&lt;br /&gt;
und pfützen sind mehr als pfützen.&lt;br /&gt;
gleich steige ich in die strassenbahn&lt;br /&gt;
im technobeat der untergehenden sonne.&lt;br /&gt;
tschüss, ihr wichser,&lt;br /&gt;
es ist herbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.10.2006 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-14T15:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4295081/">
    <title>einer der letzten tage</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4295081/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
der sommer lag in den letzten zügen, spuckte noch ab &lt;br /&gt;
und zu einen warmen tag aus; und man besuchte das&lt;br /&gt;
schwimmbad, weil man urlaub hatte und nichts besseres&lt;br /&gt;
zu tun wusste. es war kein richtiger sommer und kein&lt;br /&gt;
richtiger urlaub gewesen. das ganze schien wie ein kampf&lt;br /&gt;
zwischen den 4 jahreszeiten, von denen sich keine ge-&lt;br /&gt;
schlagen geben wollte. sie stritten und balgten sich und&lt;br /&gt;
vernachlässigten ihre pflichten.&lt;br /&gt;
so kam es bei ihm zu einer verwirrung des geistes.&lt;br /&gt;
er wurde vor- und zurückgeworfen in geist und gefühl,&lt;br /&gt;
schwankte in seinem schaffen und träumte in den tag&lt;br /&gt;
hinein.&lt;br /&gt;
mit dem alljährlichen winzerfest verließ die warme jahres-&lt;br /&gt;
zeit stadt und land, und der herbst begann seine blassen&lt;br /&gt;
farben auf die wiesen und felder zu sprühen.&lt;br /&gt;
aber noch war es nicht so weit, und er lag an diesem&lt;br /&gt;
nachmittag auf der liegewiese des schwimmbads in einem&lt;br /&gt;
von bäumen und sträuchern begrenzten abteil. ameisen&lt;br /&gt;
kitzelten ihn an allen möglichen stellen, und er kratzte sich,&lt;br /&gt;
zuckte nervös. die wiese war noch voll von unzähligem&lt;br /&gt;
kleingetier, das krabbelte und schwirrte und juckte.&lt;br /&gt;
er konnte nicht stilliegen. das leben fraß an ihm.&lt;br /&gt;
er hörte die duschen und das gerede der anderen badegäste&lt;br /&gt;
und hörte einen hubschrauber und hörte ihn auch wieder &lt;br /&gt;
verschwinden. die geräusche wechselten sich ab.&lt;br /&gt;
er war unruhig und unzufrieden an jenem tag, und es war&lt;br /&gt;
möglich, dass es der sommer war, der seine letzten grüße&lt;br /&gt;
sandt; es war auch möglich, dass es die ameisen waren, &lt;br /&gt;
die ihn wie verrückt kitzelten. es gab eine menge dinge,&lt;br /&gt;
die ihn beunruhigten, eine menge fragen, die er beantworten&lt;br /&gt;
wollte. das war so ein tag, an dem er sich zwang nachzu-&lt;br /&gt;
denken, weil er das gefühl hatte, es wäre der letzte, und&lt;br /&gt;
alles wäre einmalig  und wenn nicht heute  wann dann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1984)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-26T09:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4281308/">
    <title>am strand</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4281308/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;

1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meine  begegnung mit dem wind ist angenehm&lt;br /&gt;
die topologie meines wesens gäbe mir&lt;br /&gt;
einsicht in die höhen und tiefen&lt;br /&gt;
das leben ist am schönsten, wenn&lt;br /&gt;
es an mir vorbeifliegt&lt;br /&gt;
das leben muß mich tragen&lt;br /&gt;
nicht ich das leben&lt;br /&gt;
verantwortung verduftet im rausch&lt;br /&gt;
einen rülpser gebe ich darauf&lt;br /&gt;
eure zerknitterten gesichter sind&lt;br /&gt;
arm&lt;br /&gt;
und eure köpfe sind voller&lt;br /&gt;
binsenweisheiten&lt;br /&gt;
arme, vergessenswerte menschen&lt;br /&gt;
es weht euch davon in alle richtungen&lt;br /&gt;
ahh, humor hüpft durch die wälder&lt;br /&gt;
und lacht irre&lt;br /&gt;
narretei ...&lt;br /&gt;
ich nage fetzen von meinen lippen&lt;br /&gt;
woher kommt die helligkeit?&lt;br /&gt;
soll sie doch ohne mich sein&lt;br /&gt;
was schaut mich das dürre geäst&lt;br /&gt;
so gleichmütig an?&lt;br /&gt;
gleichmut ist höchste tugend allen seins&lt;br /&gt;
was machen schon die kleinen unebenheiten&lt;br /&gt;
die die irrungen meines bewußtseins ausmachen (?)&lt;br /&gt;
in der alles vermengenden natur&lt;br /&gt;
in den unfassbaren zeiträumen&lt;br /&gt;
der vergleich unter den größen&lt;br /&gt;
vernichtet jede unebenheit&lt;br /&gt;
allein in meinem kopf behält sich alles&lt;br /&gt;
wirr und seltsam&lt;br /&gt;
ahh, schmerz quält meine seele&lt;br /&gt;
bei der schieren unmöglichkeit &lt;br /&gt;
das leben zu zählen&lt;br /&gt;
und so bleibt der verstand nur ausdruck&lt;br /&gt;
einer sache&lt;br /&gt;
unerreichbar&lt;br /&gt;
unsere wirklichkeit: schauer kristallisierter&lt;br /&gt;
gefühle&lt;br /&gt;
nur lebendig, weil wir empfinden&lt;br /&gt;
was hätte das etwas für ein dasein ohne&lt;br /&gt;
unsere besichtigung?&lt;br /&gt;
die winde toben und verwischen den sinn&lt;br /&gt;
ich höre stattdessen melodien&lt;br /&gt;
ohne verstand  der einzige raum&lt;br /&gt;
ist in mir, und der ist ein verdammtes&lt;br /&gt;
nadelöhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich sehne mich nach ausbruch&lt;br /&gt;
nach fremden gesichtern und&lt;br /&gt;
landschaften&lt;br /&gt;
die sehnsucht nach dem abenteuerlichen&lt;br /&gt;
allein-sein &lt;br /&gt;
mein herz schlägt befreit, und ich&lt;br /&gt;
bin glücklich allein&lt;br /&gt;
die fühler in sehnsucht ausgestreckt&lt;br /&gt;
nach leben&lt;br /&gt;
eine flasche rotwein verklärt den geist&lt;br /&gt;
die dämmerung verwischt die konturen&lt;br /&gt;
vor meinen augen&lt;br /&gt;
ich träume leidenschaftliche träume&lt;br /&gt;
das herz, das schlägt&lt;br /&gt;
ist ein seelenkörper&lt;br /&gt;
allein in der fremde entkleide ich mich&lt;br /&gt;
und stehe nackt mit augennasser melancholie&lt;br /&gt;
und tauche ein in selbstumarmung&lt;br /&gt;
abendrot über der meeresbrandung&lt;br /&gt;
eine grasbewachsene düne vorm strand&lt;br /&gt;
ein nackter mensch nach dem salzigen bad&lt;br /&gt;
im sand&lt;br /&gt;
eine flasche roten nippend&lt;br /&gt;
den blick verklärt auf das naturereignis geheftet&lt;br /&gt;
und die menschen, die auf der düne&lt;br /&gt;
promenieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die welt ist so laut und hell&lt;br /&gt;
ich verschwinde in meiner bude&lt;br /&gt;
lasse die rolläden herunter&lt;br /&gt;
mein taunasser blick heftet sich an eine liebesgeschichte&lt;br /&gt;
eine ganze fernsehsendung lang&lt;br /&gt;
mein herz weicht auf&lt;br /&gt;
sonst starr im sumpf der wirklichkeit&lt;br /&gt;
zwei tränen brechen aus&lt;br /&gt;
in der abgeschlossenheit meines zimmers&lt;br /&gt;
das bier läuft mir den mundwinkel herunter&lt;br /&gt;
das draußen holt mich zurück ins&lt;br /&gt;
ich-weiß-auch-nicht&lt;br /&gt;
keinen augenblick ist mir bewusst, was das soll&lt;br /&gt;
reißende, zerrende rockmusik&lt;br /&gt;
mein herz springt zum rhythmus&lt;br /&gt;
ich bin kein mensch mehr!&lt;br /&gt;
kein draußen, kein wirkliches dasein&lt;br /&gt;
und keine worte mehr
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-21T14:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4238660/">
    <title>Meinem Vater</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4238660/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ich hätte meinen Vater gerne als jungen Mann erlebt&lt;br /&gt;
er erzählt nicht viel von sich&lt;br /&gt;
aber einige Prinzipien wiederholt er ständig &lt;br /&gt;
alles muss seine Ordnung haben&lt;br /&gt;
vor anderen sollte man nie schlecht dastehen&lt;br /&gt;
er hatte immer einen Fünfzigmarkschein&lt;br /&gt;
im Geldbeutel&lt;br /&gt;
nicht um ihn auszugeben, sondern&lt;br /&gt;
um ihn dabei zu haben&lt;br /&gt;
mein Vater wuchs in Pommern auf&lt;br /&gt;
es müssen ziemlich raue Sitten gewesen sein&lt;br /&gt;
auf den Höfen&lt;br /&gt;
dann die Flucht vor den Russen&lt;br /&gt;
bevor er meine Mutter traf&lt;br /&gt;
entdeckte er seine Liebe zu den Traktoren&lt;br /&gt;
er arbeitete sich zum Kfz-Meister hoch&lt;br /&gt;
ich erlebte ihn als einen Mann, der&lt;br /&gt;
strikt nach seinen Prinzipien lebt&lt;br /&gt;
wenn ich ihm heute begegne&lt;br /&gt;
bewundere ich seine Geradlinigkeit bis ins Alter&lt;br /&gt;
sein Jähzorn verrauchte, und ich höre&lt;br /&gt;
ein gutes Stück Weisheit, wenn &lt;br /&gt;
er wieder von seinen Prinzipien anfängt&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
es darf nur nicht überhand nehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2004)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-07T08:41:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4222060/">
    <title>tja</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4222060/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
der leere kühlschrank wird mich aus&lt;br /&gt;
dem haus treiben&lt;br /&gt;
inzwischen halte ich mich mit kaffee warm&lt;br /&gt;
aber das kann`s auf dauer nicht sein&lt;br /&gt;
armin rief mich an: jetzt habe ich sogar ein&lt;br /&gt;
richtiges motiv, das haus zu verlassen&lt;br /&gt;
wir wollen über den rummel spazieren&lt;br /&gt;
er erzählte mir, dass in der nacht, als&lt;br /&gt;
ich bei hildegard in mannheim übernachtete&lt;br /&gt;
ein unwetter wütete&lt;br /&gt;
im fernsehen berichteten sie darüber&lt;br /&gt;
muß schlimm gewesen sein&lt;br /&gt;
komisch, dass ich nichts davon mitkriegte&lt;br /&gt;
irgendwas ekelhaftes schwamm in meinem&lt;br /&gt;
kaffee&lt;br /&gt;
etwas qualliges, das schlieren nach sich zieht&lt;br /&gt;
ich fingere es aus meinem mund&lt;br /&gt;
und schmeiße es angewidert ins waschbecken&lt;br /&gt;
schätze, es wird wirklich zeit&lt;br /&gt;
dass ich aufbreche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.08.2002 02:26 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-02T15:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4219565/">
    <title>tal der zukunft</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4219565/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&quot;die sprache ist der schritt aus dem nichts in das etwas&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;das leben&lt;/i&gt; ist wie ein lavastrom, der zäh ins tal fließt&lt;br /&gt;
heiß und leuchtend öffnet er sein maul der jungen&lt;br /&gt;
immergrünen zukunft&lt;br /&gt;
die er verschlingt und in seinen eingeweiden zu stein gießt&lt;br /&gt;
so ebbt er ins tal und wird breiter und breiter&lt;br /&gt;
spricht nunmehr  mit tausend  zungen&lt;br /&gt;
tausendköpfige hydra aus dem innern des kosmos&lt;br /&gt;
gespien&lt;br /&gt;
erkaltet im tal der zukunft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
herr miller sagte: kunst ist lieben&lt;br /&gt;
in mir entsteht das bild: kunst ist blühen&lt;br /&gt;
kunstwerke sind mannigfaltig wie blüten&lt;br /&gt;
in gestalt und aura&lt;br /&gt;
(geruch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;das herz&lt;/i&gt; des waldes liegt da, wo kein mensch seine&lt;br /&gt;
spur hinterließ&lt;br /&gt;
ich suche das herz des waldes, um trost zu finden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das gesicht eines menschen ist der umschlag&lt;br /&gt;
eines buches, in dem ich blättern kann&lt;br /&gt;
wenn ich mir mühe gebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alles fließt zu tal&lt;br /&gt;
um auf unterschiedliche weise in den himmel&lt;br /&gt;
zu kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;die zeit&lt;/i&gt; ist ein lebewesen, dessen verschiedene organe&lt;br /&gt;
wir bilden &lt;br /&gt;
natur, geschöpfe, planeten, sonnen, materie und kräfte ...&lt;br /&gt;
ihr körper, ihre haut werden vom maßlosen raum gestaltet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der mensch  kann alles wissen&lt;br /&gt;
wenn er sich von seinen wünschen distanziert&lt;br /&gt;
alltägliches leben ist wunschbeladen&lt;br /&gt;
bewußtheit bedeutet wunschloses sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den maßlosen raum wiederum&lt;br /&gt;
gestalten wir&lt;br /&gt;
so fließen wir gemeinsam in das tal der zukunft&lt;br /&gt;
und erkennen uns als teile eines organismus&lt;br /&gt;
der durch uns lebt und&lt;br /&gt;
durch den wir leben&lt;br /&gt;
dürfen&lt;br /&gt;
- die zeit, der lavastrom, die weltschlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was ich dabei sehe&lt;br /&gt;
ist die herzensgroße sehnsucht des menschen&lt;br /&gt;
nach liebe&lt;br /&gt;
so groß, dass wenn sie sich nicht erfüllt&lt;br /&gt;
manche seele zur bestie verwandelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die psychologie  erklärt uns nicht selbst&lt;br /&gt;
sie erklärt immer die anderen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;frieden&lt;/i&gt; mit sich &lt;br /&gt;
zu haben, ist die beste gesundheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kunst  ist ausdruck des bemühens&lt;br /&gt;
das buch der welt bis ans ende zu lesen und&lt;br /&gt;
zu interpretieren&lt;br /&gt;
weltoffenheit kann erlernt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das überschreiten einer grenze&lt;br /&gt;
ist meist nur formsache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;homo sapiens sapiens&lt;/i&gt; im jahre 2000&lt;br /&gt;
steht am rande der selbstvernichtung, wobei er&lt;br /&gt;
wenn gott will&lt;br /&gt;
die größte chance einer friedlichen selbstverwirklichung &lt;br /&gt;
auf der erde hand in hand - alle kulturen, religionen,  nationen, völker und rassen - entfalten könnte&lt;br /&gt;
eine vision, die allen geistern platz bieten würde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
okay, ich träume von dieser möglichkeit in meinem kurzen&lt;br /&gt;
menschenleben, weil ich in frieden mit mir&lt;br /&gt;
sterben will&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
egoist, weil ich glaube&lt;br /&gt;
hier etwas von mir konservieren zu können&lt;br /&gt;
vielleicht macht meine einsamkeit einen sinn, wenn&lt;br /&gt;
sie in der zukunft einen fruchtbaren boden hergibt&lt;br /&gt;
13 uhr 13&lt;br /&gt;
die zukunft ist ein endloser abgrund&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;dann ist kunst&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
kommunikation mit dem medium. der bildhauer spricht mit dem stein. der maler spricht mit den farben und gestalten auf der leinwand. der musiker spricht mit den tönen. der dichter&lt;br /&gt;
spricht mit der sprache und seinen gedanken.&lt;br /&gt;
ich meine nicht die kunst als mittel zur kommunikation&lt;br /&gt;
wie etwa das telefon oder das internet, durch das wir mit einem&lt;br /&gt;
2. menschen sprechen.&lt;br /&gt;
der tätige künstler beginnt ein gespräch mit den mitteln&lt;br /&gt;
seiner kunst. das werkzeug, mit welchem er gestaltet setzt&lt;br /&gt;
ein zeichen für die gewählte distanz. das werkzeug übernimmt&lt;br /&gt;
in dieser metapher den stellenwert der kommunikationsmittel&lt;br /&gt;
wie telefon oder internet, während das kunstwerk des künstlers&lt;br /&gt;
zum gesprächspartner wird.&lt;br /&gt;
die innerlichkeit des künstlers fließt zur innerlichkeit des objekts&lt;br /&gt;
und von diesem zurück zum künstler, der diese erfahrung nach&lt;br /&gt;
einer idee abstrahiert.&lt;br /&gt;
die idee liegt oft außerhalb  als modell, landschaft oder intellektuellem&lt;br /&gt;
konstrukt, so dass die kommunikation nicht allein vis a vis zum kunstwerk stattfindet, sondern auch den dritten pfeiler der idee miteinbezieht. künstler, idee und kunstwerk bilden zusammen ein 3-gestirn an kreativität, erkenntnismöglichkeit und plattform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manche dinge  sind wie traumbilder, die auftauchen&lt;br /&gt;
und wieder verschwinden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich wundere mich, dass ich nicht verrückt werde&lt;br /&gt;
weil ich jeden tag in mir stecke&lt;br /&gt;
ein ganzes leben aus meinen 2 augenspalten&lt;br /&gt;
betrachtet&lt;br /&gt;
wie ein gefrorener traum aus myriaden&lt;br /&gt;
eiskristallen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
du kannst nicht  in den abgrund blicken&lt;br /&gt;
wenn du dir gedanken machst, wie&lt;br /&gt;
du herunterstürzen würdest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was ist, wenn wir eines tages entdecken&lt;br /&gt;
dass das weltall auf geheimnisvolle weise mit nadel&lt;br /&gt;
und faden zusammengenäht ist&lt;br /&gt;
nadel und faden&lt;br /&gt;
der mensch im nadelör&lt;br /&gt;
die ganze welt im nadelör&lt;br /&gt;
alles verbunden, alles vernäht&lt;br /&gt;
der schneidermeister, ein stoff , eine schere&lt;br /&gt;
nadel und faden&lt;br /&gt;
so sitzt er da im schneidersitz&lt;br /&gt;
arbeitet im diffusen licht einer ölfunzel&lt;br /&gt;
und er macht es passend&lt;br /&gt;
für kirche, wissenschaft, passend für&lt;br /&gt;
jeglichen spirit&lt;br /&gt;
beleibt oder hager, groß oder klein, jung oder&lt;br /&gt;
alt&lt;br /&gt;
aus stoff in den schönsten farben, weich wie samt&lt;br /&gt;
unbezahlbar&lt;br /&gt;
der meister flickt auch die löcher, die wir&lt;br /&gt;
menschen achtlos hineinreißen&lt;br /&gt;
er dient seiner kunst, ohne fragen zu stellen&lt;br /&gt;
er näht und näht mit&lt;br /&gt;
nadel und faden&lt;br /&gt;
mit endloser geduld  und zerstochenen fingern&lt;br /&gt;
in seinem kämmerlein, dem schönsten ort&lt;br /&gt;
den er sich vorstellen kann&lt;br /&gt;
wir menschen leben durch die gnade seiner&lt;br /&gt;
kunst&lt;br /&gt;
wir sind undankbare gesellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;das altern&lt;/i&gt;  ist ein fluch und&lt;br /&gt;
voraussehbar wie die planetenbahnen&lt;br /&gt;
ich sehe mich&lt;br /&gt;
imselbensesselalsergrautergreissitzen&lt;br /&gt;
der pott ist voll, sagt der fischer&lt;br /&gt;
und steuert zur küste, und als er &lt;br /&gt;
zuhause ankommt, sagt er:&lt;br /&gt;
ich war ein lebenlang fischen&lt;br /&gt;
war dein fang gut? wird er gefragt&lt;br /&gt;
so gut wie jeder andere, wird er&lt;br /&gt;
antworten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist es nur eine schöne vorstellung&lt;br /&gt;
dass die gesamte welt beseelt ist?&lt;br /&gt;
andersherum: wenn ich an eine mir eigene seele&lt;br /&gt;
glaube, warum sollte nicht jedes etwas um mich&lt;br /&gt;
herum ebenso eine seele haben?&lt;br /&gt;
was bedeutet eigentlich seele?&lt;br /&gt;
ist sie nicht wie ein innenkörper, der aus einer&lt;br /&gt;
jeglichen sache spricht und ihre identität ausmacht ...&lt;br /&gt;
wenn ich mich ausdauernd einer sache widme&lt;br /&gt;
wird die sache selbst mir ihre seele zuwenden&lt;br /&gt;
gegenüber menschen und tieren scheint uns das&lt;br /&gt;
selbstverständlich, weil sie uns nahe  und selbst-&lt;br /&gt;
gewählte weggefährten sind&lt;br /&gt;
wie aber, ich wäre in eine landschaft verbannt, deren&lt;br /&gt;
gestalt in der hauptsache felsen, gebirgszüge, spär-&lt;br /&gt;
liche vegetation und tierwelt ausmachen?&lt;br /&gt;
außerdem: keine menschenseele weit und breit, keine&lt;br /&gt;
spuren menschlicher zivilisation ...&lt;br /&gt;
ich werde mich nicht eben technokratisch einrichten&lt;br /&gt;
weil mir die mittel fehlen, ich werde mich ausdauernd&lt;br /&gt;
mit meiner umwelt beschäftigen müssen, um zu über-&lt;br /&gt;
leben&lt;br /&gt;
bis sie mir heimat geworden ist&lt;br /&gt;
bis ich ihre seele erkenne&lt;br /&gt;
so dass die dinge, die mich umgeben, intensiv mit mir&lt;br /&gt;
in verbindung treten&lt;br /&gt;
wir erzählen einander geschichten auf endlosen wegen&lt;br /&gt;
berge und felsen, schluchten, täler, wasserläufe, seen&lt;br /&gt;
baumgruppen, die tiere am boden und in den lüften&lt;br /&gt;
beeren und wurzeln, der sand der wüste, die savanne&lt;br /&gt;
die wolken am himmel, wind und regen, der lauf der&lt;br /&gt;
sonne bei tag, mond und gestirne bei nacht&lt;br /&gt;
ich muß meine wegbegleiter verstehen lernen&lt;br /&gt;
um zu überleben&lt;br /&gt;
der technokratische mensch lebt vor allem  mit und&lt;br /&gt;
durch die geschöpfe seines verstands&lt;br /&gt;
da sind: maschinen und computer, künstliches licht&lt;br /&gt;
bei nacht, betonierte pfade, schilder, die den weg kenn-&lt;br /&gt;
zeichnen&lt;br /&gt;
hütten und bauten, die ihn vor dem wetter schützen&lt;br /&gt;
vollgestopft mit technischem komfort&lt;br /&gt;
fabriken, die scheinbar nahrung und gebrauchsgegen-&lt;br /&gt;
stände ohne ende liefern&lt;br /&gt;
kraftwerke, die energie in das netz einspeisen bis zur&lt;br /&gt;
steckdose daheim  ganz selbstverständlich&lt;br /&gt;
und unmengen von maschinen und apparaten:&lt;br /&gt;
reinigungsmaschinen, elektrische feuerstellen, musik-&lt;br /&gt;
automaten, kommunikationsapparate&lt;br /&gt;
vor dem haus die ultimative fortbewegungsmaschine:&lt;br /&gt;
das auto, noch mehr autos, züge, flugmaschinen&lt;br /&gt;
schiffe und u-bahnen&lt;br /&gt;
ganz zu schweigen von den kriegsmaschinen und&lt;br /&gt;
monströsen waffensystemen&lt;br /&gt;
der mensch flitzt auf den ihm vorbereiteten wegen&lt;br /&gt;
in seine vorbereitete zukunft:&lt;br /&gt;
der mensch hinter der schulbank, der mensch am&lt;br /&gt;
arbeitsplatz, der mensch in seiner freizeit, der mensch&lt;br /&gt;
im konsum, der mensch im berufsverkehr&lt;br /&gt;
auf der federkernmatratze&lt;br /&gt;
der mensch auf sight-seeing, der mensch beim kultur-&lt;br /&gt;
genuß, im spielcasino, in der badeanstalt, im freizeitpark&lt;br /&gt;
in der fußgängerzone, im kaufhaus, im schnellrestaurant&lt;br /&gt;
der mensch am bildschirm&lt;br /&gt;
der mensch glotzt in künstliche welten, der mensch schafft&lt;br /&gt;
neue welten in 3d und ganz nach seinem geschmack&lt;br /&gt;
nach seinen bedürfnissen  die erde als riesiger menschen-&lt;br /&gt;
park ...&lt;br /&gt;
ich muß meine natürlichen begleiter kennenlernen, dann&lt;br /&gt;
erzählen sie mir ihre eigenen, wunderbaren geschichten&lt;br /&gt;
die umwelt des technokratischen menschen dagegen&lt;br /&gt;
erzählt ihm nur von seiner abhängigkeit von den maschinen&lt;br /&gt;
welche sich im 20. jahrhundert explosionsartig verdichtete&lt;br /&gt;
die seele des technokratischen menschen und die seele der&lt;br /&gt;
maschine rücken immer näher zusammen&lt;br /&gt;
ich bin ein hybrid, ein mischwesen: während archaische erinner-&lt;br /&gt;
ungen von einer beseelten, ursprünglichen natur an mir nagen&lt;br /&gt;
lebe ich beschützt und behütet auf der seite des maschinenparks&lt;br /&gt;
ich empfinde die maschine wie einen makroskopischen virus&lt;br /&gt;
zwar zum segen der menschheit ausgedacht&lt;br /&gt;
zerstört diese combiose aus mensch und maschine in entwick-&lt;br /&gt;
lungsgeschichtlich gesehen atemberaubendem tempo die uns&lt;br /&gt;
umgebende biosphäre&lt;br /&gt;
möglicherweise deutet sich damit ein fulminanter evolutionsschritt&lt;br /&gt;
an: maschinen, roboter und computer werden sich bald eigen-&lt;br /&gt;
ständig weiterentwickeln und die biologische evolution auf der&lt;br /&gt;
erde ablösen, an deren scheitelpunkt heute der mensch steht&lt;br /&gt;
( eine vision unter vielen, erdacht im studierzimmer, von dicken&lt;br /&gt;
mauern umgeben, in zentralbeheiztem raum, immergrüne&lt;br /&gt;
zimmerpflanzen auf der fensterbank und büchern auf den&lt;br /&gt;
regalen, die nicht vergilben  an einem herbsttag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir tanzen durchs leben&lt;br /&gt;
mit wechselnden partnern&lt;br /&gt;
wir tanzen mit molekülen, mit religionen&lt;br /&gt;
wir tanzen mitten durch&lt;br /&gt;
krankheit und erfolg&lt;br /&gt;
wir tanzen durch atomwaffenfreie&lt;br /&gt;
zonen, wir tanzen auf stühlen&lt;br /&gt;
und am rande des vulkans&lt;br /&gt;
wir tanzen mit der dna&lt;br /&gt;
die dna tanzt mit uns&lt;br /&gt;
wir tanzen mit wechselnden &lt;br /&gt;
partnern durchs leben&lt;br /&gt;
wir tanzen zur äthermusik&lt;br /&gt;
wir tanzen wie verrückt&lt;br /&gt;
durch dünn und dick&lt;br /&gt;
und liegen wir tot da&lt;br /&gt;
die erde tanzt weiter, der&lt;br /&gt;
holzwurm tanzt&lt;br /&gt;
es tanzt die dna&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die menschen leben im mühlental&lt;br /&gt;
mühlen, die zerkleinern&lt;br /&gt;
mühlen, die speichern&lt;br /&gt;
mühlen, die uns fortbringen&lt;br /&gt;
mühlen, die töten und mühlen&lt;br /&gt;
die konservieren&lt;br /&gt;
tausende und abertausende mühlen&lt;br /&gt;
für das grobe und das feine&lt;br /&gt;
ineinandergeschachtelt&lt;br /&gt;
mühlen für sprache und geist&lt;br /&gt;
mühlen für gefühle&lt;br /&gt;
mühlen für das gebet&lt;br /&gt;
mühlen, wo ich hinschaue&lt;br /&gt;
wir leben im mühlental&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zeit ist wie zählen&lt;br /&gt;
es kommt immer genau&lt;br /&gt;
1 hinzu&lt;br /&gt;
bis zu größeren zahlenwerten&lt;br /&gt;
ein kreativer prozeß&lt;br /&gt;
eine neue zeit  eine neue zahl&lt;br /&gt;
eine primzahl&lt;br /&gt;
wie ein hinzugekommenes, unteil-&lt;br /&gt;
bares teilchen&lt;br /&gt;
ein quant&lt;br /&gt;
die gestalten des uns bekannten&lt;br /&gt;
lebens manifestieren sich in&lt;br /&gt;
unheimlich&lt;br /&gt;
großen zahlen&lt;br /&gt;
der schöpfungsakt bedeutet das&lt;br /&gt;
zählen&lt;br /&gt;
im zahlenraum, der&lt;br /&gt;
wächst und wächst  und wächst&lt;br /&gt;
bis er durch seine schwerkraft kollabiert&lt;br /&gt;
dann&lt;br /&gt;
an der größten zahl angekommen&lt;br /&gt;
wird rückwärts gezählt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die vorstellung, dass die welt hinter dem&lt;br /&gt;
spiegel&lt;br /&gt;
dem betrachter, dem selbstbetrachter immer&lt;br /&gt;
fremder wird, bis er eines tages&lt;br /&gt;
erschreckt feststellen wird&lt;br /&gt;
dass das spiegelbild ein eigenes leben führt&lt;br /&gt;
sich also von der wirklichkeit vor dem spiegel&lt;br /&gt;
von meiner identität getrennt hat&lt;br /&gt;
von nun an&lt;br /&gt;
führe ich lange gespräche mit dem fremden&lt;br /&gt;
hinter der spiegelwand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der dicke junge  dachte:&lt;br /&gt;
kommt die außenwelt nicht zu mir, komme&lt;br /&gt;
ich zur außenwelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;die ewige frage&lt;/i&gt;:  warum ich?&lt;br /&gt;
da redet der mensch über seinen nahenden tod&lt;br /&gt;
und wie er am besten mit dem leben umgeht&lt;br /&gt;
das ihm bleibt&lt;br /&gt;
ich beobachte schon lange, wie die anderen&lt;br /&gt;
zur letzten ruhe gebettet werden&lt;br /&gt;
zum teufel damit!&lt;br /&gt;
dass manche vorgeben, sich an diesen&lt;br /&gt;
gedanken gewöhnt zu haben&lt;br /&gt;
c`est la vie&lt;br /&gt;
sie starben auf der straße&lt;br /&gt;
in gletscherspalten, in kriegen&lt;br /&gt;
in krankenhäusern, altenheimen&lt;br /&gt;
zuhause oder auf safari&lt;br /&gt;
ich weiß, das klingt nach einem spiel, das&lt;br /&gt;
durchhalten heißt&lt;br /&gt;
die lebensspanne  ein steinwurf&lt;br /&gt;
hoffentlich pralle ich nicht schon vorher an&lt;br /&gt;
ein hindernis und&lt;br /&gt;
falle ab&lt;br /&gt;
etwa wie eine reife pflaume&lt;br /&gt;
vom baume&lt;br /&gt;
noch kann ich die anderen sterben sehen&lt;br /&gt;
gestern sprachen sie über training, strategien&lt;br /&gt;
selbstbeherrschung in sachen lebensführung&lt;br /&gt;
heute&lt;br /&gt;
rede ich vom tod&lt;br /&gt;
der jeden irgendwann von der straße holt&lt;br /&gt;
wie ein kinderfänger im vorbeigehen&lt;br /&gt;
mich am kragen packen wird&lt;br /&gt;
und einsackt&lt;br /&gt;
oder der tod ruft mich schon lange vorher&lt;br /&gt;
eine mutter, die ihren verlorenen sohn&lt;br /&gt;
heimsucht&lt;br /&gt;
und ihre knöchernen arme umschließen mich&lt;br /&gt;
unendlich sanft, während ich &lt;br /&gt;
noch lebe&lt;br /&gt;
hallo sohn, sagt sie&lt;br /&gt;
und ich fühle mich wieder&lt;br /&gt;
so winzig wie ehemals, als ich&lt;br /&gt;
meiner mutter im leibe saß&lt;br /&gt;
ein steinwurf  in die höhe geschleudert&lt;br /&gt;
der tod ist die schwerkraft, die das leben zurück&lt;br /&gt;
zur erde lenkt&lt;br /&gt;
(heute lebe ich, noch mag ich mir die frage stellen&lt;br /&gt;
warum ich?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was soll ich euch sagen, was nicht schon&lt;br /&gt;
gesagt wurde?&lt;br /&gt;
gehörte ich zu den alten philosophen, wären meine&lt;br /&gt;
sprüche wenigstens über jeden zweifel erhaben&lt;br /&gt;
und der barkeeper grinste und sagte:&lt;br /&gt;
und kitzelt mich keiner, kitzel ich mich selbst&lt;br /&gt;
noch ein bier, sagte ich &lt;br /&gt;
und das ist auch nichts neues&lt;br /&gt;
was soll ich euch sagen, was nicht schon&lt;br /&gt;
gesagt wurde?&lt;br /&gt;
auch das wetter kennt ihr schon&lt;br /&gt;
und im fernsehen saht ihr den flug zum mond&lt;br /&gt;
und vergesst nicht um 8uhr die tagesschau plus&lt;br /&gt;
wetterbericht&lt;br /&gt;
der barkeeper sprach so leise, dass ich ihn nicht&lt;br /&gt;
verstand&lt;br /&gt;
er zuckte mit der schulter und bewegte sich hinter&lt;br /&gt;
der bar so bedächtig und langsam wie ein&lt;br /&gt;
chinesischer schattenboxer&lt;br /&gt;
danke, sagte ich, als er mir das neue bier&lt;br /&gt;
auf den deckel rückte&lt;br /&gt;
derweil wäscht mir meine mutter die wäsche&lt;br /&gt;
und ich bedanke mich, und das ist nichts&lt;br /&gt;
neues&lt;br /&gt;
was soll ich euch sagen, was nicht schon&lt;br /&gt;
gesagt wurde?&lt;br /&gt;
später am tag kehrte ich in der bahnhofskneipe &lt;br /&gt;
ein, bei ilse&lt;br /&gt;
ein bediensteter der deutschen bahn saß neben&lt;br /&gt;
mir und beobachtete eine gruppe von trinkern&lt;br /&gt;
an einem der tische, und er sagte zu ilse:&lt;br /&gt;
die faulen von innen heraus&lt;br /&gt;
daraufhin mischte ich mich ein  leider weiß ich&lt;br /&gt;
nicht mehr viel von diesem gespräch&lt;br /&gt;
irgendwann erzählte ich ilse, dass ich zorro&lt;br /&gt;
im kino gesehen hatte&lt;br /&gt;
mir war klar, dass ich nun gehen musste, um&lt;br /&gt;
den bus zu kriegen, der nur stündlich fuhr&lt;br /&gt;
was soll ich euch sagen, was nicht&lt;br /&gt;
schon gesagt wurde?&lt;br /&gt;
ich trage den wäschekorb vom&lt;br /&gt;
kofferraum des autos meiner mutter&lt;br /&gt;
in meine bude und höre, wie sie wegfährt&lt;br /&gt;
das war höchste zeit, denke ich und greife&lt;br /&gt;
mir ein bier aus dem kühlschrank&lt;br /&gt;
was soll ich euch sagen? &lt;br /&gt;
wer wäscht eigentlich zorros kostüm?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
während ich tausend tage im selben trott&lt;br /&gt;
lebe, kommt ein tag&lt;br /&gt;
ein tag&lt;br /&gt;
eine schleierhafte erkenntnis&lt;br /&gt;
wie das langsame legen von nebel&lt;br /&gt;
wie der reif über jeglichem an &lt;br /&gt;
einem wintermorgen&lt;br /&gt;
ein tag&lt;br /&gt;
ein tag, an dem es den anschein hat&lt;br /&gt;
du würdest noch einmal geboren&lt;br /&gt;
wie ein zufälliges geschenk des lebens&lt;br /&gt;
wie wenn eine gar zu alte haut von &lt;br /&gt;
dir abfällt&lt;br /&gt;
ein tag&lt;br /&gt;
ein tag,  und ich gehe weitere tausend tage&lt;br /&gt;
im selben trott&lt;br /&gt;
ich fühle mich lebendig gefangen, sehe&lt;br /&gt;
keine zukunft &lt;br /&gt;
wie wenn ich alleine auf einen see heraus-&lt;br /&gt;
schwimme&lt;br /&gt;
wie  nichts als spiegelglattes wasser&lt;br /&gt;
wie ein endloser tag ohne nacht&lt;br /&gt;
ein tag&lt;br /&gt;
ein tag, ich singe ihn herbei&lt;br /&gt;
ich träume vom ersten schnee, der fällt&lt;br /&gt;
und entdecke meine fußabdrücke&lt;br /&gt;
(ich glaube an die oasen in der zeitwüste&lt;br /&gt;
kaum erinnere ich mich an die letzte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;der gerontogiurg&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich sah ihn zum erstenmal in der gruppe von neuen, die ins altenheim einziehen sollten. er hatte einen runden, dicken bauch. der hellblaue, schmuddelige pulli rutschte ihm hoch und zeigte den monströsen, haarigen wanst. darunter standen die kurzen beine und die großen, nackten füße, die in ausgelatschten sandalen steckten.&lt;br /&gt;
der gerontogiurg, so nenne ich ihn, lief nicht oder schlurfte einfach vor sich hin, nein, er fiel zwischendurch um, rollte wie ein mops, tat unerwartet einen satz in die höhe, um nach diesen kapriolen in seinem geschlurfe fortzufahren, wobei er auch einige schritte zurückstolperte und seine schlappen verlor. seine runde gestalt kullert förmlich durch die gegend, unwillkürlich wie eine flipperkugel. als ich ihm einmal auf  die beine helfen wollte, stieß er mich weg, und ich spürte die große kraft dieser obskuren kreatur. stumm vollzog der gerontogiurg seine bizarre vorstellung wie ein trauriger clown in einer unsichtbaren manege. sein kopf saß wie eine melone auf dem rumpf. augen, nase und mund erschienen auf den ersten blick wie aufgezeichnet und ohne rechten ausdruck. doch der gerontogiurg vermochte unglaubliche fratzen zu ziehen. er pumpte sein gesicht auf, bis die haut pergamentdünn und durchscheinend war. darunter erkannte&lt;br /&gt;
ich mit einem gruseln die knöcherne form seines schädels, als läge dieser in einer qualligen, farblosen riesenblase. diesen so entstandenen ballon nutzte er auf geheimnisvolle weise wie eine bildröhre. alle möglichen fremden gesichter spiegelten sich plötzlich auf diesem kugeligen bildschirm.&lt;br /&gt;
intuitiv klatschte ich beifall, und auch die umstehenden klatschten total verblüfft in die hände. auch unsere eigenen, mal von erschrecken, mal von erstaunen, gezeichneten visagen wurden vorgeführt. wir waren allesamt fassungslos. welchem unglaublichen schauspiel wohnten wir hier bei?&lt;br /&gt;
der gerontogiurg brach seine stumme vorstellung so schnell ab, wie er sie begonnen hatte. sein kopf schrumpfte auf die normalmaße, und seine knopfaugen funkelten mich lustig an. spontan schloß er mich in seine arme, dass ich angst hatte, zerquetscht zu werden. wir liefen ein stück weges arm in arm, und ich war stolz auf meinen kuriosen, neuen kameraden. aber der ließ sich auch von mir nicht zähmen. bald schon stieß er mich von sich, um sich wieder wie wild zu gebärden in einem nicht endenwollendem veitstanz. in pausen besuchte er mich und hieb mir auf die schulter, dass ich einknickte. und er lachte, das heißt, ich bildete mir das ein, weil zu hören war nichts. sicherlich lachte er in dröhnendem baß wie ein kindlicher riese. der gerontogiurg, wie ich ihn nenne, mochte mich. er sagte mir das stumm oder auch nicht stumm, denn das ist eigentlich nicht zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der docht der kerze  sieht aus&lt;br /&gt;
wie eine geflügelte schlange, die&lt;br /&gt;
verglüht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es ist das ewig gleiche  spiel&lt;br /&gt;
die männer wollen befriedigung, die frauen&lt;br /&gt;
wollen liebe&lt;br /&gt;
und umgekehrt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alles, was ich loslasse, steht zu mir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weisheit  ist wie eine blüte, die sich&lt;br /&gt;
erst beim längeren hinschauen öffnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich sitze einfach  in der zeit&lt;br /&gt;
ich überlege mir dinge, die ich&lt;br /&gt;
tun könnte&lt;br /&gt;
und bleibe doch &lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
viele lieder lang&lt;br /&gt;
ich sehe eine uhr, wie sie&lt;br /&gt;
läuft und denke, dass ich&lt;br /&gt;
auch eine uhr bin&lt;br /&gt;
ich sehe in den spiegel&lt;br /&gt;
und die zeit, wie sie qualvoll&lt;br /&gt;
langsam verstreicht&lt;br /&gt;
der raum ist nicht länger wichtig&lt;br /&gt;
wie ehemals&lt;br /&gt;
vielmehr das gehen und ankommen&lt;br /&gt;
ich bleibe im raum&lt;br /&gt;
und gehe in mich&lt;br /&gt;
viele lieder lang&lt;br /&gt;
die nähe von menschen halte&lt;br /&gt;
ich nicht lange aus&lt;br /&gt;
wie tausend uhren, die ver-&lt;br /&gt;
schieden ticken&lt;br /&gt;
es kommt vor, dass ich &lt;br /&gt;
mich verliebe, und mein herz&lt;br /&gt;
schlägt höher&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
bleibe doch&lt;br /&gt;
sitzen&lt;br /&gt;
mit wehmut und entzündeten&lt;br /&gt;
augen&lt;br /&gt;
ich betrinke mich und gleite in&lt;br /&gt;
den nebel von zeit und raum&lt;br /&gt;
wie in eine schneelandschaft, wo&lt;br /&gt;
erde und himmel surreal ver-&lt;br /&gt;
schmelzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mich faszinieren taschen,  obwohl ich nichts reinzustecken habe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir leben in etwas&lt;br /&gt;
in einer placenta&lt;br /&gt;
eine tasche, die uns vollständig&lt;br /&gt;
einschließt&lt;br /&gt;
mit dem bewußtsein, das&lt;br /&gt;
nach dem reißverschluß&lt;br /&gt;
sucht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heavy advental&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der stoff ist aus&lt;br /&gt;
das leben geht weiter&lt;br /&gt;
der vierte hirte&lt;br /&gt;
der fünfte sucht&lt;br /&gt;
unterkünfte&lt;br /&gt;
dem 1.april passiert&lt;br /&gt;
der overkill&lt;br /&gt;
am sechsten liebe deines&lt;br /&gt;
nächsten frau&lt;br /&gt;
der stoff ist aus&lt;br /&gt;
das leben geht weiter&lt;br /&gt;
dezember reimt sich auf&lt;br /&gt;
november&lt;br /&gt;
und januar ist&lt;br /&gt;
wunderbar&lt;br /&gt;
im märz gibt`s&lt;br /&gt;
schmerz&lt;br /&gt;
august macht lust&lt;br /&gt;
auf brust&lt;br /&gt;
der stoff ist aus&lt;br /&gt;
das leben geht weiter&lt;br /&gt;
bei 5 grad plus kriegst du&lt;br /&gt;
`nen kuß vom linienbus&lt;br /&gt;
advent, advent&lt;br /&gt;
ein lichtlein brennt&lt;br /&gt;
der stoff ist aus&lt;br /&gt;
(hey mann, ist das etwa mein problem?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jeder ist seines glückes schmied&lt;br /&gt;
trifft zu&lt;br /&gt;
nicht um reich zu werden&lt;br /&gt;
mach`s dir in dir behaglich&lt;br /&gt;
sei dein eigener freund&lt;br /&gt;
verzeih dir&lt;br /&gt;
manche schlechte tat&lt;br /&gt;
gefall dir, wie du bist&lt;br /&gt;
und ändere die einrichtung, wenn&lt;br /&gt;
das leben dich drängt&lt;br /&gt;
oder aus einer laune&lt;br /&gt;
weil dir deine&lt;br /&gt;
freiheit das liebste ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;der attraktor&lt;/i&gt;,  welcher  für dein&lt;br /&gt;
momentanes leben verantwortlich ist&lt;br /&gt;
wechselspiel zwischen schwer- und&lt;br /&gt;
fliehkraft&lt;br /&gt;
mit eingebautem rundenzähler&lt;br /&gt;
36 jahre, 36 runden&lt;br /&gt;
wie auch immer&lt;br /&gt;
abgehakt&lt;br /&gt;
`n haufen treibstoff verfahren&lt;br /&gt;
von der milch zum alkohol&lt;br /&gt;
der attraktor umklammert mich wie&lt;br /&gt;
dichtes efeugewächs&lt;br /&gt;
ich weiß nicht, wann es anfing&lt;br /&gt;
ich weiß, es ufert in endlosem&lt;br /&gt;
geschwätz&lt;br /&gt;
der attraktor des menschlichen intellekts&lt;br /&gt;
sozusagen&lt;br /&gt;
das ganze universum soll sich meiner&lt;br /&gt;
sprache fügen&lt;br /&gt;
unsere erfindungen, unsere erkenntnisse&lt;br /&gt;
bleiben narreteien&lt;br /&gt;
ich lebe im alptraum meiner (fuckin`)&lt;br /&gt;
selbsterfahrung&lt;br /&gt;
ich weiß nicht, wann es anfing&lt;br /&gt;
meine elektronik geriet durcheinander &lt;br /&gt;
mein hirn tilt, mein herz schlägt &lt;br /&gt;
weiter&lt;br /&gt;
bis mich eine (fuckin`) unsinnigkeit&lt;br /&gt;
aus der bahn wirft&lt;br /&gt;
hinüber&lt;br /&gt;
in einen anderen alptraum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es gab zeiten&lt;br /&gt;
da legte ich abends die kleider ab, die ich&lt;br /&gt;
morgens für den tag angezogen hatte, um sie&lt;br /&gt;
auch am nächsten morgen wieder anzuziehen&lt;br /&gt;
und das eine ganze woche lang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
staub  und spinnenhuddeln überall&lt;br /&gt;
wenn ich näher hingucke&lt;br /&gt;
das dunkle bier mit dem schnappverschluß&lt;br /&gt;
lächelt melancholisch&lt;br /&gt;
trink brüderlein, trink&lt;br /&gt;
als der hifi-lautsprecher verstummt, herrscht&lt;br /&gt;
eine höllische stille&lt;br /&gt;
der sessel, der teppich, das bett, das&lt;br /&gt;
regal, die linke und die rechte wand&lt;br /&gt;
sie haben alle nichts zu sagen&lt;br /&gt;
das fenster gurrt leise:&lt;br /&gt;
komm raus, brüderlein, komm raus&lt;br /&gt;
die bilder hängen traurig von den wänden&lt;br /&gt;
aus einem vergangenen leben&lt;br /&gt;
staubig und spinnhuddelig in den ecken&lt;br /&gt;
und zwischenräumen&lt;br /&gt;
überall stapelt sich grimskram, der bezeu-&lt;br /&gt;
gen soll, dass der bewohner lebt&lt;br /&gt;
die dinge wissen nicht, warum&lt;br /&gt;
sie da stehen, und sie schlafen&lt;br /&gt;
filigran zugedeckt von staub&lt;br /&gt;
und spinnenhuddeln&lt;br /&gt;
das ist die natur, brüderlein, ein warten&lt;br /&gt;
auf zeit&lt;br /&gt;
meine worte überraschen mich, so dass ich&lt;br /&gt;
sie nicht mir zuschreibe&lt;br /&gt;
mein blick bohrt sich in den raum, als ob&lt;br /&gt;
es hinter den dingen noch etwas zu sehen gäbe&lt;br /&gt;
aber mein blick bohrt vergebens&lt;br /&gt;
bis zum stumpfsinn&lt;br /&gt;
das dunkle bier hat seine haltung nicht&lt;br /&gt;
verändert&lt;br /&gt;
trink, brüderlein, trink&lt;br /&gt;
wer mag noch widersprechen, dass das leben&lt;br /&gt;
ein traum ist?&lt;br /&gt;
ich sehe mich reglos auf dem teppich liegen&lt;br /&gt;
der körper ist mein körper, und wenn ich&lt;br /&gt;
näher hinschaue, sehe ich staub&lt;br /&gt;
und spinnenhuddeln, die in der nase&lt;br /&gt;
kitzeln, und die offenen augen sind damit&lt;br /&gt;
verhangen&lt;br /&gt;
und die haare grau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach der lektüre von o henry in der alten schmiede&lt;br /&gt;
nach einer menge bier und einer menge blasenent-&lt;br /&gt;
leerungen, nach dem kinohit staatsfeind nr.1, pizza&lt;br /&gt;
und heringsbrötchen vom weihnachtsmarkt&lt;br /&gt;
nach herrn abels weisheiten verschlug es mich zum &lt;br /&gt;
bahnhof, weil der so schön auf dem weg lag&lt;br /&gt;
peter war eingeschnappt, weil ich mich nicht zu ihm&lt;br /&gt;
setzte, und ilse fragte, warum ich so ruhig sei&lt;br /&gt;
na ja, es dauerte nicht lange, da machte mich der gast&lt;br /&gt;
mit der roten zipfelmütze auf mein loch im mantel auf-&lt;br /&gt;
merksam und erzählte, dass er in autos vernarrt sei&lt;br /&gt;
es dauerte nicht lange, da mischte sich der schwarze am&lt;br /&gt;
spielautomaten ein und bald darauf auch der bärtige&lt;br /&gt;
wir laberten ein zeug zusammen, lauter gemeinplätze&lt;br /&gt;
von bauern, weihnachten, spiritualität und nervenbahnen&lt;br /&gt;
die rote zipfelmütze ging zuerst, dann der bärtige, und &lt;br /&gt;
der schwarze erzählte, dass er äthiopier und zahntech-&lt;br /&gt;
niker sei, auf meine handfläche malte er mit einem kuli&lt;br /&gt;
felder für entsprechende organe ein, und er zeigte mir&lt;br /&gt;
auch die stelle gegen zahnschmerzen&lt;br /&gt;
bevor er ging, schenkte er mir eine flasche weißwein und&lt;br /&gt;
sein feuerzeug &lt;br /&gt;
ich spürte, wie mir langweilig wurde, und ich schenkte die&lt;br /&gt;
weinflasche weiter an angelika, die denselben bus nahm&lt;br /&gt;
und von der anmache bei der arbeit erzählte, und dass sie&lt;br /&gt;
wüsste, was sie an ihrem mann habe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kleine und große dinge&lt;br /&gt;
in koexistenz&lt;br /&gt;
kleinste und größte dinge gehen&lt;br /&gt;
auseinander hervor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;der weise&lt;/i&gt;  stellt die frage&lt;br /&gt;
wo ist der gipfel des berges?&lt;br /&gt;
ich sehe den gipfel, deute ich mit aus-&lt;br /&gt;
gestrecktem arm&lt;br /&gt;
sehe ich ihn?&lt;br /&gt;
wo wohnt der geist des menschen?&lt;br /&gt;
fragt der weise&lt;br /&gt;
im kopf, antworte ich und tippe mit&lt;br /&gt;
dem finger an &lt;br /&gt;
meinen kopf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn ich wirke&lt;br /&gt;
vermag ich nur  jetzt&lt;br /&gt;
auf mich zu wirken&lt;br /&gt;
wie das herabstürzende wasser einer zikade&lt;br /&gt;
sich nicht in seine tropfen aufpfriemeln lässt&lt;br /&gt;
wie das auf uns herabblickende &lt;br /&gt;
gleißen der sterne&lt;br /&gt;
und  jetzt&lt;br /&gt;
ist immerdar&lt;br /&gt;
am schluß oder zu guterletzt&lt;br /&gt;
kehre ich zurück zur einfachheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sun of poetry&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;poesie&lt;/i&gt; bewegt sich um einen schwerpunkt&lt;br /&gt;
nicht immer gleichförmig&lt;br /&gt;
manchmal der prosa nicht un-&lt;br /&gt;
ähnlich&lt;br /&gt;
vom lebensfluß förmlich angesogen&lt;br /&gt;
ergießen sich die worte in die zukunft&lt;br /&gt;
ich glaube, dass den rahmen der schönsten&lt;br /&gt;
und harmonischsten poesie&lt;br /&gt;
prosa bildet&lt;br /&gt;
in einem großen kunstwerk werde ich&lt;br /&gt;
allerdings dieses wunderbare geflecht nicht&lt;br /&gt;
auflösen können&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und die sprache erscheint wie ein wolkenbruch über dem meer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&quot;tal der zukunft&quot;  oktober  dezember 1998, überarbeitet am 11.07.2001)
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-01T10:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4202137/">
    <title>bungalow</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4202137/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
um so älter ich werde, desto&lt;br /&gt;
schwieriger wird es, mich bei&lt;br /&gt;
laune zu halten&lt;br /&gt;
bungalow&lt;br /&gt;
im reich der mitte&lt;br /&gt;
ohne echte bedürfnisse&lt;br /&gt;
überflutet mit informationen&lt;br /&gt;
wir werden älter, als es die natur&lt;br /&gt;
erlaubt&lt;br /&gt;
und rechnen unsere jahre mit&lt;br /&gt;
geldsummen auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
traurig und einsam vollziehen&lt;br /&gt;
wir die rituale des alltags&lt;br /&gt;
die gesichter werden zu toten&lt;br /&gt;
landschaften&lt;br /&gt;
bei näherem hinschauen&lt;br /&gt;
bungalow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es ist zu spät zum sterben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
09.08.2003</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-27T11:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4197733/">
    <title>zum elfmeterschießen kam es nicht</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4197733/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
der tag war so heiß, dass der asphalt kochte&lt;br /&gt;
ich ließ mir das weizenbier mit eiswürfeln servieren&lt;br /&gt;
ich mußte der frau des wirts unwillkürlich in den ausschnitt&lt;br /&gt;
gucken&lt;br /&gt;
misswillig schaltete sie den ton zur fußballübertragung ein&lt;br /&gt;
ich fieberte mit den südkoreanern&lt;br /&gt;
die italiener waren immer so furchtbar affektiert:&lt;br /&gt;
mama  sind die spaghetti fertig!!!!?&lt;br /&gt;
in der verlängerung verpassten die koreanischen kickboxer&lt;br /&gt;
diesen verwöhnten mamabubis mit den babyfaces&lt;br /&gt;
das knock-out&lt;br /&gt;
ich blickte der frau des wirtes tief in die augen&lt;br /&gt;
die frau war so heiß wie der nachmittag&lt;br /&gt;
ich bezahlte&lt;br /&gt;
bevor ich den verstand verlieren konnte&lt;br /&gt;
die sonne stach wie nadeln, als ich aus dem schatten der&lt;br /&gt;
markise trat&lt;br /&gt;
sergio leone spielte: das lied vom tod&lt;br /&gt;
im supermarkt kaufte ich mir gnocchis und dosenbier&lt;br /&gt;
unter dem blauen kittel der kassiererin&lt;br /&gt;
sammelte sich der schweiß in den bauchfalten&lt;br /&gt;
die welt passierte in zeitlupe&lt;br /&gt;
ich hörte das runzeln der stirn wie ein knistern&lt;br /&gt;
und das wechselgeld schallte wie glockengeläut&lt;br /&gt;
in meiner hohlen hand&lt;br /&gt;
bis ein pfropfen wachsweicher gedankenmasse meine&lt;br /&gt;
wahrnehmung wieder dämpfte&lt;br /&gt;
ich wusste, für mich war der tag schon längst in&lt;br /&gt;
der verlängerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.06.2002 23:35 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Leben%2C+Einsamkeit+und+Alltag&quot;&gt;Leben, Einsamkeit und Alltag&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-25T12:38:00Z</dc:date>
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