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    <title>prosaGEDICHTE (von bonanza/margot) : Rubrik:Orte</title>
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    <description>von bonanza/margot</description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:date>2008-04-29T13:32:39Z</dc:date>
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    <title>prosaGEDICHTE</title>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4355447/">
    <title>an deiner brust</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4355447/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
nicht nachdenken&lt;br /&gt;
ich habe angst, wenn ich nachdenke&lt;br /&gt;
der kopf ist ein zirkel&lt;br /&gt;
der festgesteckte kreise zieht&lt;br /&gt;
aber die angst&lt;br /&gt;
kriecht in die brust&lt;br /&gt;
und nimmt den atem&lt;br /&gt;
mir geht es gut, sage ich mir&lt;br /&gt;
mir geht es gut&lt;br /&gt;
wenn mein kopf sich an deine&lt;br /&gt;
weiche brust schmiegt&lt;br /&gt;
laß mich los angst!&lt;br /&gt;
ich weiß, daß du da bist&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
nicht nachdenken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-16T16:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4234466/">
    <title>Morgens im Bus</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4234466/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im Bus dachte ich: Was denken all die Menschen? Denen musste doch jetzt was im Kopf rumgehen. Und ihre Augen schauen. Sie wissen, was sie machen  aber was denken sie?&lt;br /&gt;
Es war früh am Morgen, und das Schweigen steckte allen noch in den Gliedern. Dann sind die Leute meist sehr friedlich.&lt;br /&gt;
Ein andermal dachte ich: Mein Gott, was für hässliche Menschen gibt es doch! Was würde ich an ihrer Stelle denken, fühlen? Ich glaube, ich würde mich umbringen, denn meine Eitelkeit ist bereits angekratzt, wenn ich während der Morgentoilette einen Pickel in meinem Alabastergesicht entdecke. Es war für mich sehr beruhigend, dass es hässliche gibt, die lebten  weiß der Teufel, wie sie das durchstehen! Gibt es für diese Menschen Spiegel? Mein Gott, sind die hässlich! dachte ich bald angewidert, mein Herz aber jubelte meiner jugendlichen Schönheit wegen.&lt;br /&gt;
Das ist nicht immer so. Oft empfinde ich Mitleid, ja, mitfühlende Sympathie mit diesen Karikaturen, die jeden Morgen mit mir den Bus besteigen, um ebenso wie ich ihr Tagewerk zu vollbringen. Ja, ich fühle mein Schicksal auf lebenstragische Weise mit dem ihren verknüpft, und alle Äußerlichkeit und gedanklicher Zwist verschwinden hinter der Verbundenheit, den Alltag wieder und wieder, mehr oder weniger gemeinsam überwinden zu müssen.  Kameraden an der Front des Lebens, die gegen ihre Spiegelbilder anrennen und nach und nach die Schlacht verlieren ... müssen. &lt;br /&gt;
Auch fühle ich mich mit diesen heruntergekommenen Gestalten&lt;br /&gt;
desto stärker verbunden, als dass mir ihre Kindlichkeit und einfache Weltanschauung mit mehr Weisheit und Aufrichtigkeit bekleckert erscheint als die eines sogenannten Lackaffen.&lt;br /&gt;
Meine Gefühle schwanken und mit ihnen meine Gedanken und meine Sympathie und mein Weltverständnis und sogar die Sterne am Himmel, unter denen wir uns drehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden Sie, mein namenloses Gegenüber, doch etwas entscheidend Klares von mir hören wollen und belehrten mich darum mit den weisen Worten: Ich glaube, Sie widersprechen sich, mein Herr ... Das ganze Universum bräche über diesem Satz zusammen, wenn es nur könnte. Mein Gegenüber, ich liebe die Wahrheit mehr als alles auf der Welt; und um zurückzukommen auf diese widerlichen Gestalten im Bus: Ich fühle mich ihnen nicht wirklich zugetan  und doch: Sind Seife und Moral nicht abwaschbar?&lt;br /&gt;
So renne ich gegen mich selbst  und weiß es wohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1985)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-06T09:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4218689/">
    <title>Basel</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4218689/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
diese wenigen Tage brachten mir eine Stadt näher&lt;br /&gt;
die ich schon vor Jahren beschnuppern wollte&lt;br /&gt;
ihr multikulturelles Flair am Rhein&lt;br /&gt;
ich spazierte durch das Spalentor in das Herz&lt;br /&gt;
mit den zwei Kammern&lt;br /&gt;
auf dem Weg prophezeite mir ein Yogi-Mann&lt;br /&gt;
drei Jahre Glück&lt;br /&gt;
er wollte mir das lockere Geld abluchsen&lt;br /&gt;
er sah meine Verträumtheit&lt;br /&gt;
oft blieb ich an Schaufenstern stehen und starrte&lt;br /&gt;
abwesend auf die Waren&lt;br /&gt;
in meinem Kopf brandete das Meer&lt;br /&gt;
welches Erlebnisse anspült&lt;br /&gt;
Vergangenheit auftauchen lässt&lt;br /&gt;
und manches verschlingt, als wäre es nie da gewesen&lt;br /&gt;
meine Schritte führten mich an das Rheinufer&lt;br /&gt;
durch die schäumende Innenstadt&lt;br /&gt;
mit ihrem Verkehr, den grünen Trams, den Einkäufern,&lt;br /&gt;
den Studenten, dem Markt&lt;br /&gt;
ich fühlte mich seltsam frei &lt;br /&gt;
ich hatte alles, was ich brauchte&lt;br /&gt;
Bier und eine Liebe im Gepäck&lt;br /&gt;
in Kleinbasel setzte ich mich auf die Uferterrasse&lt;br /&gt;
im Halbschatten der Markisen und Nussbäume&lt;br /&gt;
ich blätterte in Les Fleurs de mal&lt;br /&gt;
Baudelaires Gedichte rührten mich an&lt;br /&gt;
wie nur Dichterherzen das Leben erfühlen&lt;br /&gt;
in seiner Fremdheit und seinem Puls&lt;br /&gt;
zwischen sanfter Trägheit und atemloser Hektik&lt;br /&gt;
zwischen liebender Zärtlichkeit und roher&lt;br /&gt;
Gewalt&lt;br /&gt;
ein Strom von Wohlwollen ergoss sich in mir&lt;br /&gt;
Verstand und Unverstand waren Gäste in derselben Stadt&lt;br /&gt;
die Luft war klar, und ein leichter Wind&lt;br /&gt;
brachte den Duft der Menschen&lt;br /&gt;
ich beobachtete sie, wie sie über die alte Brücke liefen&lt;br /&gt;
unter den wehenden Kantonsfahnen&lt;br /&gt;
die neuen Generationen auf den Gebeinen ihrer Väter&lt;br /&gt;
und Väterväter&lt;br /&gt;
nebeneinander die Völker und Rassen&lt;br /&gt;
die Stadt ist Zeuge&lt;br /&gt;
sie ist wie ein Gefäß&lt;br /&gt;
vom Blut der Menschen beseelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Spätsommersonne war voll gnädiger Heiterkeit&lt;br /&gt;
sie funkelte in den Fenstern der Uferfassaden auf der&lt;br /&gt;
Großbasler Seite&lt;br /&gt;
die Magie des Flusses wirkte, der trennt &lt;br /&gt;
sowohl zusammenführt&lt;br /&gt;
ich dachte an die Liebe&lt;br /&gt;
es war der richtige Ort dazu&lt;br /&gt;
der Himmel erschien mir wie ein hellblauer Schwan&lt;br /&gt;
mit riesigen Schwingen&lt;br /&gt;
die Säfte in mir wogen schwer&lt;br /&gt;
die Hand des Tages schaute freundlich&lt;br /&gt;
ich ließ mich von ihr führen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2005)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-01T08:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3987102/">
    <title>schritte auf dem flur</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3987102/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
james bond jagd dr. no&lt;br /&gt;
ich dämmere dahin&lt;br /&gt;
in den nebelschwaden der träume&lt;br /&gt;
den rücken dem tv zugekehrt&lt;br /&gt;
irre schreie eines debilen bewohners&lt;br /&gt;
das beruhigende glucksen der zentralheizung&lt;br /&gt;
schritte auf dem flur&lt;br /&gt;
die stimmen meiner mitarbeiter&lt;br /&gt;
ganz nah&lt;br /&gt;
aus einer anderen welt&lt;br /&gt;
türeschlagen&lt;br /&gt;
ich liege in meiner kleinen mansarde&lt;br /&gt;
unter dem dach des pflegeheims&lt;br /&gt;
eine verwirrte greisin klopft&lt;br /&gt;
an das fenster ihres zimmers&lt;br /&gt;
rufe und schreien &lt;br /&gt;
stundenlang&lt;br /&gt;
der geschirrwagen scheppert&lt;br /&gt;
vor der aufzugtüre warten halbtote darauf&lt;br /&gt;
dass sie zum essen&lt;br /&gt;
geführt werden&lt;br /&gt;
sie wissen nicht, wo sie sind&lt;br /&gt;
sie wissen nur, dass sie sind&lt;br /&gt;
fausthiebe in das gewissen einer menschenseele&lt;br /&gt;
schießereien, autoverfolgungsjagden&lt;br /&gt;
mischen sich in meine träume&lt;br /&gt;
zu einem bunten potpourri&lt;br /&gt;
ohne sinn&lt;br /&gt;
im abgedunkelten zimmer&lt;br /&gt;
werbepausen&lt;br /&gt;
selbstbefriedigung&lt;br /&gt;
ich nasche von meinen vorräten&lt;br /&gt;
und kuschele mich in meine kissen&lt;br /&gt;
zum nächsten nickerchen&lt;br /&gt;
james bond sprengt die letzten unholde&lt;br /&gt;
in die luft&lt;br /&gt;
die sanduhr läuft langsam ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
09.10.2002 21:07 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-26T11:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3859810/">
    <title>Wenn das kein Durchhänger ist</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3859810/</link>
    <description>(Flensburger Impressionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Flensburg Flens trinken.&lt;br /&gt;
Das Zelt steht in der Bucht bei Glücksburg.&lt;br /&gt;
Ich sitze in der Bier-Bar hinten am Tresen.&lt;br /&gt;
Ich warte auf mein Bier.&lt;br /&gt;
Ich schlage die Stunden tot.&lt;br /&gt;
Nach der Hitzewelle ist es kühler und diesig.&lt;br /&gt;
Der Barkeeper meint zu mir, daß es heute&lt;br /&gt;
bestimmt angenehmer sei, Fahrrad zu &lt;br /&gt;
fahren.&lt;br /&gt;
Ich sage: &quot;Das stimmt, aber ich bin&lt;br /&gt;
am Ende meiner Reise.&quot;&lt;br /&gt;
Eigentlich wollte ich heute Baden und&lt;br /&gt;
nach Dänemark fahren.&lt;br /&gt;
Aber was soll ich in Dänemark?&lt;br /&gt;
Gute Frage.&lt;br /&gt;
Verdammt! Wann ist endlich mein Bier soweit?&lt;br /&gt;
Was mache ich eigentlich mit dem&lt;br /&gt;
Fahrrad in Flensburg?&lt;br /&gt;
Was mache ich überhaupt&lt;br /&gt;
auf diesem Planeten?&lt;br /&gt;
Schätze, ich kriege den Moralischen.&lt;br /&gt;
Ohne Frau ist ein Mann kein Mann.&lt;br /&gt;
Eine Passantin nannte mich &quot;Drecksau&quot;, als ich&lt;br /&gt;
an der Bushaltestelle klingelte.&lt;br /&gt;
Eine junge Frau stand mit dem Kinderwagen quer&lt;br /&gt;
auf dem Fahrradweg, als sich der Bus&lt;br /&gt;
näherte.&lt;br /&gt;
Ich wollte lediglich, daß sie mich bemerkt.&lt;br /&gt;
Und nun hängt mir die &quot;Drecksau&quot;&lt;br /&gt;
nach, als wäre meine weiße Weste&lt;br /&gt;
innseitig bekleckert worden,&lt;br /&gt;
und ich habe nichts zum Wechseln.&lt;br /&gt;
Also, ich sitze an diesem trüben&lt;br /&gt;
Urlaubstag in einer Flensburger Bier-Bar&lt;br /&gt;
und trinke Bier zum Reinwaschen.&lt;br /&gt;
Und warte auf besser Wetter.&lt;br /&gt;
Dreiviertel Elf am Vormittag.&lt;br /&gt;
Es hilft alles nichts: Ich brauche wieder eine Frau!&lt;br /&gt;
In Bulgarien gäbe es eine, die meinem&lt;br /&gt;
Herzen Sonne spenden würde.&lt;br /&gt;
Aber ich sitze in Flensburg bei alten Säcken herum.&lt;br /&gt;
`Das Leben läuft ganz gut ohne mich`, denke ich,&lt;br /&gt;
`selbst was den Bierumsatz angeht, falle&lt;br /&gt;
ich nicht ins Gewicht.`&lt;br /&gt;
Die Freiheit erkauft man sich teuer&lt;br /&gt;
mit Einsamkeit.&lt;br /&gt;
Inzwischen ist es elf Uhr.&lt;br /&gt;
Ich lausche den Glocken einer nahen Kirche.&lt;br /&gt;
Eine Stadt ist wie jede Stadt.&lt;br /&gt;
Aber eine Frau ist nicht wie jede Frau.&lt;br /&gt;
Auf meinen Reisen kam ich durch eine Menge Städte.&lt;br /&gt;
Ich konnte sie alle ohne Wehmut verlassen.&lt;br /&gt;
Es kostete mich schlimmstenfalls &lt;br /&gt;
Muskelschmerz.&lt;br /&gt;
Mit den Frauen verhält es sich viel merkwürdiger.&lt;br /&gt;
Bei jeder lasse ich ein Stück Herz. &lt;br /&gt;
Nun komme ich ins Grübeln,&lt;br /&gt;
wie groß mein Herz ist, oder ob&lt;br /&gt;
es nachwächst.&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich wächst es nach, denn so groß&lt;br /&gt;
kann ein Herz gar nicht sein.&lt;br /&gt;
Was weiß ich von Herzen?&lt;br /&gt;
Ich werde noch ein paar Bier in Flensburg trinken,&lt;br /&gt;
und dann reise ich zurück&lt;br /&gt;
und trinke daheim weiter mein Bier.&lt;br /&gt;
Es wartet niemand auf mich.&lt;br /&gt;
Hoffentlich bin ich bald müde.&lt;br /&gt;
In meinen Träumen bin ich nicht einsam.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-15T20:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3853446/">
    <title>Husumer Impressionen</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3853446/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&quot;Spaßbremse&quot;, sagt der dickliche Picasso, weil&lt;br /&gt;
das westfälische Kind schimpft wie ein &lt;br /&gt;
Rohrspatz.&lt;br /&gt;
Ich flüchtete vor der Sonne in&lt;br /&gt;
eine dunkle Ecke &lt;br /&gt;
Husums,&lt;br /&gt;
wo sich die Abgestürzten, die Benachteiligten&lt;br /&gt;
die Klinke in die Hand geben.&lt;br /&gt;
Picasso sagt: &quot;Diese Frau übersteigt meinen&lt;br /&gt;
geistigen Horizont.&quot;&lt;br /&gt;
Das Bier kühlt meine Seele.&lt;br /&gt;
Die Hitze hängt mir noch im Gesicht.&lt;br /&gt;
18 Uhr - &quot;Die Glocken von Rom&quot;, sagt der&lt;br /&gt;
gemütliche Wirt mit&lt;br /&gt;
den gutmütigen Augen.&lt;br /&gt;
Picasso umarmt seinen Kumpel bierselig.&lt;br /&gt;
Sie sitzen auf einer durchgewetzten Bank vor einem&lt;br /&gt;
Triptachon verblichener Bilder Husumer Stadtlebens.&lt;br /&gt;
Der westfälische Rohrspatz mit dem Damenbart&lt;br /&gt;
erzählt Geschichten aus ihrem Leben ...&lt;br /&gt;
Woran soll man sich sonst halten&lt;br /&gt;
als an den alten Geschichten?&lt;br /&gt;
Am Bier?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Nordstrand kam mir &lt;br /&gt;
in den Kopf,&lt;br /&gt;
daß eigentlich die Maschinen&lt;br /&gt;
die Welt erschufen&lt;br /&gt;
samt Natur und Menschen.&lt;br /&gt;
Jedenfalls&lt;br /&gt;
erinnern sich die Maschinen an nichts anderes.&lt;br /&gt;
Bald darauf erfindet der Mensch die ersten&lt;br /&gt;
Automaten,&lt;br /&gt;
und dann&lt;br /&gt;
die ersten Computerherzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Mittag kam ich zurück auf den&lt;br /&gt;
Zeltplatz.&lt;br /&gt;
Der fette Arsch eines Wohnwagens hatte&lt;br /&gt;
sich 1 Meter neben mein Zelt gepflanzt.&lt;br /&gt;
Ich nehme mein Zelt unter den Arm&lt;br /&gt;
und kaufe mir in Husum Abführzäpfchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gast hat in die Hose geschissen.&lt;br /&gt;
Sie hängt auf Halbmast.&lt;br /&gt;
Picasso steht inzwischen neben mir und sabbert&lt;br /&gt;
mich bierselig schulterklopfend wie vorhin seinen &lt;br /&gt;
Kumpel&lt;br /&gt;
voll.&lt;br /&gt;
Er fragt, ob ich auf Urlaub sei.&lt;br /&gt;
Ich hätte mir eine Urhusumer Kneipe ausgesucht.&lt;br /&gt;
Nebenbei sehe ich, höre ich, rieche ich&lt;br /&gt;
den &quot;Hosenscheißer aus Garding&quot;, wie er&lt;br /&gt;
selbst wiederholt betrunken tönt.&lt;br /&gt;
Sie sammeln für das Taxigeld&lt;br /&gt;
und geben ihm eine Tageszeitung&lt;br /&gt;
als Unterlage&lt;br /&gt;
mit.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
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  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3702065/">
    <title>rerik</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3702065/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
am salzhaff&lt;br /&gt;
meiner gelebten und ungelebten träume&lt;br /&gt;
versengt die mittagssonne&lt;br /&gt;
jeden klaren gedanken&lt;br /&gt;
ein guitarre-spieler sitzt einsam in&lt;br /&gt;
meinem herzen&lt;br /&gt;
und klimpert den&lt;br /&gt;
flamenco&lt;br /&gt;
während ich meine fußspuren&lt;br /&gt;
im festen schlamm betrachte&lt;br /&gt;
oder angestrengt zum&lt;br /&gt;
horizont blinzele, wo winzig &lt;br /&gt;
schemenhaft schiffe&lt;br /&gt;
unendlich langsam über die&lt;br /&gt;
wasserlinie wandern&lt;br /&gt;
melancholie und leidenschaft&lt;br /&gt;
tanzen&lt;br /&gt;
für mich&lt;br /&gt;
gleichsam das meer&lt;br /&gt;
ein sternenhimmel bei tage&lt;br /&gt;
ich verzehre mich an seinem anblick&lt;br /&gt;
wieviel zeit verdöse&lt;br /&gt;
ich? mit einem lächeln&lt;br /&gt;
schlendere ich zurück zur terasse&lt;br /&gt;
des cafes&lt;br /&gt;
noch erschnuppert meine nase den&lt;br /&gt;
duft der salzigen&lt;br /&gt;
freiheit&lt;br /&gt;
in einer leichten brise&lt;br /&gt;
landeinwärts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.02.2003 14:37 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-08T09:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3431561/">
    <title>Verlorene</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3431561/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Tiefluftbewohner vom Mittelmeer&lt;br /&gt;
streben als Astronauten hinauf in Sphären, bis das Blut&lt;br /&gt;
in den Adern kocht&lt;br /&gt;
in Wunderschiffen schiessen sie an die Oberfläche&lt;br /&gt;
ihres Lebensraumes&lt;br /&gt;
umkreisen die Heimat&lt;br /&gt;
blicken hinunter auf die Erde&lt;br /&gt;
die Segel blähen sich im Herzwind&lt;br /&gt;
reibungslos&lt;br /&gt;
schwerelos&lt;br /&gt;
richtungslos&lt;br /&gt;
auf der anderen Seite grenzenlos der Abgrund ins All&lt;br /&gt;
stürzen sich eines Tages in die Vergangenheit und Leere&lt;br /&gt;
Tiefluftbewohner&lt;br /&gt;
vom Mittelmeer&lt;br /&gt;
ich wünsche euch alles Glück der Welt&lt;br /&gt;
auf eurer weltenlosen Reise&lt;br /&gt;
durch lebensfeindliche Räume&lt;br /&gt;
vielleicht mit Riesensätzen wie Grashüpfer von&lt;br /&gt;
Sonnensystem zu Sonnensystem&lt;br /&gt;
doch keine Erde wird wie eure Erde sein&lt;br /&gt;
kein Meer wie euer Mittelmeer&lt;br /&gt;
es gibt nichts mehr zu erobern&lt;br /&gt;
die Zukunft liegt auf Eis, und die Vergangenheit ist leer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.04.2006 16:34 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-13T16:52:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3427778/">
    <title>Ein Abend mit Thomas im Billard-Café (Prosa)</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3427778/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Alles das, was unser Körper über die Übung der Sinne&lt;br /&gt;
hinaus tut, bleibt unwahrgenommen. Von den lebens-&lt;br /&gt;
kräftigen Funktionen (Blutzirkulation, Verdauung usw.)&lt;br /&gt;
wissen wir nichts. Ebenso ist es mit unserem Geist:&lt;br /&gt;
Wir wissen nichts von all seinen Bewegungen und&lt;br /&gt;
Veränderungen, seinen Krisen usw., außer der ober-&lt;br /&gt;
flächlichen, schematisierenden Begriffsbildung.&lt;br /&gt;
Erst eine Krankheit enthüllt uns die funktionellen&lt;br /&gt;
Tiefen unseres Körpers. So ahnen wir auch die des&lt;br /&gt;
Geistes erst, wenn wir aus dem Gleichgewicht gebracht&lt;br /&gt;
sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Cesare Pavese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sah Stefan mit seiner Freundin hinten an der Bar sitzen.&lt;br /&gt;
Liane hatte wie immer das Make-up dick aufgetragen.&lt;br /&gt;
Sie hatte eine Vorliebe für Rot.&lt;br /&gt;
Na, wie geht`s? fragte sie mit ihrer weichen, rauchigen&lt;br /&gt;
Stimme. Und ich antwortete zögernd:&lt;br /&gt;
Ja, es geht ... ganz gut.&lt;br /&gt;
Thomas ist auch da, sagte Stefan.&lt;br /&gt;
Ich blickte mich suchend um. Ein Pfosten verdeckte Thomas&lt;br /&gt;
halb. Er saß an der Bar gerade um die Ecke. Ein Bier stand&lt;br /&gt;
vor ihm auf der Theke. Ich kämpfte mich zu ihm vor.&lt;br /&gt;
Hey, Ralph! Schon lange nicht mehr gesehen.&lt;br /&gt;
Stimmt, wo hast du denn gesteckt?&lt;br /&gt;
Thomas hob die Schultern. Kein Kies und so.&lt;br /&gt;
Und Weihnachten?&lt;br /&gt;
Er erzählte mir von irgendwelchen Unternehmungen, von&lt;br /&gt;
den wunderlichen Dingen, die sich in seinem Geldbeutel&lt;br /&gt;
abspielten  wie schnell das Geld verschwand, und daß er&lt;br /&gt;
plötzlich wieder 40 Mark vorfand, von denen er sich jetzt&lt;br /&gt;
labte.&lt;br /&gt;
Hey Mann, ich hab` was für dich! Er kramte eine Schachtel&lt;br /&gt;
hervor, die einen Stapel quadratischer Karten enthielt und&lt;br /&gt;
verstreute sie auf der Theke. Ich bestellte mir inzwischen&lt;br /&gt;
eine Saure Schorle. Auf den Karten waren geometrische&lt;br /&gt;
Figuren  Dreiecke und Trapeze, die sich einander ergänzten,&lt;br /&gt;
wenn man die Karten passend aneinanderrückte.&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit bestand nun darin, daß die Figuren &lt;br /&gt;
verschiedenfarbig waren und sich, wenn man die Karten&lt;br /&gt;
zusammenfügte, in Farbe und Gestalt ergänzen mussten.&lt;br /&gt;
Insgesamt waren es neun Karten, die zu einem Quadrat&lt;br /&gt;
gelegt werden sollten.&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob du`s schon kennst.&lt;br /&gt;
Thomas hatte bereits drei Lösungen ausgetüftelt und war&lt;br /&gt;
gespannt, ob ich noch eine neue hinzufinden würde.&lt;br /&gt;
Laß mich erst mal eine drehen, dann lässt sich`s besser&lt;br /&gt;
nachdenken. Ich probierte herum. Nach 15 Minuten hatte&lt;br /&gt;
ich eine Lösung  eine neue, wie Thomas begeistert fest-&lt;br /&gt;
stellte.&lt;br /&gt;
Armin und Peter waren auf der Szene erschienen.&lt;br /&gt;
Was ist denn das? Armin deutete auf das Spiel. Thomas &lt;br /&gt;
und ich erklärten es ihm. Echt lotter, sagte Thomas und&lt;br /&gt;
grinste über das ganze Gesicht, das gibt`s auch noch mit&lt;br /&gt;
Bären, die in verschiedene Richtungen laufen. Was schon&lt;br /&gt;
schwieriger ist.&lt;br /&gt;
Und mit Flugzeugen, fügte ich hinzu.&lt;br /&gt;
Wir tüftelten noch eine ganze Weile, und das Spiel machte&lt;br /&gt;
auf unserer Seite der Theke die Runde. Endlich hatten wir&lt;br /&gt;
genug davon. Armin und Peter verzogen sich an die beiden&lt;br /&gt;
Spielautomaten in der Ecke. Immer dasselbe Spiel.&lt;br /&gt;
Die Rollen drehten sich, schienen den Spieler zu &lt;br /&gt;
hypnotisieren. ACHTUNG RISIKO! Den Finger erwartungs-&lt;br /&gt;
voll auf der Kipptaste, und die Ohren lauschten gespannt der&lt;br /&gt;
Automatenmelodie  dann der Druck! 40 tut tut tut 80 tut tut&lt;br /&gt;
tut 1.60 tut tut tuuuuut  nichts !&lt;br /&gt;
Fast! meinte Peter un rieb sich mit dem Handrücken&lt;br /&gt;
genüsslich das Kinn, auf dem sich schwarze Bartstoppeln&lt;br /&gt;
abhoben. Die Rollen drehten sich weiter.&lt;br /&gt;
Wo ist denn deine bessere Hälfte? fragte mich Thomas.&lt;br /&gt;
Wenn ich damit anfinge ... . Das ist zu kompliziert.&lt;br /&gt;
Ich bin froh, wenn ich darüber nicht nachdenken muß!&lt;br /&gt;
Okay, okay! Thomas machte eine abwehrende Hand-&lt;br /&gt;
bewegung.&lt;br /&gt;
Weißt du, es ist immer dasselbe. Du kannst das gar nicht&lt;br /&gt;
verstehen. Du weißt nicht, was zwischen uns läuft.&lt;br /&gt;
Das ist klar, Thomas grinste schepp zu mir rüber und&lt;br /&gt;
fuhr ernst fort, ich will mich da auch nicht einmischen.&lt;br /&gt;
Das geht mich ja nichts an.&lt;br /&gt;
Es ist wie mit den ewigen Fragen: Na wie geht`s?&lt;br /&gt;
Und ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll. &lt;br /&gt;
Da sag` ich halt: Ganz gut. Oder: Wie`s eben so geht.&lt;br /&gt;
Oder: Es ging schon besser. Das find` ich so blöd!&lt;br /&gt;
Dieses Gerede! Aber ich kann drauf gehen, daß, wenn&lt;br /&gt;
die Sabine mal nicht dabei ist, ich irgendwann nach ihr&lt;br /&gt;
gefragt werde: Wo ist denn deine bessere Hälfte?&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz, was für eine Motivation die Leute&lt;br /&gt;
haben, mich das zu fragen. Etwa aus ehrlichem Interesse?&lt;br /&gt;
Thomas schluckte. Das redet man so dahin. Ich habe mir&lt;br /&gt;
auch nichts groß dabei gedacht.&lt;br /&gt;
Ich klebte mit den Lippen an meinem Schorleglas.&lt;br /&gt;
Es ist Schluß. Ich hab`s einfach nicht mehr ausgehalten!&lt;br /&gt;
Meine Stimme brach sich, und es lag eine Last auf meiner&lt;br /&gt;
Brust, die mir den Atem nahm.&lt;br /&gt;
... mal wieder. Ich verzog den Mund zu einem bitteren&lt;br /&gt;
Grinsen. Themawechsel! Und nippte wieder an meiner&lt;br /&gt;
Schorle.&lt;br /&gt;
Thomas erzählte von seiner Lehre zum Fernmeldehand-&lt;br /&gt;
werker und von früheren Jobs. Er redete von vielen Dingen,&lt;br /&gt;
die mich wenig interessierten. Trotzdem machte es den &lt;br /&gt;
Anschein, als wäre ich ihm ein guter Zuhörer. Ich unterbrach&lt;br /&gt;
ihn ab und zu in seinem Redefluß mit Zwischenfragen:&lt;br /&gt;
Und? Macht`s dir Spaß? Was? Immer noch? Ich war&lt;br /&gt;
gelangweilt  aber vielleicht die willkommene Ablenkung&lt;br /&gt;
von etwas, das mich sehr bedrückte.&lt;br /&gt;
Was die beiden für eine Show mit ihrem Hund abziehen,&lt;br /&gt;
sagte Thomas gerade, das ist ein reiner Show-Hund!&lt;br /&gt;
1000 Mark. So viel würde ich nie für einen Hund ausgeben,&lt;br /&gt;
erwiderte ich.&lt;br /&gt;
Stefan hat mir letzt gesagt, daß, wenn der Hund nicht wäre,&lt;br /&gt;
..., ich meine, daß nur der Hund sie noch zusammenhält.&lt;br /&gt;
Liane ist unheimlich stolz auf ihren Hund.&lt;br /&gt;
Ich schüttelte zweifelnd den Kopf. Das kann ich mir nicht&lt;br /&gt;
vorstellen. Liane ist nicht mein Typ  ein bisschen extra-&lt;br /&gt;
vagant und eingebildet ... . Daß ihr der Afghane gefällt ist&lt;br /&gt;
klar, aber ... .&lt;br /&gt;
Ehrlich, die ist verrückt nach dem Hund! Wenn der nicht&lt;br /&gt;
wäre, könnte Stefan sie nicht halten.&lt;br /&gt;
Ich schwieg mich aus zu diesem Thema. In dem nach-&lt;br /&gt;
gefüllten Glas schwappte die Weinschorle. Mit dem&lt;br /&gt;
Bestellen hielt ich es meistens so: Ich trank hurtig den&lt;br /&gt;
letzten Schluck und reichte der Bedienung das leere Glas&lt;br /&gt;
mit den Worten: Elke machst du bitte noch `ne Schorle?&lt;br /&gt;
Elke war ein hübsches, kleines Mädchen. Wenn sie den&lt;br /&gt;
Gästen servierte, hatte sie häufig eine persönliche Geste&lt;br /&gt;
parat, indem sie einem einen Klaps auf den Hintern gab&lt;br /&gt;
oder ein paar nette Worte verlor.&lt;br /&gt;
A propos Po: Sie hatte einen nach meinem Geschmack&lt;br /&gt;
niedlichen Hintern. Er zog meine Blicke an. Und während&lt;br /&gt;
Thomas seine Storys zum Besten gab, riskierte ich Blicke&lt;br /&gt;
auf besagtes Körperteil.&lt;br /&gt;
Weißt du, ich kann mich nicht so ausdrücken, aber ich&lt;br /&gt;
brauch` jemanden, mit dem ich auch über solche Sachen&lt;br /&gt;
sprechen kann.&lt;br /&gt;
Ich fühlte mich angesprochen. Ich kann wiederum bei&lt;br /&gt;
anderen Dingen nicht mitreden, dämpfte ich ab, wenn&lt;br /&gt;
sie bei mir in der Berufsschule oder im Geschäft anfangen&lt;br /&gt;
über Autos und Stereoanlagen diskutieren, halte ich mich&lt;br /&gt;
besser raus. Denn davon verstehe ich nichts.&lt;br /&gt;
Ich beobachtete, wie Elke einen Hamburger dick mit&lt;br /&gt;
Ketchup bestrich. Wer von den Gästen hatte solchen Appetit?&lt;br /&gt;
Von Technik und so hab` ich halt Ahnung, weil ich damit&lt;br /&gt;
schon immer zu tun hatte. Ich hab` da keine Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;
In der Werkstatt bin ich meist als erster fertig und kann dann&lt;br /&gt;
den anderen helfen.&lt;br /&gt;
Wie gesagt, mich interessiert das nun mal nicht. Würdest&lt;br /&gt;
du jetzt anfangen, über Farbfernseher und Motorräder zu&lt;br /&gt;
fachsimpeln  oje. Ich lächelte bedauernd. Elke biß in&lt;br /&gt;
den Hamburger. Sie leckte sich das heruntertriefende &lt;br /&gt;
Ketchup von den Fingern.&lt;br /&gt;
Ich kann mich halt nicht so ausdrücken ... .&lt;br /&gt;
Quatsch! unterbrach ich ihn und klammerte mich an&lt;br /&gt;
mein Glas. Man kann nur mit wenigen Leuten ehrlich&lt;br /&gt;
über Probleme reden, die man hat.&lt;br /&gt;
Die beiden an den Spielautomaten, Armin und Peter,&lt;br /&gt;
hatten inzwischen die Lust an den drehenden Rollen&lt;br /&gt;
verloren, und ich fragte Armin, ob er nicht Billard spielen&lt;br /&gt;
wolle. Also setzten wir uns zu viert an eines der runden&lt;br /&gt;
Marmortischchen, welche in den Fensternischen standen.&lt;br /&gt;
Es zog. Viele von den Joungstern im alter zwischen 13&lt;br /&gt;
und 18 waren verschwunden. Die Uhrzeiger marschierten&lt;br /&gt;
gen Mitternacht, und es schien keine Action mehr aufzu-&lt;br /&gt;
kommen. Wie so oft. Tote Hose! konstatierte Armin&lt;br /&gt;
wie immer.&lt;br /&gt;
Wir spielten Billard. Ich verlor. Heute ist nichts los &lt;br /&gt;
mit mir, konstatierte ich mutlos. Ich kann mich&lt;br /&gt;
nicht konzentrieren. Elke kam mit unseren Getränken.&lt;br /&gt;
Ich rief ihr hinterher: Hast du zugenommen?&lt;br /&gt;
Sie drehte sich um. Was hast du da gesagt?!&lt;br /&gt;
Ich hab` dich gefragt, ob du zugenommen hast.&lt;br /&gt;
Ich  wieso?&lt;br /&gt;
Entweder sind heute deine Hosen zu eng, oder es liegt&lt;br /&gt;
daran, daß du zu viele Hamburger isst.&lt;br /&gt;
Elke kam retour und knuffte mich in die Seite. Ich lachte&lt;br /&gt;
sie an. Und zu Thomas, als sie weg war: Sie ist süß!&lt;br /&gt;
Weißt du, daß sie einen Freund hat?&lt;br /&gt;
Ja, so ein Blonder, der gegen Sperrstunde an der Bar&lt;br /&gt;
schweigsam wartet, bis sie Schluß macht. Ich weiß nicht,&lt;br /&gt;
der ist mir unsympathisch,&lt;br /&gt;
Da vorne sitzt er.&lt;br /&gt;
Ich linste zur Bar. Na ja, seufzte ich,  so hübsche Girls&lt;br /&gt;
und dann solche Typen.&lt;br /&gt;
Das ist immer so, stimmte mir Thomas zu.&lt;br /&gt;
Armin und Peter bezahlten und machten sich auf den &lt;br /&gt;
Heimweg. Die dicke Glastür knarrte in den Angeln und&lt;br /&gt;
schnappte hinter ihnen zu. &lt;br /&gt;
Thomas und ich.&lt;br /&gt;
Du hast mich vorhin gefragt, warum ich mich die ganze&lt;br /&gt;
Zeit über nicht blicken ließ. Thomas machte eine Pause.&lt;br /&gt;
Ich wollte eigentlich nicht darüber sprechen. Er holte&lt;br /&gt;
Luft und stotterte los: Aber, hey, dir kann ich`s sagen.&lt;br /&gt;
Irgendwie habe ich Vertrauen zu dir ... .&lt;br /&gt;
Ich wollte ihn nicht weiterreden lassen. Wegen Konstanze?&lt;br /&gt;
fragte ich verständnisvoll.&lt;br /&gt;
Nee, ich hab` sie das letzte Mal vor sechs, nein, acht&lt;br /&gt;
Wochen gesehen. Nee, da geht nichts.&lt;br /&gt;
Ich schob mein Tabakpäckchen zurecht, entnahm ihm&lt;br /&gt;
ein Häufchen Tabak und drehte mir eine Zigarette.&lt;br /&gt;
Selbstverlassen saß ich da, den Kopf gesenkt, ab und zu&lt;br /&gt;
nickend  und rollte die Tabakbrösel in das Paper.&lt;br /&gt;
Ich zupfte den überstehenden Rest ab und stopfte ihn&lt;br /&gt;
zurück in den Beutel.&lt;br /&gt;
Siehst du das? Er deutete auf einen roten Fleck auf&lt;br /&gt;
seinem Nasenrücken.&lt;br /&gt;
Ja, hast du dich da gestoßen?&lt;br /&gt;
Das war viel schlimmer! Er drehte seinen Kopf zur&lt;br /&gt;
Seite und langte sich ans rechte Ohr. Da habe ich&lt;br /&gt;
dasselbe. Und da. Er deutete auf seine Brust, seine&lt;br /&gt;
Knie und krempelte die Hosenbeine hoch. Ich sah einen&lt;br /&gt;
schorfigen, roten Fleck unterhalb der Kniescheibe.&lt;br /&gt;
ich bin krank. Ich fühle mich wie ein Aussätziger.&lt;br /&gt;
Es ist unheimlich schwer für mich, darüber zu reden ... .&lt;br /&gt;
Er schilderte mir die gesamte Palette seiner Beschwerden.&lt;br /&gt;
Er war schwer krank.&lt;br /&gt;
Oh Mann! Du kannst dir gar nicht vorstellen, was für&lt;br /&gt;
tierische Schmerzen das sind.&lt;br /&gt;
Was ist das für eine Krankheit?&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht. Thomas schaute gequält. Wenn ich &lt;br /&gt;
die Tabletten einnehm` ..., und das ist der Haken, dann&lt;br /&gt;
bringe ich`s nicht mehr im Bett.&lt;br /&gt;
Mir schwirrte der Kopf. Ich nahm mir eine Zigarette aus&lt;br /&gt;
seiner Schachtel. Hmm.&lt;br /&gt;
Ralph, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie mich das&lt;br /&gt;
fertig macht. Die Schmerzen werden erträglich, wenn&lt;br /&gt;
ich die Tabletten einwerfe ... . Was soll ich machen?&lt;br /&gt;
Das nächste Wochenende feiern wir wieder in der Hütte.&lt;br /&gt;
Wo ihr schon mal ward?&lt;br /&gt;
Genau. Ich freue mich riesig drauf, denn da ist eine Tussie&lt;br /&gt;
dabei, die mir echt gut gefällt. Eine super Gelegenheit!&lt;br /&gt;
Wenn ich die Tabletten zwei Tage vorher absetzen würde&lt;br /&gt;
..., aber dann kriege ich diese höllischen Schmerzen.&lt;br /&gt;
Sag, was soll ich machen?&lt;br /&gt;
Ich war rat- und lustlos. Ich wollte nichts mehr hören.&lt;br /&gt;
Manche Nächte waren schwärzer als sonst. Und kälter.&lt;br /&gt;
Meine Gedanken waren nicht bei mir. Der Alkohol tat&lt;br /&gt;
sein Übriges. &lt;br /&gt;
Du kannst dir nicht vorstellen, wie dreckig es mir geht,&lt;br /&gt;
jammerte Thomas halbtrunken. Feierabend! tönte Elke&lt;br /&gt;
mit ihrer hellen Engelsstimme. die letzten Gäste leerten&lt;br /&gt;
ihre Gläser und verließen das Billard-Café. Elke kassierte&lt;br /&gt;
ab. Geht ihr dann auch?! bat sie mit Nachdruck.&lt;br /&gt;
Ich blickte sie erschöpft an und nickte. wir zogen uns die&lt;br /&gt;
Jacken über.&lt;br /&gt;
Hey, Ralph, wir müssen heute unbedingt noch was machen.&lt;br /&gt;
Gehen wir zu dir!&lt;br /&gt;
Abwehrend entgegnete ich: Du weißt doch, daß das wegen&lt;br /&gt;
meiner Eltern nicht funktioniert.&lt;br /&gt;
Thomas brummelte unzufrieden. Wir standen da wie bestellt&lt;br /&gt;
und nicht abgeholt. Ich ging pinkeln. Thomas folgte mir auf&lt;br /&gt;
den Fuß. Verdammt noch mal, dachte ich und laut: Schau,&lt;br /&gt;
das ist ein Problem, das ich habe  ich kann nicht gleich-&lt;br /&gt;
zeitig zuhören und pinkeln!&lt;br /&gt;
Thomas ging sich die Hände waschen. Ich weiß, daß wir&lt;br /&gt;
heute noch was machen, sagte er überzeugt und trocknete&lt;br /&gt;
sich die Hände an einem Papierhandtuch. Du darfst mich&lt;br /&gt;
jetzt nicht im Stich lassen! Dann wäre ich echt enttäuscht.&lt;br /&gt;
Das kannst  das darfst du nicht machen!&lt;br /&gt;
Du siehst das alles viel zu eng, wich ich aus.&lt;br /&gt;
Du hast gut Reden. du hast solche Probleme nicht.&lt;br /&gt;
Das Klo roch verdammt nach Klo. Das richtige Örtchen&lt;br /&gt;
für eine Unterhaltung. Draußen rief Elke: Was macht&lt;br /&gt;
ihr denn so lange da drin? Und ich sabberte zurück:&lt;br /&gt;
Was glaubst du denn?!&lt;br /&gt;
Elke war verärgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Draußen schnitt uns der Wind kalt ins Gesicht. Es war&lt;br /&gt;
nach Eins und keine Menschenseele zu sehen. Nur die&lt;br /&gt;
Laternen, die gespenstige Schatten auf das Pflaster warfen.&lt;br /&gt;
Wir standen unentschlossen vor dem Café. Thomas hatte&lt;br /&gt;
einen langen Nachhauseweg vor sich. Unruhig, die Hände&lt;br /&gt;
in den Taschen vergraben, wankte ich von einem Fuß auf&lt;br /&gt;
den anderen. Schließlich mit hochgezogenen Schultern&lt;br /&gt;
machte ich mich auf die Socken.&lt;br /&gt;
Ich laufe noch mit! Thomas war verzweifelt, und er&lt;br /&gt;
redete auf mich ein, vielleicht in der Hoffnung, ich würde&lt;br /&gt;
ihn nach Hause fahren.&lt;br /&gt;
Er wird sich nicht gleich umbringen, dachte ich und&lt;br /&gt;
versuchte ihn zu trösten. Jeder hat sein Kreuz.&lt;br /&gt;
Dabei lachte ich gezwungen.&lt;br /&gt;
Wir standen am Ende der Fußgängerzone. Es war arsch-&lt;br /&gt;
kalt. Der Wind. Ich wischte mir mit dem Handrücken die&lt;br /&gt;
Nase ab.&lt;br /&gt;
Du lachst mich aus.&lt;br /&gt;
Quatsch!&lt;br /&gt;
Doch, du lachst mich aus! Er warf mir einen Blick zu,&lt;br /&gt;
der mich im Erdboden versinken ließ. Dann trottete er&lt;br /&gt;
in die Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1983)
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-12T18:44:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3427737/">
    <title>Am Stadtbrunnen</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3427737/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die Liebe schmilzt wie&lt;br /&gt;
Butter in der Sonne&lt;br /&gt;
komplett&lt;br /&gt;
verflossen ist das Fett&lt;br /&gt;
Eine neue Wohnung fand ich bald&lt;br /&gt;
und auch ein Bett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.06.2005 19:21 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-12T18:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3316040/">
    <title>Zuhause ist weit unten</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3316040/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
die Häuser der Stadt erscheinen mir wie eine aus der Erde&lt;br /&gt;
geholte Unterwelt&lt;br /&gt;
gerade so wie Pflanzen, die vor unseren Augen&lt;br /&gt;
dem Licht entgegenwachsen&lt;br /&gt;
als Pilze oder Baumriesen&lt;br /&gt;
verschiedenförmig in Gestalt und Wurzelgeflecht&lt;br /&gt;
tausendfach stehen Gesichter hinter den Fenstern&lt;br /&gt;
sie leben als flügellahme Vögel auf&lt;br /&gt;
den Stockwerken&lt;br /&gt;
Männer pinkeln in Waschbecken und Frauen in Kochtöpfe&lt;br /&gt;
in den Korridoren und Hausgängen&lt;br /&gt;
schlurfen wir wie Sisyphos bergauf&lt;br /&gt;
hinter jeder Stirn eine Welt voll Traurigkeit&lt;br /&gt;
auf jedem Buckel eine unsagbare Last&lt;br /&gt;
ich tauche mein Gesicht in einen See voll Bier&lt;br /&gt;
und sehe die trinkende Fratze vom Boden&lt;br /&gt;
aus&lt;br /&gt;
bestimmt bin ich kein Luftgewächs&lt;br /&gt;
bestimmt stecke ich tief im Boden&lt;br /&gt;
manche Korridore sind wie&lt;br /&gt;
Gliedmaßen&lt;br /&gt;
gleich grauen Häuserfluchten umklammern&lt;br /&gt;
verschlingen sie das Leben&lt;br /&gt;
als wäre es niemals für die Oberwelt&lt;br /&gt;
geboren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
08.12.2005 15:21 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-13T15:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3152365/">
    <title>fleisch</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3152365/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
eine in die jahre gekommene holländerin führte den puff &lt;br /&gt;
ich sagte, dass ich hier groß geworden sei &lt;br /&gt;
diese stadt besteht aus spießern &lt;br /&gt;
sie wolle es trotzdem probieren &lt;br /&gt;
na gut, der dicke barkeeper im anzug gab einen aus &lt;br /&gt;
auf kosten des hauses &lt;br /&gt;
ich spielte mit einer oben-ohne-schnecke billard &lt;br /&gt;
sie spielte nicht mal schlecht &lt;br /&gt;
und während sie die kugeln stieß, wurde ich richtig &lt;br /&gt;
geil &lt;br /&gt;
schließlich gewann ich &lt;br /&gt;
ich hätte gerne mal hingefasst &lt;br /&gt;
an der bar kühlte ich mein mütchen mit pils &lt;br /&gt;
nicht viel los in dem laden &lt;br /&gt;
außer ein paar türken mit dicken brieftaschen &lt;br /&gt;
und spaggos mit zuviel gel im schwarzen haar &lt;br /&gt;
vor ein paar jahren war hier noch eine metzgerei &lt;br /&gt;
eingesessener familienbetrieb &lt;br /&gt;
sie machten die besten buletten im umkreis &lt;br /&gt;
wo jetzt der tresen stand, wurde früher &lt;br /&gt;
das fleisch über die theke gereicht &lt;br /&gt;
ich will nicht lange drumrum reden &lt;br /&gt;
ich nahm die barbusige billardspielerin &lt;br /&gt;
mit ins separee &lt;br /&gt;
und wieder gewann ich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
04.08.2002 11:23 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-07T13:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3113019/">
    <title>Auf der Neckarwiese</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3113019/</link>
    <description>&lt;br /&gt;

Rockmusik in den Ohren und das Auftapsen des Volleyballs.&lt;br /&gt;
Der Wind streicht mir sanft über den Rücken. Ich liege neben&lt;br /&gt;
meinem schwarzen Uraltfahrrad auf der Neckarwiese.&lt;br /&gt;
Ein kleines Paradies inmitten der Stadtlandschaft, die im&lt;br /&gt;
Hintergrund schnarrt. Meine Nachbarn haben zufriedene&lt;br /&gt;
Gesichter, schmunzeln mit vorgehaltener Hand in die Sonne,&lt;br /&gt;
beobachten das verrückte Treiben der Hunde, die sich wild und&lt;br /&gt;
wendig zwischen unseren Liegeplätzen jagen  und schütteln&lt;br /&gt;
sich pudelnaß. So mancher fährt erschreckt hoch aus seinem&lt;br /&gt;
Sonnenschlaf.&lt;br /&gt;
Ein tief im Wasser liegendes Frachtschiff tuckert vorbei, &lt;br /&gt;
macht Wellen, auf denen ein Tretboot lustig schaukelt.&lt;br /&gt;
Am Ufer sitzen - Schwäne und Enten füttern. Überbleibsel aus&lt;br /&gt;
der Tierwelt, fast schon domestiziert. Über die Neckarbrücke&lt;br /&gt;
rollt bimmelnd eine Trambahn. Der nächste Frachter in der &lt;br /&gt;
gekennzeichneten Fahrrinne. Verkehr kreuzt sich. Hupen und&lt;br /&gt;
Motorengeräusch. Ich will nicht hinhören! Lieber dem lustigen&lt;br /&gt;
Treiben auf der Wiese zuschauen. Das Spiel und die Sonne,&lt;br /&gt;
die mir aufs Gesicht prallt, und Papierfetzen, die über dem&lt;br /&gt;
Boden tanzen. Ausgelassene Stimmung. Der Duft von&lt;br /&gt;
Gebratenem steigt mir in die Nase. Wohlfühlen zwischen &lt;br /&gt;
jungen Menschen. Die Alten sieht man hier nicht. Die sitzen&lt;br /&gt;
auf Bänken im Schatten knorriger, dickstämmiger Bäume.&lt;br /&gt;
Alles ist noch kahl, nun das erste Frühlingsversprechen nach&lt;br /&gt;
einem langen und kalten Winter.&lt;br /&gt;
Baukräne am Horizont, Silos, Hafengrau. Auf der anderen &lt;br /&gt;
Seite der pelzige Bergrücken, zu dessen Füßen die Stadt&lt;br /&gt;
blüht. Gegen diesen freundlichen Riesen erscheint alles wie&lt;br /&gt;
Spielzeug: Bunte Hausfassaden, kleine Blechautos, die in der&lt;br /&gt;
Sonne blitzen, steinerne Zigarren, der höchste Baum ein&lt;br /&gt;
Fernsehturm.&lt;br /&gt;
Die Einsamkeit spannt in die Runde. Der Reiz des jungen&lt;br /&gt;
Fleisches schärft den Blick. Die knappe Kleidung der &lt;br /&gt;
Volleyballspielerin, der Lippenstift der Frau neben mir,&lt;br /&gt;
die offene Körperhaltung.&lt;br /&gt;
Der Boden ist angenehm kühl, das Gras kurz und frech-grün.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1984)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-28T12:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3112931/">
    <title>in der bahnhofsgaststätte</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3112931/</link>
    <description>&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;


eine sehr nützliche einrichtung ist die eisenbahn.&lt;br /&gt;
arbeiter, die einen langen arbeitsweg haben, schüler,&lt;br /&gt;
studenten, die auswärts studieren, gebrauchen dieses&lt;br /&gt;
fortbewegungsmittel. so auch ich. es gibt viele&lt;br /&gt;
dinge, die für die eisenbahn sprechen. und es gibt&lt;br /&gt;
viele menschen, die mit dem auto fahren.&lt;br /&gt;
die züge halten an bahnhöfen. es gibt große- und&lt;br /&gt;
kleine bahnhöfe und auch winzig-kleine.&lt;br /&gt;
unser bahnhof ist klein und zudem schlecht beheizt.&lt;br /&gt;
bei sturm wippt die gläserne eingangstür wie eine&lt;br /&gt;
saloontür in ihren angeln. blätter werden hereinge-&lt;br /&gt;
wirbelt und das haar zerzaust. sturm ist interessant.&lt;br /&gt;
der bahnhof ist klein, trotzdem ist er nie überfüllt.&lt;br /&gt;
viele fahren mit dem auto. und autos sieht man genug&lt;br /&gt;
auf den straßen. jürgen und ich fahren mit dem auto&lt;br /&gt;
zum bahnhof. dort steht es den ganzen tag und&lt;br /&gt;
wartet auf unsere rückkehr. das machen viele so.&lt;br /&gt;
muß man eine längere wartefrist überbrücken, setzt&lt;br /&gt;
man sich auf die hölzerne wartebank und dreht&lt;br /&gt;
däumchen. ich warte ungern in schalterhallen.&lt;br /&gt;
selbst bei regem betrieb wirken sie hohl und leer.&lt;br /&gt;
die menschen darin sind flüchtig. und ihre blicke&lt;br /&gt;
sind wie laserstrahlen. der helle lärm ist ungemütlich.&lt;br /&gt;
das sind gründe, warum ich gerne die bahnhofsgast-&lt;br /&gt;
stätte aufsuche  auch um ein bier zu trinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der bummelzug fährt 40 minuten bis durlach.&lt;br /&gt;
er hält an jedem bahnhof. jürgen und ich sitzen uns&lt;br /&gt;
gegenüber im abteil. der schaffner kommt zur&lt;br /&gt;
kontrolle. wir kramen unsere brieftaschen aus&lt;br /&gt;
unseren jacken und schlagen sie auf. ein kurzes&lt;br /&gt;
nicken. sonst passiert nichts.&lt;br /&gt;
wir überlegen uns, ob wir nicht für ein bier in der&lt;br /&gt;
durlacher bahnhofsgaststätte verweilen wollen, &lt;br /&gt;
bevor wir in die straßenbahn umsteigen. denn die&lt;br /&gt;
ist um diese morgentliche zeit überfüllt. es ist eine&lt;br /&gt;
elende fahrerei bis zur uni. &lt;br /&gt;
als wir aussteigen und die strömende meute auf&lt;br /&gt;
dem bahnsteig sehen, steht unser entschluß fest.&lt;br /&gt;
statt dem menschenstrom nach draußen in die &lt;br /&gt;
dunkelheit zu folgen, schwenken wir nach links&lt;br /&gt;
zur eingangstür der gaststube.&lt;br /&gt;
außer uns sind da nur die 2 bedienungen und&lt;br /&gt;
wenige gäste: arbeiter, die in der nähe zu tun&lt;br /&gt;
haben und alkoholiker. die wirtschaft wird von&lt;br /&gt;
griechen geführt, und die kleine, rundliche bedien-&lt;br /&gt;
ung gehört dazu. jeden morgen fährt sie ihre beiden&lt;br /&gt;
kleinen töchter zur schule. von der anderen bedienung&lt;br /&gt;
weiß ich nichts. sie ist die freundin der kleinen griechin&lt;br /&gt;
und ist groß und hat dicke waden und einen dümm-&lt;br /&gt;
lichen gesichtsausdruck.. jetzt, wenige wochen vor&lt;br /&gt;
weihnachten ist es draußen gerade noch dunkel,&lt;br /&gt;
wenn wir an unserem 1. frühstücksbier sitzen.&lt;br /&gt;
ich liebe die atmosphäre, wenn es klar ist, und die&lt;br /&gt;
morgensonne über die dächer lugt. dann werden ihre&lt;br /&gt;
ersten strahlen sichtbar und fallen durch das hohe&lt;br /&gt;
fenster in die wirtsstube. es ist wie nebel im raum,&lt;br /&gt;
und alles ist in mattes licht getaucht. die staubteil-&lt;br /&gt;
chen tanzen in der luft. es macht spaß, in die sonne&lt;br /&gt;
zu blinzeln. das geht nur kurz, und die sonne ist über&lt;br /&gt;
dem fenster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch eins? frage ich jürgen.&lt;br /&gt;
trinken wir noch eins.&lt;br /&gt;
trinken wir halt noch eins.&lt;br /&gt;
ich blicke zur uhr geradeaus.&lt;br /&gt;
wir haben noch zeit.&lt;br /&gt;
noch 2 ex, sage ich zur bedienung.&lt;br /&gt;
2 halbe, sagt die bedienung und schaut uns an.&lt;br /&gt;
ich nicke. ich frage jürgen nach einer zigarette.&lt;br /&gt;
der tut es ab mit einer handbewegung - nimm nur&lt;br /&gt;
und lacht. wir schweigen und rauchen. es riecht&lt;br /&gt;
nach farbe. das spielzimmer wurde frisch gestrichen.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
die leiter des malers lehnte neben der tür an der wand&lt;br /&gt;
gerade hinter unseren stammplätzen an der theke.&lt;br /&gt;
wir steuerten wie gewohnt unsere stammplätze an.&lt;br /&gt;
der maler stand auf der leiter und werkelte rum.&lt;br /&gt;
wir sitzen immer auf diesen plätzen. seit einem halben&lt;br /&gt;
jahr. aber als wir uns an dem maler vorbeischieben&lt;br /&gt;
wollten, zuckten wir zusammen. die griechin herrschte&lt;br /&gt;
uns an, ob wir denn nicht sähen, dass der mann bei der&lt;br /&gt;
arbeit sei! das wäre doch unmöglich! also sowas!&lt;br /&gt;
und sie wurde gar nicht mehr ruhig darüber, so dass&lt;br /&gt;
ich sagte: ja, ist das ein grund, so böse zu sein?&lt;br /&gt;
verärgert setzten wir uns auf 2 andere plätze und &lt;br /&gt;
tuschelten über den vorfall. wir bestellten 2 kaffee.&lt;br /&gt;
der kaffee schmeckte grausam, und wir spülten den&lt;br /&gt;
schalen geschmack mit 2 pils herunter.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
die kleine dicke und ihre freundin mag ich nicht.&lt;br /&gt;
aber das ist das wenigste. nachmittags bedient ein&lt;br /&gt;
kleiner, blonder käfer. oft verpasse ich meinen&lt;br /&gt;
zug, weil ich die abfahrtszeiten nicht im kopf habe.&lt;br /&gt;
dann setze ich mich in die bahnhofsgaststätte und &lt;br /&gt;
trinke ein bier. die blonde und ich tauschen blicke,&lt;br /&gt;
und ich fühle mich unsicher und beklommen.&lt;br /&gt;
ich habe nichts zu tun, als mein bier zu trinken und&lt;br /&gt;
in die runde zu schauen. immer wieder der blick zur&lt;br /&gt;
uhr, der blick zu der niedlichen blonden.&lt;br /&gt;
als ich bezahlte, sagte sie ganz lieb tschüß.&lt;br /&gt;
oder bildete ich mir das ein?&lt;br /&gt;
im spielzimmer spielten sie billard um geld, und ich&lt;br /&gt;
hörte ihre großen, lauten stimmen.&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
ich geh` pinkeln, sage ich zu jürgen.&lt;br /&gt;
wir gehen zusammen. für zechpreller eine ideale&lt;br /&gt;
gelegenheit auszubüchsen. der flur zu den toiletten&lt;br /&gt;
führt direkt weiter ins freie. jürgen lacht. &lt;br /&gt;
zurück in der kneipe kommen wir auf die idee, die&lt;br /&gt;
musikbox anzuwerfen. 2 mark  8 titel. doch der&lt;br /&gt;
strom ist draußen, und die 2 mark sind drin.&lt;br /&gt;
ich hab` mich schon gewundert, warum sie dunkel&lt;br /&gt;
ist, sage ich. wir probieren herum. wir kichern ver-&lt;br /&gt;
legen. wo ist der schalter? die 2 mark sind jedenfalls&lt;br /&gt;
drin! endlich kommt die bedienung und fummelt den&lt;br /&gt;
stecker in die steckdose. aaah, jetzt brennen auch die&lt;br /&gt;
lichter, staune ich. lasst euch die 2 mark von der&lt;br /&gt;
bedienung geben, bemerkt ein kneipengast. so kommen&lt;br /&gt;
wir doch noch zu unserer musik.&lt;br /&gt;
wir sitzen und nippen an dem frisch gezapften bier. &lt;br /&gt;
ich spiele mit der feder im bein des barhockers. die feder&lt;br /&gt;
lässt den hocker immer wieder in die ausgangsposition&lt;br /&gt;
wippen. ich halte mich an der theke.&lt;br /&gt;
spielen wir billard? frage ich jürgen. ich spiele recht&lt;br /&gt;
gut. es steht nur 1 tisch inmitten des spielzimmers.&lt;br /&gt;
es ist auch nur 1 stock da. ich verliere. 2 ausländer&lt;br /&gt;
schauen uns zu. wir vereinbaren ein doppel. wir spielen&lt;br /&gt;
um kleine bier. das 1. spiel gewinnen wir prompt.&lt;br /&gt;
jürgen versenkt die schwarze, dass es knallt. der einsatz&lt;br /&gt;
erhöht sich. nach 2 verlorenen spielen geht es in dem&lt;br /&gt;
letzten spiel um alles. der verlierer zahlt, was offen&lt;br /&gt;
steht. wir haben einen leichten schwips und verlieren.&lt;br /&gt;
zurück auf unseren stammplätzen bekommen wir zu&lt;br /&gt;
unserer überraschung 2 bier spendiert. vom automaten-&lt;br /&gt;
aufsteller.&lt;br /&gt;
an der durchreiche zum bahnsteig steht ein mann und&lt;br /&gt;
trinkt kaffee. diesen scheußlichen kaffee! das überlege&lt;br /&gt;
ich mir kurz. inzwischen marschieren die zeiger der &lt;br /&gt;
wanduhr auf 11. es wird zeit, dass wir gehen.&lt;br /&gt;
im bahnhofsklo stinkt es beißend nach urin und scheiße.&lt;br /&gt;
links an der wand der kondomautomat. wir witzeln&lt;br /&gt;
über die verschiedenen prädikate. ich lese die ordinären&lt;br /&gt;
sprüche auf dem fenstersims  in krakeliger kinder-&lt;br /&gt;
schrift. wir verlassen das bahnhofsgebäude.&lt;br /&gt;
das tageslicht blendet uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1985)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-28T11:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3066393/">
    <title>Das Licht und die Stadt</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3066393/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
die Musik der Stadt ist wie eine Hymne an das Leben&lt;br /&gt;
ein Radauorchester mit stählernen Pauken&lt;br /&gt;
motorsägenden Violinen und&lt;br /&gt;
unterirdischem Posaunenchor&lt;br /&gt;
der Dirigent ist der bleiche Tag&lt;br /&gt;
mit wolkenwirrem Haar&lt;br /&gt;
der seine Arme über die Stadt hebt und senkt&lt;br /&gt;
einen infernalischen Rhythmus vorgebend&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
nach dem Morgenkaffee&lt;br /&gt;
und dem ersten Bier&lt;br /&gt;
verlasse ich meinen Logenplatz in der Küche&lt;br /&gt;
und begebe mich selbst hinunter in das städtische Treiben&lt;br /&gt;
beinahe schneckengleich sehe ich mich über&lt;br /&gt;
den Asphalt kriechen&lt;br /&gt;
die Anderen und mich selbst beäugend, als wären&lt;br /&gt;
wir Leprakranke&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
unerwartet&lt;br /&gt;
kommt die Sonne hervor und füllt den Dom des Lebens&lt;br /&gt;
mit gleißendem Licht&lt;br /&gt;
wie Schweiß aus den Poren tritt&lt;br /&gt;
füllen sich die Straßen und Wege mit Menschen&lt;br /&gt;
ich fühle eine Unruhe&lt;br /&gt;
die Sonne hebt Gut und Schlecht gleichermaßen hervor&lt;br /&gt;
Blicke wie scheue Gewitter&lt;br /&gt;
zurückgezogen&lt;br /&gt;
sitze ich an der Theke eines Pubs&lt;br /&gt;
den Sehnerv um ein paar Meter verlängert&lt;br /&gt;
ich nicke auffordernd lächelnd&lt;br /&gt;
als das Bier leer ist&lt;br /&gt;
am Ende meines Tunnels sind das Licht &lt;br /&gt;
und die Stadt&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
08.06.2006 von bonanza
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Orte&quot;&gt;Orte&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-14T16:56:00Z</dc:date>
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