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    <title>prosaGEDICHTE (von bonanza/margot) : Rubrik:Science Fiction</title>
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    <description>von bonanza/margot</description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
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    <dc:date>2007-12-06T18:09:38Z</dc:date>
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    <title>prosaGEDICHTE</title>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4513136/">
    <title>bis in unendliche weiten</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4513136/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ene mene muh, und raus bist du&lt;br /&gt;
politiker spielen blinde kuh&lt;br /&gt;
komisch, darauf fällt mir love-paarade&lt;br /&gt;
ein, sagte otto und zog das a mit einer&lt;br /&gt;
seiner typischen grimassen zu:&lt;br /&gt;
aaaafter&lt;br /&gt;
afterwords ist alles better, fügte er sofort&lt;br /&gt;
hinzu&lt;br /&gt;
ad hoc, meinte spock zu kirk&lt;br /&gt;
und meinte, dass jenes wurmloch dort&lt;br /&gt;
was ganz besonderes darstellte&lt;br /&gt;
wo dort?&lt;br /&gt;
fragte otto hampelnderweise auf der bühne&lt;br /&gt;
na dort!&lt;br /&gt;
dort&lt;br /&gt;
oh, mein gott&lt;br /&gt;
ein bass aus dem hintergrund&lt;br /&gt;
aus der düsternis des bühnenabgrunds traf&lt;br /&gt;
auf die zugenagelten ohren des publikums&lt;br /&gt;
oh, mein gott!&lt;br /&gt;
hübsche frauenvisagen, die lachten&lt;br /&gt;
während scotty den warpkern reparierte&lt;br /&gt;
wir sind bei 120 prozent der belastbarkeit&lt;br /&gt;
maschinenraum an brücke&lt;br /&gt;
warum bringe ich tahiri mit einem zahnstocher&lt;br /&gt;
in verbindung?&lt;br /&gt;
zulu, bringen sie otto auf die&lt;br /&gt;
krankenstation&lt;br /&gt;
er hat die nerven verloren&lt;br /&gt;
jawohl sir, salutierte zulu&lt;br /&gt;
brücke an maschinenraum: wann fliegen wir&lt;br /&gt;
auseinander?&lt;br /&gt;
captain, es kann sich nur noch um&lt;br /&gt;
nanosekunden handeln&lt;br /&gt;
verbinden sie mich mit der krankenstation&lt;br /&gt;
mc coy, du musst dich nicht outen&lt;br /&gt;
aber genau jetzt brauche ich deine&lt;br /&gt;
schwulen qualitäten&lt;br /&gt;
bevor die enterprise auseinderbricht&lt;br /&gt;
ficke otto in den popo&lt;br /&gt;
was?&lt;br /&gt;
ficke otto in den popo!&lt;br /&gt;
das ist ein befehl!&lt;br /&gt;
der warpkern hat sich stabilisiert, sir&lt;br /&gt;
scotty umarmte seinen liebling&lt;br /&gt;
das dachte ich mir, sagte kirk&lt;br /&gt;
spock spitzte die ohren&lt;br /&gt;
ad hoc, das wurmloch war eine allegorie&lt;br /&gt;
auf ottos arschloch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.10.2002 02:15 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-06T18:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4313158/">
    <title>von aliens und pulverisierten menschen</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4313158/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
zwei aliens unterhalten sich&lt;br /&gt;
wie gehts deiner frau?&lt;br /&gt;
schon wieder besser&lt;br /&gt;
du hast genug medicin gewinnen können?&lt;br /&gt;
ausreichend menschenpulver, ja&lt;br /&gt;
ein wunder, dass das hilft&lt;br /&gt;
aber es hilft&lt;br /&gt;
und dafür wurden sie gezüchtet?&lt;br /&gt;
ja, für unsere hausapotheke&lt;br /&gt;
und man muß sie pulverisiert zu sich nehmen?&lt;br /&gt;
um die beste wirkung zu erzielen  aber du kannst sie schon mal roh verzehren, wenn du nicht warten willst&lt;br /&gt;
hm, das ist interessant, wie schmecken sie denn?&lt;br /&gt;
wenn du sie mit den kolonien auf den klasse m planeten vergleichst&lt;br /&gt;
würziger, würde ich sagen.&lt;br /&gt;
also besser pulverisiert, und wie komme ich an die ware?&lt;br /&gt;
am besten wartest du eine kleine weile, diese wesen erledigen sich gegenseitig; gerade sind sie wieder gut dabei&lt;br /&gt;
und das fällt denen gar nicht auf, wenn da plötzlich ein paar tausend fehlen?&lt;br /&gt;
nee, die sind so unterentwickelt, und über telepathische kräfte verfügen&lt;br /&gt;
nur ganz wenige&lt;br /&gt;
wie wirken sie denn?&lt;br /&gt;
geil, echte stimmungsmacher - gut dosiert; und wenns reiner stoff ist, genau das richtige gegen die depressionen meiner frau&lt;br /&gt;
aber auch zum so mal probieren gut  und ungefährlich?&lt;br /&gt;
ich kann sie empfehlen&lt;br /&gt;
demnächst kommt wieder eine lieferung rein, dann schicke ich dir was rüber&lt;br /&gt;
das wäre fantastisch, danke&lt;br /&gt;
unter freunden&lt;br /&gt;
schönen gruß an deine frau und die kinder&lt;br /&gt;
war schön, mal wieder geplaudert zu haben&lt;br /&gt;
geht mir genauso ...&lt;br /&gt;
manchmal geht so eine saat eben richtig gut auf&lt;br /&gt;
aber nicht immer&lt;br /&gt;
ne, nicht immer&lt;br /&gt;
na denn&lt;br /&gt;
arrividerci, mon ami
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-02T13:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4307192/">
    <title>quasimodo (teil 2)</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4307192/</link>
    <description>die neuanfangszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gespräch zwischen adam und eva nach ihrer lieblingsbeschäftigung&lt;br /&gt;
im garten eden unterm apfelbaum  jahreszeit unbekannt, zeit-&lt;br /&gt;
rechnung unbekannt, überliefert von lucifer, auch als teufel ver-&lt;br /&gt;
schrien, von beruf verwandlungskünstler  zweifellos neben gott&lt;br /&gt;
einer der unsterblichen mutationen. lucifer, gerade um einen ast&lt;br /&gt;
gewickelt, verdaut eine fette maus und rülpst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
adam: badamm!&lt;br /&gt;
eva: oh, adam, oh...!&lt;br /&gt;
adam: laß uns im schatten dieses wunderbaren apfelbaums&lt;br /&gt;
ausruhen. warum gibt es keine nacht in unserer welt?&lt;br /&gt;
nur schatten, keinen schlaf  nur ruhe, keinen tod?&lt;br /&gt;
nur leere &lt;br /&gt;
eva: du ödest mich an mit deinem philosophischen dünnschiß.&lt;br /&gt;
immer hinterher! seit tausenden von jahren redest du nur scheiß&lt;br /&gt;
in deiner postorgiastischen phase.&lt;br /&gt;
adam: ich bin ein mann.&lt;br /&gt;
ich bin der speer, der in das leben stößt, ich bin das schild für&lt;br /&gt;
deinen zarten leib, ich baue die heimstatt unserer zukunft &lt;br /&gt;
(pause)&lt;br /&gt;
sieh, meine kräftigen hände.&lt;br /&gt;
eva: bullshit! seit tausenden von jahren hast du nicht kapiert,&lt;br /&gt;
was eine muschi ist. ich musste dir es im staub aufzeichnen.&lt;br /&gt;
mein gott!&lt;br /&gt;
adam: sieh die narbe  (er deutet auf eine narbe unterhalb der&lt;br /&gt;
rippen.)&lt;br /&gt;
eva streckt die hände gen himmel: lieber gott, was hast du ihm&lt;br /&gt;
da eingeredet? er fiel im suff in eine scherbe ...&lt;br /&gt;
adam: aus meiner rippe wurdest du, weib!&lt;br /&gt;
eva: zudem verlor er sein gedächtnis und wurde schwachsinnig.&lt;br /&gt;
ich mag die jahre nicht zählen, seit ich ihn pflege, diesen suff-&lt;br /&gt;
kopf! doch ich habe nur diesen einen pimmel.&lt;br /&gt;
(eva wendet sich wieder adam zu und seufzt.)&lt;br /&gt;
adam: schweig! lästere nicht gott, unserem schöpfer, welcher&lt;br /&gt;
mir das weib zugedacht  um dem anfang ein ende zu setzen,&lt;br /&gt;
um der kreatur den raum zu geben ...&lt;br /&gt;
endlich kenne ich den weg, der mir bestimmt.&lt;br /&gt;
eva: seit dem delirium verhältst du dich wie ein pubertäres&lt;br /&gt;
arschloch. und ich, geduldiges wesen, darf die pickel deines&lt;br /&gt;
krankhaften geistes ausdrücken und mit speichel benetzen.&lt;br /&gt;
(eva blickt demutsvoll in den apfelbaum.)&lt;br /&gt;
wie auch immer, er ist der einzige pimmel, der mir blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(lucifer scheißt vom ast.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
adam: welch wunder! der dung des lebens  an diesem&lt;br /&gt;
platz, geliebte eva  eine verdaute maus, ein zeichen &lt;br /&gt;
unseres herrgotts ... oh!&lt;br /&gt;
eva richtet sich auf: komm süßer, verlassen wir diesen &lt;br /&gt;
garstigen ort, laß uns lustwandeln und deinen pimmel in&lt;br /&gt;
honig baden.&lt;br /&gt;
(eva nimmt den weggetretenen adam bei der hand und hilft&lt;br /&gt;
ihm auf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(lucifer, welcher schon immer viel verständnis für das weibliche&lt;br /&gt;
gechlecht aufbrachte, reicht eva einen apfel zur wegzehrung.)&lt;br /&gt;
adam in trance: koste nicht von den verbotenen früchten.&lt;br /&gt;
(eva führt den torkelnden adam durch die apfelplantage  fort.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
epilog:&lt;br /&gt;
und bald  nach 9 monaten ward ein neues geschlecht geboren,&lt;br /&gt;
geboren auf quasimodo, und so nahmen die dinge ihren erneuten&lt;br /&gt;
lauf auf dem planeten, welchen wir heute die erde nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
adam: badammm!&lt;br /&gt;
eva: oh, adam, oh ...
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-30T15:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4305486/">
    <title>quasimodo (teil 1)</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4305486/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
wir schreiben das jahr 10010 auf dem planeten quasimodo. die bewohner, nämlich die quasimodaner, bevölkern ihre heimatkugel seit urzeiten. sie beherrschen alles  auch die drehachse. aber das kümmert sie nicht. die quasimodaner stehen am ende der evolutionskette. die natürliche auslese hat ihre schuldigkeit getan oder: les jeux sont faites oder:nichts geht mehr. die quasimodaner sind unsterblich. ich möchte dich nicht mit den alltäglichen verrichtungen dieser endrasse langweilen. sie unterscheiden sich im allgemeinen nicht von denen sterblicher. ficken, fressen, furzen. da die endrasse unfruchtbar ist, wandelte sich der sexualtrieb zum lustvollen volkssport. höchstleistungen werden auf wettkämpfen geboten. ausdauer und akrobatik arsch an arsch.&lt;br /&gt;
die quasimodaner sterben peu a peu aus. dass sie noch unendlich viele sind, verdanken sie einer riesigen bevölkerungsexplosion in früheren zeiten.&lt;br /&gt;
obwohl kein krieg, keine naturkatastrophen, hungersnöte und seuchen irgendwelcher art auf quasimodo des jahres 10010 passieren, schon lange nicht mehr passieren, nimmt die bevölkerung kontinuierlich und offen  sichtlich ab.&lt;br /&gt;
das schlagwort in dieser angelegenheit heißt keule.&lt;br /&gt;
keule ist die spielerisch-sportliche fortentwicklung aggressionsgeladener auseinandersetzungen wie zb: mord und totschlag, krieg und folter etc.. die evolution brachte die mordgeschichte auf den punkt. das sportspiel oder für sterbliche meinetwegen das mordspiel?&lt;br /&gt;
seit die quasimodaner unsterblich sind, gehen sie sehr cool mit dem ableben um. aber das verstehen nur unsterbliche. will sagen: der gemeine quasimodaner scheißt auf sein leben  hauptsache: keule!&lt;br /&gt;
und nicht zu vergessen: rödel, rödel  hechel, hechel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die unsterblichen tragen einen roten punkt mitten auf ihrer hohen stirn. dieser pigmentfleck ist überhaupt das erkennungszeichen aller unsterblichen. sportliche aufgabe eines jeden quasimodaners stellt nun dar, mit einer art baseballschlägers gezielt und möglichst unerwartet einen vorbeilaufenden mit einem schlag auf den punkt niederzustrecken.&lt;br /&gt;
wumms!&lt;br /&gt;
so sammeln die quasimodaner punkte. gleichbedeutend für sterbliche heißt das: mehr asche und größeres ansehen. die quasimodaner gehen nicht schuften, sie spielen keule und ansonsten: rödel, rödel  hechel, hechel. hierbei übrigens strengstes keuleverbot! die sportlichen disziplinen dürfen nicht vermischt werden. das gibt punktabzug. so gesehen leben jene quasimodaner am ungefährlichsten, welche sich ausschließlich genannter lustvollen betätigung widmen. allerdings fehlt es ihnen dann am nötigen punktekonto, um ihr auskommen zu sichern.&lt;br /&gt;
im jahre 10010 auf quasimodo waren gerade 20 punkte pro monat die norm. was darunter lag, galt als sozialfall: die parias unter den unsterblichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da nicht jeder schlag totsicher landete, entstand auch bei den unsterblichen eine wachsende anzahl von pflegefällen. diese mussten von dem einzig verbliebenen berufsstand, den ehemals kranken- und altenpflegekräften, versorgt und betreut werden. selbstredend verbietet sich in der pflegezone der einsatz der keule. die paradoxität zwischen selbstzerstörerischem handeln und fürsorge zum anderen bis hin zum altruismus zeichnet eindeutig jedwede gesellschaft aus, welche sich evolutionär zur letztendlichen organisationsstufe entwickelt. diese organisationsstufe nenne ich end- und neuanfangszeit&lt;br /&gt;
des biologischen evolutionskreislaufes.&lt;br /&gt;
die drei großen säulen der quasimodanischen gesellschaft heißen also: sex, keule und pflege. &lt;br /&gt;
(pflegekräfte bekamen auf ihrem konto punkte gutgeschrieben. damit war es natürlich gegeben, dass die feinfühligeren quasimodaner diese arbeit ausführten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich möchte nun zur demographischen entwicklung der quasimodanischen bevölkerung kommen  ab dem jahre 10010. nach den 3 betätigungsfeldern lassen sich die quasimodaner wie folgt gliedern in:  die parias oder auch sexbessenen, die unsterblichen pflegefälle, die pfleger und pflegerinnen und die keulebesessenen. der anteil der pflegefälle nahm ständig zu, die anzahl der keulebesessenen mit der zeit stark ab, die parias blieben sich fast gleich, und die pfleger und pflegerinnen schwankten eklatant. die quasimodanische bevölkerung halbierte sich alle 10000 jahre, bis sich der anteil der keulebesessenen auf einen verschwindend geringen sockelwert einpendelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir schreiben das jahr 1zig0en und 10 auf dem planeten quasimodo.&lt;br /&gt;
durch die unzählig entstandenen pflegefälle herrscht akuter pflegenotstand. sie sterben nun wie die fliegen. die parias sind zahlenmäßig ungeheuer überlegen. die pflegekräfte sind ungeheuer frustriert. viele geben sich selbst die keule. c`est la vie, sage ich da.&lt;br /&gt;
die endzeit der endzeit auf quasimodo ist angebrochen  - die neuanfangszeit. &lt;br /&gt;
man erzählt sich , dass auf einer einsamen, vergessenen südseeinsel ein volk oder vielmehr ein wilder stamm lebt, welcher als symbol seiner gottheit eine riesige aus stein gehauene keule anbetet. ansonsten sind die straßen von keulen wie leergefegt. im eigenst errichteten keulemuseum stehen die aussterbenden, unsterblichen quasimodaner blöde herum vor den ausstellungsstücken ihrer vergangenheit.&lt;br /&gt;
was für einen sinn macht unser dasein noch? fragen sie sich einander, gehen nach hause und ficken sich zu tode.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-29T14:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4303590/">
    <title>hildegard unter der weltraumdusche</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4303590/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
hildegard gähnte und betrachtete den fixsternhimmel.&lt;br /&gt;
obwohl der raumgleiter mit 20 prozent lichtgeschwin-&lt;br /&gt;
digkeit durch das vakuum fetzte, blieb das bild des&lt;br /&gt;
nachthimmels gleich. ewig gleich. auf dem bildschirm&lt;br /&gt;
flimmerte eine alte sciencefiction-marotte: das fünfte&lt;br /&gt;
element mit bruce willis. aus dem vorletzten jahrhundert.&lt;br /&gt;
hildegard liebte diese klassiker  vor allem aber bruce&lt;br /&gt;
willis. so eine raumreise ist scheißlang, dachte hilde-&lt;br /&gt;
gard bei sich und schlürfte von dem pina colada, der&lt;br /&gt;
auf der ablage neben ihrem pilotensitz stand.&lt;br /&gt;
auch ihre 2 töchter kamen ihr in den sinn, für deren&lt;br /&gt;
zukunft sie diese langweilige plaquerei auf sich nahm.&lt;br /&gt;
während für hildegard nur wenige stunden auf ihrer reise&lt;br /&gt;
vergingen, verstrichen zuhause tage, manchmal ganze wochen.&lt;br /&gt;
wenn ich mit diesem job weitermache, reflektierte hildegard&lt;br /&gt;
halb amüsiert, halb melancholisch, werden meine töchter&lt;br /&gt;
älter sein als ich - und dann können sie mich finanzieren&lt;br /&gt;
- verdammt, ich liebe euch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als hildegard sich nach geraumer zeit weltvergessen ihre augen rieb,&lt;br /&gt;
blinkte plötzlich auf ihrem bildschirm der schriftzug. meteoritenalarm!&lt;br /&gt;
auf. augenblicklich war sie hellwach. aus den weiten des raums be-&lt;br /&gt;
wegte sich ein nebel auf sie zu. sofort war ihr klar, dass sie nicht&lt;br /&gt;
ausweichen konnte. statistisch gesehen war sie in diesem mo-&lt;br /&gt;
ment zu 90 prozent tod.&lt;br /&gt;
der meteoritenschwarm erwischte den gleiter frontal, und&lt;br /&gt;
der gravitationsschild , der die silbrige außenhülle un-&lt;br /&gt;
sichtbar umgab, schäumte in wildem funkenhagel weiß auf.&lt;br /&gt;
von der gleißenden lichtflut geblendet, verdeckte hildegard&lt;br /&gt;
mit dem unterarm schützend ihre augen. sie spürte keine&lt;br /&gt;
vibrationen im innern. es war, als würde sie durch butter&lt;br /&gt;
fliegen. aber ein zu fetter brocken würde den schutz-&lt;br /&gt;
schild wie eine überdimensionale gewehrkugel durchschlagen.&lt;br /&gt;
vergangenheit, gegenwart und zukunftsvorstellung gefroren in&lt;br /&gt;
hildegard augenblicklich zu purer überlebensangst. der speichel&lt;br /&gt;
rann ihr aus den mundwinkeln. das kopfkino tillte. hildegard schrie.&lt;br /&gt;
sie klammerte sich an die statistischen 10 prozent und presste&lt;br /&gt;
ihre schenkel zusammen. ein klarer gedanke war unmöglich.&lt;br /&gt;
der raumanzug absorbierte die austretenden körperflüssig-&lt;br /&gt;
keiten. komischerweise dachte sie kurz vor der ohnmacht,&lt;br /&gt;
wie sie ihren töchtern von ihrem erlebnis erzählen würde:&lt;br /&gt;
als ich einen meteoriten küsste ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der spuk war so schnell vorbei, wie er gekommen war.&lt;br /&gt;
hildegard und ihr raumgleiter hatten die seltene attacke unbe-&lt;br /&gt;
schadet überstanden. das ewige fixsternbild lag wieder&lt;br /&gt;
stoisch im blickfeld. aber ja, ich liebe euch wirklich, dachte&lt;br /&gt;
hildegard wieder bei sich und löste die gurte ihres sitzes. ihr werdet&lt;br /&gt;
mir das jetzt doch gönnen. sie grinste, während sie auf die&lt;br /&gt;
toilette wankte. der raumanzug rutschte von ihr herab, bleischwer&lt;br /&gt;
und verkrümelte sich zu ihren füßen zu einem faltengewürm.&lt;br /&gt;
hildegard registrierte diese bilder mit nie gefühlter intensivität.&lt;br /&gt;
sie stellte die brause an. der wasserschauer erfasste ihren nackten&lt;br /&gt;
leib mit wohliger wärme. scheiße, dachte sie, während sie&lt;br /&gt;
sich abseifte, bruce, du wärest mein traummann gewesen&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
05.04.2002 14:44 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-28T17:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4256403/">
    <title>über die innerirdischen</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4256403/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
stell dir vor, die fliegenden untertassen, die immer wieder mal durch unsere zeitungen geistern, kommen nicht von fernen sternen oder gar galaxien  sondern tief aus dem erdinnern. kalte vulkane und ihre schlote dienen ihnen als schleußen  zu ihrem unterirdischen reich.&lt;br /&gt;
stell dir vor: etwa in 2- 5tausend kilometer tiefe ist die erde ausgehöhlt. möglicherweise ist sie gänzlich ausgehöhlt, so dass ihre bewohner, wie unsereins auf der außenkrümmung durch die schwerkraft gehalten, auf der innenkrümmung spazieren gehen. es wäre dort völlig dunkel, wenn nicht das lavagestein leuchten und die illumination der künstlichen wohnstätten der unterweltler den riesenhaften kugeligen hohlraum inmitten unserer erde in ein unirdisches, traumhaftes licht tauchen würde.&lt;br /&gt;
stell dir diese wesen vor: ich nenne sie unterweltler oder innerirdische. sie haben große köpfe und zierliche, fast zwergenhafte körper. ihre augen oval und matt über kleiner nase und mundöffnung, ihre haut mit grauer pigmentierung; so und ähnlich sehe ich sie auch in den zahlreichen zeichnungen von augenzeugen der sogenannten grünen männchen.&lt;br /&gt;
wann kamen sie auf unsere erde? warum leben sie so tief unter der erde? unsere erde? stell dir vor, diese unterweltler lebten lange vor uns auf terra, sehr lange vor uns. vielleicht mussten sie sich verstecken, vielleicht mussten sie vor naturgewalten, verseuchungen, also der unbewohnbarkeit der oberfläche, fliehen. fortan lebten sie ihre evolution über jahrmillionen im erdinnern. vielleicht kamen sie aus dem fernen weltenraum und waren&lt;br /&gt;
damals bereits eine rasse, welche planeten für ihre wohn- und lebensbedürfnisse suchte, um sie zu unterminieren. fortan benutzen sie die erde wie ein raumschiff  oder vielmehr wie ein fliegendes haus um die sonne.&lt;br /&gt;
und das leben auf der oberfläche - die kontinente mit ihren bergen, tälern, seen und flüssen, die wüsten und ebenen, die steppen und dschungel, die vielfältigen kreaturen und pflanzen, die dort leben und hausen, die paradiesischen inselwelten, das meer mit seinen myriaden wundersamer geschöpfe  all diese uns bekannten wunder, die unsere heimat sind, bilden den garten vor dem haus der unterweltler oder besser: ihren dachgarten. ob sie ihn auch selbst anlegten, bleibt vorerst im dunkeln. in ihren ufos flitzen sie durch die vulkanischen schlote von der unterwelt in die sonnendurchflutete oberwelt, welche sie so gar nicht mehr vertragen. was haben die unterweltler vor? verfolgen sie einen plan? und wenn  welche rolle spielt darin die menschheit?&lt;br /&gt;
sind wir teil eines unvorstellbaren experimentes oder lediglich objekte ihrer neugierde?&lt;br /&gt;
stell dir vor: sie wollen an die oberfläche. sie wollen die sonne sehen und den sternenhimmel. sie wollen sich sattsehen an den wundern der natur. sie wollen aus ihren ufos klettern und genießen, wie wir menschen genießen. vielleicht sind gerade wir menschen dazu geschaffen, ihnen aus ihrer unterirdischen verpuppung zu verhelfen ...&lt;br /&gt;
sie sind &quot;unter&quot; uns. so viel ist gewiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(irgendwann zwischen 2000 und 2006)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-13T09:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3714295/">
    <title>rückkehr</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3714295/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
das prokekt lief&lt;br /&gt;
ganz nach plan&lt;br /&gt;
die schlachthöfe waren übervoll&lt;br /&gt;
kein mensch&lt;br /&gt;
sah und hörte was&lt;br /&gt;
die sonne kümmerte sich auch nicht drum&lt;br /&gt;
kaum zu glauben&lt;br /&gt;
aber man hatte im fernsehen gesehen&lt;br /&gt;
wie sie&lt;br /&gt;
die gebeine in kisten verpackt&lt;br /&gt;
auf die reise schickten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;rückkehr&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eigentlich hatte er angst. er war zu diesem job gekommen. ja, wie eigentlich? keiner seiner freunde hätte diesen job angenommen. wahrscheinlich. so ohne weiteres hatte er sich auch nicht dazu entschlossen. nein! nichts hielt ihn hier!&lt;br /&gt;
er war noch jung. darum also. so ein typ, der nichts rechtes mit sich anzufangen wusste. auf den hund gekommen war er. und trotzdem alle bedingungen geschafft. eine stabile natur war er.&lt;br /&gt;
wenn man zu lange darüber nachdachte, fing man an sentimental zu werden, und das war nicht gut. verflucht, er musste sich zusammenreißen! schließlich bedeutete das für ihn unabhängigkeit. ein neues leben. das wollte er doch. das war`s doch. von den eltern. von der freundin. den sogenannten kumpels. nichts wie weg von hier! und trotzdem spürte er sowas wie trauer. scheiße, dachte er, jetzt hast du die gelegenheit wirklich auszubüchsen und schiffst dir vor angst in die hose. törichter bengel!&lt;br /&gt;
noch ein bier, verlangte er und lächelte die bedienung charmant an.&lt;br /&gt;
zupp. zupp.&lt;br /&gt;
es war schon ärgerlich. die menschliche rasse hatte es über die jahrtausendwende hin nicht fertiggebracht zu überleben. ganz entgegen so mancher prognosen. damals. sie hatten es einfach nicht verdient. ein gesundes maß an krieg. nicht die totale vernichtung, sondern wohldosierte kleinkriege. ein system von überdruckventilen durch die nationen. das menschenopfer. der krieg wurde zum notwendigen ritual. der kreis schloß sich. es gab sie, die götter. der egoismus war besiegt. die weltreligion.&lt;br /&gt;
die schaumkrone seines pils war dahin. solche und tausend andere gedanken fegten durch seinen kopf. es drängte sich ihm das bild eines sandsturms auf. er  inmitten einer wüstenlandschaft im halbdunkel. gespenstige felsenmassive. wie sich doch manche bilder über jahre im kopf hielten. vielleicht ein leben lang. was für die psychologie.&lt;br /&gt;
gerade ergötzte er sich an der zigarettenschachtel. diese zigarettenschachtel war ein kunstwerk. oder auch nicht. slurp. dack. nichts schlimmeres als abgestandenes bier. diese bilder waren sehr wichtig. sie übersandten irgendeine botschaft. das fühlte er. aus seinem innersten innern. &lt;br /&gt;
der punkt. einen punkt an einem faden um einen festen mittelpunkt in der ebene gedreht. der kreis. ein kreis um seinen durchmesser im raum gedreht. die kugel. ein aufgeblasener punkt.&lt;br /&gt;
batsch! weiterspinnen. die nächste dimension ist die zeit. der körper gestaltet den raum. plastik. gestalt. identifikation. zweck. ein sich ausbreitender körper verändert den raum. das ist die zeit. die raumveränderliche.&lt;br /&gt;
das bier war fast leer. er zündete sich eine zigarette an. das cafe war mäßig besucht. neben ihm ein pappkamerad, der in einer zeitschrift blätterte. und gegenüber sah er ein paar augen. neben den zapfhähnen. zrrrt. das streichholz entzündete sich. der tabak knisterte und glühte, als er an der zigarette zog, den ellenbogen auf die theke gestützt. es war bald so weit. für die anderen gestorben. ein tag, zwei tage, eine woche, wie unwichtig. er war schon jetzt weg. salbei.&lt;br /&gt;
ich bezahle dann. er hatte noch etwas altmodisches münzgeld in der tasche. das wollte er endlich loswerden. was für ein quatsch!&lt;br /&gt;
das geld stirbt, grinste er zur bedienung.&lt;br /&gt;
vergütung. computer. zahlenkolonnen. es verträgt sich. immer so weiter.&lt;br /&gt;
das geld stirbt nicht. es ist nur nicht mehr da. genau wie ich, dachte er. natürlich, natürlich, natürlich nicht. ein cafe im wienerstil. mamorboden, runde tischchen mit zierlichen stühlchen-chen-chen-chen. wie ist das mit den bildern? finstere nacht, der mond im mathematischen kleinerzeichen. aber klar! um so länger er da hochschaute, desto mehr helle pünktchen kamen dazu. immer mehr. er schritt durch die fußgängerzone, den blick nach oben. die sterne flackerten, als wären sie lebendig. er hatte gute augen. er winkte den sternen. bis bald, murmelte er und&lt;br /&gt;
konzentrierte sich auf den nachhauseweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der schatz lag schon im bett. wie furchtbar quietschte es, als er sich neben sie legte. aber sie rührte sich nicht. ihm war plötzlich so schlecht. diese decke über ihm  arrrrghh! nicht möglich! wie war das möglich? er schaute rüber und hoch. huch! er krabbelte aus dem bett und ging gebückt zum klo. einmal, zweimal, drei- , besser. viel besser.&lt;br /&gt;
sie stand hinter ihm. &lt;br /&gt;
sag mal, was ist denn los?&lt;br /&gt;
mir ist nur schlecht.&lt;br /&gt;
sie streichelte ihm das haar. er richtete sich auf und lächelte ein wenig gequält.&lt;br /&gt;
hast du zuviel getrunken?&lt;br /&gt;
nein, mir ist nur ein bisschen schlecht gewesen.&lt;br /&gt;
er spülte sich den mund aus. wie einem eben so schlecht ist.&lt;br /&gt;
er drehte den hahn zu und trocknete sich ab. dann drückte er sie an sich und flüsterte in ihr ohr: du kleines biest, du.&lt;br /&gt;
wie furchtbar quietschte das bett. er dachte an eine schildkröte, die sich am kinn streicheln ließ, die äuglein dabei genussvoll schloß. einfach niedlich. neeeeeeeeeeeeee.......eeeeeeeeeee.&lt;br /&gt;
verbrannte heuschrecken. kohlrabenschwarz. verschüttete quaulquappen. wie sie zappelten. ausgerissene froschbeine. katzen getreten. mit der steinschleuder auf vögel geschossen. aber nie einen runtergeholt. pure neugierde. und jetzt? aaaah. philosophisches hickhack. seine freundin ruhte an seiner brust. was ist das?&lt;br /&gt;
zeppelin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die riesigen aussiedlerschiffe lagen fertig in den hangars. sie wurden beladen. lastkräne, ohrenbetäubender, hohler lärm. gestalten mit schutzhelmen fuselten über gerüste. ha-lt. knatsch. ein geknarre und gebrumm war das. apfelsinenkisten, gemüse, tiefgefroren. fffffrrrrrr. latter. ganze bibliotheken elektronisch verpackt. darf ich meinen apfelbaum mitnehmen? so nicht. sowas großes. unvorstellbar. metallgebirge. die schafften arbeitsplätze. materialschlachten. er kaute auf dem hustengutzel, während auf dem bildschirm die vorbereitungen gezeigt wurden. mit reklame gespickt. knäckebrot. glasklar ohne. so ein quatsch! dachte er&lt;br /&gt;
ärgerlich. konzentriert schaute er in die röhre. furchtbar zäh war das morgentliche steak. noch blutig. oder war das messer stumpf? er züngelte nach den fleischfäden zwischen seinen zähnen. bringst du mir ein stück käse mit aus der küche? rief er und rutschte in dem sessel rum. große pakete wurden auf die platform gewuchtet. jetzt blieb das bild stehen, und ein kommentator rückte in den vordergrund. sprachrohr. ein großes ereignis. dudeldum. wie oft sprachen sie davon. etwa 100 millionen freiwillige. dudelda. einfach phantastisch, nicht? ersparen wir uns das reporterpolitikerwissenschaftlerpriesterreklamekauderwelsch.&lt;br /&gt;
drücken wir den leiserknopf der fernbedienung. wir fahren in eine andere einstellung. unsere geschichte, deine geschichte. moment! okay. küche. sie. jogginganzug, pantoffeln, dunkel, sehr dunkel. die nächste! wohnzimmer. er. jeans, t-shirt, vers, vers, sehr vers. wie hieß das ? arche noah. sie nannten es arche noah. der im fernsehapparat sah aus wie ein mechaniker. vollbart, schütteres haar. es fehlte nur der blaumann. uuuuuuh. im sessel tat sich was. beine und arme von sich gestreckt.&lt;br /&gt;
der käse.&lt;br /&gt;
danke.&lt;br /&gt;
brabbel, brabbel machte der fernsehapparat.&lt;br /&gt;
setz dich auf meinen schoß.&lt;br /&gt;
sie knabberte an einem lachsbrot.&lt;br /&gt;
wie eine maus, sagte er und betrachtete die spuren seiner zähne im käse.&lt;br /&gt;
maus, maus, aus, haus, laus, klaus, raus.&lt;br /&gt;
ich bin müde, sagte sie.&lt;br /&gt;
du bist müde, sagte er.&lt;br /&gt;
wohnzimmer. er und sie. arm um taille.&lt;br /&gt;
du bist kalt.&lt;br /&gt;
hmmm.&lt;br /&gt;
was ist das?&lt;br /&gt;
arche noah ohne sintflut, fing er an, doch die sintflut haben wir ja.&lt;br /&gt;
menschen, menschen, menschen, mensch-schen.&lt;br /&gt;
sie klabusterte sich wieder hoch und gab einen langgezogenen gähner von sich. er schielte sie an. jetzt ein bier, dachte er, ein bier, jawoll!&lt;br /&gt;
warum bist du so unruhig? fragte er. die frage schlängelte sich durch die wohnung.&lt;br /&gt;
ist mir zu blöd, jetzt schon vor der glotze zu sitzen, schallte es zurück.&lt;br /&gt;
achso, aha, und er verzog das gesicht. richtig war`s den job anzunehmen. hier fiel einem ja die decke auf den kopf! die würden sich wundern! alle miteinander mit ihren hinterfurzigen gedanken. seine augen glänzten. er träumte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorbei an den ringen des saturns&lt;br /&gt;
den riesigen jupiter im rückspiegel&lt;br /&gt;
kalter, alter pluto, brrrrr ....&lt;br /&gt;
tiefgefroren im jahrhundertschlaf&lt;br /&gt;
ganz leicht, bis der&lt;br /&gt;
raum seinen ersten knick macht&lt;br /&gt;
die große leere zwischendurch, wüste zwischen&lt;br /&gt;
galaxien, meteoritenstaub&lt;br /&gt;
computernase schnüffelt nach leben&lt;br /&gt;
eine oase mit dattelpalmen und orangenhainen&lt;br /&gt;
bananenstauten, huhuh!&lt;br /&gt;
hier sind wir!&lt;br /&gt;
woher wir kommen? schau &lt;br /&gt;
die sternenkarte&lt;br /&gt;
diese sonne gibt`s nicht mehr, sagt man&lt;br /&gt;
uns, und wir lachen und&lt;br /&gt;
umarmen uns und tanzen&lt;br /&gt;
von fremder sonne wachgeküsst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
guter gott, es ist unmöglich. erde&lt;br /&gt;
so dumm. erde. erde. erde. und&lt;br /&gt;
eine warme dusche, dann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als würde ein grashüpfer mit einem &lt;br /&gt;
satz kontinente überspringen. hinterher&lt;br /&gt;
grünes zirp-zirp. eine art&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
brummbär. sie saß wieder auf seinem schoß.&lt;br /&gt;
was hast du denn gemacht?&lt;br /&gt;
haar gewaschen, piepste sie.&lt;br /&gt;
ja, sind ganz naß.&lt;br /&gt;
läuft denn immer noch derselbe mist?&lt;br /&gt;
wie du siehst.&lt;br /&gt;
ohne risiko. blink. ohne risiko. blink. ohne risiko. blink.&lt;br /&gt;
save our souls. hunger und überbevölkerung bedrohen uns. blink.&lt;br /&gt;
melden sie sich jetzt! blink. jetzt. jetzt. blink. die größte rettungsaktion in der geschichte der. rettet ohne risiko-ko-ko-ko.&lt;br /&gt;
bunt aufgemacht hatten sie es. mit allerlei dokumentation. und die technischen details genau erklärt. prinzip des. ganz einfach. das kennen sie von der schule. sie sind ingenieur? dann kennen sie sich ja aus. tja, die arbeitslage. ist nicht zu ändern. nun, herr ingenieur, gerade leute wie sie brauchen wir. oh, entschuldigung! das wollte ich wirklich nicht ... macht doch nichts. aber ihr buch, das wollte ich nicht. na, ein buch liest man, ist keine dekoration. ich sehe es jedenfalls so. nicht? recht haben sie, herr ingenieur. wir brauchen praktiker wie sie. trotzdem, es tut mir leid. kaffeesätze, haha.&lt;br /&gt;
so ein schwachsinn, zeterte seine freundin, die machen grade so, als wäre es die einfachste sache der welt, sich einfrieren zu lassen. und dann blasen sie einen ins all ohne rechtes ziel. das ist massenmord.&lt;br /&gt;
massenmord ist, wenn jahr für jahr millionen und abermillionen menschen auf unserer welt vor hunger krepieren. wir brauchen platz. platz! in unserer milchstraße gibt es bestimmt zig planeten mit ähnlichen bedingungen. da oben ist platz.&lt;br /&gt;
kzzz. kzzz.&lt;br /&gt;
würdest du dich vielleicht als tiefkühlkonserve in den weltraum schießen lassen?&lt;br /&gt;
ihr bringt mich noch dazu, und er nickte bestimmt.&lt;br /&gt;
(sinnwiederholungen in der unterhaltung wurden absichtlich unterschlagen. die dialogregie.)&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
die bierdose zischschte beim öffnen. flimmerkiste aus. genug-ug. was für`s auge und den tastsinn. auf dem fernsehsessel. fernsehsessel. fernsehsessel.&lt;br /&gt;
ein schluck. schluckuck. bäch, machte er und fuhr sich mit der hand über den mund  und? stop. ein nichtsnutz. 1 uhr mittags, schon wieieieieieder müde. stop. trinkt bier. typisch. stopp. und sonst? ein arbeitsloser nichtsnutz. stopp. nicht. stopp. lethargie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die werbekampagne lief auf hochtouren. er kannte zwar niemanden in seinem bekanntenkreis, der sich auch zu diesem job entschlossen hatte, aber irgendwie hatten sie die ersten 100 millionen zusammengekriegt. viele alleinstehende machten einfach die flatter, ohne sich abzumelden. wie damals bei der fremdenlegion. tschüßi! vielleicht sehen wir uns ja wieder. da oben. wir begegnen uns noch mal. oder? kindliche fragen: hat`s da denselben gott? kommen die in denselben himmel? hölle?&lt;br /&gt;
j-o-b, das hieß aufgabe. zweideutig. aufgabe und aufgabe. aufgeben und retten. und: verbreitet die menschliche zivilisation überall im all. parallelen. missionierung im all. eigentlich floh er vor den großen worten. was scherten ihn aufgaben und recht-&lt;br /&gt;
fertigungen? er sah keine bewegung. alles so furchtbar langsam. so öde. wenn er die politiker hörte. schmähungen. große worte. schlagworte. feindbilder. die großen männer unserer geschichte. was für eine tragik! trotzdem hatten sie es geschafft. kein frieden, nein, das feuerchen wurde weiter geschürt. das hieß gleichgewicht. ratatata. die fassaden des aufgeplusterten weltgeschehens fielen vor ihm in den staub. erst alles im nebel. dann: die dunklen umrisse einer gestalt, eines menschen. hager und zerbrechlich, ganz abscheulich, grinste ihn an aus zahnlosem mund. schnell wieder zumauern! ein andermal sah er ein auf dem boden kauerndes kind, spielte da ganz versunken. sezierte einen&lt;br /&gt;
frosch. glubsch. schnell wieder zumauern! da war was. er war sich sicher, dass da was war. hallo! hallo, ja, hören sie mich nicht?!&lt;br /&gt;
links und rechts. das kind rieb mit dem zeigefinger am daumen. der war`s nicht. am anderen daumen war die narbe von dem taschenmesserschnitt. prüfendes reiben. da ist rechts. seit damals wusste er, wo rechts war. man bekam eine menge beigebracht. nicht nachdenken. es war einfach so. wieso? seine frage: wieso? seine absolute lieblingsfrage. wieso?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an jenem tag schien die sonne auf den frühstückstisch. ihm war das unangenehm. und dennoch ein erfreuliches zeichen. man sah all den staub, fand er. und dennoch war es freude. der kaffee sah schmutzig aus, und als er in den spiegel schaute, sah er ein bleiches gesicht und jeden pickel. über die ersten frühlingszeichen freuten sich die leute. er aß ein butterhörnchen und trank den kaffee. merkwürdig. die freundin aß schweigend&lt;br /&gt;
gegenüber auf einem holzstuhl. die strahlen tauchten alles in helles, mattes licht. ihre hand tauchte ein butterhörnchen in den kaffee. das mochte er nicht. er mochte keine krümel im kaffee. es war ihr kaffee. er legte sich die tageszeitung auf der eckbank zurecht und schielte auf die überschriften. die würden sich nie ändern. der unattraktive text darunter. die fettgedruckte überschrift, die ihn selbst anging. schlagzeile. heute war stichtag, und auf den letzten seiten der zeitung zwischen der reklame und den amtlichen bekanntmachungen stand eine namensliste. ganz winzig kreis heidelberg. er traute sich nicht unter r nachzuschauen. ganz sicher stand sein name dabei.&lt;br /&gt;
bist du fertig mit der zeitung? fragte sie und biß in ein marmeladebrot. dieses süß duftende gelee. er vertrug das nicht. ihm wurde flau.&lt;br /&gt;
wieso?&lt;br /&gt;
wieso, wieso! weil ich was nachlesen will. verflixt! und sie streckte die hand aus.&lt;br /&gt;
ja, ja. er verdrehte den kopf. wann hatte sie das letzte mal die zeitung verlangt? sie hatten schon darüber diskutiert, sie wieder abzubestellen. er war dagegen.&lt;br /&gt;
danke.&lt;br /&gt;
was guckst du denn? fragte er unsicher.&lt;br /&gt;
da lachte sie hinter der zeitung hervor. da bist du wohl perplex. aber schließlich ist eine zeitung zum lesen da. nicht?!&lt;br /&gt;
ganz sicher. er war blaß. ich habe nachher einen termin beim zahnarzt, sagte er und entfernte sich.&lt;br /&gt;
wann nachher?&lt;br /&gt;
10 uhr 30.&lt;br /&gt;
er ging ins bad und rasierte sich die bartstoppeln weg. er fand sich ausgesprochen hässlich an diesem morgen. in der ganzen wohnung gab es kaum eine dunkle ecke. östliche lage. wie ein zebra sah die wohnung aus. saugen müsste man auch wieder, seufzte er.&lt;br /&gt;
nach der morgentoilette lief er unruhig durch die zimmer und drückte seine nase an den fenstern platt. wären die benachbarten wohnblocks nicht gewesen, hätte er eine fantastische aussicht in die rheinebene gehabt. die morgensonne aber schummelte sich irgendwie zwischen die betonberge, wollte ihn aufheitern. brumm.&lt;br /&gt;
er liebte die dichter des 20sten jahrhunderts. er kramte gern in den alten büchereien. wie viele wahrheiten entdeckte er dort! ganz hingerissen von der damaligen wildheit und der romanze zwischen mensch und natur, las er nächtelang. ihre helden. und. er war in die falsche zeit geboren. er. auf dieser erde hatte sich so viel verändert. man wusste alles mögliche. für alles eine wissenschaftliche erklärung. gott war eine wissenschaft.&lt;br /&gt;
das machte ihm angst. natürlich gab es viele menschen, die mit dem wissensungetüm ganz prima zurecht kamen. nur, er war einer von der alten sorte, so dachte er. nicht dumm, nur unpassend. der schuh drückte. der materialismus hatte die menschen fest in der hand. zu jeder zeit, dachte er dann, sonst wäre es schließlich nie so weit gekommen. nur das drumherum änderte sich. er war ganz durcheinander. er stand vor dem &lt;br /&gt;
fenster. bruchsicher. ein neuer tag war angebrochen. fliegendreck.&lt;br /&gt;
am besten, ich wache nie mehr auf, dachte er. alle hoffnung war ihm entglitten. der teppich, auf dem er stand, war wichtiger und der krümel auf seinem pulli. er war ein loch. die wände dieses lochs bildeten die welt. ein brunnenschacht in endlose tiefe. ein nichts. er gähnte und stolperte verdattert zur garderobe. in der küche schepperte das geschirr.&lt;br /&gt;
ich werde dann losgehen! rief er. hast du gehört?&lt;br /&gt;
ja!&lt;br /&gt;
er überlegte, ob er nicht gleich die türklinke in die hand nehmen sollte. aber er hielt inne. schleppte sich in die küche.&lt;br /&gt;
schatz, krächzte er.&lt;br /&gt;
ja?&lt;br /&gt;
er stellte sich hinter sie, umfasste ihre taille und zog sie an sich. drückte sie.&lt;br /&gt;
seine hände glitten unter ihre bluse und umfassten die beiden festen halbkugeln. er atmete schwer und lehnte den kopf an ihr haar. roch ihr haar.&lt;br /&gt;
was ist? fragte sie und wandt sich ihm zu. sie schaute ihn ganz lieb an. eichhörnchen. dunkelbraune augen.&lt;br /&gt;
naja, er lächelte gezwungen und presste die lippen aufeinander.&lt;br /&gt;
es ist der zahnarzt. sein gesicht wurde breiter. wer hat da kein mulmiges gefühl?&lt;br /&gt;
sie legte die hände um seinen hals und gab ihm einen kurzen schmatzer. schmatz. er schloß die augen. hatte sie seinen namen in der zeitung entdeckt?&lt;br /&gt;
wann kommst du zurück? fragte sie und hatte ein ehrliches gesicht.&lt;br /&gt;
aaaaaaaaaaaah!&lt;br /&gt;
kommt drauf an, wie viele vor mir dran sind. aber ich glaub`, bei mir geht`s schnell. bis mittag, sagte er überzeugt und hatte bilder von seiner rückkehr vor augen.&lt;br /&gt;
ich geh dann. tschüß!&lt;br /&gt;
tschüß!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im flur unten angekommen, zog er einen brief aus der jackeninnentasche. besann sich und steckte ihn wieder zurück. in der u-bahnstation warf er den brief in einen abfallbehälter. was sollte das geschriebsel? die erinnerung war besser. oder so ähnlich. punkt. von nun an sehen wir alles ganz nüchtern. klar? keine gefühlsduseleien. davon bekommen wir nur einen schweren kopf. es gab kein zurück mehr. vorwärts!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das wartezimmer war voll. eine knisternde atmosphäre. pochenden herzens pflanzte er sich in eine lücke. er vermied es, die leute zu betrachten. er nahm eine illustrierte vom stapel. die beine überkreuz starrte er in die zeitschrift. ein modemagazin. die schwester rief einen namen auf. sein kopf zuckte hoch.&lt;br /&gt;
bald würde r an der reihe sein. viele alte leute sah er. das interessierte ihn, und er schaute schüchtern in die runde. wahrhaftig! vielleicht war er im falschen warteraum. er würde die schwester fragen. ihm waren die alten gesichter widerlich. schon wollte er aufstehen, denn er fühlte sich hier am falschen platz. da trat die schwester in den warteraum. er erhob sich halb und stotterte:&lt;br /&gt;
...bin ich eigentlich richtig hier?&lt;br /&gt;
die schwester suchte in ihrer liste.&lt;br /&gt;
robert rand? sie hatte eine warme, herzliche stimme. kommen sie doch bitte gleich mit mir. er folgte ihr durch einen dunklen, schmalen korridor.&lt;br /&gt;
diese vielen alten leute, lachte er ihrem weißen kittel hinterher. da war ich wohl falsch?&lt;br /&gt;
nehmen sie bitte auf dem stuhl dort platz. sie wies ihn in ein kleines kämmerchen. natürlich sind sie aufgeregt.&lt;br /&gt;
ja, lächelte er. von so einer schwester ließ man sich gerne einweisen. wie aus dem modejournal. ob sie wohl was unter diesem weißen vorhang anhatte?&lt;br /&gt;
jetzt gebe ich ihnen erst mal was zur beruhigung. sie nahm spritze und fläschchen aus einer vitrine. scheinbar interessiert verfolgte er jede ihrer bewegungen. war das ein verlobungsring?&lt;br /&gt;
würden sie bitte den arm freimachen.&lt;br /&gt;
ja.&lt;br /&gt;
sie beugte sich halb über ihn und betupfte die stelle mit desinfektionslösung. ein traum, dachte er und starrte in ihren ausschnitt. der busen hing wie eine überreife frucht in dem kittel.&lt;br /&gt;
bitte halten sie still. da piekste es schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
außerdem:&lt;br /&gt;
saubere arbeit, die füchse. &lt;br /&gt;
kriegten schon die richtigen an die kandare.&lt;br /&gt;
betrug?&lt;br /&gt;
solange das gros der menschen nicht das bewußtsein&lt;br /&gt;
für die notwendigen maßnahmen hat&lt;br /&gt;
theoretisch wäre es durchführbar gewesen&lt;br /&gt;
phantastereien. viel zu aufwendig&lt;br /&gt;
außerdem hätte sich alles rausgeschoben. zu spät!&lt;br /&gt;
es wurden nur diejenigen abgeschoben, die ...&lt;br /&gt;
andere wollte man gar nicht überreden. leider&lt;br /&gt;
gibt es eine menge solcher unnützer elemente&lt;br /&gt;
das klingt hart. aber. wenn die natur nicht&lt;br /&gt;
von selbst ins gleichgewicht kommt&lt;br /&gt;
und außerdem: ist es nicht viel menschlicher&lt;br /&gt;
menschen entscheiden zu lassen, wen ...&lt;br /&gt;
so bleiben kinder von der auslese verschont&lt;br /&gt;
geschickt eingefädelt. einiges an überredungskunst&lt;br /&gt;
wenn man den geheimen statistiken glauben darf&lt;br /&gt;
wurden ca. 65 prozent der zielpersonen erfasst&lt;br /&gt;
die angehörigen? traurig, aber, das nicht selten&lt;br /&gt;
erleichterung. außerdem: &lt;br /&gt;
im guten glauben&lt;br /&gt;
dass die da oben im paradies landen werden. na?&lt;br /&gt;
da könnte man glatt neidisch werden. haha&lt;br /&gt;
sind richtige helden. haben die menschheit vor&lt;br /&gt;
dem erstickungstod gerettet. soll ja bloß ein&lt;br /&gt;
bisschen sauber aussehen für die geschichtsbücher&lt;br /&gt;
schließlich&lt;br /&gt;
ach was!&lt;br /&gt;
die krankenschwester? macht ihren teil. versteht&lt;br /&gt;
die zusammenhänge nicht. sehr präzise&lt;br /&gt;
ausgearbeitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1984)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-11T08:08:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3646314/">
    <title>mein besuch bei amelie auf dem uranus</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3646314/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
es ist 2 wochen her. ich besuchte sie in &lt;br /&gt;
ihrer altbauwohnung auf dem planeten &lt;br /&gt;
uranus. &lt;br /&gt;
wir trafen uns im sternencafé am &lt;br /&gt;
weltraumhafen. &lt;br /&gt;
es war ziemlich viel verkehr um uns rum &lt;br /&gt;
und grüne männchen, &lt;br /&gt;
die shakespeare aus dem gedächtnis &lt;br /&gt;
rezitierten. &lt;br /&gt;
nach meinem berühmten 4. bier brachen &lt;br /&gt;
wir auf. &lt;br /&gt;
was amelie, so heißt sie, nicht wissen &lt;br /&gt;
konnte, es war bereits mein 8.,&lt;br /&gt;
denn ich hatte 4 auf dem flug getrunken. &lt;br /&gt;
wir marschierten den krater hinauf zu &lt;br /&gt;
ihrer wohnung. &lt;br /&gt;
das ist der taunuskrater, erklärte sie mir. &lt;br /&gt;
aha, sagte ich, laß uns vor dieser kirche &lt;br /&gt;
rast machen. &lt;br /&gt;
die häuserzeilen erinnerten mich an die &lt;br /&gt;
atmosphäre auf dem mars. &lt;br /&gt;
inzwischen rezitierten die grünen männchen &lt;br /&gt;
schiller und ich hob mir die ohren zu. &lt;br /&gt;
amelie flößte mir das bier ein, damit ich meine &lt;br /&gt;
hände oben behalten konnte. &lt;br /&gt;
sie war wirklich sehr nett zu mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf ihrem bett blickte ich hinaus auf den &lt;br /&gt;
nachthimmel, es hagelte sternschnuppen, &lt;br /&gt;
und ich wünschte mir, dass unser beischlaf &lt;br /&gt;
nie enden sollte. &lt;br /&gt;
amelie ...&lt;br /&gt;
aber die uranusnächte sind kurz. &lt;br /&gt;
und der kaffee war schwarz und heiß &lt;br /&gt;
am morgen. &lt;br /&gt;
sie flog mich mit ihrem raumgleiter &lt;br /&gt;
zum weltraumhafen. &lt;br /&gt;
in der tasche trug ich einen kieselstein &lt;br /&gt;
von ihrer terrasse. &lt;br /&gt;
die einspritzpumpe ist am arsch, sagte &lt;br /&gt;
sie, wenn das mistding repariert ist, fliege &lt;br /&gt;
ich dich besuchen. &lt;br /&gt;
na wunderbar, sagte ich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die abflughalle war kalt. ich suchte &lt;br /&gt;
den nächsten bierstand. &lt;br /&gt;
die grünen männchen rezitierten &lt;br /&gt;
bukowski, und ich war im &lt;br /&gt;
moment glücklich &lt;br /&gt;
mit meinem bier und meinen gedanken &lt;br /&gt;
an amelie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26.07.2002</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-23T11:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3140762/">
    <title>gehirnwäsche</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3140762/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir waren eine kleine gruppe. die anderen waren in&lt;br /&gt;
der überzahl. sowieso.&lt;br /&gt;
sie bezeichneten uns als konservativ und verkrustet.&lt;br /&gt;
wir stellten uns gegen die revolution. es hatte sich&lt;br /&gt;
schnell geändert. niemand wollte es so schnell.&lt;br /&gt;
ich konnte es damals nicht glauben und kämpfte.&lt;br /&gt;
inzwischen änderte auch ich mich.&lt;br /&gt;
eigentlich war es ein geschlechterkampf.&lt;br /&gt;
die frauen allein hätten uns nie besiegt, aber sie hatten&lt;br /&gt;
die meisten von uns auf ihrer seite.&lt;br /&gt;
auch wir bildeten eine gemischte gruppe. es war eine&lt;br /&gt;
zeit des übergangs. gleichheit zwischen den geschlechtern&lt;br /&gt;
gibt es nicht auf dauer. es war ein kampf, den wir verloren&lt;br /&gt;
hatten. viele von uns gingen in den untergrund mit ihrem&lt;br /&gt;
frauen-haß.&lt;br /&gt;
es hieß immer noch gleichheit, obwohl der kampf längst&lt;br /&gt;
entschieden war. nun hieß es auch für uns kinder-kriegen.&lt;br /&gt;
sie spritzten uns hormone und drogen. wir wurden zu&lt;br /&gt;
gebärmaschinen umgerüstet. es ist nicht lange her, da&lt;br /&gt;
wollten sie mich noch haben. sie hatten mich als tapferen&lt;br /&gt;
mitstreiter in erinnerung. magda besuchte mich in meiner&lt;br /&gt;
wohnung und sah das totale chaos. während ich mal&lt;br /&gt;
wieder richtig geil drauf war, eine frau im bett zu haben.&lt;br /&gt;
und magda gab sich wirklich mühe, mich zu befriedigen,&lt;br /&gt;
aber es klappte nicht. ich lag in ihren armen und heulte.&lt;br /&gt;
wir hatten keine chance. dann kam die gehirnwäsche.&lt;br /&gt;
es muß so richtig sein. sie hatte mitleid mit mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die frauen hatten uns geschafft. ich lebte mit einer zu-&lt;br /&gt;
sammen. christine. sie war ein hohes tier. direktorin oder &lt;br /&gt;
so in einer fabrik, in der damenunterwäsche genäht wurde.&lt;br /&gt;
ich hatte mich nie sonderlich für ihren beruf interessiert.&lt;br /&gt;
wir hatten zusammen eine 4-jährige tochter, und ich&lt;br /&gt;
musste mich um den haushalt kümmern. ich musste nicht&lt;br /&gt;
arbeiten. ich war nie wild auf arbeit gewesen. die haus-&lt;br /&gt;
arbeit konnte ich mir frei einteilen.&lt;br /&gt;
eines abends kam christine mal wieder erschöpft und&lt;br /&gt;
gereizt nach hause.&lt;br /&gt;
ist immer noch kein essen auf dem tisch?! ich habe hunger!&lt;br /&gt;
ich weiß, mein schatz, aber der mann ist kein d-zug.&lt;br /&gt;
und du, patricia (unsere tochter), du starrst ja vor schmutz!&lt;br /&gt;
und an mich gewandt: paß doch ein bisschen besser auf die&lt;br /&gt;
kleine auf!&lt;br /&gt;
es folgte betretenes schweigen unsererseits. ich rührte am&lt;br /&gt;
eintopf., während sich meine frau auf die eckbank fallen ließ&lt;br /&gt;
und in der zeitung blätterte.&lt;br /&gt;
patricia, legst du schon mal das besteck zurecht.&lt;br /&gt;
und meine frau motzte, was das zeug hielt.&lt;br /&gt;
schon wieder eintopf  igittegitt!&lt;br /&gt;
ich hatte mir weiß gott wie viel mühe gemacht, und das&lt;br /&gt;
war der dank. da konnte einem ja der appetit vergehen.&lt;br /&gt;
während des essens ging es mal wieder darum, wer von&lt;br /&gt;
uns das nächste kind gebären sollte. sie meinte:&lt;br /&gt;
ich habe das erste kind ausgetragen  jetzt bist du dran!&lt;br /&gt;
du weißt, wie kompliziert eine bauchhölenschwangerschaft&lt;br /&gt;
ist, erwiderte ich.&lt;br /&gt;
worauf christine mich anschnauzte:  warum sollen nur die&lt;br /&gt;
frauen die qualen auf sich nehmen? ihr männer seid ein &lt;br /&gt;
feiges pack! beweist doch mal, dass ihr männer seid!&lt;br /&gt;
ich habe keine lust, das zu beweisen. das widerspricht doch&lt;br /&gt;
jeder natürlichen vorstellung.&lt;br /&gt;
christine schaute nach meinen worten höhnisch in die runde,&lt;br /&gt;
als ob sie vor dem betriebsrat ihrer firma säße.&lt;br /&gt;
natürliche vorstellung, was heißt denn das?! der mensch&lt;br /&gt;
ist kein affe. wir müssen von diesen animalischen praktiken&lt;br /&gt;
wegkommen. wenn alles so wäre, wie es von natur wegen &lt;br /&gt;
schon ist, das wäre doch todlangweilig. der mensch ist&lt;br /&gt;
sowas wie der gegenpol zur natur  der mensch bringt die&lt;br /&gt;
action!&lt;br /&gt;
und nach einer kurzen pause des luftholens: womit habe &lt;br /&gt;
ich nur einen solchen mann als schlappschwanz verdient?!&lt;br /&gt;
patricia schaute unschuldig fragend zu uns rauf.&lt;br /&gt;
mami, was ist ein schlappschwanz?&lt;br /&gt;
ich deutete auf mich. hier siehst du einen.&lt;br /&gt;
patricia lachte: papi, du bist ein schlappschwanz!&lt;br /&gt;
unglaublich wie kinder ein verfahrenes gespräch unter&lt;br /&gt;
erwachsenen auflockern können.&lt;br /&gt;
ist sie nicht zum schießen, unsere kleine? christine wirkte&lt;br /&gt;
entspannter. papa ist sogar ein großer schlappschwanz ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach dem abendessen brachte ich patricia zu bett.&lt;br /&gt;
sie war mir das teuerste, der einzige mensch, der mich nahm,&lt;br /&gt;
wie ich war.&lt;br /&gt;
erzähle mir eine geschichte, bettelte sie und schaute mit ihren&lt;br /&gt;
großen, unschuldigen augen in meine fratze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es war einmal, begann ich,  es war einmal eine kleine&lt;br /&gt;
prinzessin, die von einem wunderschönen prinzen träumte.&lt;br /&gt;
doch die böse, böse hexe wollte ihre träume stehlen!&lt;br /&gt;
patricia schnitt eine grimasse.&lt;br /&gt;
ohne träume sind kleine prinzessinnen nämlich aufge-&lt;br /&gt;
schmissen, fuhr ich fort, und die hexen haben ihre wahre&lt;br /&gt;
freude dran. so auch in unserer geschichte. wenn die kleine&lt;br /&gt;
prinzessin abends in ihrem bettchen lag und schlief, kroch die&lt;br /&gt;
böse hexe zu ihr durchs schlüsselloch ins zimmer. die hexe&lt;br /&gt;
konnte sich so dünne machen, dass es ihr sogar gelingen würde, &lt;br /&gt;
durch ein nadelöhr zu schlüpfen. aber einmal blieb sie&lt;br /&gt;
doch stecken, weil sie zuvor 7 hühner gefressen hatte.&lt;br /&gt;
stell dir nun die hexe vor, wie sie würgte und drückte und&lt;br /&gt;
schnaufte und schwitzte. dabei verzog sie ganz fürchterlich&lt;br /&gt;
ihr gesicht. schau! so ... und so! ich prustete, und mein gesicht&lt;br /&gt;
lief rot an. ich würgte und verdrehte die augen. patricia kicherte&lt;br /&gt;
und zog sich die steppdecke über den kopf.&lt;br /&gt;
bumm! machte es. bumm! wie beim entkorken einer sekt-&lt;br /&gt;
flasche, und plötzlich verwandelte sich die hexe in ein geschoß!&lt;br /&gt;
durchschlug auf ihrem flug 3 kuhställe und 4 bauern, die auf&lt;br /&gt;
der stelle tot umfielen. schließlich blieb die hexe im hintern&lt;br /&gt;
eines ochsen stecken. und der rannte los, wie von der tarnatel&lt;br /&gt;
gestochen, indes die böse hexe in seinem allerwertesten&lt;br /&gt;
verweilte und sich die nase zuhob. der ochse rannte 2 tage und&lt;br /&gt;
2 nächte wie wild durch die gegend, bis er endlich erschöpft&lt;br /&gt;
zur ruhe kam  und einen höllischen furz ließ &lt;br /&gt;
mit dem er die hexe freilich an die frische luft beförderte.&lt;br /&gt;
und die hexe, sie ist diesen gestank nie mehr ganz losgeworden.&lt;br /&gt;
ich gähnte. erzählen machte müde.&lt;br /&gt;
also, die kleine prinzessin lag in ihrem bettchen  völlig&lt;br /&gt;
ahnungslos, da verdunkelte ein schatten ihr vom mondlicht&lt;br /&gt;
angestrahltes haupt ... ich beugte mich über patricia.&lt;br /&gt;
der schatten kam von der hexe! ich küsste patricia auf ihre&lt;br /&gt;
wange. und morgen abend erzähle ich dir, was für einen&lt;br /&gt;
teuflischen plan die hexe ausheckte.&lt;br /&gt;
papi, du stinkst nach bier.&lt;br /&gt;
ich wünschte patricia eine gute nacht, ging ins bad und&lt;br /&gt;
putzte mir die zähne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unser sexualleben war auf dem nullpunkt angelangt.&lt;br /&gt;
das hatte 2 gründe: einen biologischen, denn ich brachte es&lt;br /&gt;
nicht mehr im bett  und einen seelischen, weil zwischen&lt;br /&gt;
unseren geistern eine tiefe gruft bestand. wir brachten es nicht &lt;br /&gt;
mal fertig, uns gegenseitig ein paar streicheleinheiten zu schenken.&lt;br /&gt;
banalitäten beherrschten unser zusammenleben, und als dauer-&lt;br /&gt;
gast im hintergrund die heuchelei.&lt;br /&gt;
vollgestopft mit psychopharmika durchstand ich irgendwie den&lt;br /&gt;
alltag. trug ich im grunde nicht selbst die schuld an meinem&lt;br /&gt;
schicksal? hätte ich mich damals während meiner potenten&lt;br /&gt;
zeiten nur nicht unsterblich in christine verliebt ..., und ich fragte&lt;br /&gt;
mich seitdem oft: warum bin ich ein mann? warum bin ich so&lt;br /&gt;
schwach?&lt;br /&gt;
der einzige trost, den ich mir geben konnte  war, dass die&lt;br /&gt;
meisten männer in derselben situation steckten wie ich.&lt;br /&gt;
ich wollte abhauen. in die türkei oder in ein anderes östliches&lt;br /&gt;
land. dort lachten sie uns aus. 3 milliarden lachten, als sie davon&lt;br /&gt;
hörten, das unmögliche in den zeitungen lasen. der dickarschige&lt;br /&gt;
amerikaner und der ach so fortschrittliche europäer waren dem&lt;br /&gt;
rest der welt immer ein stück an dekadenz und perversion voraus.&lt;br /&gt;
christine hatte einen liebhaber, einen aus dem untergrund im&lt;br /&gt;
vollen besitz seiner männlichkeit. ich musste schreien vor &lt;br /&gt;
lachen, als sie mich mit ihm neckisch verglich.&lt;br /&gt;
ich wollte abhauen. nichts ging mehr. da war nur patricia, und&lt;br /&gt;
ich erzählte ihr vor dem schlafengehen eine geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerade träumte die kleine prinzessin von ihrem märchenprinzen.&lt;br /&gt;
die hexe aber machte sich dünn, so dass sie durch das linke ohr&lt;br /&gt;
in das hirn der kleinen prinzessin schlüpfen konnte. und dort&lt;br /&gt;
entdeckte sie das liebespaar gleich  hand in hand gingen sie im&lt;br /&gt;
kopf der kleinen prinzessin spazieren.&lt;br /&gt;
eine gnadenlose verfolgungsjagd begann durch ein unübersehbares&lt;br /&gt;
wirrwarr von gängen. das prinzesschen suchte verzweifelt nach&lt;br /&gt;
einem ausweg und wälzte sich im schlaf hin und her. die hexe&lt;br /&gt;
hatte die beiden fast eingeholt. sie ritt auf einem mini-besen&lt;br /&gt;
und war viel schneller. auf den besen war sie ganz arg stolz.&lt;br /&gt;
sie hatte ihn in einem supermarkt gekauft mit der garantie:&lt;br /&gt;
überholt jeden düsenjet und lässt sich in beliebiger größe reiten.&lt;br /&gt;
er war noch nagelneu, und die hexe setzte ihn zum ersten mal&lt;br /&gt;
ein. die furcht der liebenden vor der herantosenden hexe ver-&lt;br /&gt;
wandelte sich im augenblick der höchsten not in ohnmächtige&lt;br /&gt;
wut, und sie schrieen so laut sie konnten: du gemeine, blöde&lt;br /&gt;
hexe!!! so laut, dass das gehirn der kleinen prinzessin davon&lt;br /&gt;
aufwachte. wenn ein gehirn aufwacht, ist der teufel los. &lt;br /&gt;
tausende von gedanken fingen an sich zu regen. als die sahen,&lt;br /&gt;
was für eine abscheulichkeit sich in ihrem heiligtum abspielte,&lt;br /&gt;
fackelten sie nicht lange und prügelten die hexe da raus, wo&lt;br /&gt;
sie reingekommen war. ganz grausam richteten sie die hexe&lt;br /&gt;
zu, und ihren super-besen zerhieben sie zu kleinholz.&lt;br /&gt;
batsch, batsch, bumm!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IV&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am nächsten morgen besuchte mich jürgen. in viel zu weiten&lt;br /&gt;
cordhosen, ein erinnerungsstück seiner früheren körperfülle,&lt;br /&gt;
und mit einem schrägen grinsen humpelte er auf mich zu.&lt;br /&gt;
wir umarmten uns.&lt;br /&gt;
komm, alter freund, setzen wir uns ins wohnzimer.&lt;br /&gt;
in der wohnung sah es aus wie nach einer hausdurchsuchung.&lt;br /&gt;
schmutzige wäsche lag auf dem boden verstreut, alte zeitungen&lt;br /&gt;
lagen stapelweise in den ecken. eine mit geldnoten bedruckte&lt;br /&gt;
klopapierrolle war durch die ganze wohnung gerollt.&lt;br /&gt;
ich wusste gar nicht, dass bei dir das geld auf dem boden&lt;br /&gt;
herumliegt, jürgen kicherte. &lt;br /&gt;
patricias werk. du weißt ja, wie das ist, wenn keine frau im&lt;br /&gt;
haus ist.&lt;br /&gt;
wir räumten im wohnzimmer die bücher von den sesseln.&lt;br /&gt;
sag mal, was machst  oder wo steckst du den ganzen,&lt;br /&gt;
lieben tag lang? hier ist ja alles zugebaut.&lt;br /&gt;
im bett.&lt;br /&gt;
wir saßen uns noch eine weile schweigsam gegenüber.&lt;br /&gt;
ich holte bier.&lt;br /&gt;
christine will sich scheiden lassen. sie hat einen anderen.&lt;br /&gt;
stell dir vor, der arbeitet in der redaktion der männerzeitung&lt;br /&gt;
otto. gegensätze ziehen sich wohl an. wahrscheinlich will&lt;br /&gt;
jeder den anderen umkrempeln.&lt;br /&gt;
bist du nicht froh, dass du sie endlich los bist?&lt;br /&gt;
sie nimmt patricia mit, und ich hänge an der kleinen. &lt;br /&gt;
ich hätte damals einer bauchhölenschwangerschaft zu-&lt;br /&gt;
stimmen sollen, dann könnten sie mir jetzt patricia nicht&lt;br /&gt;
ohne weiteres wegnehmen. als mutter hätte ich bessere&lt;br /&gt;
chancen, das sorgerecht zu bekommen. hinter meinen&lt;br /&gt;
worten steckte zynismus. ich lächelte süß-sauer.&lt;br /&gt;
mir kommt es manchmal vor, als hätte sich alles gegen&lt;br /&gt;
mich verschworen.&lt;br /&gt;
jürgen räusperte sich in seinem sessel und hauchte über&lt;br /&gt;
die bierdose: jaja ...&lt;br /&gt;
wir saßen bis in den nachmittag zusammen, diskutierten&lt;br /&gt;
über das thuwabohu auf der welt und kamen wie immer&lt;br /&gt;
zu dem schluß, dass sowieso bald alles vorbei sein würde.&lt;br /&gt;
es sei nur eine frage der zeit und blablabla. als wir das&lt;br /&gt;
bier leer hatten, beendete ich das gespräch:&lt;br /&gt;
patricia kommt gleich vom kindergarten. ich muß was&lt;br /&gt;
zu essen machen.&lt;br /&gt;
wir verabschiedeten uns überschwänglich. jürgen klopfte&lt;br /&gt;
mir kameradschaftlich auf die schulter und rülpste:&lt;br /&gt;
nimm`s nicht so schwer, alter. mach`s beste draus.&lt;br /&gt;
ich grinste ihn breit an. nett, dass du vorbeigeschaut&lt;br /&gt;
hast. besuche mich doch mal wieder. die wohnung ließ&lt;br /&gt;
mir cristine. also vorerst keine adressenänderung, klar?!&lt;br /&gt;
ich knffte ihn in die seit und schmiß hinter ihm die tür&lt;br /&gt;
zu.&lt;br /&gt;
ravioli. patricia war in tränen aufgelöst. sie aß fast nichts.&lt;br /&gt;
papi, schluchzte sie, da war ein böser junge, der ...&lt;br /&gt;
der ärgerte mich immer. der trampelte auf meinen sand-&lt;br /&gt;
kuchen rum. ich nahm patricia auf meinen schoß.&lt;br /&gt;
alle jungs sind böse, stammelte sie, sie hänseln uns,&lt;br /&gt;
weil wir mit puppen spielen. sie bauen große sandburgen&lt;br /&gt;
und machen unsere kuchen kaputt!&lt;br /&gt;
die sind nur neidisch, sagte ich ernst und strich über&lt;br /&gt;
ihr langes, blondes haar.&lt;br /&gt;
deine haare sind ganz sandig. komm, wir gehen sie &lt;br /&gt;
waschen.&lt;br /&gt;
ich wusch nicht nur den sand von ihrem kopf sondern&lt;br /&gt;
auch den ärger aus ihrem kopf. gehirnwäsche. es war&lt;br /&gt;
ein riesenspaß.&lt;br /&gt;
am nächsten tag holte meine frau patricia vom kinder-&lt;br /&gt;
garten ab, und ich wartete vergeblich. ich durfte sie&lt;br /&gt;
so oft besuchen, wie ich wollte, vorausgesetzt ich&lt;br /&gt;
war nüchtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1982)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-04T14:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3089779/">
    <title>mit der wiedergeburt haute es nicht hin, aber das klonen blieb der hit</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3089779/</link>
    <description>&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;


gestatten, dass ich mich vorstelle: harry&lt;br /&gt;
klon in der 10. generation&lt;br /&gt;
wir heißen in unserer gemeinde alle harry&lt;br /&gt;
selbst unsere gemeinde heißt harry&lt;br /&gt;
unser aller stammvater war ein gewisser -&lt;br /&gt;
fuck it! mein namensgedächtnis mal wieder&lt;br /&gt;
wahrscheinlich hieß er auch harry&lt;br /&gt;
ist doch anzunehmen, oder?&lt;br /&gt;
wir sind hier quasi alle eineiige zwillinge&lt;br /&gt;
und verstehen uns alle super&lt;br /&gt;
manchmal haben fremde probleme, uns&lt;br /&gt;
auseinanderzuhalten&lt;br /&gt;
wir unterscheiden uns aber in einem&lt;br /&gt;
wichtigen punkt: dem alter&lt;br /&gt;
mein vollständiger name, zum beispiel&lt;br /&gt;
ist harry 38&lt;br /&gt;
natürlich sieht harry 37 mir sehr ähnlich&lt;br /&gt;
sowie harry 39&lt;br /&gt;
im gegensatze dazu harry 95&lt;br /&gt;
wenn ich ihn sehe, weiß ich, wie ich als greis&lt;br /&gt;
ausschauen werde&lt;br /&gt;
wie gesagt, wir sind hier alle ein herz und&lt;br /&gt;
eine seele&lt;br /&gt;
und damit komme ich auf eine these oder&lt;br /&gt;
vielmehr wunschvorstellung meines&lt;br /&gt;
stammvaters zu sprechen (friede seiner asche)&lt;br /&gt;
er hoffte durch seelenwanderung, in seinem&lt;br /&gt;
klon wiedergeboren zu werden&lt;br /&gt;
und in der nächsten generation wieder und&lt;br /&gt;
wieder  und so weiter und so fort&lt;br /&gt;
bis in den struntzkasten&lt;br /&gt;
der ewigkeit  will meinen nirwana&lt;br /&gt;
na ja, wenn dem so wäre, dann müsste er&lt;br /&gt;
sich ziemlich aufgesplittet haben&lt;br /&gt;
ich meine seelisch&lt;br /&gt;
denn unsere gemeinde zählt 583 seelen&lt;br /&gt;
oder er lebt in einem meiner brüder&lt;br /&gt;
aber welche seelen leben dann in den übrigen&lt;br /&gt;
582 harrys?&lt;br /&gt;
meiner meinung nach, hat das mit der wieder-&lt;br /&gt;
geburt wohl nicht hingehauen  sei`s drum&lt;br /&gt;
wir sind unserem stammvater ewig dankbar, das&lt;br /&gt;
versteht sich von selbst&lt;br /&gt;
fuck it! wie hieß er nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsere nachbargemeinde heißt sylvia&lt;br /&gt;
die sylvias gebären die kleinen harrys&lt;br /&gt;
das läuft wie am schnürchen&lt;br /&gt;
wir haben ein sehr herzliches verhältnis zu&lt;br /&gt;
den sylvias&lt;br /&gt;
ich insbesondere zu sylvia 33&lt;br /&gt;
man könnte wirklich sagen, wir leben&lt;br /&gt;
im paradies&lt;br /&gt;
harry und sylvia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jetzt erzähle du die geschichte weiter&lt;br /&gt;
...
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T16:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3089065/">
    <title>Der Ideenausverkauf</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3089065/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;


daß &lt;br /&gt;
wir uns an elektronischen Schuhlöffeln&lt;br /&gt;
ergötzen&lt;br /&gt;
an Nasenhebemaschinen&lt;br /&gt;
und bauchnabelgroßen Bildschirmen&lt;br /&gt;
daß ein intelligenter Terminplaner&lt;br /&gt;
in den Jackenärmel eingenäht ist&lt;br /&gt;
der Einkaufswagen uns durch die&lt;br /&gt;
Regale zieht und für uns die Waren&lt;br /&gt;
einsammelt&lt;br /&gt;
die Fußbodenheizung in einsamen&lt;br /&gt;
Stunden mit uns spricht&lt;br /&gt;
das selbstputzende Klo Standard ist&lt;br /&gt;
daß mir im Hirn ein Chip mit allem&lt;br /&gt;
Wissen der Welt implantiert wurde&lt;br /&gt;
und ich vor dem Einschlafen&lt;br /&gt;
Moby Dick in Gedanken lesen kann&lt;br /&gt;
Datenhandschuhe mir das Berühren&lt;br /&gt;
der imaginären, nackten BB&lt;br /&gt;
ermöglichen&lt;br /&gt;
und ich mich im gefühlsechten&lt;br /&gt;
Liebesanzug wie im siebten Himmel&lt;br /&gt;
fühle&lt;br /&gt;
daß ich längst kein Geld mehr habe&lt;br /&gt;
sondern nur ein Konto, das mir&lt;br /&gt;
ein Leben lang reichen muß&lt;br /&gt;
wenn es leer ist, gibt es mich nicht mehr&lt;br /&gt;
ich werde beseitigt&lt;br /&gt;
so sind die Regeln seit dem&lt;br /&gt;
Ideenausverkauf&lt;br /&gt;
ich wollte nie alt werden&lt;br /&gt;
drum ficke ich jeden Tag mit der BB&lt;br /&gt;
es bleiben mir noch&lt;br /&gt;
zweitausendvierhundertdreiundachtzig&lt;br /&gt;
Tage&lt;br /&gt;
dann ist es aus mit dem Paradies&lt;br /&gt;
auf Erden&lt;br /&gt;
ich zähle die Tage noch nicht&lt;br /&gt;
von Berichten weiß ich, daß die meisten&lt;br /&gt;
anfangen zu zählen, wenn sie unter&lt;br /&gt;
tausend kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich freue mich auf morgen&lt;br /&gt;
ohne Ideen hat man keine Sorgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
09.12.2004 15:31 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T14:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3088593/">
    <title>ein potentieller klon spricht sich von der seele</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3088593/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;


die aufgekommene klonerei eröffnet dem menschen&lt;br /&gt;
so finde ich, gar wunderbare perspektiven&lt;br /&gt;
gleich vorausgeschickt: ich glaube an die&lt;br /&gt;
wiedergeburt&lt;br /&gt;
und - wäre das nicht supergeil, wenn ich&lt;br /&gt;
im nächsten leben als mein eigener klon&lt;br /&gt;
geboren würde?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(der sprecher lacht in sich hinein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und so weiter und so weiter&lt;br /&gt;
ich würde mich klonen lassen und mich dann selbst&lt;br /&gt;
immer wieder - ich meine seelisch&lt;br /&gt;
im klon nach meinem ableben wiederfinden&lt;br /&gt;
um ein bild zu gebrauchen:&lt;br /&gt;
ich stehe zwischen zwei spiegelwänden und sehe&lt;br /&gt;
meine gestalt unendlich oft vor mir in einem tunnel, in dem sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die spiegelbilder bis zur unerkennbarkeit ineinanderschachteln&lt;br /&gt;
stellt sich die frage: wie schaffe ich es&lt;br /&gt;
ausgerechnet als mein klon wieder auf die welt&lt;br /&gt;
zu kommen? ich gebe zu, an diesem punkt könnte&lt;br /&gt;
meine theorie platzen ...&lt;br /&gt;
ach was!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(die miene des sprechers hellt sich auf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wer sollte denn, wenn nicht ich, in meinem&lt;br /&gt;
klon hausen, wohnen, leben?&lt;br /&gt;
ich meine seelisch&lt;br /&gt;
das liegt doch auf der hand, daß ich dazu&lt;br /&gt;
augenscheinlich prädestiniert bin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(der sprecher legt eine denkpause ein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die vorstellung, als jemand ganz anderer wieder-&lt;br /&gt;
geboren zu werden, ist mir furchtbar unangenehm&lt;br /&gt;
womöglich, haha, als der klon von dir, mein&lt;br /&gt;
lieber zuhörer&lt;br /&gt;
oder als sonstwas, da kommen mir die verrücktesten&lt;br /&gt;
ideen in den kopf - nein, ich bin am liebsten ich&lt;br /&gt;
und ich will ich bleiben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(der sprecher gerät außer sich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn das hinhauen würde, mein gott!&lt;br /&gt;
das wäre ... mir fehlen die worte&lt;br /&gt;
fulminant!&lt;br /&gt;
natürlich muß die ganze sache richtig getimt&lt;br /&gt;
und organisiert werden, nicht daß was schiefläuft&lt;br /&gt;
nicht auszudenken wäre das ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(der sprecher klingt plötzlich wesentlich verhaltener)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vielleicht sollte man dieses projekt erst mal&lt;br /&gt;
an einem anderen ausprobieren -&lt;br /&gt;
es gibt doch genug arme schweine auf der welt&lt;br /&gt;
für die so eine gelegenheit besser ist als alles&lt;br /&gt;
in ihrem sonst so beschissenen leben&lt;br /&gt;
ich nehme da zum beispiel die millionen aidskranken&lt;br /&gt;
deren tage sowieso gezählt sind&lt;br /&gt;
ich hab` zeit ...&lt;br /&gt;
noch hab` ich zeit&lt;br /&gt;
die sollen mal einen zahn zulegen mit ihren experimenten&lt;br /&gt;
man lebt ja schließlich nicht ewig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(der sprecher schließt)
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T13:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3087977/">
    <title>Vor dem Sargophag, Philippsburg, 10.03.7053</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3087977/</link>
    <description>&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;


der Kopfphalliker&lt;br /&gt;
vollzieht den Geschlechtsakt mittels des Kopfes&lt;br /&gt;
man nennt ihn deswegen auch Weichhirn&lt;br /&gt;
seine Hoden hängen am Hals&lt;br /&gt;
unmittelbar unterm Kehlkopf&lt;br /&gt;
der Samenstrang liegt neben der Speiseröhre&lt;br /&gt;
und endet im Nasenloch&lt;br /&gt;
drum besitzt der Kopfphalliker nur ein&lt;br /&gt;
Nasenloch&lt;br /&gt;
und sinnigerweise zeigt dieses nach oben&lt;br /&gt;
das weibliche Pendant&lt;br /&gt;
zeichnet sich durch eine enorm große&lt;br /&gt;
Vulva aus&lt;br /&gt;
ansonsten unterscheiden sich die Frauen&lt;br /&gt;
anatomisch nicht  äh  von&lt;br /&gt;
anderen Frauen&lt;br /&gt;
evolutionsgeschichtlich begann sich der&lt;br /&gt;
Kopfphalliker im 3. Jahrtausend als &lt;br /&gt;
Mutation nach dem&lt;br /&gt;
Supergau von Philippsburg zu entwickeln&lt;br /&gt;
es ist wissenschaftlich umstritten, warum&lt;br /&gt;
sich die Kopfphalliker als abartige Spezies&lt;br /&gt;
ökologisch etablieren konnten&lt;br /&gt;
Fundamentalisten deklarieren, dass nun endlich&lt;br /&gt;
der Penis dort sitze, wo er hingehöre&lt;br /&gt;
und dass die Trennung des Fortpflanzungsorgans&lt;br /&gt;
von dem Ausscheidungsorgan&lt;br /&gt;
schon lange eine kulturelle Notwendigkeit &lt;br /&gt;
bedeutet hätte&lt;br /&gt;
zumindest beim Manne&lt;br /&gt;
außerdem müssen sich Kopfphalliker durch&lt;br /&gt;
die Rückbildung des Gliedes beim Pinkeln setzen&lt;br /&gt;
was große hygienische Vorteile hat&lt;br /&gt;
die Frauen der Kopfphalliker passten sich an&lt;br /&gt;
sie scheinen fasziniert von der &lt;br /&gt;
Sublimierung des Kopfes zu sein als Reservat&lt;br /&gt;
geistigen sowie virilen Ausdrucks&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haaatschiiii!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
entschuldigung, bei Erregung schwillt der Kopf&lt;br /&gt;
bei uns rot an ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haaatschiiii!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat vielleicht jemand mal ein Taschentuch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
danke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.03.2004 11:59 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T11:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3087867/">
    <title>the monkey wins</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3087867/</link>
    <description>&lt;br /&gt;

1&lt;br /&gt;
bei versuchen mit der künstlichen&lt;br /&gt;
intelligenz fanden wissenschaftler&lt;br /&gt;
heraus&lt;br /&gt;
daß die verknüpfung derselben&lt;br /&gt;
mit tierischer intelligenz&lt;br /&gt;
höherer säugetiere&lt;br /&gt;
auf fruchtbaren boden&lt;br /&gt;
fiel&lt;br /&gt;
affen&lt;br /&gt;
insbesondere schimpansen&lt;br /&gt;
erwiesen sich als geeignete &lt;br /&gt;
paarungspartner&lt;br /&gt;
der künstlichen intelligenz&lt;br /&gt;
das resultat war wirklich eine&lt;br /&gt;
neugeburt&lt;br /&gt;
ähnlich einem wunder-wunder&lt;br /&gt;
-wunderkind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2&lt;br /&gt;
wer das geld&lt;br /&gt;
hatte&lt;br /&gt;
legte sich diese &quot;wundertiere&quot;&lt;br /&gt;
zu&lt;br /&gt;
staatspräsidenten trugen&lt;br /&gt;
ihren affen auf&lt;br /&gt;
verantwortungsschweren schultern&lt;br /&gt;
kapitalisten kauften sich&lt;br /&gt;
wahre intelligenzbestien&lt;br /&gt;
um noch reicher zu werden&lt;br /&gt;
ethikprofessoren&lt;br /&gt;
protestierten&lt;br /&gt;
gegen die ausbeutung und&lt;br /&gt;
die verwendung als&lt;br /&gt;
vorzeige-affen&lt;br /&gt;
schachgroßmeister meinten&lt;br /&gt;
sie seien in ihrer ehre&lt;br /&gt;
verletzt&lt;br /&gt;
gegen ein banane-fressendes&lt;br /&gt;
ungeheuer anzutreten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3&lt;br /&gt;
die affen selbst&lt;br /&gt;
begriffen ihr potenziertes&lt;br /&gt;
denkvermögen&lt;br /&gt;
recht abstrakt&lt;br /&gt;
ihre äußerungen hielten sich&lt;br /&gt;
entsprechend knapp&lt;br /&gt;
und vielsagend&lt;br /&gt;
delphine, tümpler, wale wurden&lt;br /&gt;
ihre besten freunde&lt;br /&gt;
mit denen sie sich zu&lt;br /&gt;
spielen und geheimnisvollen&lt;br /&gt;
meetings zurückzogen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4&lt;br /&gt;
anita, eine schimpansendame&lt;br /&gt;
sprach sich aus, während&lt;br /&gt;
sie von einem kameraden&lt;br /&gt;
gelaust wurde:&lt;br /&gt;
&quot;der mensch ist unser schöpfer&lt;br /&gt;
und wir fühlen uns ihm als solchem &lt;br /&gt;
verpflichtet&lt;br /&gt;
wir denken nicht in kategorien&lt;br /&gt;
von überlegenheit und macht&lt;br /&gt;
wenn ich behaupte, daß&lt;br /&gt;
sich der mensch zugrunde richtet&lt;br /&gt;
er aber keine überlebensnotwendigen&lt;br /&gt;
konsequenzen zieht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich glaube, das ist eine echte tragödie&lt;br /&gt;
wir denken auch nicht in kategorien&lt;br /&gt;
von gut und böse&lt;br /&gt;
wir leben mit der natur, unsere&lt;br /&gt;
instinkte sind nicht verlorengegangen&lt;br /&gt;
an intelligenz fehlt es dem menschen nicht&lt;br /&gt;
er ist offensichtlich auf der suche&lt;br /&gt;
nach seiner wahren identität, welche&lt;br /&gt;
er unglücklicherweise ganz vergaß&lt;br /&gt;
an deren stelle tritt eine traumatische angster-&lt;br /&gt;
fahrung, solange der mensch&lt;br /&gt;
uneins&lt;br /&gt;
mit der natur lebt &lt;br /&gt;
kann er keinen frieden finden&lt;br /&gt;
die schimpansendame legte eine denkpause&lt;br /&gt;
ein&lt;br /&gt;
ihr haariger kamerad lag inzwischen&lt;br /&gt;
dösend an ihrer seite&lt;br /&gt;
&quot;nichtsdestotrotz&quot;, begann anita abschließend&lt;br /&gt;
&quot;wir lieben den menschen, und ich bin&lt;br /&gt;
sicher, daß sich für die nachwelt&lt;br /&gt;
einige exemplare seiner spezie&lt;br /&gt;
erhalten lassen&lt;br /&gt;
wir werden sehen ...&quot;&lt;br /&gt;
anita gähnte lang und kuschelte sich&lt;br /&gt;
ans fell ihres kameraden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5&lt;br /&gt;
a propos:&lt;br /&gt;
menschen, welche an sich selbst&lt;br /&gt;
mit der künstlichen intelligenz&lt;br /&gt;
experimentierten&lt;br /&gt;
wurden wahnsinnig&lt;br /&gt;
ihr ehrgeiz war gift&lt;br /&gt;
für die vereinigung&lt;br /&gt;
mit der künstlichen intelligenz&lt;br /&gt;
ein paar wenige&lt;br /&gt;
weise männer, die ihren&lt;br /&gt;
frieden gefunden hatten&lt;br /&gt;
hätten dieses abenteuer &quot;übermensch&quot;&lt;br /&gt;
wagen können&lt;br /&gt;
allein, sie&lt;br /&gt;
lehnten es ab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6&lt;br /&gt;
und nach meinung des volkes&lt;br /&gt;
war jeder affe&lt;br /&gt;
allemal besser&lt;br /&gt;
an der spitze von politik, wirt-&lt;br /&gt;
schaft und wissenschaft&lt;br /&gt;
als ein artgenosse aus ihren reihen&lt;br /&gt;
das volk, das waren die armen&lt;br /&gt;
und mittelständigen&lt;br /&gt;
sie entwickelten slogans - wie:&lt;br /&gt;
&quot;laßt den affen mal machen&quot;&lt;br /&gt;
&quot;alle macht deinem affen!&quot;&lt;br /&gt;
oder einfach:&lt;br /&gt;
&quot;affenstark!&quot;&lt;br /&gt;
bald wollte jeder hanswurst&lt;br /&gt;
seinen affen&lt;br /&gt;
die menschen trieben den&lt;br /&gt;
affenkult auf die spitze&lt;br /&gt;
manche sektierer verehrten ihn&lt;br /&gt;
gar als gottheit&lt;br /&gt;
sie beteten zu steinernen abbildern&lt;br /&gt;
überlebensgroßer menschenaffen&lt;br /&gt;
(anmerkung: diese steinbilder wiesen eine verflixte&lt;br /&gt;
ähnlichkeit mit buddha auf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7&lt;br /&gt;
die affen nahmen die&lt;br /&gt;
entwicklung mit lausiger gelassenheit&lt;br /&gt;
wahr&lt;br /&gt;
anita, die schimpansendame, sprach&lt;br /&gt;
sich aus, während ihr kamerad&lt;br /&gt;
sie von hinten nahm:&lt;br /&gt;
&quot;der mensch ist wirklich das&lt;br /&gt;
verrückteste tier, das ich kenne ...&lt;br /&gt;
oooh, oooh&lt;br /&gt;
mein gott! &lt;br /&gt;
...&quot;&lt;br /&gt;
nach wenigen sekunden war der&lt;br /&gt;
koitus beendet, und anita&lt;br /&gt;
schwieg mit glasigen augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;

</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Science+Fiction&quot;&gt;Science Fiction&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T10:39:00Z</dc:date>
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