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    <title>prosaGEDICHTE (von bonanza/margot) : Rubrik:Surreales, Träume</title>
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    <description>von bonanza/margot</description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:date>2008-06-13T10:43:21Z</dc:date>
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    <title>prosaGEDICHTE</title>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4984496/">
    <title>Die Reise zum Mond</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4984496/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Meine Pflegedienstleitung  schickte mich auf den Mond,&lt;br /&gt;
was recht kurzfristig kam.&lt;br /&gt;
Zur Erläuterung:&lt;br /&gt;
Der Mond stand viel näher zur Erde, und man hatte eine Art Aufgang zu ihm installiert.&lt;br /&gt;
Meine Kollegin Monique verpasste mir den Raumanzug mit Helm und Funk, und so ging ich auf die Mondreise - mit einem mulmigen Gefühl. Ich hatte Angst vor den kleinen, klitzekleinen Gesteinsbrocken, die da oben bekannterweise überall herumflogen, und die mich durchlöchern könnten, noch ehe ich den Erdtrabanten erreichte. Meine Pflegedienstleitung hatte mich auch gar nicht vorbereitet. Nach kurzem Nachdenken funkte ich Monique an, aber ich erhielt keine Antwort.&lt;br /&gt;
Funkstille aus dem Altenheim. Ich fühlte mich gelinkt. &lt;br /&gt;
Der erste Abschnitt meines Weges führte über die Erde, und ich verlor ganz den Faden. Ich schnappte mir ein Fahrrad und fuhr drauflos in die Richtung, wo ich den weiteren Aufstieg zum Mond vermutete, obwohl ich viel lieber umgekehrt wäre. Ich wollte nicht, dass sie mich für einen Feigling hielten.  Immer wieder versuchte ich Monique anzufunken -  vergeblich. Dann merkte ich, dass ich einen Platten hatte. Eingangs eines Dorfes versuchte ich den Reifen aufzupumpen, doch er hielt die Luft nicht. Also fragte ich in dem Store an der Tanke nach Flickzeug und einer Reparaturmöglichkeit. Noch immer stak ich in dem weißen Astronautenanzug. Man hatte weder Flickzeug noch einen Rat für mich - da war nichts zu machen - bis SIE mich ansprach; SIE hatte mein Problem mitgekriegt und sagte: &quot;Du kannst bei mir übernachten, und morgen schaust du weiter nach dem Mond.&quot; Da ich mit meinem Latein am Ende war, nahm ich ihr Angebot freudig an.  Zufällig wohnte sie genau da. &lt;br /&gt;
&quot;Du legst dich also vor mir in die Koje, und wenn du klar bist, meldest du &quot;Okay&quot;, und ich rufe zurück &quot;Ich komme!&quot;.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Kein Problem&quot;, sagte ich und begann aus dem Raumanzug zu schlüpfen. Ihr schien wirklich etwas an mir zu liegen, und ich entschied, anstatt auf den Mond zu spazieren, die nächste Zeit hier zu bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(24.11.00)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-10T17:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4761406/">
    <title>Der Katastrophensurfer</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4761406/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als ich mit Hemingway auf Großwildjagd&lt;br /&gt;
war am Fuße des Kilimandscharo&lt;br /&gt;
verschluckte mich eine Würgeschlange&lt;br /&gt;
Ernest schlitzte ihren Leib auf&lt;br /&gt;
und ich entdeckte mein Leben neu&lt;br /&gt;
Mit der Titanic ging ich unter&lt;br /&gt;
Ein vorbeischwimmender Walfisch&lt;br /&gt;
dachte wohl, ich wäre Jonas&lt;br /&gt;
und bot mir Asyl an&lt;br /&gt;
Ich hatte es sehr gemütlich&lt;br /&gt;
Seine Videosammlung ließ nichts&lt;br /&gt;
zu wünschen übrig&lt;br /&gt;
In der Hindenburg wäre ich fast&lt;br /&gt;
gegrillt worden&lt;br /&gt;
aber kurz vor dem Inferno wurde&lt;br /&gt;
ich von Außerirdischen aus meiner&lt;br /&gt;
Kabine entführt&lt;br /&gt;
Unglaublich&lt;br /&gt;
In ihrer Untertasse rasierten sie mich&lt;br /&gt;
und setzten mich danach&lt;br /&gt;
in der Zukunft ab&lt;br /&gt;
direkt auf die kollabierenden Twin Towers&lt;br /&gt;
Gott sei Dank war Spiderman zur Stelle&lt;br /&gt;
Ich habe mehr Glück als Verstand&lt;br /&gt;
Leider konnte ich meinem Freund&lt;br /&gt;
Hemingway nicht aus der Klemme helfen&lt;br /&gt;
Die Katastrophen waren zu viel&lt;br /&gt;
für ihn&lt;br /&gt;
Die Schutzengel sind gegen das schleichende&lt;br /&gt;
Unglück machtlos &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24.02.2005 12:54 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-05T15:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4747011/">
    <title>der schrei</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4747011/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
kannst du schreien?&lt;br /&gt;
aus ganzem herzen schreien?&lt;br /&gt;
i`m the speed king&lt;br /&gt;
aus voller kehle&lt;br /&gt;
lasse deine geister frei&lt;br /&gt;
sie verwandeln sich in blumen&lt;br /&gt;
auch deine ängste&lt;br /&gt;
deine sorgen&lt;br /&gt;
deine schwerkraft&lt;br /&gt;
alles fliegt davon&lt;br /&gt;
zeige der natur, dass du da bist!&lt;br /&gt;
du bist teil von allem&lt;br /&gt;
es ist dein schrei&lt;br /&gt;
wenn das nicht liebe ist&lt;br /&gt;
i`m the speed king&lt;br /&gt;
ich bin paul newman im stockcar&lt;br /&gt;
datona&lt;br /&gt;
am strand den bauch bräunen&lt;br /&gt;
und sich von einer sexy&lt;br /&gt;
lady den nacken massieren lassen&lt;br /&gt;
mein gott, wie gerne&lt;br /&gt;
stände ich jetzt hinter ihr&lt;br /&gt;
wie sie mit gespreizten schenkeln&lt;br /&gt;
im sand hockt&lt;br /&gt;
heute will ich sterben&lt;br /&gt;
im geschwindigkeitsrausch&lt;br /&gt;
die mauer vor augen&lt;br /&gt;
ein letztes mal schreien&lt;br /&gt;
i`m the speed king&lt;br /&gt;
der motorblock rammt sich in meinen&lt;br /&gt;
unterleib&lt;br /&gt;
als ich an der wand zerschelle&lt;br /&gt;
meine beine zerbrechen&lt;br /&gt;
wie salzstängel&lt;br /&gt;
die lenksäule bohrt sich in mein herz&lt;br /&gt;
die zeit hält an&lt;br /&gt;
ich liege am strand&lt;br /&gt;
und lächele&lt;br /&gt;
du beugst dich über mich&lt;br /&gt;
und gibst mir einen&lt;br /&gt;
kuß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25.11.2002 12:43 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-29T14:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4667092/">
    <title>Mein Erwachen ist der Schlaf</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4667092/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
das Leben ist ein Albtraum&lt;br /&gt;
ich wache jeden Morgen in ihm auf&lt;br /&gt;
es ist immer der eine wiederkehrende Traum&lt;br /&gt;
spätestens beim Blick in den Spiegel&lt;br /&gt;
weiß ich: Und ewig grüßt das Murmeltier&lt;br /&gt;
alles kommt mir sehr bekannt vor&lt;br /&gt;
der Nachbar, der sein Auto spazieren fährt&lt;br /&gt;
der Ausblick in den Garten&lt;br /&gt;
im Fernsehen die Nachrichtensprecher&lt;br /&gt;
die bloß ihre Gesichter austauschen&lt;br /&gt;
sie reden von Katastrophen, Verbrechen&lt;br /&gt;
und Verkehrstoten&lt;br /&gt;
es sind nicht dieselben Toten wie gestern&lt;br /&gt;
und doch sind sie sich gleich&lt;br /&gt;
die Bomben, die gesprengt werden&lt;br /&gt;
und die eingesammelten Leichenteile&lt;br /&gt;
in meinem Albtraum&lt;br /&gt;
ich kenne den Traum nicht bis ins Detail&lt;br /&gt;
aber alles kommt mir bekannt vor, wenn ich&lt;br /&gt;
es sehe &lt;br /&gt;
die Einkäufer im Supermarkt&lt;br /&gt;
das Geplärr der Kinder&lt;br /&gt;
ältere Damen, die ihre Dackel ausführen&lt;br /&gt;
ich schaue auf meine Arme, Beine, Füße&lt;br /&gt;
auch das gehört zu meinem Albtraum&lt;br /&gt;
manchmal fühle ich mich weit weg von mir&lt;br /&gt;
und wundere mich, wie ich es schaffe, daß ich&lt;br /&gt;
mich bewege&lt;br /&gt;
sicher ist es mehr ein Taumeln&lt;br /&gt;
im Licht&lt;br /&gt;
und ich wünsche mir, daß die Sonne ihre Bahn&lt;br /&gt;
verlässt&lt;br /&gt;
in Schlangenlinien den Himmel durchkreuzt&lt;br /&gt;
und daß die Autos auf den Dächern fahren&lt;br /&gt;
oder die Dackel die Damen ausführen&lt;br /&gt;
doch es bleibt derselbe Albtraum&lt;br /&gt;
mit den Masken der Menschen&lt;br /&gt;
wuselig im Bett der Zeit&lt;br /&gt;
wie eine Ameisenarmee&lt;br /&gt;
mein Erwachen ist der Schlaf&lt;br /&gt;
seit vielen Jahren habe ich denselben Traum&lt;br /&gt;
er änderte sich&lt;br /&gt;
fast unmerklich&lt;br /&gt;
ich glaube, er wurde mit der Zeit kürzer&lt;br /&gt;
eines Tages wird er nicht mehr kommen&lt;br /&gt;
was ich mir kaum vorstellen kann&lt;br /&gt;
vielleicht schreibe ich deshalb Gedichte&lt;br /&gt;
um den Traum festzuhalten&lt;br /&gt;
das Vergessen hat schon angefangen&lt;br /&gt;
ich löse mich langsam auf vor dem Spiegel&lt;br /&gt;
die Konturen verschwimmen&lt;br /&gt;
zuletzt die Tränen&lt;br /&gt;
ohne Körper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mein Erwachen ist der Schlaf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.01.2005 13:00 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-01T14:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4498018/">
    <title>Die schwarze Pistole</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4498018/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich werde das erste Mal fliegen&lt;br /&gt;
über die Felder und Wälder&lt;br /&gt;
mir von Baumwipfeln den Bauch&lt;br /&gt;
kitzeln lassen&lt;br /&gt;
auf Überlandstromleitungen&lt;br /&gt;
balancieren&lt;br /&gt;
Über den Fernsehtürmen der&lt;br /&gt;
Großstädte werde ich schweben&lt;br /&gt;
über die Dächer der Hochhäuser&lt;br /&gt;
springen&lt;br /&gt;
schwerelos wie ein Floh&lt;br /&gt;
mir eine Hängematte über die&lt;br /&gt;
Straßenschluchten spannen&lt;br /&gt;
für ein Mittagsschläfchen&lt;br /&gt;
Ich werde wie ein Greifvogel&lt;br /&gt;
über Täler kreisen&lt;br /&gt;
mich dem Wind hingeben&lt;br /&gt;
und auf den Berggipfeln meditieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ticket ist gelöst für meine&lt;br /&gt;
letzte Reise&lt;br /&gt;
Heute bin ich noch auf dem Boden&lt;br /&gt;
Mein Herz klopft&lt;br /&gt;
Das Blut fließt in meine Gedanken&lt;br /&gt;
Ich habe eine schwarze Pistole&lt;br /&gt;
im Gepäck&lt;br /&gt;
Noch quälen mich eure Gesichter&lt;br /&gt;
lebendige Masken&lt;br /&gt;
Schicht für Schicht bist zum &lt;br /&gt;
schreienden Embryo&lt;br /&gt;
nichtssagend&lt;br /&gt;
ein Schrei, der sich im Laufe des&lt;br /&gt;
Lebens lediglich in hohle&lt;br /&gt;
Sprachungetüme verwandelt&lt;br /&gt;
Ich höre euch wie die Zikaden&lt;br /&gt;
in den Pinienwäldern&lt;br /&gt;
Bald nur noch aus der Ferne&lt;br /&gt;
Was ihr Leben nennt, ist nicht&lt;br /&gt;
mein Leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht öffnet sich das Tor&lt;br /&gt;
und ich fliege in die Zeit&lt;br /&gt;
Das Licht wird mein Schatten sein&lt;br /&gt;
An die Sterne werde ich mich&lt;br /&gt;
schmiegen wie an einen schönen&lt;br /&gt;
Frauenkörper&lt;br /&gt;
und in Galaxien Karussell fahren&lt;br /&gt;
Ich gebe meine Suche nicht auf&lt;br /&gt;
Egal, wohin sie mich führen wird&lt;br /&gt;
Es wird zu eng auf der Erde&lt;br /&gt;
Bestimmt vergesse ich euch nicht so &lt;br /&gt;
schnell&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Wolke verstecke ich mich&lt;br /&gt;
und meine Tränen werden auf deinen&lt;br /&gt;
Schirm prasseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.06.2004 14:04 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-01T15:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4375228/">
    <title>black night</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4375228/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
die antigravitationsmaschine steht bereit&lt;br /&gt;
die materie wird auseinanderfliegen&lt;br /&gt;
sie wird vom raum geschluckt&lt;br /&gt;
zurück bleibt schwarze nacht&lt;br /&gt;
der bleistiftspitzer ist stumpf&lt;br /&gt;
ich lege ihn unter eine pyramide&lt;br /&gt;
um ihn zu schärfen&lt;br /&gt;
tut ench amun und michael jackson&lt;br /&gt;
unterhalten sich in meiner küche über&lt;br /&gt;
neue konservierungsmethoden&lt;br /&gt;
ich zünde eine kerze an&lt;br /&gt;
weil mir kalt ist&lt;br /&gt;
ich bin blutleer&lt;br /&gt;
und im kühlschrank wartet einsam&lt;br /&gt;
das letzte bier&lt;br /&gt;
komisch, dass ich jetzt an mäuse&lt;br /&gt;
denke&lt;br /&gt;
mein vermieter recht die blätter&lt;br /&gt;
vor meiner terrasse zusammen&lt;br /&gt;
die arbeit könnte er sich sparen&lt;br /&gt;
blaue müllsäcke voll feuchter, verrottender&lt;br /&gt;
blätter&lt;br /&gt;
gestern nacht besuchte mich hemingway&lt;br /&gt;
er kam als zombie zu mir&lt;br /&gt;
der halbe kopf fehlte ihm, und&lt;br /&gt;
von seinem bart tropfte das blut&lt;br /&gt;
er lächelte mich an und sagte:&lt;br /&gt;
schuld an allem waren die weiber ...&lt;br /&gt;
dann löste er sich auf&lt;br /&gt;
nur sein rechtes auge blieb über meinem&lt;br /&gt;
bett in der luft hängen&lt;br /&gt;
und ich sagte zu dem auge:&lt;br /&gt;
darauf wäre ich nie gekommen&lt;br /&gt;
das auge schloß sich&lt;br /&gt;
und zurück blieb die&lt;br /&gt;
schwarze nacht&lt;br /&gt;
wenn ich trinke, dann trinke ich&lt;br /&gt;
drum muß ich für nachschub sorgen&lt;br /&gt;
und lasse die beiden gäste&lt;br /&gt;
in meiner küche zurück&lt;br /&gt;
um zum supermarkt zu radeln&lt;br /&gt;
ich hoffe&lt;br /&gt;
auf ein nettes lächeln der kassiererin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.11.2002 13:01 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-23T11:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4321920/">
    <title>der riese onassis</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4321920/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
neben mir stand ein riese&lt;br /&gt;
ich reichte ihm gerade mal bis zur hüfte&lt;br /&gt;
er war schwarz und trug einen maßgeschneiderten&lt;br /&gt;
sommeranzug, seine gewaltigen füße steckten&lt;br /&gt;
in sandalen&lt;br /&gt;
die habe ich mir selbst gemacht, grinste er mir&lt;br /&gt;
aus den wolken zu&lt;br /&gt;
sein gesicht war offen und gutmütig, soweit ich&lt;br /&gt;
das aus meiner perspektive beurteilen konnte&lt;br /&gt;
ich wollte keine dämlichen fragen stellen in der&lt;br /&gt;
art: wie ist die luft da oben? ich fragte:&lt;br /&gt;
was macht man, wenn man so groß ist?&lt;br /&gt;
man ist einsam, sagte er. seine stimme hallte&lt;br /&gt;
wie aus einer fabrikhalle.&lt;br /&gt;
da bist du nicht allein. langsam bekam ich&lt;br /&gt;
nackenschmerzen. wie heißt du?&lt;br /&gt;
onassis. nenne mich onassis, lachte der schwarze&lt;br /&gt;
riese neben mir, dass mir schwindlig wurde&lt;br /&gt;
und wie nennst du dich, kleiner mensch?&lt;br /&gt;
diego, gab ich zurück, ich schreibe&lt;br /&gt;
prosagedichte. unwillkürlich streckte ich ihm&lt;br /&gt;
die hand entgegen, was lächerlich aussah&lt;br /&gt;
der riese sackte in die knie. mein arm verschwand&lt;br /&gt;
bis zum ellenbogen in seiner pranke. komischerweise&lt;br /&gt;
empfand ich keine angst. wir hatten jetzt blickkontakt&lt;br /&gt;
diego, du bist auch einsam? fragte er beinahe&lt;br /&gt;
zärtlich, immer noch meine hand haltend, obwohl&lt;br /&gt;
du klein bist? ich sah deutlich die verwunderung&lt;br /&gt;
auf seinem gesicht&lt;br /&gt;
ich hätte dem riesen gerne geantwortet, dass einsamkeit&lt;br /&gt;
ein los des dichters sei, eine selbst gewählte einsamkeit&lt;br /&gt;
ein schwermütiger geist, der die tragik des daseins&lt;br /&gt;
erkennt, ein mit dem leben hadernder geist, der&lt;br /&gt;
ewig allein bleibt, etc., aber ich brachte nichts von dem&lt;br /&gt;
über die lippen&lt;br /&gt;
willst du vielleicht so groß sein wie ich? groß wie &lt;br /&gt;
onassis? er ließ meinen arm los und richtete sich &lt;br /&gt;
demonstrativ auf. mechanisch hob ich den blick&lt;br /&gt;
ich stand neben einem riesen. ich war nicht allein&lt;br /&gt;
ich war nie allein gewesen. ich wusste gar nicht, was&lt;br /&gt;
allein-sein heißt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese erfahrung hatte mich onassis, der riese, gelehrt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01.06.2002 09:20 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-05T10:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4288192/">
    <title>Der Fingersammler</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4288192/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Kaspar sammelte Finger. Beringte, unberingte, krumme&lt;br /&gt;
und grade. Am liebsten mochte er lange Finger. Der längste&lt;br /&gt;
in seiner Sammlung maß 18 Zentimeter! Natürlich ein&lt;br /&gt;
Mittelfinger. Er mochte auch die von Gicht ganz krummen.&lt;br /&gt;
Die sahen wie knollige Äste aus. Kinderfinger lehnte er ab.&lt;br /&gt;
Kaspar mochte nicht an winkende Kinderhände denken,&lt;br /&gt;
denen Finger fehlten. &lt;br /&gt;
Er besaß inzwischen 1.523 Finger und hatte einen Daumen-&lt;br /&gt;
überschuß. Einzelne Fingerglieder wanderten in den Müll.&lt;br /&gt;
Zu seinen Kunden sagte er: Ich mag keine halben Finger.&lt;br /&gt;
Vor allem keine Daumenkuppen. Aber wenn die Bittsteller&lt;br /&gt;
ihn flehend anschauten, wurde Kaspar meist weich.&lt;br /&gt;
Dann pflegte er zu sagen: Ich bin viel zu gutmütig. Fehlt&lt;br /&gt;
noch, dass sie mir ihre Fingernägel andrehen wollen ...!&lt;br /&gt;
Man fragt sich, was er mit all den Fingern anfangen wollte.&lt;br /&gt;
Nun, er sammelte sie wie andere Leute Schmetterlinge oder&lt;br /&gt;
Briefmarken. Kaspar sammelte Finger. Er erhoffte sich,&lt;br /&gt;
etwas über Finger zu lernen. Um so mehr er haben würde,&lt;br /&gt;
so dachte er, desto mehr würde er über sie erfahren.&lt;br /&gt;
Aber warum weckten gerade Finger sein besonderes &lt;br /&gt;
Interesse? War es die Erinnerung des drohenden&lt;br /&gt;
Zeigefingers in seiner Kindheit? Der herausgestreckte&lt;br /&gt;
Tramperdaumen seiner Jugend? Der provokative Stinkefinger&lt;br /&gt;
hinter dem Steuer des Autos? Der Ringfinger, der für die &lt;br /&gt;
Liebe stand? Oder der beringte, kleine Finger, den er aus&lt;br /&gt;
Vornehmheit und Exzentrik unwillkürlich leicht abspreizte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaspar hatte vor, ein regelrechtes Fingermuseum einzu-&lt;br /&gt;
richten, damit jeder Mensch sehen konnte, wie unterschiedlich&lt;br /&gt;
Finger sein können. Die Besucher würden an tausenden&lt;br /&gt;
wohlpräparierten Fingern in Glasvitrinen vorbeiwandeln.&lt;br /&gt;
Und sie hätten am Ausgang die Gelegenheit, selbst einen&lt;br /&gt;
Finger abzuzweigen. Unter sterilen, chirurgisch einwand-&lt;br /&gt;
freien Bedingungen und natürlich würde man entlohnt.&lt;br /&gt;
Auch eine Fingerauktion wäre denkbar.&lt;br /&gt;
So dachte Kaspar leidenschaftlich an sein Projekt. Tag für Tag. &lt;br /&gt;
Er betrachtete seine Hände voll Ehrfurcht. Er spreizte seine Finger, streckte seine Hände in die Höhe, lachte und sang das Kinderlied:&lt;br /&gt;
10 kleine Negerlein ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Finger blieben allerdings unbezahlbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
07.06.2003</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-24T11:31:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4285625/">
    <title>Der kleine Mann in meiner Hand</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4285625/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich war mit der transsibirischen Eisenbahn&lt;br /&gt;
unterwegs&lt;br /&gt;
Wir telefonierten&lt;br /&gt;
Im hohen Gras entdeckte ich kleine Menschen&lt;br /&gt;
Ich fing zwei und sperrte sie in meine&lt;br /&gt;
Vesperdose&lt;br /&gt;
Für den dritten war darin kein Platz&lt;br /&gt;
Er war ziemlich kräftig und versuchte, sich&lt;br /&gt;
aus meinem Griff zu befreien&lt;br /&gt;
Wie eine Echse wand er sich, und&lt;br /&gt;
ich musste fest zupacken&lt;br /&gt;
um den kleinen Kerl zu halten&lt;br /&gt;
Er biß mich in den Daumen&lt;br /&gt;
Dieses Leben in meiner Hand&lt;br /&gt;
Es erregte mich&lt;br /&gt;
Doch wollte ich ein Behältnis finden, wo&lt;br /&gt;
ich den Kerl loslassen konnte&lt;br /&gt;
Du sagtest am anderen Ende, dass&lt;br /&gt;
du Träume deuten kannst&lt;br /&gt;
Er windet sich noch immer in meiner Hand&lt;br /&gt;
Seine Ausdauer ist bewundernswert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.05.2004 11:46 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-23T14:01:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4277772/">
    <title>die sonne beißt sich durch</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4277772/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ich träumte von organ-&lt;br /&gt;
transplantationen, operationen&lt;br /&gt;
ärzten, schwestern&lt;br /&gt;
ziemlich realistisch&lt;br /&gt;
für eine soap-opera&lt;br /&gt;
liebe war im spiel&lt;br /&gt;
und kunstfehler&lt;br /&gt;
massenhaft&lt;br /&gt;
die organe flogen nur so&lt;br /&gt;
umher&lt;br /&gt;
ich wachte auf und sah&lt;br /&gt;
herz, lunge, nieren&lt;br /&gt;
plastisch vor mir&lt;br /&gt;
ich trank löslichen kaffee&lt;br /&gt;
und suchte einen sender&lt;br /&gt;
im radio&lt;br /&gt;
in dem gequatscht wurde&lt;br /&gt;
die stimmen beruhigten mich&lt;br /&gt;
auch wenn ich nicht genau&lt;br /&gt;
hinhörte&lt;br /&gt;
sie erzählten soviel unsinn&lt;br /&gt;
ein faß ohne boden&lt;br /&gt;
religion, politik, wissenschaft&lt;br /&gt;
herrjeh!&lt;br /&gt;
ich trinke noch `nen kaffee&lt;br /&gt;
und hoffe auf einen ergiebigen&lt;br /&gt;
morgenschiß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der tod ist&lt;br /&gt;
unendlich traurig&lt;br /&gt;
immer wieder abschied nehmen&lt;br /&gt;
und mausgraue körper&lt;br /&gt;
zerfallen&lt;br /&gt;
- das blitzen deiner&lt;br /&gt;
augen 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-20T15:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4263553/">
    <title>Der Mann, der ich war</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4263553/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
der Mann, der ich war&lt;br /&gt;
verliebte sich in die junge Frau&lt;br /&gt;
mit dem wellenden Haar und den großen&lt;br /&gt;
ausdrucksstarken, kastanienbraunen Augen&lt;br /&gt;
wenn sie lachte, war Frühling&lt;br /&gt;
sie unterhielten sich, und der Mann&lt;br /&gt;
der ich war, zeigte seine Zuneigung&lt;br /&gt;
die junge Frau wich aus, sie barg&lt;br /&gt;
ein Geheimnis&lt;br /&gt;
ich habe alles verloren&lt;br /&gt;
sagte sie&lt;br /&gt;
eine alte Backsteinfassade begrub das &lt;br /&gt;
Kind unter sich, als es im Wald spielte&lt;br /&gt;
das erzählte man ihr&lt;br /&gt;
ich kann mich an nichts erinnern&lt;br /&gt;
ich verlor mein Leben&lt;br /&gt;
einfach alles&lt;br /&gt;
ihr Blick war stumpf bei den Worten&lt;br /&gt;
auf die See gerichtet&lt;br /&gt;
die erste Zeit danach konnte man sie&lt;br /&gt;
nicht alleine lassen&lt;br /&gt;
der Mann, der ich war, hörte ihre&lt;br /&gt;
Geschichte, und er liebte die junge Frau&lt;br /&gt;
aber sie sagte, sie wolle zurückkehren&lt;br /&gt;
zu ihrem Ex-Mann: das wirst du nicht verstehen&lt;br /&gt;
ich suche mir eine Sorte Männer ...&lt;br /&gt;
und ich gehöre nicht dazu?&lt;br /&gt;
fragte der Mann, der ich war, beklemmt&lt;br /&gt;
nein, wir streiten nicht&lt;br /&gt;
antwortete die junge Frau&lt;br /&gt;
seit damals bin ich so, und ich liebe&lt;br /&gt;
das Meer und die Wellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Mann, der ich war&lt;br /&gt;
zog in die Nähe der jungen Frau, die er liebte&lt;br /&gt;
er strich das blaue Betttuch glatt&lt;br /&gt;
jetzt hast du alle Wellen rausgestrichen&lt;br /&gt;
lachte sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
05.05.2004 21:49 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-16T10:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4251215/">
    <title>Arme essen Reiche</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4251215/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
meine Freundin und ich&lt;br /&gt;
gehörten zu den Gästen in dem&lt;br /&gt;
feudalen Landgasthof&lt;br /&gt;
wir hatten eine persönliche Einladung&lt;br /&gt;
mit der Post erhalten&lt;br /&gt;
nach dem Einlaß teilten sich die&lt;br /&gt;
Wartenden in zwei Schlangen&lt;br /&gt;
die linke führte Richtung Küche&lt;br /&gt;
die rechte bewegte sich langsam&lt;br /&gt;
gen Speisesaal&lt;br /&gt;
ich durfte mich rechts einsortieren&lt;br /&gt;
während meine Freundin&lt;br /&gt;
zur linken Seite gebeten wurde&lt;br /&gt;
Komische Sitten sind das hier, sagte&lt;br /&gt;
meine Freundin.&lt;br /&gt;
Ja, sehr ungewöhnlich, mein Schatz!&lt;br /&gt;
und auch die Umstehenden fanden&lt;br /&gt;
das, wie man aus ihren Mienen ablesen&lt;br /&gt;
konnte, nur mit Mühe amüsant&lt;br /&gt;
solche Bankette steckten voller&lt;br /&gt;
Überraschungen&lt;br /&gt;
Haha, womöglich lernst du den&lt;br /&gt;
Küchenchef kennen ..., sagte ich&lt;br /&gt;
noch meiner Freundin zugewandt&lt;br /&gt;
bevor sie in ihrer Schlange von den&lt;br /&gt;
Nachrückenden verschluckt wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Tische in dem Saal standen&lt;br /&gt;
in Reihen wie bei einer&lt;br /&gt;
Karnevalsveranstaltung&lt;br /&gt;
ich versuchte einen Platz nahe des Eingangs&lt;br /&gt;
zu ergattern, damit mich meine Freundin&lt;br /&gt;
leicht erblicken könnte, sobald sie von&lt;br /&gt;
ihrer Küchenführung zurückkäme&lt;br /&gt;
nach einigem Hin und Her kehrte bald&lt;br /&gt;
gespannte Ruhe ein in Erwartung&lt;br /&gt;
des folgenden Geschehens&lt;br /&gt;
Willkommen! rief ein koboldhaftes&lt;br /&gt;
Männlein auf einer Bühne vor uns&lt;br /&gt;
es stand dort, wie aus dem&lt;br /&gt;
Boden gewachsen&lt;br /&gt;
Willkommen auf unserem ersten Bankett&lt;br /&gt;
unter dem Motto Arme essen Reiche&lt;br /&gt;
vor Ihnen auf den Tischen finden sie&lt;br /&gt;
ausreichend Speisekarten!&lt;br /&gt;
das Männlein klatschte dreimal in die Hände&lt;br /&gt;
und die Speisekarten lagen urplötzlich&lt;br /&gt;
vor uns&lt;br /&gt;
ein Raunen ging durch den Saal&lt;br /&gt;
klatsch! klatsch! klatsch!&lt;br /&gt;
und vor uns standen die Getränke&lt;br /&gt;
ohne dass wir sie bestellen mussten&lt;br /&gt;
ich erinnere mich noch an das Lachen, das&lt;br /&gt;
langsam in dem Saal anschwoll&lt;br /&gt;
an das Klirren der Gläser und an unser&lt;br /&gt;
Schmatzen beim Herunterschlingen&lt;br /&gt;
der Speisen&lt;br /&gt;
im bacchantischen Rausch kriegte ich&lt;br /&gt;
den Hals nicht voll&lt;br /&gt;
die Buchstaben auf der Karte verschwammen&lt;br /&gt;
vor meinen Augen&lt;br /&gt;
Ölscheich in Aspik ... Korrupter Politiker&lt;br /&gt;
in Möllemannsauce ... Managerschnitzel ...&lt;br /&gt;
Tennisstarlende a la Boris Becker ...&lt;br /&gt;
Frikadellen aus frischen Neureichen ...&lt;br /&gt;
Popstar mit Käse überbacken etc. etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kurz bevor ich von den aufgetragenen&lt;br /&gt;
Nahrungsmengen platzte, schlief ich&lt;br /&gt;
erschöpft ein&lt;br /&gt;
ich träumte von einer Sexorgie in der Küche&lt;br /&gt;
wohin meine Freundin verschwunden war&lt;br /&gt;
der Chefkoch besorgte es ihr nach&lt;br /&gt;
allen Regeln der Kunst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
klatsch! klatsch! klatsch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meine Freundin beugte sich besorgt&lt;br /&gt;
über mich&lt;br /&gt;
Hast du schlecht geträumt, Schatz?&lt;br /&gt;
verwirrt rieb ich mir die Augen&lt;br /&gt;
Was?&lt;br /&gt;
Womöglich hast du das Essen gestern&lt;br /&gt;
nicht vertragen?&lt;br /&gt;
Diese Reichen sind schwer verdaulich ...&lt;br /&gt;
Du bist noch nicht ganz wach -&lt;br /&gt;
soll ich dich wach massieren?&lt;br /&gt;
ich war noch wie betäubt&lt;br /&gt;
und ließ es geschehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.03.2004 12:44 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-11T16:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4210390/">
    <title>wohin mit den durchsichtigen</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4210390/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
irgendwann, dachte er, haue ich ab. ihm kamen die&lt;br /&gt;
tränen. er hatte nicht die kraft dazu. aber er hoffte&lt;br /&gt;
und heulte und träumte. dann schlief er ein.&lt;br /&gt;
er hieß kai und wohnte noch bei seinen eltern.&lt;br /&gt;
eines tages klingelte es. ein durchsichtiger besuchte&lt;br /&gt;
ihn. lauter leeres gerede prasselte auf ihn nieder.&lt;br /&gt;
er schaute durch ihn durch auf den kleiderschrank.&lt;br /&gt;
wie wäre es, dachte er, ich nehme den durchsichtigen&lt;br /&gt;
und hänge ihn in den kleiderschrank. er packte den&lt;br /&gt;
durchsichtigen am kragen und hängte ihn auf einen&lt;br /&gt;
bügel. aber es kamen noch mehr durchsichtige, und&lt;br /&gt;
bald war der schrank voll.&lt;br /&gt;
was mache ich nur, dachte er verzweifelt, bald bin ich&lt;br /&gt;
auch durchsichtig. er schaute auf seine arme und konnte&lt;br /&gt;
durchsehen. ach ja, der bettkasten! er nahm die durch-&lt;br /&gt;
sichtigen und stopfte sie in den bettkasten. doch da war&lt;br /&gt;
viel zu wenig platz. er sah auf seine beine und konnte&lt;br /&gt;
durchschauen ...&lt;br /&gt;
da kamen seine eltern, und sie sagten: komm, gemein-&lt;br /&gt;
sam schaffen wir das. sie packten die durchsichtigen&lt;br /&gt;
und verschnürten sie zu pakete. sein vater fuhr sie mit&lt;br /&gt;
dem lieferwagen weg. er war ziemlich erleichtert. in sei-&lt;br /&gt;
nem zimmer schmiß er sich auf die kautsch und schlief&lt;br /&gt;
ein.&lt;br /&gt;
als er aufwachte, war gerade abendessenszeit. seine&lt;br /&gt;
augen waren noch rot, seine nase rotzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1981)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-29T17:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4199437/">
    <title>Als ich kurz davon träumte Vater zu werden</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4199437/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich träumte, dass ich mich bei einem Paar vorstellte,&lt;br /&gt;
welches ihr neugeborenes Baby abgeben wollte.&lt;br /&gt;
Wie zu einem Geschäftstermin stellte ich mich vor&lt;br /&gt;
und war gar nicht erstaunt, als das Paar&lt;br /&gt;
mich als den Richtigen auserkor.&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich an des Vaters Gesicht,&lt;br /&gt;
und doch sehe ich es nicht.&lt;br /&gt;
Mir gefiel das Baby, und ich schlug ein.&lt;br /&gt;
Ich würde ein Kind haben ganz für mich allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur feierlichen Übergabe waren auch meine Eltern eingeladen.&lt;br /&gt;
Meine Mutter lief geknickt, sie hatte mir von dem Handel &lt;br /&gt;
abgeraten.&lt;br /&gt;
Alle saßen wir um ein Festbankett.&lt;br /&gt;
Das Paar und ihre Familie schauten nett.&lt;br /&gt;
Ich gab dem kleinen Kinde meinen Finger zum Greifen,&lt;br /&gt;
allein Freude wollte in mir nicht mehr reifen.&lt;br /&gt;
Gerührt sei ich, so sprach ich zu den Anwesenden,&lt;br /&gt;
doch das Kind sei besser aufgehoben in anderen Händen.&lt;br /&gt;
Es täte mir leid ...&lt;br /&gt;
Bitter enttäuscht verließ der Familienstaat den Saal.&lt;br /&gt;
Ich war erleichtert und dachte bei mir: Fatal&lt;br /&gt;
- jeder Traum zu seiner Zeit. 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Surreales%2C+Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Surreales, Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-26T11:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4192768/">
    <title>traum vom speerwerfer</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4192768/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ich lag mit freunden am strand&lt;br /&gt;
sie sprachen von dem besten speerwerfer&lt;br /&gt;
er könne einen speer über den pazifik schleudern&lt;br /&gt;
ich war gespannt&lt;br /&gt;
er warf fackelnde speere in hohem bogen über&lt;br /&gt;
das meer&lt;br /&gt;
er schmiß sie in alle richtungen&lt;br /&gt;
bald lagen sie überall auf dem strand&lt;br /&gt;
wie eisenspäne um einen magnetpol&lt;br /&gt;
ein holzspeer landete direkt neben mir&lt;br /&gt;
wer nicht aufpasste, wurde leicht durchbohrt&lt;br /&gt;
zum glück waren sie mit ihrem&lt;br /&gt;
feuerschweif gut zu erkennen, wenn sie&lt;br /&gt;
heranschwirrten ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.09.2002 16:40 von margot</description>
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