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    <title>prosaGEDICHTE (von bonanza/margot) : Rubrik:Tod</title>
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    <description>von bonanza/margot</description>
    <dc:publisher>bonanzaMARGOT</dc:publisher>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:date>2008-01-24T18:15:43Z</dc:date>
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  <image rdf:about="http://static.twoday.net/bonanzaMARGOT/images/icon.jpg">
    <title>prosaGEDICHTE</title>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4640851/">
    <title>Landung</title>
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    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Am frühen Morgen war alles wie sonst.&lt;br /&gt;
Wie Spielzeuge hoben sich langsam die Schiffe &lt;br /&gt;
der Armada der Alliierten&lt;br /&gt;
von der grauen See ab.&lt;br /&gt;
Die Szenerie hatte etwas unwirkliches, gespenstisches.&lt;br /&gt;
Es war Krieg.&lt;br /&gt;
Der Soldat lag angespannt in seiner Bunkerstellung&lt;br /&gt;
zwischen den Dünen.&lt;br /&gt;
In seinem Maul glomm eine Selbstgedrehte.&lt;br /&gt;
Der Kamerad neben ihm pisste sich in die Hose und&lt;br /&gt;
erzählte einen Witz.&lt;br /&gt;
Sie lachten nicht über den Witz.&lt;br /&gt;
Sie lachten ihre Angst in den Bunkerraum.&lt;br /&gt;
Sie kommen, sagte er&lt;br /&gt;
Sie kommen, wir werden sie begrüßen!&lt;br /&gt;
Hast du noch `ne Kippe?&lt;br /&gt;
Klar, Kamerad.&lt;br /&gt;
Bist du verheiratet?&lt;br /&gt;
Nein, aber ich habe eine Freundin in Leipzig ...&lt;br /&gt;
Wir wollen im Spätjahr heiraten.&lt;br /&gt;
Hat sie einen geilen Arsch?&lt;br /&gt;
Ja, den hat sie. Gottverdammt, den hat sie!&lt;br /&gt;
Bald übertönte der Donner der Geschütze&lt;br /&gt;
ihre Sprache.&lt;br /&gt;
Stumme Lippenbewegungen.&lt;br /&gt;
Schwarze Fingernägel kratzten nervös auf Beton.&lt;br /&gt;
Sie konnten nur einen kleinen Strandabschnitt einsehen&lt;br /&gt;
in ihren MG-Stellungen.&lt;br /&gt;
Wie ein Ameisenvolk kam der Feind aus dem Wasser.&lt;br /&gt;
Sechzig Jahre später wäre das ein prima Ballerspiel&lt;br /&gt;
gewesen.&lt;br /&gt;
Die MGs glühten und ratterten.&lt;br /&gt;
Es war ein Inferno. Man durfte einfach nicht daran denken,&lt;br /&gt;
dass man auf Menschen schoß.&lt;br /&gt;
Als der Feind näherrückte, bekam er ein Gesicht.&lt;br /&gt;
Es war wie eine Flut von Leibern.&lt;br /&gt;
Die Kippe im Mund des MG-Schützen war längst ein&lt;br /&gt;
trockener Stummel zwischen knirschenden Zähnen.&lt;br /&gt;
Er weinte. Der Feind war plötzlich sehr nahe.&lt;br /&gt;
Ein Soldat sank getroffen auf die Knie, schaute in den&lt;br /&gt;
Himmel und fiel vornüber.&lt;br /&gt;
Kamerad, halte meine Hand!&lt;br /&gt;
Hat sie wirklich einen geilen Arsch?&lt;br /&gt;
Was meinst du, warum ich sie heiraten will?&lt;br /&gt;
Wenn das hier vorbei ist, gehe ich zu der geilsten Nutte&lt;br /&gt;
in Paris.&lt;br /&gt;
Rue St. Denis.&lt;br /&gt;
Haha!&lt;br /&gt;
Das Schlachtgetümmel ringsum wirkte wie ein&lt;br /&gt;
inszeniertes Theaterstück.&lt;br /&gt;
Als die Granate dumpf auf dem Bunkerboden aufschlug,&lt;br /&gt;
fiel für zwei Menschen für immer der Vorhang.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-23T12:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4590473/">
    <title>Tür an Tür</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4590473/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Eine Fernsehgala mit Spendenaufrufen&lt;br /&gt;
steht kurzfristig auf dem Programm&lt;br /&gt;
In der Wohnung der alten Dame läuft das TV&lt;br /&gt;
seit Wochen&lt;br /&gt;
Prominente nehmen die Anrufe der Spendenwilligen&lt;br /&gt;
entgegen&lt;br /&gt;
Die alte Dame sitzt tief in ihrem Lehnsessel&lt;br /&gt;
Gekonnt wird die Notwendigkeit der Hilfe&lt;br /&gt;
in Szene gesetzt&lt;br /&gt;
zwischen Unterhaltungseinlagen der Stars&lt;br /&gt;
Ich weiß, daß die Alten solche Sendungen&lt;br /&gt;
gerne sehen&lt;br /&gt;
Das Unglück ist weit weg&lt;br /&gt;
aber es geht uns zu Herzen&lt;br /&gt;
Der gutaussehende, jugendliche Moderator&lt;br /&gt;
wird seiner Aufgabe gerecht&lt;br /&gt;
Er schaut durch den Bildschirm in die Augen&lt;br /&gt;
der alten Dame&lt;br /&gt;
Er hat ein solch sympathisches Lachen&lt;br /&gt;
Kinder spenden ihr Taschengeld&lt;br /&gt;
Und auch die alte Dame hätte von ihrer armseligen&lt;br /&gt;
Rente etwas abgeben&lt;br /&gt;
für die gute Sache&lt;br /&gt;
Hat sie es nicht verdient, abgeholt zu werden?&lt;br /&gt;
Sie will heim zu ihrer Mutter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.01.2005 22:46 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-07T11:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4537601/">
    <title>der tod hat eine 1-zimmerwohnung</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4537601/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
der tod hat eine 1-zimmerwohnung in deiner stadt&lt;br /&gt;
beim bäcker steht er neben dir und bestellt sich&lt;br /&gt;
frische brötchen&lt;br /&gt;
im supermarkt wartet er irgendwo in deiner schlange&lt;br /&gt;
seine firma heißt l.e.b.e.n.&lt;br /&gt;
und er ist der personalchef&lt;br /&gt;
seine lieblingstätigkeit: kündigen&lt;br /&gt;
der tod rasiert sich sein abgewetztes gesicht&lt;br /&gt;
und schminkt sich die hohlen augen&lt;br /&gt;
er besticht den busfahrer deiner linie und&lt;br /&gt;
schreibt die diagnosen deiner ärzte&lt;br /&gt;
eines abends, so wünsche ich`s mir, lädt er&lt;br /&gt;
mich ein in seine 1-zimmerwohnung&lt;br /&gt;
und wir trinken glühwein, weil`s bei ihm&lt;br /&gt;
so kalt ist, und ich erzähle mit zitternder&lt;br /&gt;
stimme aus meinem leben und frage ihn&lt;br /&gt;
woher ich ihn denn kenne&lt;br /&gt;
der tod ist stumm und sitzt mir gegenüber wie&lt;br /&gt;
ein bekannter, ich halte mich an der warmen tasse&lt;br /&gt;
meine lippen sind süß und klebrig&lt;br /&gt;
ich weiß, daß es besser ist, ihm die hand zu reichen&lt;br /&gt;
denn eigentlich kann ich mich über seine bewirtung&lt;br /&gt;
nicht beklagen&lt;br /&gt;
der tod ist angetan von leuten, die ihm seinen job&lt;br /&gt;
nicht unnötig erschweren&lt;br /&gt;
und darum lächele ich am ende, und er lächelt&lt;br /&gt;
glaub` ich auch
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-15T16:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4487241/">
    <title>der unvollständige satz eines sterbenden</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4487241/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; 
ich war noch nie in australien&lt;br /&gt;
ich stand nie auf der chinesischen mauer&lt;br /&gt;
afrika kenne ich vom dirke-atlas&lt;br /&gt;
die usa schießen sich über den fernseher&lt;br /&gt;
in mein bewußtsein&lt;br /&gt;
kanada wäre eine sehnsucht&lt;br /&gt;
unendliche wälder und natur bis zum&lt;br /&gt;
überdruß&lt;br /&gt;
grönland ist weiß&lt;br /&gt;
ich lebe in einem eintopf, der&lt;br /&gt;
europa heißt&lt;br /&gt;
südamerika wird mir erst wieder durch &lt;br /&gt;
die fußballweltmeisterschaft bewusst&lt;br /&gt;
und die begeisterung der süd-koreaner&lt;br /&gt;
sagt mir nichts&lt;br /&gt;
die japaner allerdings sehe ich durch die&lt;br /&gt;
hauptstraße heidelbergs promenieren&lt;br /&gt;
mit ihren knips-apparaten&lt;br /&gt;
von italien liebe ich florenz&lt;br /&gt;
paris ist mir zu teuer&lt;br /&gt;
in london würde ich mich gern verlieben&lt;br /&gt;
in schottland sterben&lt;br /&gt;
und in irland wiederauferstehen&lt;br /&gt;
ein pole würde mir den kopf halten&lt;br /&gt;
und ein tscheche telefonierte mit dem notdienst&lt;br /&gt;
ein russe würde mir ins ohr flüstern:&lt;br /&gt;
ralph, ich zeige dir moskau&lt;br /&gt;
rumänen, ungarn und österreicher ständen&lt;br /&gt;
außenherum&lt;br /&gt;
bedeutungslos&lt;br /&gt;
ich mochte mal einen türken, einen spanier&lt;br /&gt;
und einen griechen, sagte ich&lt;br /&gt;
das nummernschild des autos, dass mich anfuhr &lt;br /&gt;
ist weiß  rote schrift auf weißem grund&lt;br /&gt;
sind das die araber? die afghanen?&lt;br /&gt;
die usbeken? &lt;br /&gt;
ich schlucke mein blut&lt;br /&gt;
nebenher ist mir doch alles egal&lt;br /&gt;
ich könnte ein bombenopfer in tel-aviv sein&lt;br /&gt;
oder ein von einem israelischen scharfschützen&lt;br /&gt;
fälschlich getroffenes kind&lt;br /&gt;
der jugoslawe verlor beim billardspiel&lt;br /&gt;
von einem ostdeutschen wurde ich herausgefordert&lt;br /&gt;
meine augen verlieren ihre farbe&lt;br /&gt;
werden blässer&lt;br /&gt;
ich höre einen zug über meiner stirn&lt;br /&gt;
vorbeirattern&lt;br /&gt;
völker&lt;br /&gt;
namenlose gesichter&lt;br /&gt;
unheimlich müde - ich verlor meine sprache&lt;br /&gt;
indische gottheiten umarmen mich wie&lt;br /&gt;
kraken&lt;br /&gt;
zuletzt wollte ich schreien&lt;br /&gt;
lasst mich los&lt;br /&gt;
ladet mich endlich in diesen krankenwagen&lt;br /&gt;
und fahrt mich fort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufs meer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.06.2002 21:47 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-27T16:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4260968/">
    <title>Dear Doc</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4260968/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich wünsche mir eine Frau, die mir&lt;br /&gt;
Das Kondom überzieht&lt;br /&gt;
Wenn ich niese, reicht sie mir ein&lt;br /&gt;
Taschentuch&lt;br /&gt;
Im Traum traf ich meinen alten Freund&lt;br /&gt;
Armin&lt;br /&gt;
Am See&lt;br /&gt;
Nicht das erste Mal&lt;br /&gt;
War es Lugano?&lt;br /&gt;
Dear Doc&lt;br /&gt;
Als du bei uns ankamst, konnten wir es erst&lt;br /&gt;
Nicht glauben&lt;br /&gt;
Nach dem schweren Schlaganfall&lt;br /&gt;
Sahst du fast aus wie ein Kind&lt;br /&gt;
In der Embryonalhaltung liegst du &lt;br /&gt;
Auf der superweichen Matratze&lt;br /&gt;
Ich schaue in deine Augen&lt;br /&gt;
Du&lt;br /&gt;
Verordnetest die Medikamente für die&lt;br /&gt;
Lebenden Leichname&lt;br /&gt;
Nun bist du selbst einer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte deine Hand&lt;br /&gt;
Und kümmere mich um die Sondennahrung&lt;br /&gt;
Deine Freundin ist 30 Jahre jünger&lt;br /&gt;
Sie fährt nun dein Lieblingsauto&lt;br /&gt;
Den Porsche Targa&lt;br /&gt;
An deinem Bett sah ich sie noch nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tschüß&lt;br /&gt;
Dein Pimmel pinkelt nach oben&lt;br /&gt;
Zusammengerollt&lt;br /&gt;
Nachdem wir dich frisch gemacht haben&lt;br /&gt;
Verabschiede ich mich&lt;br /&gt;
Lieber Doktor &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27.11.2004 20:54 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-14T20:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4260226/">
    <title>EXIT</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4260226/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Haß ist irrational&lt;br /&gt;
Er frisst die Seele&lt;br /&gt;
Wenn Herzen durch tiefe Wunden bluten&lt;br /&gt;
Die Liebe ist eine Höllenmacht&lt;br /&gt;
Sie stürzt die Liebenden in den&lt;br /&gt;
Abgrund&lt;br /&gt;
Verführerisches Gezirpe&lt;br /&gt;
Ich hasse&lt;br /&gt;
dich&lt;br /&gt;
weil ich dich liebe&lt;br /&gt;
Zeit und Staub deckt die Toten zu&lt;br /&gt;
Eines Tages wird alles vorbei sein&lt;br /&gt;
Freud und Leid&lt;br /&gt;
das ganze tragische Universum&lt;br /&gt;
um das Leben herum&lt;br /&gt;
Nicht eine Silbe wird bleiben&lt;br /&gt;
nur stiller Haß&lt;br /&gt;
Ich wünschte, ich wäre einfachen Gemüts&lt;br /&gt;
Dann sähe ich die Blumen&lt;br /&gt;
als Blumen&lt;br /&gt;
den Himmel als Himmel&lt;br /&gt;
und meine Liebe würde sich in den Alltag&lt;br /&gt;
strecken&lt;br /&gt;
mit Familie und Tralala&lt;br /&gt;
Du suchst die Wüste&lt;br /&gt;
Du hast sie&lt;br /&gt;
Du verdurstest in deinem Alltag&lt;br /&gt;
langsam und qualvoll&lt;br /&gt;
Ich suche die Liebe, an die ich nicht&lt;br /&gt;
glaube&lt;br /&gt;
Ich suche den Sinn&lt;br /&gt;
Ich suche Gott, doch&lt;br /&gt;
Gott gibt es nicht&lt;br /&gt;
Kamerad Schwermut hält meine Hand&lt;br /&gt;
und lässt sie nicht mehr los&lt;br /&gt;
Ich hasse dich&lt;br /&gt;
Vielleicht ist der Haß mir eine Hilfe&lt;br /&gt;
mit seinen tausend Flüchen&lt;br /&gt;
und Verwünschungen&lt;br /&gt;
Wenn ich das Lachen verliere, will ich&lt;br /&gt;
weinen&lt;br /&gt;
Die starre Totenmaske kann noch&lt;br /&gt;
ein Weilchen warten&lt;br /&gt;
Im Spiegel sehe ich die Zukunft&lt;br /&gt;
wie ein weißes Laken&lt;br /&gt;
Darunter kichere ich&lt;br /&gt;
Ich habe mich verirrt&lt;br /&gt;
in mir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
08.06.2004 11:37 von bonanza</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-14T14:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4259470/">
    <title>ein mensch ist gestorben</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4259470/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
pearl jam dreht sich um die eigene achse&lt;br /&gt;
die toten waren mir lieber&lt;br /&gt;
als die lebenden&lt;br /&gt;
nachdem ich ein frisches weißes laken&lt;br /&gt;
über sie gelegt hatte&lt;br /&gt;
ich konnte mich nicht sattsehen&lt;br /&gt;
und ich streichelte zum abschied&lt;br /&gt;
noch einmal den arm, das gesicht des toten&lt;br /&gt;
und ich sagte: roman, du warst ein lieber&lt;br /&gt;
kerl ...&lt;br /&gt;
er hatte sich an den bettgalgen geklammert&lt;br /&gt;
ich hielt ihn wohl noch ein dutzend mal im&lt;br /&gt;
arm&lt;br /&gt;
das leben pochte durch die zimmertüre&lt;br /&gt;
die angst war weg&lt;br /&gt;
aber wir wollten seinen offenen mund&lt;br /&gt;
zukriegen &lt;br /&gt;
indem wir handtücher unter sein kinn&lt;br /&gt;
und unter seinen hinterkopf&lt;br /&gt;
postierten&lt;br /&gt;
als ich eine binde um seinen kopf wickelte&lt;br /&gt;
verzerrte sich sein gesicht zur grimasse&lt;br /&gt;
ne, das hat keinen sinn, sagten wir&lt;br /&gt;
doch schließlich sah er richtig gut aus&lt;br /&gt;
das kunstwerk eines friedlich&lt;br /&gt;
eingeschlafenen&lt;br /&gt;
morgen wird sein zimmer frisch gestrichen&lt;br /&gt;
die nächsten kommen zum sterben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er hatte einfach aufgehört zu atmen&lt;br /&gt;
mittendrin&lt;br /&gt;
die zimmertüre stand offen&lt;br /&gt;
mir war es zuerst aufgefallen&lt;br /&gt;
ich hörte ihn nicht mehr atmen&lt;br /&gt;
ein blick genügte&lt;br /&gt;
wir waren gerade auf dem rundgang&lt;br /&gt;
beim windelwechseln&lt;br /&gt;
ich machte weiter, als wäre nichts geschehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was ist auch geschehen?&lt;br /&gt;
ein mensch ist gestorben&lt;br /&gt;
kein zweifel&lt;br /&gt;
nie wieder werde ich in seine augen schauen&lt;br /&gt;
nie wieder seine haut berühren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine biographie geht über in den&lt;br /&gt;
äther&lt;br /&gt;
des vergessens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30.04.2003 13:20 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-14T10:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4258993/">
    <title>der sackflohblues oder wie ich zum tod kam</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4258993/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
komm, mein kleiner held&lt;br /&gt;
und kriech zu mir ins zelt&lt;br /&gt;
dort zeig ich dir  oho&lt;br /&gt;
den schönsten floh &lt;br /&gt;
der welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich steige hinab ins&lt;br /&gt;
totenreich&lt;br /&gt;
zerberus lasse ich links liegen&lt;br /&gt;
ich habe eine thermoskanne&lt;br /&gt;
mit glühwein dabei&lt;br /&gt;
und 2 käsebrötchen&lt;br /&gt;
in stanniolpapier&lt;br /&gt;
die treppen führen weder&lt;br /&gt;
nach unten noch nach oben&lt;br /&gt;
gerade so, wie ich es sehen&lt;br /&gt;
will&lt;br /&gt;
überall brennende fackeln&lt;br /&gt;
am wegesrand&lt;br /&gt;
bald bin ich rußgeschwärzt&lt;br /&gt;
wyatt earp und doc holiday&lt;br /&gt;
versperren mir den weg&lt;br /&gt;
sie sagen:&lt;br /&gt;
nigger sind hier unerwünscht!&lt;br /&gt;
ich besteche sie mit einem&lt;br /&gt;
käsebrötchen&lt;br /&gt;
die zeit stöhnt, heult, winselt&lt;br /&gt;
sekunden, stunden, tage&lt;br /&gt;
driften mir entgegen&lt;br /&gt;
zerrgesichter&lt;br /&gt;
ich begegne meiner mutter&lt;br /&gt;
am windeltisch&lt;br /&gt;
ich sehe mich selbst als kleinen bub&lt;br /&gt;
am kiosk stehen&lt;br /&gt;
wundertüten kaufen&lt;br /&gt;
wie ich in gummistiefeln in der&lt;br /&gt;
kloake des baches auf abenteuerreise&lt;br /&gt;
gehe&lt;br /&gt;
jules verne und karl may kreuzen&lt;br /&gt;
meinen weg&lt;br /&gt;
sie sehen ziemlich mitgenommen aus&lt;br /&gt;
ich schenke ihnen mein 2.&lt;br /&gt;
käsebrötchen&lt;br /&gt;
bald darauf erreiche ich ein&lt;br /&gt;
riesenhaftes gewölbe&lt;br /&gt;
vor mir liegt das meer der seelen&lt;br /&gt;
myriaden stimmen mischen sich zum&lt;br /&gt;
meeresrauschen&lt;br /&gt;
alles ist in purpurnes licht getaucht&lt;br /&gt;
die linie des horizonts&lt;br /&gt;
ein geschlossener mund&lt;br /&gt;
die oberlippe wie das abendrot&lt;br /&gt;
ich setze mich an den strand&lt;br /&gt;
gerade so, dass die wellen meine&lt;br /&gt;
füße umspülen&lt;br /&gt;
es ist zeit für den glühwein&lt;br /&gt;
um mein kaltes herz aufzuwärmen&lt;br /&gt;
ich trinke&lt;br /&gt;
schaue zum horizont&lt;br /&gt;
ich rieche mich&lt;br /&gt;
es ist nicht das salz&lt;br /&gt;
dann stehe ich hinter mir&lt;br /&gt;
sehe mich da sitzen wie in einem dieser&lt;br /&gt;
bilder von caspar david friedrich&lt;br /&gt;
sind das meine träume?&lt;br /&gt;
frage ich &lt;br /&gt;
meine stimme ist wie aus draht&lt;br /&gt;
mein mund öffnet sich&lt;br /&gt;
meine lippen klebrig vom&lt;br /&gt;
glühwein&lt;br /&gt;
plötzlich schrecke ich hoch&lt;br /&gt;
der irre tod klopft mir auf die schulter&lt;br /&gt;
hey, mann, haste für mich auch nen&lt;br /&gt;
schluck?&lt;br /&gt;
ich reiche ihm den becher&lt;br /&gt;
ich weiß, was du denkst, sagt er&lt;br /&gt;
du könntest ewig hier sitzen bleiben ...&lt;br /&gt;
ja, sage ich trocken&lt;br /&gt;
und was ist mit meiner einführung?&lt;br /&gt;
ich bin plötzlich furchbar müde&lt;br /&gt;
und sinke zur seite&lt;br /&gt;
um meinen kopf in den schoß&lt;br /&gt;
des todes &lt;br /&gt;
zu betten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.02.2003 12:07 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-14T08:25:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4225037/">
    <title>Frozen Man</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4225037/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
plötzlich ist der helle Hund da und springt mich an&lt;br /&gt;
mit kalter Schnauze&lt;br /&gt;
hinter meterdickem Fensterglas wie hinter einem Eisblock&lt;br /&gt;
schaue ich auf einen Frühlingstag&lt;br /&gt;
in mir krampfen sich Gedärme und Hirnwindungen&lt;br /&gt;
würmergleich&lt;br /&gt;
die Organe sind Föten&lt;br /&gt;
mit alten Gesichtern&lt;br /&gt;
auf dem Balkon eines Hauses über mir am Hang&lt;br /&gt;
steht eine alte Frau&lt;br /&gt;
sie trägt ein geblümtes Hauskleid&lt;br /&gt;
die Natur leckt sich die Wunden heil&lt;br /&gt;
bald ist alles grün&lt;br /&gt;
und Schmetterlinge zwischen blühenden Sträuchern und Blumen&lt;br /&gt;
die Alte steht am Abend ihres Lebens&lt;br /&gt;
den Kopf gestützt an der Balustrade&lt;br /&gt;
während ich meinen Saft aus geiler Gier verschieße&lt;br /&gt;
der helle Hund springt mich an mit kalter Schnauze&lt;br /&gt;
ich bin verlegen&lt;br /&gt;
er will spielen, aber ich habe keine Lust&lt;br /&gt;
meine Augenlider sind schwer wie Sargdeckel&lt;br /&gt;
ich muss gehen, bevor ich Wurzeln schlage&lt;br /&gt;
bevor ich für immer schlafe&lt;br /&gt;
ich fahre die Stereoanlage hoch&lt;br /&gt;
ich trinke roten Wein&lt;br /&gt;
ich schreibe ein Gedicht&lt;br /&gt;
ich dusche heiß&lt;br /&gt;
ich hole den Saft aus der Unterwelt&lt;br /&gt;
mein Herz ist gefroren&lt;br /&gt;
zwei Kinder steigen die Stufen zu dem Haus am Hang&lt;br /&gt;
empor&lt;br /&gt;
bereits mühevoll, als hätten sie Blei an den Füßen&lt;br /&gt;
der helle Hund hechtet hinter ihnen her&lt;br /&gt;
wie weit bin ich gekommen? frage ich mich&lt;br /&gt;
wer wohnt in dem Haus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich packe die blaue Reisetasche&lt;br /&gt;
drücke die Tür hinter mir ins Schloss&lt;br /&gt;
fasse in den Briefkastenschlitz&lt;br /&gt;
ich gehe&lt;br /&gt;
ich spüre die Knochen und Muskeln unter meiner Haut&lt;br /&gt;
gierig nach Wärme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(06)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-03T15:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4112051/">
    <title>zu spät</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4112051/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
der herbst hielt einzug. die winterklamotten wurden aus&lt;br /&gt;
dem schrank gekramt, und man musste öfter mal niesen&lt;br /&gt;
- hatschiiii! wenn auch niemand da war, der einem ge-&lt;br /&gt;
sundheit wünschte.&lt;br /&gt;
draußen stürmte es, und große, bleierne wolken zogen &lt;br /&gt;
über den blassen himmel. das schwimmbad musste&lt;br /&gt;
schließen. schulanfang. die letzten urlaubsgrüße von der&lt;br /&gt;
cote d`azur, der adria, dem baskenland ...&lt;br /&gt;
der alltag hielt einzug. mit dem winzerfest verabschiedete&lt;br /&gt;
sich die urlaubszeit und der sommer  entgültig. sommer?&lt;br /&gt;
naja, dem namen durfte man nicht trauen. egal, das war&lt;br /&gt;
nicht die geschichte.&lt;br /&gt;
das alljährliche winzerfest war das bekannte weinfest in &lt;br /&gt;
der region, und wein floß in strömen in die lechzenden kehlen.&lt;br /&gt;
da ging es rund! überall scherben von weinflaschen und&lt;br /&gt;
gläsern. viele jugendliche saßen auf den stufen vor der&lt;br /&gt;
großen eishalle. früher hatte man im zelt gefeiert.&lt;br /&gt;
nach einwöchigem tamtam bauten die schausteller ab.&lt;br /&gt;
wie immer.&lt;br /&gt;
wieder ein jahr rum, pflegten sie zu sagen.&lt;br /&gt;
schon wieder winzerfest.&lt;br /&gt;
die sonne verlor an kraft, und bald würden die uhren eine&lt;br /&gt;
stunde zurückgestellt werden. es wurde grau.&lt;br /&gt;
braun, gelb, ocker, ziegelrot, rostbraun, schwarz, bunt.&lt;br /&gt;
alles wurde langsam faltig und faul und starb. die insekten.&lt;br /&gt;
quälgeister gingen und kamen. der teufel lachte besoffen.&lt;br /&gt;
alles wurde schwer und heavy. die cafes waren voll,&lt;br /&gt;
voll von schönen damen, die von ihrem urlaub erzählten&lt;br /&gt;
und von ihren kleidern und von ihren freunden und von&lt;br /&gt;
ihrer familie und von ihrem hund, falls sie einen hatten.&lt;br /&gt;
herbstmode.&lt;br /&gt;
in den einfamilienhäusern mit vorgarten wurde geschuftet:&lt;br /&gt;
renoviert, verlegt, umgestellt, gartenarbeit, vielleicht ein&lt;br /&gt;
baum gepflanzt oder das gemüsebeet erweitert.&lt;br /&gt;
tatendrang.&lt;br /&gt;
die letzten schönen tage, einer der letzten tage. erinnerungen&lt;br /&gt;
wurden lebendig. herbst, winter und frühling konnte man&lt;br /&gt;
irgendwie in einen topf werfen. zu ostern konnte es schneien,&lt;br /&gt;
eine fahrradtour an weihnachten.&lt;br /&gt;
launen.&lt;br /&gt;
es wurde gebaut: da eine umgehungsstraße, dort ein ge-&lt;br /&gt;
schäftszentrum, ein eigenheim, ein atombunker, vielleicht&lt;br /&gt;
eine filteranlage, wenn man sich die leisten konnte.&lt;br /&gt;
die wirtschaft wurde angekurbelt  in prozenten. die poli-&lt;br /&gt;
tiker kamen aus dem urlaub und nahmen ihre arbeit auf.&lt;br /&gt;
dreckschleuder.&lt;br /&gt;
1984, der herbst hielt einzug. die studenten standen schlange&lt;br /&gt;
zur immatrikulation. das ministerium für liebe hatte man&lt;br /&gt;
zerbombt. alles war ganz einfach.&lt;br /&gt;
fachidioten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er wälzte sich noch`mal auf die andere seite. er stöhnte.&lt;br /&gt;
ganz plötzlich schlug er die augen auf. es war dunkel.&lt;br /&gt;
vorsichtig tastete er sich zur nachttischlampe und knipste sie&lt;br /&gt;
an. ein blick auf den wecker: 22uhr15. verdammt lange hatte&lt;br /&gt;
er geschlafen. kein wunder, nachdem er vorige nacht durch-&lt;br /&gt;
gemacht hatte. das war der viele kaffee. er rieb sich die&lt;br /&gt;
augen. das licht blendete ihn. er gähnte. scheiße!&lt;br /&gt;
er richtete sich auf. jetzt aber nichts wie los. er hatte gesagt,&lt;br /&gt;
er käme gegen 20uhr in die stadt.&lt;br /&gt;
er saß in voller ausgehmontur auf der bettkante und blickte&lt;br /&gt;
müde ins zimmer, das ihm merkwürdig aufgeräumt vorkam.&lt;br /&gt;
er versuchte sich zu erinnern. warum war er noch`mal einge-&lt;br /&gt;
nickt? harte zeiten, wenn man nicht mehr wusste, was man den&lt;br /&gt;
lieben langen tag getrieben hatte. er lächelte. es half nichts.&lt;br /&gt;
die schlüssel hatte er einstecken. er rüttelte an der manteltasche.&lt;br /&gt;
gut. etwas benommen verließ er das zimmer, stieg im dunkeln&lt;br /&gt;
die treppe hinunter richtung haustüre. seine eltern waren be-&lt;br /&gt;
reits zu bett gegangen. auch gut. so ersparte er sich die ab-&lt;br /&gt;
schiedszeremonie an der wohnzimertür.&lt;br /&gt;
sowas, die haustür war abgeschlossen. die mit ihrem über-&lt;br /&gt;
triebenen ordnungssinn! dachte er wütend, zerrte die schlüssel&lt;br /&gt;
hervor und schloß auf. der riegel sprang zurück  clac.&lt;br /&gt;
keine kerzen  das gibt rußflecken an der decke! schoß ihm&lt;br /&gt;
das gebot seines vaters durch den kopf. er atmete tief durch.&lt;br /&gt;
das gartentor schepperte hinter ihm. er schaute hoch und sah,&lt;br /&gt;
dass im schlafzimmer seiner eltern noch licht brannte. gutge-&lt;br /&gt;
meinte ratschläge. die welt war voll gutgemeinter ratschläge.&lt;br /&gt;
er sah die sterne am himmel und dachte: irgendwann schaffe&lt;br /&gt;
ich es, von hier wegzukommen ... irgendwann. und er biß&lt;br /&gt;
die zähne aufeinander. die straße war abschüssig. die hände&lt;br /&gt;
in den manteltaschen vergraben, ging er eilig seines weges.&lt;br /&gt;
die stirn lag in falten. die finger kalt und schweißig. vorbei&lt;br /&gt;
an den nachbarn. viele alte leute wohnten in dieser straße.&lt;br /&gt;
auch sein großvater. und seine eltern. die waren auch alt.&lt;br /&gt;
ja, ja. er hatte viel zu lange geschlafen. er schlief noch halb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine alkoholfreie woche, das war eine gute idee von heinz&lt;br /&gt;
und ihm gewesen. erst die winzerfestwoche. dann letzte&lt;br /&gt;
woche der krach mit seinem vater. und jeden tag gezogen.&lt;br /&gt;
das war des guten zuviel.&lt;br /&gt;
ab sonntag kein alk, kein bier mehr, hatten sie gesagt,&lt;br /&gt;
hand drauf!&lt;br /&gt;
dann wissen wir wenigstens, wenn wir schlapp machen,&lt;br /&gt;
woran wir sind, hatte heinz gesagt.&lt;br /&gt;
ich versuch`s durchzuhalten. das gibt einem wieder selbst-&lt;br /&gt;
vertrauen, hatte er gesagt.&lt;br /&gt;
auf alle fälle!&lt;br /&gt;
das wird gut.&lt;br /&gt;
es war zuviel. jeden tag voll wie ein eimer. 10  12 bier.&lt;br /&gt;
das war einfach zuviel.&lt;br /&gt;
 das brauchen wir jetzt. so`ne ganze woche ohne alk.&lt;br /&gt;
was meinst du, wie uns das erste bier wieder schmeckt?&lt;br /&gt;
danach.&lt;br /&gt;
genau. das brauchen wir, hatten sie gesagt und prosteten&lt;br /&gt;
sich zu.&lt;br /&gt;
jetzt war mittwoch, und kein tropfen alkohol hatte bisher &lt;br /&gt;
seine kehle benetzt. sie waren auf dem besten wege, ihren&lt;br /&gt;
vorsatz in die tat umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er überquerte die straße am fußgängerüberweg. die ampel&lt;br /&gt;
war abgeschaltet. die straße war frei, aber er hörte die autos.&lt;br /&gt;
man hatte sich an vieles gewöhnt und machte sich darum&lt;br /&gt;
keine gedanken mehr. er ging den weg am schillerpark vor&lt;br /&gt;
zur bushaltestelle. auf einer bank ein penner zusammenge-&lt;br /&gt;
rollt, schlafend, sein hab und gut in plastiktüten neben sich.&lt;br /&gt;
die sind wirklich fertig! er lächelte. vorne  die bushalte-&lt;br /&gt;
stelle. hell. das geschrei einer katze. er sah sich gehen auf &lt;br /&gt;
dem roten pflaster, den kopf gesenkt.&lt;br /&gt;
 ich schaffe das schon. ich grübele nur zuviel, und nachts&lt;br /&gt;
schnürt mir die angst die kehle zu. so ein quatsch! mit dem&lt;br /&gt;
studienplatz, das regel ich schon. dann wird erst mal studiert.&lt;br /&gt;
und eine freundin kriege ich auch wieder ...&lt;br /&gt;
was für ein haufen hübscher weiber gab es doch! in wirklich-&lt;br /&gt;
keit war alles halb so schlimm. er steigerte sich in seine pro-&lt;br /&gt;
blemchen hinein, machte aus mücken elefanten. er lächelte&lt;br /&gt;
süß-sauer.&lt;br /&gt;
glauben.&lt;br /&gt;
er holte tief luft, kramte in seinen taschen nach den zigaretten.&lt;br /&gt;
sein zigarettenkonsum war angestiegen, seitdem er nicht trank.&lt;br /&gt;
eine schachtel am tag. er war nervöser, und vom kaffee konnte&lt;br /&gt;
er nachts nicht schlafen. dann machte er sich mancherlei blöd-&lt;br /&gt;
sinnige gedanken.&lt;br /&gt;
scheiße.&lt;br /&gt;
über die breite straße. auf der straßenmitte musste er stehen&lt;br /&gt;
bleiben und 3 autos vorbeilassen. scheiß autos, dachte er&lt;br /&gt;
und ging weiter.&lt;br /&gt;
es waren viele sterne am himmel. irgendetwas kam ihm verändert&lt;br /&gt;
vor.&lt;br /&gt;
ach was! er hatte einfach zu lange geschlafen. warum war er&lt;br /&gt;
noch einmal eingeschlafen? das hatte alles verändert. wenn man&lt;br /&gt;
schlief und später aufwachte, war die welt nicht mehr dieselbe.&lt;br /&gt;
er konnte sich beim besten willen nicht mehr erinnern, wie er in&lt;br /&gt;
schuhen und mantel wieder einschlafen konnte.&lt;br /&gt;
verrückt.&lt;br /&gt;
ein ausländerpärchen kam ihm von der hauptstraße entgegen.&lt;br /&gt;
er empfand es als unangenehm, leuten auf dem gehsteig &lt;br /&gt;
ausweichen zu müssen und sie dabei komisch anzuschauen&lt;br /&gt;
oder einfach wegzuschauen.&lt;br /&gt;
kontakte.&lt;br /&gt;
er bog in die hauptstraße, die fußgängerzone war. die haus-&lt;br /&gt;
fassaden bogen sich. er ging mittendurch. geschäft neben ge-&lt;br /&gt;
schäft. fein hatten sie das gemacht. hier fehlte es an nichts.&lt;br /&gt;
das pflaster änderte sich. sie hatten die pflastersteine in ver-&lt;br /&gt;
schiedenen mustern angelegt. und kleine bäumchen hatten sie&lt;br /&gt;
ordentlich in 2 reihen gepflanzt. eine saubere einkaufsstraße.&lt;br /&gt;
eine saubere weinstadt.&lt;br /&gt;
scheiß drauf! dachte er, es ist, wie es ist.&lt;br /&gt;
die hände in den taschen waren kalt und schweißig. die stirn&lt;br /&gt;
lag in falten. mit den weibern war das so eine sache. wenn man&lt;br /&gt;
doch nur nicht immer daran denken müsste! er war geil. damit&lt;br /&gt;
hatte jeder ziemlich die gleichen probleme.&lt;br /&gt;
er würde nie heiraten.&lt;br /&gt;
die laternen spendeten nur spärlich licht. sein schatten wurde&lt;br /&gt;
länger. ein haufen fahrräder, mopeds und mofas standen vor&lt;br /&gt;
den beiden kneipen. für mittwoch verdammt viel. er wunderte&lt;br /&gt;
sich.&lt;br /&gt;
herr doktor, ich habe da ein problem. ich brauche unbedingt&lt;br /&gt;
eine frau. zwecks befriedigung und so. unbedingt. könnten sie&lt;br /&gt;
mir was passendes verschreiben? ich kann nachts nicht schlafen,&lt;br /&gt;
muß es mir andauernd selbst besorgen. und das soll doch nicht&lt;br /&gt;
gesund sein! (verlegenes lachen) ich kann mich nicht kon-&lt;br /&gt;
zentrieren und habe migräne. wenn ich eine hübsche frau sehe,&lt;br /&gt;
stelle ich sie mir sofort nackt vor. was ist da zu machen?&lt;br /&gt;
herr doktor, ist das denn normal?&lt;br /&gt;
belustigt dachte er: sowas müsste es geben. frauen auf rezept.&lt;br /&gt;
da wären die wartezimmer brechend voll.&lt;br /&gt;
er ging an dem leeren eiscafe vorbei. links die bierbörse und&lt;br /&gt;
dahinter das billard-cafe. das war seine stadt.&lt;br /&gt;
abends.&lt;br /&gt;
merkwürdig, er fühlte sich irgendwie fehl am platze. er hatte&lt;br /&gt;
verpennt, und jetzt wirkte alles fremd.&lt;br /&gt;
er sah die lachenden gesichter durch die kneipenfenster. er war&lt;br /&gt;
aufgeregt. eine gruppe jugendlicher stand vor dem eingang.&lt;br /&gt;
er blickte ernst und stieg die stufen zur schwungtür hinauf.&lt;br /&gt;
der kneipenlärm schlug ihm entgegen.&lt;br /&gt;
musik.&lt;br /&gt;
sie hatten umgebaut. zur zeit hatten alle einen tick mit umbauen,&lt;br /&gt;
erneuern, anpassen, verbessern, in schwung bringen, renovieren.&lt;br /&gt;
selten machte es einer gut. geschmäcker sind eben verschieden.&lt;br /&gt;
rot, roter ventilator, rotes uhrgehäuse, roter rahmen, rote hosen,&lt;br /&gt;
rote t-shirts, rote lampen, rotes licht, rote vorhänge, rot gestrichen.&lt;br /&gt;
seinen geschmack traf das nicht.&lt;br /&gt;
er drängelte sich durch die menge und wurde gestupst. er schaute&lt;br /&gt;
zu den tischen. ihm wurde schlecht. die realität überwältigte ihn.&lt;br /&gt;
der lärm schwoll an. ins unerträgliche. die kneipengäste wuchsen&lt;br /&gt;
zu riesen und drohten ihn zu erdrücken.&lt;br /&gt;
ich hätte heute abend nicht mehr in die stadt gehen sollen,&lt;br /&gt;
dachte er, ich wäre besser liegen geblieben.&lt;br /&gt;
durch eine ellenbogenlücke sah er seine freunde sitzen. hinten&lt;br /&gt;
am runden tisch. alle waren da: armin, jürgen, christoph, peter,&lt;br /&gt;
stefan, seine ex und heinz und ... . die halben standen vor ihnen.&lt;br /&gt;
jürgen, armin und peter droschen skat. heinz stemmte ein weizen.&lt;br /&gt;
er hat nicht durchgehalten. er trinkt bier. ohh ja, ein bier ist&lt;br /&gt;
heute abend genau das richtige. verdammt!&lt;br /&gt;
ihm kam es vor, als müsste er zwischen den hosenbeinen der&lt;br /&gt;
umstehenden durchschlüpfen. alles bog sich über ihm zusammen.&lt;br /&gt;
bekam er platzangst? seine kehle war staubtrocken. er wollte&lt;br /&gt;
schlucken, aber es sammelte sich kein speichel zum schlucken.&lt;br /&gt;
micha, der wirt, servierte und schob sich mit einem tablett voll&lt;br /&gt;
exportbier und einem weizenbier an ihm vorbei zu den tischen.&lt;br /&gt;
sie hatten ihn noch nicht gesehen. er musste aussehen wie ein&lt;br /&gt;
gespenst  wenn er so aussah, wie er sich fühlte.&lt;br /&gt;
micha, mir auch ein bier, bitte, krächzte er. war das seine&lt;br /&gt;
stimme? sie hörte sich furchtbar alt an. und plötzlich starrten&lt;br /&gt;
ihn alle an, und einer schmiß sein bier um.&lt;br /&gt;
was schaut ihr so entgeistert? wollte er fragen, aber er brachte&lt;br /&gt;
keinen ton hervor. stumme lippenbewegungen. ihm wurde heiß.&lt;br /&gt;
er schmolz. das bier lief über den tisch.&lt;br /&gt;
es schäumte und prickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in einem cafe unterhalten sich 2 junge männer. der eine blättert&lt;br /&gt;
in der tageszeitung. er hat einen dunklen schnauzbart. der andere&lt;br /&gt;
ist glattrasiert. sie sitzen an einem runden tisch und trinken kaffee.&lt;br /&gt;
eine zigarette glüht im aschenbecher. eine schlanke rauchfahne&lt;br /&gt;
windet sich empor. der schnauzbärtige drückt die kippe aus.&lt;br /&gt;
hier steht was darüber, sagt er und sticht seinen zeigefinger in&lt;br /&gt;
das zeitungsblatt.&lt;br /&gt;
was steht da? fragt der andere.&lt;br /&gt;
über den typ in der bier-börse letzten freitag.&lt;br /&gt;
die augen über dem dunklen schnauzbart gehen im zick-zack.&lt;br /&gt;
und? was schreiben sie?&lt;br /&gt;
nichts besonderes. nur das, was inzwischen jeder weiß. ich lese&lt;br /&gt;
dir`s vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistererscheinung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufsehen erregte ein vorfall am freitagabend in einer heimischen&lt;br /&gt;
lokalität. mehrere gäste berichten einheitlich, dass sie den vor kurzem verstorbenen r.r. wiedererkannt hätten. r.r. hatte eine woche zuvor selbstmord begangen.&lt;br /&gt;
auch die eltern von r.r. berichteten von merkwürdigen geräuschen, die sie an fraglichem abend vor dem einschlafen vernahmen. außerdem konnten sie beobachten, wie sich eine dunkle gestalt von ihrem wohnhaus entfernte. als der vater entdeckte, dass die von ihm verschlossene eingangstür unver-&lt;br /&gt;
riegelt war, informierte er die polizei. es deuteten aber weder spuren noch fehlende wertsachen auf einen einbruch hin. nicht erklären konnten sich die eltern das brennen der nachttischlampe im zimmer ihres kürzlich verstorbenen sohnes. wenige minuten nach den beobachtungen der eltern kam es zu der rätselhaften erscheinung in der als jugendtreff bekannten gastwirtschaft. mehrere gäste, darunter freunde des verstorbenen, glauben einen geist gesehen zu haben. den geist des selbstmörders r.r.. allerdings verflüchtigte sich der geist ebenso schnell, wie er gekommen war. &lt;br /&gt;
(nicht ohne ironie merkt die redaktion an, dass übermäßiger alko-&lt;br /&gt;
holgenuß halluzinationen verursachen kann. dies sollte der jugend dieser stadt als warnendes beispiel dienen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistererscheinung? lächelt der bartlose, glaubst du an geister?&lt;br /&gt;
ich weiß nicht. es haben ihn eine menge leute erkannt. stell dir vor, es kommt plötzlich ein toter auf dich zu ..., und andere sehen ihn auch.&lt;br /&gt;
kanntest du ihn?&lt;br /&gt;
flüchtig.&lt;br /&gt;
der bartlose rührt in seinem kaffee. der schnauzbärtige steckt sich eine kippe zwischen die lippen und kramt ein streichholzheftchen hervor.&lt;br /&gt;
schon hart, sagt er, vielleicht auch ein blöder scherz.&lt;br /&gt;
der bartlose lacht: ich sehe auch manchmal gespenster, haha.&lt;br /&gt;
die zigarette dampft im aschenbecher. das cafe ist gut besucht. es ist mittagszeit. montag. draußen biegen sich die bäume im sturm. einkäufer gehen geduckt ihres weges. in dem cafe wird geheizt. die leute unterhalten sich gut.&lt;br /&gt;
scheiß wetter. es wird gar nicht richtig tag heute.&lt;br /&gt;
scheiß wind, der bärtige schaut in seine leere kaffeetasse und faltet die zeitung zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1984)</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 bonanzaMARGOT</dc:rights>
    <dc:date>2007-07-27T12:22:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4072275/">
    <title>Zuhause</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/4072275/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Als ich zurückkam, war das Haus leer&lt;br /&gt;
Außer den Wänden erinnerte nichts&lt;br /&gt;
an mein Leben&lt;br /&gt;
Die Worte hallten wider&lt;br /&gt;
Von der Gegenwart zur Gegenwart zur&lt;br /&gt;
Gegenwart&lt;br /&gt;
Der Putz war eine Kraterlandschaft&lt;br /&gt;
Tuchfetzen hingen in den Fensteröffnungen&lt;br /&gt;
So saß ich an die Wand gelehnt&lt;br /&gt;
mein Gesicht im Schatten&lt;br /&gt;
viele Stunden&lt;br /&gt;
ohne das Leben vor der Türe zu hören&lt;br /&gt;
bis mich eine dünne Staubschicht bedeckte&lt;br /&gt;
graue Haare, graue Augenwimpern&lt;br /&gt;
graue, nackte Zehen&lt;br /&gt;
Ich ließ mein Wasser gehen&lt;br /&gt;
und starrte auf die Lache zwischen meinen&lt;br /&gt;
Beinen&lt;br /&gt;
wie sie vor sich hinschrumpfte&lt;br /&gt;
Das Haus hatte kein Dach, so dass mich der&lt;br /&gt;
Regen wusch&lt;br /&gt;
Ich wünschte, ich wäre naß von meinen&lt;br /&gt;
Tränen&lt;br /&gt;
Wie lange war es schon dunkel?&lt;br /&gt;
Die Dunkelheit war ein großer Trost&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
07.06.2003 00:28</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-07-15T11:40:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3878651/">
    <title>Suizidale Träume</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3878651/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
geliebte Welt, getraute Welt&lt;br /&gt;
vor dem größten Richter&lt;br /&gt;
ich schrie dir mein Ja zu&lt;br /&gt;
die ersten Jahre unbedingt&lt;br /&gt;
dann verlor ich den Faden&lt;br /&gt;
ich irrte durch das Labyrinth des Lebens&lt;br /&gt;
ich war geblendet&lt;br /&gt;
ohne Ziel und Halt begann ich mein Dasein&lt;br /&gt;
zu verfluchen&lt;br /&gt;
geliebte Welt, getraute Welt&lt;br /&gt;
es gibt nur eine Scheidung&lt;br /&gt;
mein Herz hängt an dir&lt;br /&gt;
mit meinen Händen suche ich dich&lt;br /&gt;
immer noch blind&lt;br /&gt;
der Tod ist der einzige Ausweg&lt;br /&gt;
ein dunkles Licht&lt;br /&gt;
aber wenigstens ein Licht&lt;br /&gt;
dir ist es gleichgültig, nicht wahr?&lt;br /&gt;
geliebte Welt, getraute Welt&lt;br /&gt;
ich werfe dir den Ring zu&lt;br /&gt;
er fällt in den Dreck&lt;br /&gt;
ich gehe nackt, wie ich zu dir kam&lt;br /&gt;
zurück in das Wasser&lt;br /&gt;
in das rote Meer&lt;br /&gt;
warum sagst du nichts?&lt;br /&gt;
warum lässt du mich einfach gehen?&lt;br /&gt;
dir lag nie besonders viel an mir&lt;br /&gt;
geliebte Welt, getraute Welt&lt;br /&gt;
betrüge die anderen&lt;br /&gt;
mich wirst du nicht mehr an der Nase&lt;br /&gt;
herumführen&lt;br /&gt;
meine letzten Gedanken widme ich dir&lt;br /&gt;
ich liebe dich&lt;br /&gt;
es tut so weh, dich zu lieben&lt;br /&gt;
verzeih&lt;br /&gt;
ich lasse mein Blut frei ...
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-06-17T08:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3866643/">
    <title>wie weit ist es bis zum tod</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3866643/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ich werde nie zufrieden sein&lt;br /&gt;
nicht mit sonne, nicht mit regen&lt;br /&gt;
nicht mit ihr&lt;br /&gt;
noch mit dir&lt;br /&gt;
mal mache ich mich groß&lt;br /&gt;
und erkenne mich klein&lt;br /&gt;
ich geb dir meinen segen:&lt;br /&gt;
versetze mir den todesstoß&lt;br /&gt;
ich bin auf dem weg in die dunkelheit&lt;br /&gt;
vorbei an irren lichtern&lt;br /&gt;
begehre auf in mir&lt;br /&gt;
- und verlier&lt;br /&gt;
mal hoffe ich aufs paradies&lt;br /&gt;
derweil verrinnt die lebenszeit&lt;br /&gt;
unter sterbenden gesichtern&lt;br /&gt;
befinde ich mich im verließ&lt;br /&gt;
im jetzt und hier&lt;br /&gt;
meiner gier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
05.05.2003 13:38 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://bonanzamargot.twoday.net/topics/Tod&quot;&gt;Tod&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-06-16T09:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3773731/">
    <title>überleben</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3773731/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ich habe es geschafft&lt;br /&gt;
ich bin tot&lt;br /&gt;
trotzdem juckt mich noch der&lt;br /&gt;
rücken&lt;br /&gt;
mein herz blieb erst vor ein paar&lt;br /&gt;
minuten stehen&lt;br /&gt;
soll noch mal einer sagen, dass man&lt;br /&gt;
danach nichts mehr empfindet&lt;br /&gt;
natürlich kann ich mich nicht mehr kratzen&lt;br /&gt;
dafür kann ich mich selbst angucken&lt;br /&gt;
von oben&lt;br /&gt;
ich spüre, wie mein körper mich&lt;br /&gt;
zurückholen will&lt;br /&gt;
aber die freiheit hat mich bereits&lt;br /&gt;
in ihr herz geschlossen&lt;br /&gt;
endgültig&lt;br /&gt;
das fenster steht offen&lt;br /&gt;
ich schlüpfe durch meinen eigenen&lt;br /&gt;
arm in den himmel&lt;br /&gt;
gerade so, als wäre mein gliedmaß&lt;br /&gt;
ein hemd&lt;br /&gt;
das denken verlässt mich&lt;br /&gt;
und ich betrete einen ort, wo mich gefühle&lt;br /&gt;
wie goldener honig warm ummanteln&lt;br /&gt;
ich blicke durch die welt&lt;br /&gt;
zurück&lt;br /&gt;
auf mich&lt;br /&gt;
auf dich&lt;br /&gt;
warum musste ich sterben, um die&lt;br /&gt;
liebe zu sehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.02.2003 15:16 von margot</description>
    <dc:creator>bonanzaMARGOT</dc:creator>
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  <item rdf:about="http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3692798/">
    <title>overkill</title>
    <link>http://bonanzamargot.twoday.net/stories/3692798/</link>
    <description>&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
gänsehaut&lt;br /&gt;
sweet child in time&lt;br /&gt;
das spiel ist aus&lt;br /&gt;
welches spiel ist aus?&lt;br /&gt;
welches spiel beginnt?&lt;br /&gt;
das uralte keulenspiel?&lt;br /&gt;
mir ist kalt&lt;br /&gt;
tränen leuchtender lava&lt;br /&gt;
weinen die augen der erde&lt;br /&gt;
ich beobachte das flüssige&lt;br /&gt;
wachs&lt;br /&gt;
das über eine delle am&lt;br /&gt;
rand&lt;br /&gt;
rinnt&lt;br /&gt;
puppengesichter in den&lt;br /&gt;
nachrichten&lt;br /&gt;
monopoly an den weltbörsen&lt;br /&gt;
der guitarrist&lt;br /&gt;
schreit sich die kehle aus dem leib&lt;br /&gt;
silbern leuchtet der mond&lt;br /&gt;
und die rockband meiner phantasie&lt;br /&gt;
nimmt ihn sich als podium&lt;br /&gt;
tanz auf dem kraterrand&lt;br /&gt;
die bilder zoomen direkt ins hirn&lt;br /&gt;
lust auf eine runde billard?&lt;br /&gt;
der tisch ist frisch bezogen&lt;br /&gt;
letzte kugel&lt;br /&gt;
letztes loch&lt;br /&gt;
und der drummer flippt an seinem&lt;br /&gt;
schlagzeug aus&lt;br /&gt;
und eine computerstimme&lt;br /&gt;
wiederholt&lt;br /&gt;
das spiel ist aus&lt;br /&gt;
und ich schere mir eine&lt;br /&gt;
glatze&lt;br /&gt;
und lege kriegsbemalung auf&lt;br /&gt;
ich werde mir den friedensnobelpreis&lt;br /&gt;
vornehmen&lt;br /&gt;
ich werde ihn killen&lt;br /&gt;
im tarnanzug&lt;br /&gt;
ich steche diese fette, geschichtsträchtige&lt;br /&gt;
sau ab&lt;br /&gt;
wollt ihr den totalen krieg?&lt;br /&gt;
ich rülpse ins mikrophon&lt;br /&gt;
dann lasst es noch mal richtig krachen&lt;br /&gt;
bumst euch um den verstand&lt;br /&gt;
der schnitter&lt;br /&gt;
wird sein vergnügen haben&lt;br /&gt;
er ist ein hervorragender poolbillardspieler&lt;br /&gt;
jetzt, wo die rollen klar verteilt&lt;br /&gt;
sind&lt;br /&gt;
kann es anfangen&lt;br /&gt;
laßt es uns über die bühne bringen&lt;br /&gt;
gottes schöpfung&lt;br /&gt;
vollenden&lt;br /&gt;
noch ein letzter pups?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
08.02.2003 10:58 von margot</description>
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