Drum




Was macht es aus, wo die Worte stehen?
Überdauern sie uns wirklich – wie bei Goethe
Und Bukowski?
Oder sind sie nur ein Nachhall
Ein Verwesungsgeruch von dem, was sich ein Mensch
In seinem kurzen Leben
Ausdachte?
Um als Masken in unseren Bücherregalen zu stehen
Während die Zeit verfliegt
Eine Generation nach der anderen ins Gras beißt
Schreibe ich, um posthum gelesen
Zu werden?
Oder schreibe ich, um heute und hier das Leben zu ficken?
Dich zu ficken?
Was machen Worte aus?
Zu sagen: Ich liebe dich …
Zu sagen: Ich liebe die Toskana
Vielleicht liebe ich auch
Gar nichts
Schreibe ich, um zu lieben?
Oder liebe ich, um zu schreiben?




(12.11.2011)

Freni (Gast) - 12.11.2011 14:26

Lieben um zu schreiben.
Schreiben um zu lieben.
Nicht schreiben sondern lieben.
Du könntest es zumindest versuchen ;)
Ansonsten ein schöner Text. Er gefällt mir.

bonanzaMARGOT - 12.11.2011 15:03

danke freni

ich könnte auch schreiben:
was sind unsere worte in der liebe wert?
wie lange dauern sie?
wie sehr belügen wir uns selbst?
nicht nur in der liebe.
einfach in allem.
Freni (Gast) - 12.11.2011 22:24

1. Um zu lieben braucht es keine Worte.
2. Ein "Ich liebe dich" kann bis an Lebensende dauern.
3. Das muss jeder selber verantworten.
bonanzaMARGOT - 13.11.2011 01:14

Ich schreibe hier Gedichte und keine Lebensratgeber.
Freni (Gast) - 13.11.2011 02:12

Genau. Du erstellst auch nicht wirklich Zwischenbilanzen.
bonanzaMARGOT - 13.11.2011 07:05

auf diesem blog nicht.
hier poste ich prosa, prosagedichte, gedichte ...
Maryam (Gast) - 15.11.2011 07:52

Oft

sind die Fragen wichtiger als die vorgefertigt-vorgekauten Antworten, die wir glauben wollen, weil es so viel schöner scheint.
Ich mag die Fragen, die du hier poetisch herumwirbelst, es sind auch meine und möchte man es auf eine reduzieren hieße sie: Was ist echt?
Ein schönes Gedicht!

bonanzaMARGOT - 15.11.2011 13:34

danke maryam - ich sehe mein sein, mein denken und mein schreiben in der bedeutung des "fragenden menschen". antworten sind nur zwischenstationen bzw. meilensteine des fragens, des suchens und forschens.
echt sind wir als "fragende menschen" ( http://bonanzamargot.twoday.net/stories/5208261/ ), die nicht müde werden ihr dasein und die welt zu hinterfragen. gefährlich war und ist es immer, wenn man sich ideologisch, religiös und gesellschaftlich/kulturell aber auch persönlich auf antworten ausruht.
gefährlich dadurch, weil vorurteile und extremismus folgen dieses geistigen stillstands sind - desweiteren kriege, folter, menschenverachtung und umweltzerstörung.
wir müssen uns immer wieder fragen, warum wir diese unmenschlichkeiten zulassen, und was dazu führt.

im gedicht behandle ich die persönliche ebene des fragens, des hinterfragens unserer liebe und unseres verhaltens, unserer worte.

prosaGEDICHTE

... die Nacht ist gut für die Tinte, der Tag druckt die Seiten ...

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